08/09/2026
Neue Ausbildungspartnerschaft in Österreich 🇦🇹 ⚽️
Wir freuen uns sehr mit dem Sportinstitut Next Step 360 einen neuen Ausbildungspartner willkommen zu heißen 💪🏼✅
Gemeinsam gehen wir innovative Wege im Fußballtraining, mit denen junge Spielerinnen und Spieler gezielt gefördert werden sollen und dabei die bestmöglichen Voraussetzungen erhalten, um sich persönlich und fußballerisch weiterzuentwickeln🚀
Das wird großartig 💪🏼😎🔝
07/09/2026
[Teil 1] Technik ist nur die halbe Miete. ⚽🧠
Dein Spieler kann den Ball perfekt annehmen und trotzdem den entscheidenden Moment verpassen – weil er nicht gesehen hat, was um ihn herum passiert. Genau da setzt A-Champs an: Es bringt Sehen, Wahrnehmen und Entscheiden direkt in dein bestehendes Training – ganz ohne große Umstellung.
In Teil 1 zeigen wir dir:
✅ Was in der A-Champs ROXPROX steckt – ein Laser-Sensor erkennt jede Bewegung präzise, zeigt Buchstaben, Zahlen und Farben in frei wählbarer Kombination, Frequenz und Anzeige sind individuell einstellbar. Robust und wetterfest, drinnen wie draußen.
✅ Übung 1 – Passen mit Richtungsvorgabe: Zwei Mitspieler stehen links und rechts von der Box. Leuchtet sie eine Farbe auf, muss der Spieler sie erkennen und sofort zum passenden Mitspieler spielen. Er lernt, permanent hinzuschauen statt automatisch zu passen.
✅ Übung 2 – Passen mit Fuß-Vorgabe: Beim Passspiel entscheidet die Farbe der Box, mit welchem Fuß gespielt wird. Aus stumpfem Passen wird ein Wahrnehmungs- und Beidfüßigkeitstraining in einem.
So schärfst du mit nur einer Box genau die Fähigkeit, die im Spiel oft über Sieg oder Niederlage entscheidet: das aktive Sehen und schnelle Entscheiden.
Folge uns für Teil 2 👀
Trainiere heute, worüber andere erst morgen nachdenken. 💪
Nachwuchsförderung
06/09/2026
Du hast in reaktive Lichter investiert und fragst dich, warum sich auf dem Platz nichts ändert?👀
Das liegt selten am Gerät. 🚦
Es liegt daran, wie du den Reiz einsetzt.
Über die ganze Serie zieht sich ein Befund: Peripheres Sehen als Sinnesleistung lässt sich kaum trainieren. 🧠
Verschieben kannst du die Aufmerksamkeit deines Spielers — wohin sie geht und wann der Blick hält.
Reviews zu Trainingstools landen am selben Punkt: Der beste erwartete Transfer ins Spiel entsteht nicht am isolierten Gerät. 🔍
Er entsteht bei Reizen, die eine echte Fußballaktion verlangen — und bei Tests, die dem Spiel ähneln, statt nur die Übung zu kopieren. ⚽
Auch die Transferforschung deutet dorthin: Entkoppeltes, allgemeines Wahrnehmungstraining bringt Zugewinne im Test, aber kaum belegten Übertrag aufs Feld — genau das argumentiert Fransen.
Wie stark der Kontext wiegt, zeigt ein Hinweis aus einem RCT mit Profifußballern: Beide Gruppen machten dasselbe fußballspezifische Training, eine zusätzlich unter einem Lichtreiz — und verbesserte mehrere visuelle und visuomotorische Werte deutlich. 📈
⚠️ Andere Technologie als reaktive Lichter, Labortests statt Spielleistung, herstellernahe Autoren — also vorsichtig lesen.
Aber der Reiz saß im Training, nicht daneben.
