Antje Simdorn Mentalcoach

Antje Simdorn Mentalcoach

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• Innere Ruhe. Freiheit.

Selbstbestimmung – für Menschen aus narzisstischen Familien
• über 1.500 Sitzungen Coachingerfahrung
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• Alle Links hier: https://linktr.ee/antjesimdorn

07/09/2026

Was, wenn dein schlechtes Gewissen tatsächlich gar kein Beweis dafür ist, dass du etwas falsch machst?

Ich weiss, es ist noch ein bisschen früh, aber stell dir mal vor, Du sagst deiner Mutter, dass du Weihnachten dieses Jahr nicht kommst.
Und sofort ist es da: Dieses beschissene schlechte Gewissen.

Also fängst du an zu überlegen: Vielleicht sollte ich doch fahren. Sie ist schließlich meine Mutter. Vielleicht bin ich wirklich egoistisch.
Und irgendwann hältst du dieses Gefühl für einen Beweis:
Wenn ich mich so schuldig fühle, muss meine Entscheidung falsch sein.
Aber genau das stimmt nicht unbedingt.
Gerade wenn du mit narzisstischen oder emotional unreifen Eltern aufgewachsen bist, hast du vielleicht früh gelernt:
Wenn ich meine eigenen Bedürfnisse ernst nehme, ist jemand enttäuscht, verletzt oder wütend.
Also wurde Anpassung sicher.
Und Selbstbestimmung fühlte sich gefährlich an.
Das kann dazu führen, dass dein Gehirn heute Alarm schlägt, sobald du etwas tust, was früher Ärger bedeutet hätte.
Nicht unbedingt, weil du etwas Falsches machst.
Sondern weil du etwas Ungewohntes machst.
Und das ist ein riesiger Unterschied.
Deshalb ist ein schlechtes Gewissen manchmal etwas, das du nicht sofort beseitigen musst.
Manchmal darfst du eine Grenze setzen, dich schuldig fühlen – und die Grenze trotzdem stehen lassen.
Denn genau dadurch machst du eine neue Erfahrung:
Jemand darf enttäuscht sein.
Ich darf mich unangenehm fühlen.
Und ich darf trotzdem bei mir bleiben.

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04/09/2026

Ich hatte irgendwann einen ziemlich unangenehmen Gedanken:
Was, wenn ich eines Tages 80 bin und feststelle, dass ich zwar mein ganzes Leben lang wahnsinnig viel nachgedacht, verstanden, Rücksicht genommen und versucht habe, alles richtig zu machen – aber dabei vergessen habe zu leben?
Das fand ich ehrlich gesagt deutlich gruseliger als die meisten Dinge, vor denen ich bis dahin Angst hatte.
Denn Zeit kriegst du nicht zurück.
Weder die Jahre, in denen du auf die Erlaubnis anderer wartest.
Noch die Wochenenden, an denen du etwas nicht machst, weil „man das doch nicht macht“.
Auch nicht die Zeit die man damit verplempert Entscheidungen, ewig vor sich herzuschieben, weil irgendjemand sie scheiße finden könnte.
Und auch nicht die Dinge, auf die du eigentlich richtig Lust hättest, die dir aber peinlich, albern, unvernünftig oder „nicht mehr deinem Alter entsprechend“ vorkommen.
Irgendwann habe ich beschlossen:
Ich möchte später nicht hauptsächlich erklären können, warum ich mein Leben nicht gelebt habe.
Ich möchte es gelebt haben. Es muss meins sein.
Wenn das bedeutet, einen Sonntag auf dem Sofa zu verbringen: wunderbar.
Wenn es bedeutet, nachts mit leuchtenden Inlineskates und beleuchteten Flügeln durch Düsseldorf zu rollen: offensichtlich auch.
Die Vergangenheit erklärt verdammt viel. Aber sie bekommt garantiert nicht auch noch meine Zukunft.

Photos from Antje Simdorn Mentalcoach's post 03/09/2026

In meinen Kennenlern Gesprächen höre ich in letzter Zeit immer häufiger einen Satz in unterschiedlichen Varianten:
„Ich habe doch schon so viel verstanden. Aber ich schaffe es trotzdem nicht, meine alten Muster im Alltag zu verändern.“

Und ich glaube, genau an diesem Punkt stehen viele Menschen, die mit narzisstischen oder emotional unreifen Eltern aufgewachsen sind.
Sie wissen inzwischen, warum sie grübeln.
Warum sie sich ständig verantwortlich fühlen.
Warum Grenzen Schuldgefühle auslösen.
Warum sie sich anpassen.
Warum neue Herausforderungen plötzlich wieder diese alte Angst auslösen.

