Ist es wirklich Yoga, wenn du dich danach erholen musst?
Radikal ehrlich: Jahrelang habe ich so gelebt, dass ich mich von einem Urlaub zum nächsten komplett verausgabt habe. Teilweise plante ich alle drei Monate ein paar Tage ein, um einfach nur zu schlafen.
Ich dachte, mit mir wäre etwas falsch.
Heute sehe ich: Ich habe dauerhaft mehr Energie ausgegeben, als ich wieder aufgebaut habe.
Aus Sicht von Yin & Yang:
Zu viel Yang. Zu wenig Yin, das mein Yang tragen konnte.
Und dieses Muster kann sich auch auf der Yogamatte zeigen.
Sei ehrlich: Warst du nach deiner Praxis schon mal erschöpft – froh, endlich in Savasana sinken zu können?
Natürlich darf eine Yogapraxis fordern und auch mal müde machen. Spannend wird es dort, wo Erschöpfung zum Normalzustand und Savasana zur notwendigen Reparatur wird.
Was wäre, wenn Bewegung dich fordert, ohne dich auszuzehren, sondern dir sogar Energie gibt? Wenn du danach mehr Kapazität, Präsenz und Lebendigkeit spürst?
Es geht nicht immer um weniger Yang.
Sondern um genug Yin, das dein Yang tragen kann.
Diesen Donnerstag bei NERVOUS SYSTEM LOVE:
🌊YIN stärken
🌊Auftanken.
🌊In kleine Bewegungen kommen, ohne dich zu verausgaben und um zu erleben, dass oftmals weniger Anstrengung größere Effekte erzielt.
Nur noch *4 freie Plätze.*
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WahrhaftYoga
Yoga. Breath & Bodywork in Graz
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Traditional Yoga in Graz
ASHTANGA VINYASA YOGA und mehr an 6 Tagen pro Woche!
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WAVING - Wellenbewegungen
Warum?
Früher bin ich vor allem zu Hause, im Alltag, mit Verspannung oder Blockaden aus der Yoga Praxis raus. Mit Wellenbewegungen heute nicht mehr.
WAVING 🌊
→ Bewegung aus der Mitte
→ der ganze Körper bewegt sich als Einheit
→ bessere Blutzirkulation
→ mehr Qi & Energie
→ weniger Anspannung, Stagnation & Erstarren
→ mehr Lebendigkeit
Diese kannst du ganz easy in deine Ashtanga Yoga Praxis integrieren.
Wie? 〰️ Join me!
Move from your center. Let it ripple through.〰️
Ich bin seit heute zurück im Heartspace und unterrichte wieder.
The nature of Flow oder was mich ein Teich über Yin & Yang lehrt:
Wasser kann auch ohne sichtbare Einfassung fließen.
Und doch wird sein Fluss immer durch Strukturen mitgeformt: durch Ufer, Gelände, Gestein und Boden.
Ein Teich macht dieses Zusammenspiel für mich besonders sichtbar:
Yin gibt Form.
Yang bringt in Bewegung.
Das Becken hält und sammelt das Wasser. Es begrenzt seinen Fluss nicht einfach – es gibt ihm einen Raum, in dem Bewegung stattfinden kann.
Und vielleicht gilt genau das auch für uns.
Wir brauchen nicht nur Beweglichkeit und Freiheit.
Wir brauchen auch Struktur, Substanz und die Fähigkeit, uns selbst zu halten.
Denn Halt muss Bewegung nicht verhindern.
Halt kann der Raum sein, in dem Bewegung überhaupt erst ihre Form findet.
Yin hält.
Yang bewegt.
Und Leben entsteht im Zusammenspiel.
Neugierig? Du möchtest dies körperlich erfahren?
👉〰️THE CAPACITY TO FLOW 〰️
Samstag, 03. Oktober
Keine Vorkenntnisse nötig
Anmeldung: Link in bio ☝️ oder https://www.eversports.at/org/activity/b12daf0b-37f2-47fb-a85e-75d8bfd30908
📸 Titelbild aus meinem Urlaub (Slowenien/Bohinj See/Savica Wasserfall)
Ich hatte immer schon ein Thema mit dem Konzept "Grenzen setzen". Auch „Abgrenzung“ hat sich für mich nie ganz rund oder vollständig angefühlt.