Wie du den Reiz konkret einbettest — und die eine Übung dafür — steht im Karussell. 👆
Wie viel deiner Wahrnehmungs-Trainingszeit läuft isoliert am Gerät — und wie viel im Spiel? 💬
Quellen in den Kommentaren ⬇️
01/09/2026
Bevor du das nächste Vision-Tool ins Programm holst, lohnt sich eine Frage, die kaum ein Hersteller beantwortet. 👀
Reaktionslichter, 3D-Tracking, Stroboskopbrillen. ⚡
Ganze Geräteklassen werben damit, dein peripheres Sehen zu schulen.
Ob sie das wirklich tun, ist schwerer zu prüfen, als es klingt.
Eine große Übersichtsarbeit hat die 5 meistgenutzten Tools durchleuchtet – und ist auf eine Lücke gestoßen, die fast jeder übersieht. 🔦
Die Slides zeigen dir, welche.
Ein Teil der Erklärung steckt in der Aufmerksamkeit. 🧠
In der Grundlagenforschung passten die Zugewinne nach peripherem Sehtraining vor allem dazu, wohin die Aufmerksamkeit gewohnheitsmäßig gelenkt wurde.
Dynamische Aufmerksamkeitsverschiebungen verbesserten sich dagegen an trainierten wie untrainierten Orten gleich – als Erklärung für den ortsgebundenen Fortschritt fielen sie aus.
Diese Befunde stammen aus dem Labor mit simuliertem Zentralausfall, nicht aus dem Fußball.
Der Übertrag ist eine logische Konsequenz, kein gemessener Effekt.
Der Punkt ist nicht, dass diese Geräte nichts taugen. 🎯
Es geht darum, wie du ihr Versprechen prüfst – und genau dafür bekommst du auf den Slides ein Schema.
Setzt du Reaktions- und Tracking-Tools trotzdem ein – oder ist dir ohne Blickkontrolle der Nutzen zu unklar?
Quellen:
Vater, C., & Strasburger, H. (2021). Topical review: The top five peripheral vision tools in sport. Optometry and Vision Science, 98(7), 704–722. https://doi.org/10.1097/OPX.0000000000001732
Guo, Y., Yuan, T., Yang, M., & Qiu, J. (2025). Does the „learning effect“ caused by digital devices exaggerate sports visual training outcomes? A systematic review and meta-analysis. Frontiers in Physiology, 16, 1664572. https://doi.org/10.3389/fphys.2025.1664572
Biles, M. K., Maniglia, M., Yadav, I. S., Stewart, P. D., DeSilva, B. C., & Visscher, K. M. (2024). Constraining the possible mechanisms underlying performance improvements following peripheral vision training. Journal of Cognitive Enhancement, 8, 108–124. https://doi.org/10.1007/s41465-024-00310-4
27/08/2026
Deine Spieler verlieren den Überblick nicht, weil sie schlecht sehen. Sondern weil sie falsch schauen.👀⚽️
Scharf siehst du immer nur einen winzigen Ausschnitt. Alles daneben wird sofort unschärfer.
Trotzdem behalten starke Spieler Ball, Mitspieler und Gegner gleichzeitig im Blick.
Nicht, weil sie schneller hin- und herspringen.
Sondern weil sie ihren Blick klüger führen.
Die Slides zeigen dir 3 Blickstrategien, mit denen man mehrere Spieler gleichzeitig im Blick behält — ohne sie anzuschauen.
Eine Fußball-Feldstudie zeigt außerdem: Wohin ein Innenverteidiger schaut, hängt von Ball und Gegner ab. Den einen richtigen Blick gibt es nicht.
Zur Einordnung: Diese Arbeiten beobachten, was gute Spieler tun. Sie belegen nicht, dass eine bestimmte Übung dieses Verhalten erzeugt.
Und beim Coachen aufgepasst: Zwingt man Spielern einen festen Blick auf, sinkt in Studien sogar die Leistung.
Der Vorsprung liegt in der Blickführung, nicht in besseren Augen.
Sagst du deinen Spielern, wohin sie schauen sollen oder schaffst du Situationen, in denen sich ihr Blick von selbst schult?