Dieses Verstehen kann unglaublich wichtig sein.
Aber irgendwann reicht Verstehen allein nicht mehr.
Denn dein Leben verändert sich nicht dadurch, dass du noch eine Erklärung für dein Verhalten findest.

Es verändert sich, wenn du anfängst, neue Erfahrungen zu machen.
Wenn du eine Grenze setzt und erlebst, dass du das aushältst.
Wenn du eine Entscheidung triffst, ohne sie hundertmal abzusichern.
Wenn jemand enttäuscht von dir ist – und du nicht sofort versuchst, es wieder gutzumachen.
Wenn die alte Angst auftaucht und du trotzdem etwas anders machst als früher.

Genau dadurch entsteht nach und nach etwas, das man nicht einfach nur verstehen kann:
die Erfahrung, dass du heute anders leben kannst.

Deine Vergangenheit darf erklären, warum bestimmte Dinge für dich schwieriger sind.
Aber sie muss nicht darüber entscheiden, wie du dein Leben heute führst.
Verstehen ist der Anfang. Aber Freiheit ist das Ziel.





02/09/2026

Von wem lässt du dir eigentlich dein Leben erklären? Und macht das echt Sinn???

Ich lerne ja gerade Inline Skaten. Und ich habe Leuchtrollen an meinen Inlineskates und wisst ihr, was lustig ist?
Jeder, der die sieht, findet die richtig geil. Also mir schreiben das wirklich viele Leute.
Und dann sage ich: Ja super, kauf dir die auch! und dann höre ich ganz oft
„Hach, ne, bei dir finde ich das super, aber bei mir würden die Leute bestimmt denken, ich wäre kindisch.“ Und dann denke ich immer: Moment. DU findest sie geil.
Aber du kaufst sie dir nicht, weil irgendein anderer Mensch sie vielleicht nicht geil finden könnte?
Und genau das machen wir bei viel größeren Dingen im Leben genauso.
Wir geben den Meinungen anderer Menschen Gewicht, ohne jemals zu überprüfen:
Ist diese Person eigentlich qualifiziert, mein Leben zu bewerten?
Dein Vater gibt dir Beziehungstipps? Interessant.
Wenn er selbst seit 30 Jahren in einer unglücklichen Beziehung steckt – ist er wirklich der Mensch, von dem du lernen möchtest, wie eine glückliche Beziehung funktioniert?
Gerade wenn du mit narzisstischen oder emotional unreifen Eltern aufgewachsen bist, hast du vielleicht früh gelernt, der Bewertung anderer mehr zu vertrauen als deiner eigenen.
Aber heute darfst du anfangen, diese Bewertungen zu prüfen.
Bevor du einen Ratschlag annimmst, frag dich:
Hat dieser Mensch in genau diesem Lebensbereich etwas aufgebaut, das ich selbst haben möchte?
Lebt er frei? Ist er glücklich? Trifft er mutige Entscheidungen? Lebt er ein Leben, das zu ihm passt? Wenn nicht, ist seine Meinung nicht automatisch wertlos.
Aber vielleicht ist sie auch nicht deine Gebrauchsanweisung fürs Leben.
Und manchmal ist Freiheit wirklich so banal: Du findest die Leuchtrollen geil?
Dann kauf dir die verdammten Leuchtrollen.

Du willst dein Leben nach deinen eigenen Regeln leben?
1:1 Coaching
antjesimdorn.de

Photos from Antje Simdorn Mentalcoach's post 01/09/2026

„Hier anzukommen, in meinem neuen Leben.“
Diesen Satz finde ich besonders schön in dieser Nachricht.