Denn unsere Fähigkeit, bei uns zu bleiben, hat nicht nur damit zu tun, Nein zu SAGEN oder Bedürfnisse auszusprechen. Sie hat mit unserem KÖRPER zu tun.
Mit Struktur. Raum. Kapazität.
DEIN KÖRPER IST DEIN RAUM.
Ein Raum mit Form, Struktur und Hülle.
Je mehr wir diesen Raum spüren und bewohnen können, desto weniger müssen Grenzen etwas sein, das wir ausschließlich im Außen „setzen“.
Wir brauchen nicht nur neue Worte und Gedanken.
Wir brauchen eine ARCHITEKTUR, die trägt und Raum gibt.
Ich habe das auf unserer Reise sehr deutlich gespürt.
In den letzten Jahren habe ich viel daran gearbeitet, meinen eigenen Raum, meinen Körper zu bewohnen und meine Kapazität für Intensität zu erweitern.
Ich bin kürzlich von unserer Balkanreise zurück gekommen, anders als geplant aufgrund einer Lebensmittelvergiftung meines Mannes und Sohnes.
Ich selbst war von der Vergiftung nicht direkt betroffen. Natürlich gab es Sorgen und innere Anspannung und gleichzeitig konnte ich DA bleiben:
Präsent sein.
In meinem Körper bleiben.
Raum für all das haben, was gerade da ist.
Früher wäre ich in solchen Situationen am liebsten davongelaufen. Diesmal konnte ich bleiben, von Moment zu Moment leben. Tag für Tag.
Das bedeutet für mich verkörperte Kapazität:
Nicht um mehr auszuhalten. Sondern um Intensität fühlen zu können, bei mir zu bleiben – und trotzdem beweglich & handlungsfähig zu sein.
NEUGIERIG? Sei dabei bei:
〰️ CAPACITYY TO FLOW 〰️
Die Fähigkeit, Intensität zu halten und gleichzeitig in Bewegung zu bleiben.
Am Samstag, 3. Oktober, kannst du genau das am eigenen Körper erforschen und dabei mein DIVINE NATURE Programm kennenlernen.
Wir beschäftigen uns damit,
– wie Yin & Blut uns unterstützen, Emotionen, Veränderung und Intensität zu halten
– wie wir über den Körper mehr Raum und Kapazität entwickeln
– wie Bewegung & Embodiment uns helfen, dabei im Fluss zu bleiben
Denn Raum braucht Struktur, um halten zu können – und Freiheit, damit Leben darin fließen kann.
Anm
Wait for the end 🐎 Wenige wissen, dass ich Pferde liebe, seit ich denken kann.
Als Kind habe ich Wendy-Hefte, Pferdebücher und Zeitschriften verschlungen. Ich wollte nichts sehnlicher, als zu reiten. Auch heute begeistern sie mich noch sehr.
Vielleicht, weil Pferde für mich etwas verkörpern, wonach ich mich schon als Kind gesehnt habe: Kraft und Sanftheit zugleich. Wildheit und Vertrauen. Freiheit und Verbindung.
Und wahrscheinlich liebe ich deshalb dieses Gefühl so sehr, mit einem Pferd draußen in der Natur unterwegs zu sein.
Da ist diese unglaubliche Kraft unter und in mir.
Die Bewegung. Der Rhythmus. Der Wind. Die Weite. Und gleichzeitig werde ich ruhig und ganz präsent.
Ich bin nicht nur in Verbindung mit dem Pferd und der Natur – sondern auch mehr mit mir selbst.
Mit etwas Ursprünglichem, Kraftvollem und Wildem. Mit einem Teil in mir, der nicht funktionieren oder sich anpassen muss. Der einfach spürt, sich bewegt, und lebendig ist.
Vielleicht ist es genau diese Gleichzeitigkeit, die mich so fasziniert:
verwurzelt und frei.
weich und kraftvoll.
verbunden und wild.