Quellen:
Vater, C., Williams, A. M., & Hossner, E.-J. (2020). What do we see out of the corner of our eye? The role of visual pivots and gaze anchors in sport. *International Review of Sport and Exercise Psychology, 13*(1), 81–103. https://doi.org/10.1080/1750984X.2019.1582082
Vater, C., Luginbühl, S. P., & Magnaguagno, L. (2019). Testing the functionality of peripheral vision in a mixed-methods football field study. *Journal of Sports Sciences, 37*(24), 2789–2797. https://doi.org/10.1080/02640414.2019.1664100
21/08/2026
Du kennst die Szene: Dein Spieler dreht ab, obwohl vorne einer freistand…😣
Die übliche Erklärung lautet, er habe nicht geschaut.
Oft stimmt das nicht. Er hat hingesehen.
Was danach passiert, steht im Karussell👆🏼
Boumas Regel, kurz erklärt⬇️
1970 testete Hermann Bouma, wie gut Menschen Buchstaben erkennen, die neben dem Blickpunkt liegen.
Sein Ergebnis: Damit ein Buchstabe erkennbar bleibt, darf kein anderer näher stehen als etwa die Hälfte der Auslenkung.
Auslenkung meint den Winkel zwischen dem Punkt, den du fixierst, und dem Objekt.
Steht etwas 20 Grad seitlich, braucht es rund 10 Grad Abstand zu seinen Nachbarn.
Ein Naturgesetz ist das nicht.
Whitney und Levi zeigen: Der Faktor liegt je nach Messmethode zwischen 0,4 und 0,5. Ähnlichkeit, Komplexität und Aufmerksamkeit verschieben ihn.
Entscheidend ist das Verhältnis.
Dieser kritische Abstand wächst nach außen rund 30-mal schneller als die Auflösungsgrenze. Deshalb ist er die eigentliche Grenze, nicht die Schärfe.
Was diese Zahlen nicht hergeben⬇️
Alle Werte stammen aus dem Labor. Gemessen wurde mit Buchstaben und einfachen Formen, nicht mit Spielern in Bewegung.
Keine der Arbeiten hat Sportler untersucht.
Crowding wurde bislang nur innerhalb von 25 Grad um den Blickpunkt getestet. Für die weite Peripherie fehlen Daten.
Auch die Befunde zu Kindern stammen aus Labortests, nicht aus Spielsituationen.
Und trotzdem sind dies relevante Konzepte, die sich auf den Fußball übertragen lassen!✅
Ab wann erwartest du von deinen Jugendspieler*innen, im Gewühl den freien Mitspieler zu finden?⚽️📩
Bouma, H. (1970). Interaction effects in parafoveal letter recognition. Nature, 226, 177–178. https://doi.org/10.1038/226177a0
Weitere in den Kommentaren:)
19/08/2026
Warum das Sprunggelenk immer wieder umknickt und was das mit dem Gehirn zu tun hat⬇️
Die laterale Bänderverletzung am Sprunggelenk ist die häufigste traumatische Sportverletzung. Das eigentliche Problem beginnt danach: Bei bis zu 40 % der Betroffenen entwickelt sich eine chronische Instabilität mit wiederkehrenden Umknick-Episoden.🤕
Ein aktueller Review von Picot und Kollegen fasst zusammen, warum das passiert. Eine Bänderverletzung ist keine rein periphere Verletzung. Sie verändert die Verarbeitung im zentralen Nervensystem und hinterlässt 2 zentrale Defizite:
1. Die Kognition. Messbar eingeschränkt sind exekutive Funktionen wie Reaktionshemmung, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeitssteuerung.
2. Die sensorische Gewichtung. Das Gehirn verlässt sich zu stark auf die Augen, um den propriozeptiven Verlust auszugleichen. Auf dem Platz, wo das Sehen bereits durch Ball und Gegner gebunden ist, bricht diese Kompensation zusammen.
Das erklärt die hohe Rückfallrate. Denn die gängigen Return-to-Sport-Tests erfassen genau diese zentralen Defizite nicht. Die Autoren empfehlen deshalb ausdrücklich einen neuromotorischen und neurokognitiven Trainingsansatz.