Denn genau darum geht es für mich am Ende.
Viele Menschen, die zu mir kommen, haben schon unglaublich viel verstanden.
Sie wissen, woher ihre alten Muster kommen.
Sie erkennen sogar einige ihrer Glaubenssätze. (Noch nicht die, auf die es wirklich ankommt. Aber einige eben schon. 😄)

Sie merken, wo sie sich immer noch anpassen, sich selbst im Weg stehen oder Entscheidungen aus alten Ängsten heraus treffen.
Und irgendwann reicht es ihnen nicht mehr, das alles nur zu wissen.
Sie wollen, dass sich endlich etwas verändert.
Nicht irgendwann. Nicht nur im Kopf. Sondern in ihrem echten Leben.
Sie kommen dann ins Coaching, um alte Glaubenssätze zu verändern und neue Erfahrungen zu machen.
Um zu lernen, sich selbst zu vertrauen und dadurch auch eigene Entscheidungen zu treffen.
Sie wollen sich erlauben, Dinge einfach mal auszuprobieren, Freude zu haben und endlich frei zu werden.
Und irgendwann während des Prozesses stellen sie dann fest:
Die Vergangenheit ist noch Teil meiner Geschichte. Aber sie bestimmt nicht mehr, wie ich heute lebe.

Genau deshalb liebe ich diese Nachricht so sehr.
Denn das Ziel ist nicht, am Ende alles über die eigene Vergangenheit zu wissen.
Das Ziel ist, eine Basis zu haben, von der aus man sein eigenes Leben gestalten kann.

Verstehen ist der Anfang.
Freiheit ist das Ziel.

31/08/2026

Vielleicht bist du gar kein ängstlicher Mensch (auch wenn du das gerade glaubst)
Vielleicht bist du einfach in einer Familie aufgewachsen, in der ständig irgendwas passieren konnte.
„Pass auf.“
„Sei vorsichtig.“
„Mach das bloß nicht.“
„Und wenn nachher …?“
Wenn du solche Sätze deine ganze Kindheit hörst, lernt dein Gehirn daraus etwas:
Die Welt ist gefährlich.
Und irgendwann brauchst du deine Eltern gar nicht mehr dafür.
Dann machst du das selbst.
Du kontrollierst lieber nochmal.
Du spielst vor einer Entscheidung erstmal durch, was alles schiefgehen könnte.
Du freust dich auf etwas – und dein Kopf liefert dir sofort drei Gründe, warum du dich lieber noch nicht zu früh freuen solltest.
Und irgendwann denkst du:
„So bin ich halt. Ich war schon immer ein ängstlicher Mensch.“
Aber vielleicht stimmt das gar nicht.
Vielleicht ist das nicht einfach deine Persönlichkeit.
Vielleicht hast du gelernt, die Welt so zu sehen.

Und das ist ein verdammt wichtiger Unterschied.
Denn was dein Gehirn gelernt hat, kann es auch wieder verändern.

Genau darüber sprechen Sarah und ich in der neuen Folge Schwarze Schafe.
🎙️ „Wenn deine Eltern aus jeder Mücke einen Elefanten gemacht haben“
Warum die Ängste unserer Eltern uns manchmal bis heute begleiten – und wie wir aufhören können, ständig auf die nächste Katastrophe zu warten.

Die neue Folge ist jetzt überall da, wo es Podcasts gibt.





29/08/2026

Vielleicht lügst du nicht, weil du unehrlich bist.
Sondern weil du einfach Angst vor dem hast, was nach der Wahrheit kommt.

„Ich habe deine Nachricht nicht gesehen.“
Dabei hast du sie gesehen. Du wolltest nur nicht antworten.
„Ich habe leider keine Zeit.“
Dabei hast du Zeit. Du hast einfach keine Lust.
„Alles gut.“
Dabei ist überhaupt nichts gut.

Und danach denkst du:
Warum zur Hölle sage ich nicht einfach die Wahrheit? Weil eigentlich mag ich es nicht zu lügen.
Und ein möglicher Grund dafür ist, dass dein Gehirn irgendwann gelernt hat: Die Wahrheit macht Ärger. Ein Nein enttäuscht Menschen. Wenn ich sage, was ich wirklich möchte, muss ich mich endlos rechtfertigen. Und wenn jemand wegen meiner Antwort sauer, traurig oder enttäuscht ist, habe ich ein Problem.
Also nimmst du den vermeintlich einfacheren Weg. Du erfindest schnell eine Ausrede.
Und hast erstmal Ruhe. Das Problem ist nur: Heute schützt dich dieses Verhalten nicht mehr unbedingt.
Es kann Vertrauen kaputt machen. Beziehungen belasten. Und wahrscheinlich findest du es selbst auch scheiße.
Deshalb bringt es wenig, dir zum hundertsten Mal vorzunehmen:
„Ab jetzt bin ich einfach ehrlich.“
Du musst an das ran, was die Ehrlichkeit überhaupt so schwierig macht.

