24/09/2026
Das Studio ist entstanden, kurz nachdem ich Mama geworden bin. Wahrscheinlich sogar gerade deshalb: ich hatte damals ein starkes Bedürfnis, etwas Eigenes zu schaffen. Einen Ort, in dem meine Ideen, mein Geschmack und meine Art, Dinge zu machen, Platz haben und der einfach ICH ist.
Ich liebe das Wort „create“. Ich mag es, wenn aus einer Idee irgendwann wirklich etwas wird, wenn man Dinge ausprobiert, wieder verändert oder nochmal ganz neu denkt.
Das Studio ist wahrscheinlich die größte Version davon.
Bist du als Yogalehrerin dann immer ruhig, entspannt und ausgeglichen? Nein, bin ich nicht.
Was ich durch Yoga viel mehr gelernt habe: nicht jedem Gefühl sofort nachzugehen. Erstmal beobachten, ohne direkt zu beurteilen oder gleich etwas damit machen zu müssen. Auch unangenehme Gefühle mal auszuhalten und zwischen einem Gefühl und meiner Reaktion darauf ein bisschen mehr Raum zu haben. (Klappt nicht immer)
Und wahrscheinlich eine der wichtigsten Sachen für mich: Es ist alles vergänglich. Das hilft mir vor allem bei unangenehmen Dingen, gilt aber natürlich genauso für die schönen.
Ich bin nicht besonders esoterisch. Mein Unterricht ist es auch nicht.
Mich interessiert viel mehr, was Yoga und eine regelmäßige Praxis mit unserem Nervensystem und unserem Gehirn machen und wie wir das, was wir auf der Matte üben, im ganz normalen, vollen Alltag gebrauchen können.
Und manchmal ist es ganz einfach, manchmal hilft mir tatsächlich schon ein tiefer Atemzug. Nicht weil danach alles gut ist, aber oft reicht das schon, um nicht sofort auf alles zu reagieren.
Du musst mir in meinen Stunden nichts beweisen.
Eine Haltung muss nicht möglichst tief sein und von außen auch nicht perfekt aussehen. Du musst nicht tiefer in eine Haltung kommen, nur weil es irgendwie gehen würde, und auch nicht beweglicher sein als letzte Woche.
Ich gebe auch nicht unnötig Hands-on Adjustments, nur weil ich es kann oder weil eine Haltung dadurch besser aussieht.
Mir ist viel wichtiger, dass du regelmäßig praktizierst, deinen Körper dabei kennenlernst und dir eine Praxis aufbaust, die bleibt.
Practice and all is coming.
Ich mache mittlerweile in meinen Stunden viel weniger mit als früher un