28/09/2026
Erste Halbzeit hält, was das Derby verspricht
Das Derby hielt nach Aussage von Egelseer schon vor der Pause, was es versprochen hatte. „Es war ein absolutes Top-Spiel, viele Zuschauer, in der ersten Halbzeit war von beiden Seiten sehr guter Fußball zu sehen“, sagte der SL. Hollenburg ging in der 17. Minute durch Leon Steiner in Führung, und auch dieses 1:0 gefiel Egelseer: „Das war herrlich aus der Defensive übers ganze Spielfeld mit einmal Berühren rausgespielt.“ Lange hielt der Vorsprung aber nicht, weil Mahmut Can Eryilmaz nur vier Minuten später zum 1:1 traf. Die Partie blieb offen, ging hin und her, brachte schöne Tore, Stangenschüsse und weitere Chancen. Mit dem 2:1 durch Jonas Exinger in der 37. Minute legte Hollenburg dann aber noch vor der Pause wieder vor.
Nach dem 2:1 zieht Hollenburg davon
Gerade dieses 2:1 sah Egelseer als wichtigen Punkt in einer bis dahin ausgeglichenen Partie. „Wir sind in Führung gegangen und haben postwendend den Ausgleich bekommen. Das 2:1 war dann schon ein Knackpunkt, und ab dem Zeitpunkt haben wir das Spiel dominiert“, meinte er. Ganz folgenlos blieb die erste Hälfte trotzdem nicht, denn kurz vor dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber noch eine große Möglichkeit auf das 3:1 liegen. Nach der Pause machte Hollenburg dann aber ernst. Jonas Exinger erhöhte in der 59. Minute auf 3:1, Benjamin Hofer legte nur eine Minute später das 4:1 nach, und in der 71. Minute machte Exinger mit seinem dritten Treffer alles klar. „Jonas Exinger war heute überragend“, sagte Egelseer über den Mann des Tages und ergänzte, dass Exinger die Defensive der Gäste vor unlösbare Aufgaben gebracht habe. Laut dem SL gehörte auch ein Freistoßtreffer zu seinen drei Toren.
Tempo und Pressing als klarer Unterschied
Dass es am Ende so deutlich wurde, führte der Co-Trainer vor allem auf die Art und Weise zurück, wie Hollenburg sein Spiel durchzog. „Wir haben von der ersten Minute bis zur neunzigsten unser Spiel durchgezogen, mit hohem Tempo und Pressing“, sagte Egelseer, der diesmal kaum etwas zu bemängeln hatte. Aus seiner Sicht hielt die SG zunächst noch ordentlich dagegen, konnte dieses Niveau aber nicht über die gesamte Distanz tragen. „In der ersten Hälfte hat der Gegner noch dagegengehalten, aber über neunzig Minuten ist er einfach nicht klargekommen mit unserem Tempo und unserem Pressing“, so Egelseer. Dazu kam, dass Hollenburg in der Offensive mehrere Lösungen hat. „Wir haben vorne vier, fünf, sechs verschiedene Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Wenn einer einmal einen schwächeren Tag hat, ersetzt ihn ein anderer“, erklärte er und hob auch hervor, dass von der Bank immer wieder wichtige Impulse kommen.
Kaum Aufreger und ein klares Zeichen in der Tabelle
Auch rund um das Derby gab es aus Sicht des Hollenburger Betreuerteams wenig Anlass für Diskussionen. Egelseer sprach von einem fairen Spiel ohne große Aufreger und sagte über den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war okay. Es hat eigentlich keine strittigen Situationen gegeben, er hat ein leichtes Spiel gehabt.“ Für die Gastgeber bleibt damit vor allem ein Auftritt stehen, an dem laut SL „eigentlich vieles gepasst hat“. Der 5:1-Erfolg bringt Hollenburg nach der siebenten Runde auf 16 Punkte und damit weiter in Schlagdistanz zur Spitze. Vor allem die zweite Halbzeit gegen Getzersdorf II hat gezeigt, warum die Mannschaft im Moment so schwer auszurechnen ist und warum sie derzeit auf mehrere Spieler bauen kann, die eine Partie entscheiden.