Und genau darüber sprechen Sarah und ich in der aktuellen Podcast Folge von Schwarze Schafe- helle Aussicht
„Ich hasse Lügen. Warum mache ich es trotzdem?“
Überall, wo es Podcasts gibt. 🎙️





28/08/2026

Grenzen setzen heißt: Ich sage dir, wo meine Grenze liegt. Grenzen halten heißt: Mein Verhalten bleibt gleich, wenn du versuchst, sie zu verschieben.
 
 
Eine Grenze zu setzen ist oft gar nicht der schwierigste Teil.

Das kann sein:
„Nein, das möchte ich nicht.“
„Darüber möchte ich nicht sprechen.“
„Wenn du mich anschreist, beende ich das Gespräch.“
„Ich kann dir dabei nicht helfen.“


Und dann passiert etwas, womit viele nicht gerechnet haben:
Der andere findet deine Grenze nicht nur scheiße, er versucht sogar drüber hinweg zu kommen.

Er diskutiert.
Ist beleidigt.
Fragt noch mal. Und nochmal.
Macht dir ein schlechtes Gewissen.
Tut so, als hätte er dich nicht verstanden.
Oder versucht einfach ein paar Tage später noch einmal, ob dein Nein vielleicht inzwischen doch ein Ja geworden ist.
 
Und genau HIER beginnt für viele Menschen die eigentliche Schwierigkeit.
Besonders wenn du mit narzisstischen oder emotional unreifen Eltern aufgewachsen bist, hast du möglicherweise früh gelernt:
Wenn jemand wegen meiner Grenze enttäuscht, wütend oder verletzt ist, muss ich etwas tun.

Erklären.
Beschwichtigen.
Nachgeben.
Eine Ausnahme machen.
Die Grenze zurücknehmen.
Aber eine Grenze braucht nicht die Zustimmung des anderen, um eine Grenze zu sein.
Und du musst sie auch nicht jedes Mal neu verhandeln.

Manchmal bedeutet Grenzen halten einfach:
**Du hast mich verstanden.
Du bist nur nicht einverstanden.
Und meine Antwort bleibt trotzdem dieselbe.**
Das kann sich am Anfang verdammt unangenehm anfühlen.

Aber genau darin liegt die neue Erfahrung:
Ein anderer Mensch darf meine Grenze nicht mögen.
Und ich darf sie trotzdem behalten.
Verstehen ist der Anfang. Freiheit ist das Ziel.

Online Kurs „Ende Gelände! Grenzen setzen OHNE Panik.“
Link in der Bio
 

27/08/2026

Haben deine Eltern auch aus jeder Mücke einen Elefanten gemacht?

Ich meine wirklich aus jeder.
Du wolltest irgendwo hin: „Pass bloß auf.“
Du wolltest etwas Neues ausprobieren: „Sei vorsichtig.“ Du warst krank: Katastrophe.
Du warst nicht krank: Man könnte aber krank werden.
Du wolltest irgendwo mitfahren: „Und wenn da was passiert?“

Und natürlich wurde auch beim Autofahren zuverlässig jede Kurve kommentiert.
Mich interessiert heute aber gar nicht so sehr, wovor deine Eltern Angst hatten.
Mich interessiert, was davon bei dir hängen geblieben ist.

Bist du heute jemand, der dreimal kontrolliert, ob die Tür wirklich abgeschlossen ist?
Der bei einer Entscheidung zuerst überlegt, was alles schiefgehen könnte?
Der sich auf etwas Schönes freut und fünf Minuten später schon sämtliche Katastrophenszenarien durchgespielt hat?
Oder gibt es etwas ganz anderes, bei dem du heute merkst:

Scheiße. Das habe ich echt übernommen.
Dann erzähl es mir bitte in den Kommentaren.
Was war bei deinen Eltern ständig gefährlich – und was davon macht dir heute noch Angst?





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