23/07/2026
Der schnellste Weg, eine Idee zu töten?
Ein Meeting.
Eine neue Mitarbeiterin im Team.
Motiviert.
Vielleicht auch ein bisschen laut. Gut so.
Sie hat etwas beobachtet, mit Kolleg:innen gesprochen und bringt eine Idee ein.
Kein fertiges Konzept.
Keine Roadmap.
Keine Risikoanalyse in zwölf Folien.
Einfach ein Impuls.
Und dann kommt:
„Das ist gerade nicht Thema.“
„Passt nicht ins Konzept.“
„Lass uns später drüber sprechen.“
Zack.
Tür zu.
Natürlich kann nicht jede Idee sofort diskutiert werden.
Kalender voll.
Releases drücken.
Kunden warten.
Alles richtig.
Aber wenn Ideen sofort bewertet werden, bevor sie überhaupt Luft bekommen, passiert etwas Leises:
Menschen hören auf mitzudenken.
Erst ein bisschen.
Dann immer mehr.
Und irgendwann wundern wir uns, warum im Team kaum noch neue Impulse kommen.
Der blinde Fleck:
Hohe Qualitätsansprüche können Eigenverantwortung verhindern.
Eine Idee muss nicht sofort umgesetzt werden.
Aber sie braucht einen Platz.
Zum Beispiel:
Ein Ideenboard.
Eine feste Ideenrunde.
Eine Spalte im Backlog: „Nicht jetzt, aber wertvoll.“
Oder einfach der Satz:
„Guter Gedanke. Wir parken ihn sichtbar und schauen drauf.“
Unser Job als Führungskraft ist nicht, jede Idee sofort zu lösen.
Unser Job ist erstmal: zuhören.
Denn gute Führung sorgt dafür, dass gute Gedanken nicht zwischen zwei Agendapunkten sterben.
Welche Idee braucht bei euch gerade einen Platz?
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