Yin & Yang – nicht als Gegensätze, sondern als Kräfte, die einander brauchen.
Und vielleicht habe ich genau deshalb mein neues Programm DIVINE NATURE genannt.
Weil ich glaube, dass wir unsere Natur nicht neu erschaffen müssen. Sondern uns wieder mit ihr verbinden dürfen.
Mit unserem eigenen Rhythmus.
Unserer inneren Kraft.
Unserer Lebendigkeit.
Und vielleicht auch mit ein bisschen mehr Wildheit.
Rooted in nature.
Connected to myself.
Made for free spirits. 🐎🌿
Anmeldung WAITLIST DIVINE NATURE in bio ☝️
Watch till the end 🐎 Wenige wissen, dass ich Pferde liebe, seit ich denken kann.
Als Kind habe ich Wendy-Hefte, Pferdebücher und Zeitschriften verschlungen. Ich wollte nichts sehnlicher, als zu reiten. Und wenn ich ehrlich bin, gibt es bis heute nur wenige Dinge, die mich sobegeistern.
Vielleicht, weil Pferde für mich immer mehr waren als Tiere.
Sie verkörpern etwas, wonach ich mich schon als Kind gesehnt habe: Kraft und Sanftheit zugleich. Wildheit und Vertrauen. Freiheit und Verbindung.
Und vielleicht liebe ich deshalb dieses Gefühl so sehr, mit einem Pferd draußen in der Natur unterwegs zu sein.
Da ist diese unglaubliche Kraft unter mir. Die Bewegung. Der Rhythmus. Der Wind. Die Weite. Und gleichzeitig werde ich ruhig und ganz präsent.
Ich bin nicht nur in Verbindung mit dem Pferd und der Natur – sondern auch mehr mit mir selbst.
Mit etwas Ursprünglichem, Kraftvollem und Wildem. Mit einem Teil in mir, der nicht funktionieren oder sich anpassen muss. Der einfach spürt, sich bewegt, lebendig ist.
Vielleicht ist es genau diese Gleichzeitigkeit, die mich so fasziniert:
verwurzelt und frei.
weich und kraftvoll.
verbunden und wild.
Yin & Yang – nicht als Gegensätze, sondern als Kräfte, die einander brauchen.
Und vielleicht habe ich genau deshalb mein neues Programm **DIVINE NATURE** genannt.
Weil ich glaube, dass wir unsere Natur nicht neu erschaffen müssen. Sondern uns wieder mit ihr verbinden dürfen.
Mit unserem eigenen Rhythmus.
Unserer inneren Kraft.
Unserer Lebendigkeit.
Und vielleicht auch mit ein bisschen mehr Wildheit.
**Rooted in nature.
Connected to myself.
Made for free spirits.** 🐎🌿
06/08/2026
"No coffee, no prana."
Ein Satz, den ich in der Ashtanga-Yoga-Community schon oft gehört habe.
Kürzlich habe ich über meine Rituale auf Reisen geschrieben – und eines davon ist mein Kaffee am Morgen. ☕️
Es gab allerdings Phasen, in denen das nicht mehr so gut funktioniert hat. Und auch heute merke ich: Ich darf bewusster damit umgehen.
Warum?
Aus Sicht der TCM wirkt Kaffee bitter und erhitzend – also vorwiegend YANG. Er regt an, macht wach und schafft kurzfristig Klarheit.
Die spannendere Frage ist jedoch: Woher kommt diese Energie?
In der TCM heißt es, dass Kaffee vorhandene Energie mobilisiert, anstatt neue zu erzeugen. Sind Qi und Blut ausreichend aufgebaut, kann der Körper diese Aktivierung meist gut ausgleichen. Sind unsere Ressourcen jedoch erschöpft, greift der Organismus stärker auf seine Reserven zurück – das, was in der TCM als JING beschrieben wird.
Auch aus Sicht des Nervensystems lohnt sich dieser Blick: Kaffee aktiviert unter anderem das sympathische Nervensystem. Das ist nicht grundsätzlich schlecht – wir brauchen Aktivierung, um präsent, fokussiert und handlungsfähig zu sein. Problematisch wird es dann, wenn unser Körper ohnehin schon im "On"-Modus läuft und wir mit Kaffee noch mehr Gas geben, obwohl eigentlich Regeneration gefragt wäre.
