17/07/2026
Da steht man gerne um 04:30 Uhr auf, um den Tagesanbruch nicht zu verpassen. Herrlich, wieder einmal durch nasses Gras zu wandern. Das scheinen auch die Alpensalamander zu denken. Auf jeden Fall herrscht am frühen Morgen Hochbetrieb auf dem Wanderweg vom Cani hoch zur Alp Stürvis und weiter ins Fläscher Täli. Die Alpensalamander scheinen förmlich auf den Moment gewartet zu haben, ihr Verstecke im Untergrund verlassen zu können.
Der Aufstieg dem Canibach entlang führt in einer angenehmen Steigung bergwärts. So kann ich die Ruhe geniessen und die Hirsche auf der Weide beobachten. Auch sie scheinen froh zu sein, dass ihr Futter wieder etwas gewaschen daher kommt. Weiter oben kreuzen Gämsen und Alpen-Schneehühner meinen Weg. Es macht den Eindruck, als ob heute Morgen einfach rundum nur ein grosser Frieden herrsche.
Bald erreiche ich das Fläscher Fürggli. Hier öffnet sich der Blick ins Rheintal zum Calanda und zu zahlreichen St. Galler und Glarner Bergen. Inmitten dieser herrlichen Kulisse sind die letzten 300 Höhenmeter rasch überwunden. Und doch beschäftigt mich die ewige Kinderfrage „Ist es noch weit?“, denn der Gipfel des Falknis (2562 müM) ist sehr gut zu sehen, kommt aber doch nur zögerlich näher. Hmm. „Ja nicht lügen,“ empfiehlt Thomas Widmer. OK. Und dann: Ziel erreicht! Im Hemd kann ich mich stärken und das Panorama geniessen.
So bin ich bereits wieder auf dem Abstieg, als die ersten Wandernden von der Älplibahn her auftauchen, der Standard-Route für die meisten Wandernden (1000 HM Auf- und Abstieg, 18 km), den ab der St. Luzisteig bis hoch auf den Falknis und wieder zurück hat es ziemlich in sich (rund 1900 HM Auf- und Abstieg, 15 km).
Meine Wanderung ab Cani beinhaltete 1300 HM Auf- und Abstieg und führte über 19,6 km Distanz. Aber: Die Tour ist jeden Schritt wert!