07/10/2026
„Ich lasse einfach alles auf mich zukommen“ ist manchmal der mutigste Satz der Welt und manchmal der bequemste.
Ich höre ihn in meinen Kursen so oft, dass ich ihn fast mitsprechen kann. Manchmal mit einem Schulterzucken, manchmal mit einem kleinen Lachen 😬
Jedes Mal frage ich mich: Ist das Vertrauen? Oder ein kleiner Schutz?
Denn wer sich mit der Geburt beschäftigt, beschäftigt sich auch mit der Angst davor. Mit der Frage, was passiert, wenn es weh tut. Wenn es lange dauert. Wenn es ganz anders kommt als gedacht. Wenn du an deine Grenze kommst.
Ich verstehe das so gut. Wirklich.
Bei meiner ersten Geburt hatte ich alles geplant. Geburtshaus, ET und fertig. Ich war überzeugt, dass ein klassischer Geburtsvorbereitungskurs und Yoga völlig reichen. Machen ja viele so, oder?
Dann hat sich mein Sohn fast vier Wochen früher auf den Weg gemacht. Das Geburtshaus war plötzlich vom Tisch, und wir mussten ins Krankenhaus. „Na toll“, dachte ich!
Heute weiß ich: Mein Wissen war da, doch in meinem Körper war davon noch erstaunlich wenig angekommen.
Offen bleiben für das, was kommt, ist wunderschön. Deine Geburt wird ihren eigenen Weg gehen, und das darfst du ihr zugestehen. Offenheit NACH der Vorbereitung fühlt sich aber ganz anders an als Offenheit STATT Vorbereitung.
Eine kleine Einladung für heute Abend: Leg eine Hand auf deinen Bauch und frag dich mal ganz ehrlich: Wenn ich an meine Geburt denke, was spüre ich da? Was würde mir helfen, mich ein kleines bisschen sicherer zu fühlen? Vielleicht ist da Vorfreude, vielleicht ein Kloß im Hals. Beides darf da sein.
Speichere dir die Fragen für einen ruhigen Moment 🔖!
Das erste Werkzeug für deinen Rucksack ist dein Atem.
In meinem kostenlosen GEBURTSATEM GUIDE zeige ich dir, wie du ihn im Alltag so vertraut machst, dass er bei der Geburt einfach da ist!
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