08/10/2026
Erinnerung: 50 Jahre Faustball-WM in Brasilien
Erfolg für Österreichs „Youngsters“
Die österreichische Faustball-Nationalmannschaft sicherte sich bei der Weltmeisterschaft in Novo Hamburgo (8.–10. Oktober 1976) die Bronzemedaille. Mit einem Durchschnittsalter von nur 23 Jahren stellte Österreich das jüngste Team des Turniers.
Der Weg zur Medaille:
• Vorrunde: Österreich startete stark und belegte nach Siegen gegen Chile, Brasilien, die Schweiz und Argentinien sowie einer Niederlage gegen den amtierenden Weltmeister BRD den 2. Tabellenplatz.
• Kreuzspiel: Im Halbfinale unterlag das Team den Gastgebern aus Brasilien mit 21:37, wobei vor allem die hitzige Atmosphäre und der „Publikumsterror“ der brasilianischen Fans den jungen Spielern zusetzten.
• Spiel um Platz 3: In einer hochdramatischen Partie gegen die Schweiz lag Österreich kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch mit drei Punkten zurück. Nach einer fesselnden Aufholjagd und einer zweigeteilten Verlängerung setzten sich die Österreicher schließlich verdient mit 39:31 durch.
Turnierbilanz und Rahmenbedingungen:
• Endstand: 1. BRD, 2. Brasilien, 3. Österreich, 4. Schweiz, 5. Argentinien, 6. Chile.
• Herausforderungen: Die Mannschaft musste sich nicht nur gegen spielstarke Gegner, sondern auch gegen extreme klimatische Bedingungen (30° C) und ein fanatisches Heimpublikum behaupten.
• Besondere Vorkommnisse: Das Finale zwischen der BRD und Brasilien war von Tumulten geprägt; der Schweizer Schiedsrichter musste nach Spielende von der Polizei vor aufgebrachten Zuschauern geschützt werden.
Kader Österreich:
Zum Erfolg trugen unter Trainer Karl Mühllechner die Spieler Schimpl Ludwig, Zettinig Wolfgang, Wodler Ronald, Simlik Franz, Apfolterer Reinhard, Zöttl Walter, Meingast Erik und Stumvoll Helmut bei. Besonders hervorgehoben wurden Franz Simlik (Abwehr) und Ronald Wodler (Zuspiel), die dem Team entscheidenden Halt gaben.