26/09/2026
SDI Rescue Diver – einer der Kurse, bei denen sich zeigt, was einen guten Taucher ausmacht.
Vor einiger Zeit stand bei uns wieder der SDI Rescue Diver auf dem Programm. Dabei ging es nicht einfach darum, ein paar Rettungsübungen abzuhaken. Es ging darum, Situationen frühzeitig zu erkennen, Stress zu vermeiden und im Ernstfall ruhig und kontrolliert zu handeln.
Im Mittelpunkt standen drei Bereiche:
Stress bei sich selbst erkennen und kontrollieren.
Unter Wasser können ungewohnte Situationen sehr schnell Stress auslösen. Deshalb trainieren wir solche Situationen bewusst und unter kontrollierten Bedingungen. Das Ziel ist, auch in schwierigen Situationen die Kontrolle zu behalten und keine zusätzlichen Probleme entstehen zu lassen.
Stress beim Buddy und in der Gruppe erkennen.
Genauso wichtig ist es, Veränderungen beim Buddy oder innerhalb der Gruppe frühzeitig wahrzunehmen. Was verursacht den Stress? Wie kann ich die Situation entschärfen? Und wie verhindere ich, dass aus einer kleinen Unsicherheit ein echter Notfall wird? Genau das wird an Land und im Wasser praktisch trainiert.
Suchen, Finden, Bergen und Retten.
Natürlich gehört auch die eigentliche Rettung dazu: einen vermissten Taucher suchen, einen bewusstlosen Taucher auffinden und bergen, die Rettungskette einleiten und mit den Rettungskräften zusammenarbeiten. Dazu gehören Suchmuster, das sichere Bergen und die Versorgung des Tauchers bis zur Übergabe an die Rettungskräfte.
Besonders gefreut hat mich Sabina.
Sabina hat erst im Frühjahr letzten Jahres ihren Open Water Diver gemacht. Seitdem hat sie kontinuierlich Erfahrung gesammelt und mittlerweile bereits 50 Tauchgänge absolviert. Jetzt hat sie sich der Herausforderung Rescue Diver gestellt – und das mit einem wirklich tollen Ergebnis.
Herzliche Gratulation, Sabina! Das hast du wirklich top gemacht!
Auch Nils, ich freue mich sehr, dass du dich nach dieser tollen Leistung beim Rescue Diver dazu entschieden hast, weiterzumachen und den Dive Master Kurs zu besuchen.
Ich freue mich schon sehr auf unsere gemeinsame Ausbildung und natürlich auf die vielen gemeinsamen Kurse, die noch vor uns liegen.
Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Susi und Axel, die mich bei diesem Kurs unterstützt haben.
Axel hat dabei den vermutlich wenig begehrten Job übernommen: Opfer spielen. Er hat sich freiwillig suchen, finden und bergen lassen.
Auf seinem gelben Jacket stand dazu völlig unmissverständlich:
„Schonend behandeln – das gute Stück ist 60.“
Der Hinweis wurde selbstverständlich ernst genommen. Beide Schüler haben Axel entsprechend vorsichtig behandelt und am Ende sind alle wieder sicher aus dem Wasser gekommen.
Genau darum geht es beim Rescue Diver: Probleme erkennen, bevor sie eskalieren – ruhig bleiben, richtig handeln und Verantwortung übernehmen.