Das betrifft besonders Menschen in Lebensphasen, in denen YIN natürlicherweise geringer wird oder stärker beansprucht ist – etwa in der Schwangerschaft, nach der Geburt, in der Perimenopause oder ganz allgemein mit zunehmendem Alter.
Vor Kurzem erzählte mir eine Klientin während einer Shiatsu-Behandlung, dass sie Kaffee früher immer problemlos vertragen habe. Plötzlich machte er sie jedoch rastlos, unruhig und sie hat Reflux.
Für mich ist das kein Fehler des Körpers, sondern ein Zeichen dafür, dass sich seine Bedürfnisse verändert haben.
Aus Sicht der TCM braucht Yang einen stabilen YIN-ANKER. Fehlt dieser, kann auch SHEN– unser Geist – unruhiger werden. Manche Menschen erleben dann Nervosität, Schlafprobleme, innere Getriebenheit oder auch Reflux, wenn die kühlende und nährende Kraft der Körpermitte nicht mehr ausreichend ist.
Gerade während heißer Sommertage lohnt es sich des
Yin & Yang – die Landschaft Montenegros erinnert mich daran, dass alles in Beziehung steht.
Schroffe Berge und sanfte Täler. Fels und Wasser. Bewegung und Stille. Keines ist besser als das andere – erst ihr Zusammenspiel erschafft diese unglaubliche Landschaft.
Die Natur kennt auch keine Eile und keine Dringlichkeit. Sie folgt ihrem eigenen Rhythmus.
Heute ist von zu Hause etwas aufgetaucht, das sich zunächst sehr dringend angefühlt hat. Früher hätte ich wahrscheinlich sofort (über-)reagiert, alles gelöst. Heute nehme ich wahr, dass ich wählen kann. Nicht alles, was laut ist, ist auch wirklich wichtig. Ich habe das Nötigste getan und kommuniziert, dass das nicht meine Dringlichkeit ist und ich nicht bereit bin mehr zu tun.
Vielleicht ist das eine der wertvollsten Erfahrungen der letzten Jahre: Durch die Arbeit mit meinem Körper und Nervensystem spüre ich immer klarer, womit ich wirklich mitgehen möchte – und womit nicht.
Auch in der TCM ist Gesundheit kein Zustand permanenter Aktivität. Sie entsteht aus einer lebendigen Beziehung zwischen Yin und Yang – zwischen Regeneration und Aktivität, Ruhe und Bewegung. Aus diesem Rhythmus heraus können Qi und Blut frei fließen und wir bleiben anpassungsfähig.
Ich spüre hier besonders die Einladung der Natur: weniger auf Dringlichkeit zu reagieren und mehr meinem eigenen Rhythmus und Fluss zu vertrauen.
Wie geht's dir damit?
Durmitor Nationalpark Montenegro: Hier ein beeindruckender Blick in die größte Schlucht Europas, die TARA Schlucht.
Mit einer Tiefe von bis zu 1.300 Metern und einer Länge von 78 Kilometern. Sie zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Tara ist der längste Fluss des Landes und schlängelt sich durch die Schlucht.
Die Tara Schlucht ist nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt. Ich hab beide gesehen und die Schlucht hier gefällt mir persönlich noch viel besser.
Urlaub bedeutet nicht für jedes Nervensystem automatisch Erholung.
Gerade sensible oder neurodivergente Menschen erleben Ortswechsel, neue Umgebungen und viele neue Eindrücke oft intensiver. Was sich nach Freiheit anfühlt, kann für das Nervensystem zunächst einmal mehr Reize, mehr Anpassung und mehr Energieverbrauch bedeuten.
Aus Sicht der Neurobiologie ist Vorhersagbarkeit ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Wiederkehrende Routinen geben unserem Gehirn Orientierung. Es muss weniger Energie dafür aufwenden, ständig Neues einzuschätzen – und hat dadurch mehr Kapazität für Erholung, Verbindung und echte Präsenz.
