30/08/2026
Als Kind war „rödeln fast ein Schimpfwort.
Sitz nicht so rum. Mach was Sinnvolles. Beeil dich.
Also hab ich funktioniert. Immer beschäftigt, immer für andere da, immer irgendwas gemacht..
Und als Frau hört das ja nie auf. Kein Feierabend, kein Sonntag. Die Kinder, das Essen,
das Mitdenken für alle . das läuft immer weiter.
Ich weiß, du kannst die Kinder nicht in die Ecke stellen und einfach mal nichts tun.
Aber vielleicht geht ja der kleine Moment. Ein Käffchen, den du wirklich genießt, statt ihn nebenbei runterzukippen. Die zwei Minuten, in denen du nicht schon irgendwas wie Abendessen planst.
Nichtstun muss nicht groß sein. Es fängt da an, wo du kurz nur bei dir bist.
Lange dachte ich, das sei normal. Dass man sich Ruhe erst verdienen muss.
Heute weiß ich, dass das einfach stimmt nicht.
Die Italiener nennen es dolce far niente. Die Süße des Nichtstuns.
Und ehrlich? Das kannst du lernen.
Wann hast du zuletzt einfach mal nichts getan? So ganz ohne schlechtes Gewissen?