26/09/2026
Du sagst „ist schon okay“, obwohl es für dich eigentlich gar nicht okay ist.
Du merkst sofort, wenn sich die Stimmung im Raum verändert.
Du möchtest niemanden enttäuschen.
Und ein Nein fühlt sich manchmal viel schwieriger an, als einfach nachzugeben.
Das kann eine Fawn-Reaktion sein.
Fawn beschreibt eine Schutzstrategie, bei der Sicherheit über Anpassung, Beschwichtigung oder Harmonie hergestellt wird.
Vielleicht war es früher wichtig, sehr genau wahrzunehmen, wie es anderen geht.
Vielleicht war Widerspruch mit Konflikt, Rückzug oder Unsicherheit verbunden.
Dann kann dein Nervensystem gelernt haben:
„Ich bin sicherer, wenn ich mich anpasse.“
Wichtig ist dabei:
Nicht jede Anpassung ist eine Schutzreaktion.
Empathie, Rücksichtnahme und Kompromisse sind wichtige Bestandteile von Beziehungen.
Spannend wird die Frage:
Kann ich mich frei entscheiden – oder fühlt sich eine Grenze, ein Nein oder ein anderer Standpunkt innerlich gefährlich an?
Traumasensible Begleitung bedeutet deshalb nicht, weniger empathisch oder rücksichtsvoll zu werden.
Es geht darum, auch dich selbst wieder mit einzubeziehen.
Deine Bedürfnisse wahrzunehmen.
Grenzen früher zu spüren.
Und neue Erfahrungen zu machen:
Ich darf Nein sagen und trotzdem verbunden bleiben.
🤎 Kennst du das, dass du erst im Nachhinein merkst: Eigentlich wollte ich das gar nicht?
Wenn du deine Schutzreaktionen und die Prägungen dahinter besser verstehen möchtest, begleite ich dich gerne dabei.