17/08/2026
Berts erstes A Gelände
Ich hatte einen guten Plan. In den letzten Wochen und Monaten waren wir sehr regelmäßig beim Geländetraining, ich bin bewusst auf fremde Plätze gefahren, damit Bert viel sieht und auch in einer Umgebung, die ihm nicht vertraut ist, nicht zu beeindruckt ist. Bockleben sollte sein erstes A werden, da das Turnier immer sehr freundlich aufgebaut ist. Wir sind zum Trainingstag nach Bockleben gefahren, damit er den Platz schon vorher gesehen hat und ich habe das E Gelände genannt, damit er am Turniertag vor dem A schon einmal im Parcours war. Ich wollte das E reiten um zu fühlen, wie es ihm geht, das aber eventuell gar nicht beenden, damit es nicht zuviel wird mit dem A Gelände danach. Ein guter Plan. Dann starteten wir in das E Gelände und ich hatte keine Bremse mehr. Bert zog nicht nur zum Sprung hin, er ließ sich nicht mehr regulieren und sprang immer kopfloser, so dass ich nach dem vierten Hindernis abgebrochen habe, weil es zu gefährlich wurde. Danach war ich unsicher, was das richtige ist. Nach Haus fahren? Das A probieren? Nach Rücksprache mit meiner Spring-Trainerin hatte ich dann einen neuen Plan. Dressur auf dem Abreiteplatz, Rittigkeit wieder herstellen und wenn es sich gut genug anfühlt, ins A starten und bereit sein, wieder abzubrechen, wenn‘s nötig ist. Im A wollte er wieder extrem heiß werden, also bin ich große Teile der Strecke getrabt, aber mit Kontrolle und ohne Hindernisfehler ins Ziel gekommen. Auch ohne Wertnote, denn durch die Zeitüberschreitung ist davon nichts übrig geblieben. Fazit: mein Pferd springt auch aus dem Trab so gut wie alles und Pläne sind dafür da, über den Haufen geworfen zu werden. Bert hat natürlich seine Äpfel am Samstagabend bekommen. Und Spaß gemacht hat es trotzdem!