31/01/2026
Rektusdiastase – Getestet, aber trotzdem ahnungslos?
In meiner Masterarbeit habe ich die Versorgung nach der Geburt unter die Lupe genommen – und die Zahlen zur Rektusdiastase (DRA) sind wirklich spannend:
✅ Der Lichtblick: In den Rückbildungskursen wird schon viel getan! Rund 67 % der Frauen nach vaginaler Geburt und knapp 60 % nach einem Kaiserschnitt geben an, dass sie in ihrem Kurs auf eine Rektusdiastase getestet wurden.
⚠️ Die Lücke: Trotz dieser hohen Test-Quere herrscht oft Unsicherheit.
18 % der Frauen wissen gar nicht, ob sie eigentlich betroffen sind und viele sagen, dass selbst wenn sie getestet wurden, sie dann damit alleine dastanden.
Das liegt unter anderem daran, dass das Thema beim klassischen Check-up beim Gynäkologen oft kaum eine Rolle spielt oder als nicht relevant eingestuft wird. Und auch daran, dass einige Frauen nie einen Rückbildungskurs besuchen, oder die Kursleiter nicht ausreichend geschult sind.
📉 Die harten Fakten: Eine Rektusdiastase ist oft kein "vorübergehendes" Problem.
• Bei 33 % der Frauen besteht sie auch 12 Monate nach der Entbindung noch.
• Von den Betroffenen geben 21 % an, sogar stark unter den Auswirkungen zu leiden.
• 35 % haben zumindest "hin und wieder" Probleme damit.
💡 Mein Fazit: Es reicht nicht, wenn die Rektusdiastase nur "nebenbei" im Kurs geprüft wird. Wir brauchen eine standardisierte Diagnostik und eine Aufklärung, die direkt in der medizinischen Nachsorge – ansetzt und auch nochmal nach spätestens einem Jahr nachkontrolliert wird.
Wurde deine Körpermitte nach der Geburt professionell gecheckt oder musstest du selbst nachhaken? Schreib’s mir in die Kommentare! 👇