Auch Yoga, Ayurveda und TCM kennen die Bedeutung von Rhythmus. Ein regelmäßiger Tagesablauf unterstützt den natürlichen Biorhythmus, stärkt die Mitte, fördert den freien Fluss von Blut und Qi und schafft die Grundlage für Regeneration.
Für mich – und auch für uns als Familie– bedeutet das aktuell auf Reisen:
✨ Frühstück und Abendessen zu ähnlichen Zeiten
✨ ähnliche Schlaf- und Aufwachzeiten
✨ Kuschelrituale am Morgen im Bett
✨ mein morgendlicher Ingwer-Kurkuma-Zitronen-Tee und danach ein Kaffee (mehr zu Kaffee in den nächsten Tagen 😉)
✨ tägliche achtsame Bewegung – Yoga oder 5-Dimensional Flow
✨ möglichst warmes, gekochtes Essen
✨ viel natürliches Tageslicht
✨ Zeit in der Natur
✨ Pausen ohne Handy und Input
✨ nach einem Ortswechsel bewusst Zeit zum Ankommen
Für manche wirkt das vielleicht unflexibel.
Für mich ist es genau das Gegenteil.
Rhythmus gibt mir Sicherheit. Sicherheit schafft Regulation. Und aus Regulation entsteht die Freiheit, Neues wirklich genießen zu können.
Mich würde interessieren: Braucht dein Nervensystem im Urlaub vertraute Rituale? Wenn ja, welche? 🌿
28/07/2026
"Warum soll ich leiser & mehr nach unten atmen? Es geht im Yoga doch um Tapas, um Feuer?"
Diese Frage hat mir kürzlich ein Schüler im Unterricht gestellt.
Eine wunderbare Frage.
"Tapas" (तपस्) stammt von der Sanskrit-Wurzel "tap" – erhitzen, glühen, brennen. Es beschreibt das innere Feuer, das Transformation ermöglicht.
Mich beschäftigt dabei schon länger eine Frage:
Verwechseln wir Tapas im Westen gern mit "MEHR“?
Mehr Intensität, mehr Schweiß, mehr Leistung, mehr Atmen?
Als ich den Schüler beobachtete, fiel mir auf, dass seine Atmung hoch im Brustkorb stattfand, laut war und sich angestrengt anhörte.
Deshalb lud ich ihn ein, den Atem leiser werden zu lassen. Mehr nach unten zu führen. Weniger zu atmen.
Wenn Menschen hoch, laut und immer mehr atmen, erlebe ich das häufig als Ausdruck eines Nervensystems in erhöhter Aktivierung.
Manche werden vielleicht sagen: „Aber genau das soll doch Ashtanga Yoga. Aktivieren!“
Ich bin mir da nicht so sicher.
Ich finde weder in den klassischen Yogaschriften noch in der aktuellen Forschung überzeugende Hinweise darauf, dass mehr Atem, mehr Anstrengung oder mehr Intensität automatisch zu mehr Transformation führen.
Was ich dagegen täglich beobachte, ist etwas anderes:
Die meisten Menschen kommen bereits mit einer flachen Brustatmung, einer erhöhten Atemfrequenz, einem eingeschränkten Zwerchfell und viel Spannung auf die Matte.
Brauchen sie dann wirklich noch MEHR davon?
Oder brauchen sie vielmehr die Möglichkeit, dass sich das Zwerchfell wieder frei bewegen kann, der Atem ruhiger wird und die Verbindung zum Zentrum zurückkehrt?
Für mich beginnt genau dort Veränderung.
Nicht, weil wir weniger tun.
Sondern weil wir aufhören, gegen unseren Körper zu arbeiten.
Wahre Kraft entsteht nicht aus maximaler Anstrengung. Sie entsteht aus einem gut organisierten Zentrum.
Ob wir es "Dantian", "Hara", "Core", oder "Manipura" nennen – viele Traditionen beschreiben auf ihre Weise, dass nachhaltige Kraft aus dem Zentrum entsteht, nicht aus einem dauerhaft aktivierten System.
Neugierig?
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