07/10/2026
Deutschland ist reich. Nur der Deutsche in der Mitte merkt erstaunlich wenig davon.
Der UBS Global Wealth Report 2026 zeigt für Deutschland einen erstaunlichen Abstand
Durchschnittliches Nettovermögen pro Erwachsenem rund 295.000 Euro.
Medianvermögen rund 45.500 Euro.
Der Durchschnitt liegt etwa sechseinhalbmal so hoch wie das Vermögen des Menschen genau in der Mitte.
Warum
Weil Vermögen in Deutschland stark konzentriert ist.
Beim durchschnittlichen Vermögen liegt Deutschland international weit vorne. Beim Median fällt es deutlich zurück – hinter Ländern wie Griechenland, Slowenien, Frankreich, Italien, Spanien oder Belgien.
Frankreich kommt beim Durchschnitt auf ein ähnliches Vermögen wie Deutschland. Beim Median besitzt der Mensch in der Mitte dort mehr als doppelt so viel.
Das Problem lautet also nicht Deutschland hat zu wenig Vermögen.
Die Frage lautet Wie ist dieses Vermögen verteilt
Laut UBS gibt es in Deutschland rund 244.000 Erwachsene mit einem Vermögen zwischen fünf und hundert Millionen Dollar. Dazu kommen 193 Milliardäre.
Auch die Bundesbank findet starke Konzentration In ihrer Haushaltsbefragung besitzen die obersten zehn Prozent 54 Prozent des Nettovermögens. Ihre verteilungsbasierte Vermögensbilanz weist für die untere Hälfte gut 2,4 Prozent aus.
Wenn über höhere Beiträge, Zuzahlungen, Renten, Pflege oder Sozialreformen gesprochen wird, gehört deshalb eine Frage auf den Tisch
Welche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ziehen wir eigentlich heran
Arbeitseinkommen Gewinne Kapitalerträge Erbschaften Große Vermögen
Denn steigende Kosten für Gesundheit, Pflege und Rente müssen finanziert werden.
Aber wer in diese Rechnung einbezogen wird, ist kein Naturgesetz.