Genau hier setzt Soccerkinetics an⚽️🧠👁️
Wir trainieren visuelles, vestibuläres und propriozeptives System nicht isoliert, sondern integriert und kombiniert mit kognitiven Aufgaben unter Bewegung. So lernt das Gehirn, die sensorische Gewichtung korrekt zu steuern, und Bewegungskontrolle wird wieder automatisch.
Wissenschaftliche Einordnung:
Es handelt sich um einen Review, also eine Zusammenfassung der Studienlage, nicht um eine einzelne Messung. Neurozentriertes Training ist die logische Konsequenz aus den Befunden, kein bewiesenes Ergebnis dieser Arbeit.
15/08/2026
Du planst den nächsten Stabilitätsblock — aber hast du je gefragt, wie scharf deine Spieler eigentlich sehen?
17 kurzsichtige Erwachsene standen 32 Sekunden auf 4 Kraftmessplatten, in 3 Sehbedingungen: ohne Brille, mit der bisherigen Brille, mit einer neuen Vollkorrektion.
Spannend ist nicht, dass sich die Standstabilität veränderte. Sondern wo.
Die Autoren haben die Schwankung in 4 Frequenzbänder zerlegt. Denn wie schnell der Körper korrigiert, verrät, welches System gerade arbeitet.
Verändert hat sich am Ende nur eines davon. Und zwar nicht das, das du erwarten würdest.
Welches es war, steht im Karussell.
Der Effekt hing übrigens nicht an der neuen Brille. Zwischen alter und neuer Korrektion lagen nur rund 0,25 Dioptrien, und der Unterschied zwischen beiden war nicht signifikant. Entscheidend war korrigiert gegen unkorrigiert.
Gemessen wurde direkt nach dem Aufsetzen, ohne Gewöhnungszeit. Der Unterschied war also sofort da.
Gehört der Sehstatus deiner Spieler in deine Verantwortung als Trainer oder nicht?
Bae, J. I., Yu, D.-S., & Kim, S.-Y. (2020). Effect of optical correction by fully corrected glasses on postural stability. *PLoS ONE, 15*(7), e0235919. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0235919
14/08/2026
Soccerkinetics Coach Ausbildung bei Adidas⚽️
Im Juni fand die Soccerkinetics Coach Ausbildung bei Adidas statt. Direkt in Herzogenaurach in der Home Base.
3 Tage voller Fokus, Fußball und Entwicklung 🚀👌🏼
Wir beglückwünschen noch einmal alle Teilnehmer sehr herzlich zu ihrer offiziellen Zertifizierung als Soccerkinetics Coaches! 💪🏼
Diese 3 Tage mit euch, in dieser Atmosphäre, mit diesen Inhalten waren einfach der Hammer 🔥
Für freuen uns schon daraus, wenn es das nächste Mal heißt:
„Soccerkinetics goes Adidas“ 😎
12/08/2026
Dieselbe Trainingszeit, dieselbe Belastung – und trotzdem ein völlig anderer Effekt.
In einer randomisierten Studie über 8 Wochen verglichen Moreau und Kollegen 3 aktive Trainingsformen an 67 Erwachsenen: Ausdauertraining, Arbeitsgedächtnistraining am Bildschirm und „Designed Sport“, eine eigens konstruierte Trainingsform.
Der Designed Sport gewann in jeder kognitiven Messgröße – auch im Arbeitsgedächtnis, der Zielgröße des Bildschirmtrainings. Und beim Ruhepuls senkte er die Werte stärker als reines Ausdauertraining.
Entscheidend war nicht die Bewegung an sich, sondern ihre Bauweise: Sicht einschränken, Motorik neu halten, Bewegungsfolgen unter Belastung abrufen.
Genau so bauen wir bei Soccerkinetics: fußballspezifische Bewegung als Basis, darauf die visuelle, koordinative und kognitive Dimension in einer Übung.
**Wie viele Dimensionen bildet dein nächstes Training ab – alle 3 gleichzeitig, oder habt ihr diese Dimensionen noch gar nicht beachtet?**
Moreau, D., Morrison, A. B., & Conway, A. R. A. (2015). An ecological approach to cognitive enhancement: Complex motor training. *Acta Psychologica, 157*, 44–55. https://doi.org/10.1016/j.actpsy.2015.02.007