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Photos from Motorsport's post 02/08/2026

F1: Wer fliegt – wer kommt?

Die Sommerpause der Formel 1 ist im vollen Gange. Während die Teams Arbeitsverbot haben, läuft die Gerüchteküche heiss.

Die Sommerpause, seit 2014 ein klares Arbeitsverbot der FIA für zwei Wochen für alle Teams, würde bei einem Vergehen hart bestraft. Dass einige immer wieder Schlupflöcher für Ingenieure und Denkgenies finden, liegt leider in der DNA der Formel 1. Die Teamchefs und Sponsoren nutzen diese Zeit für heisse Diskussionen um die Fahrerwahl 2027.

Und ein Entscheid ist offenbar gefallen: Esteban Ocon (29) muss Haas-Ferrari Ende Saison nach über 200 Rennen verlassen. Der Franzose, der einst für McDonald’s arbeiten wollte, weil er kein Geld mehr für den Rennsport hatte, liegt im internen Duell gegen Oliver Bearman (21) mit 3:18 Punkten zurück.

Ocon, der 2021 als 1:500-Aussenseiter den GP Ungarn auf Alpine gewann, muss wohl dem Brasilianer Rafael Camara (21) Platz machen. Der Formel-3-Gesamtsieger 2025 und aktuelle Dritte der Formel-2-Serie, ist seit zwei Jahren in der Ferrari-Academy, zu der früher auch Zhou oder Mick Schumacher gehörten.

Schliesst sich bei Alonso ein grosser Kreis?

Natürlich brennt in der Pause auch die Gerüchteküche weiter. So soll Alpine-Mercedes auf Druck des neuen Supersponsors Gucci endgültig auf die Dienste von Franco Colapinto (23) verzichten. Der neue Mann neben Pierre Gasly (30) soll Fernando Alonso (45) sein. Damit würde sich ein grosser Kreis wieder schliessen. Der Spanier kam 2001 bei Minardi zur GP-Premiere. Sein damaliger Manager und Berater ist heute noch der gleiche Mann: Flavio Briatore (76). Dem Italiener muss man nicht erklären, wie stark der 32-fache GP-Sieger und zweifache Weltmeister von 2005 und 2006 ist.

Bei Aston Martin-Honda, wo das Geld keine Rolle spielt, hat man bereits die Fühler nach einem Nachfolger ausgestreckt. Der Name des möglichen Nachfolgers ist keine Überraschung: Carlos Sainz (31). Der Spanier will das Williams-Trauerspiel beenden – und weg. Bei Audi stiess er kürzlich auf taube Ohren, weil er das Angebot 2024 abgelehnt hatte. Längst taucht ein anderer Name bei Audi auf: George Russell (28). Der Mercedes-Pilot soll sich 2027 das Partner-Duell mit dem schnelleren Kimi Antonelli (19) noch einmal antun, danach schaut er sich bereits nach Alter-nativen um. Warum nicht? Der WM-Titel in Hinwil und Ingolstadt ist offiziell ja erst für 2030 eingeplant. Die ewigen Träume inbegriffen.

Gibt es einen Platz für Tsolov?

Der interessanteste Mann auf dem Transfermarkt kommt aus Sofia in Bulgarien: Nikola Tsolov (19). Der aktuelle Gesamtleader der Formel 2 wird hinter den Kulissen von Alonsos Agentur gemanagt. Dieser riet dem neuen Diamanten im Autorennsport im November 2024 die Academy von Alpine zu verlassen, und einen Tag später unterschrieb er auf Druck von Helmut Marko (83) bei den Red-Bull-Junioren.

Die Frage: Wo wird für Tsolov bald ein Formel-1-Sitz frei? In der Bullen-Familie sieht es nicht nach einem Fahrertausch aus. Liam Lawson (24) holt zu viele Punkte (43) für Racing Bulls – und Max Verstappen (28) fehlen die wahren Alternativen. Der Holländer hat in Budapest wieder einmal gezeigt, dass er in einem unterle-genen Auto aufs Podest fahren kann. Beim A-Team muss man Isack Hadjar (21) langsam anbinden. In den letzten sieben Rennen hat er jeweils acht WM-Punkte oder mehr eingefahren! Nur noch Hamilton (Ferrari) hat dabei immer gepunktet!

27/07/2026

DTM-Rennen Oschersleben 1: Preining siegt, Thiim verliert DTM-Führung
Thomas Preining und Porsche siegen beim Samstagsrennen in Oschersleben von der Pole, Maro Engel verliert wegen einer Panne Platz zwei, ist aber neuer DTM-Leader. Feller auf der 10.

Thomas Preining (Manthey-Porsche) hat das Samstagsrennen der DTM in Oschersleben gewonnen und damit seinen zweiten Saisonsieg erzielt. Der DTM-Champion von 2023 war von der Poleposition gestartet und gab die Führung boxenstoppbereinigt über die gesamte Renndistanz nicht ab.

"Perfekter Tag insgesamt, von Pole aus natürlich gestartet und dann das ganze Rennen vorn gewesen. Von dem her mega", freute sich Preining bei ran.de. "Das Auto war aber wirklich von der ersten Runde im Training an perfekt, und Strategie, Boxen-stopp, heute hat einfach alles zusammengepasst. Und ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, von dem her Riesen-Dank ans Team und ich hoffe natürlich, dass wir daran anknüpfen können."

Nach 40 Runden hatte der "Grello"-Pilot im Ziel einen Vorsprung von 1,601 Sekunden auf Luca Engstler (Abt-Lamborghini). Dritter wurde Maro Engel (Winward-Mercedes). Rang vier ging an seinen Markenkollegen Lucas Auer (Landgraf-Mercedes), der sich in der Schlussphase knapp gegen Mirko Bortolotti (Grasser-Lamborghini) behauptete.

Boxenstopp bringt die Entscheidung: Winward patzt

Arjun Maini (HRT-Ford) wurde Sechster, Rang sieben sicherte sich Kelvin van der Linde (Schubert-BMW), der sich damit nach seinem schweren Unfall auf dem Norisring stark zurückmeldete. Timo G***k (Dörr-McLaren) durfte sich nach einem soliden Rennen über Rang acht freuen. Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) und Ricardo Feller (Manthey-Porsche) komplettierten die Top 10.

Maro Engel nun vorne: Dreikampf in der Meisterschaft

Für Gounon blieb der Kontakt ebenfalls nicht ohne Folgen. Der Mercedes-Pilot kam während der folgenden Runden mehrfach leicht von der Strecke ab. Nach Runde 27 parkte er sein Auto in der Garage.

Auch Marco Wittmann musste seinen Schubert-BMW wegen eines Reifenschadens vorzeitig abstellen. Eine Minute vor Öffnen des Boxenstopp-Fensters verlor der linke Vorderreifen die Luft. "Wir hatten einen schleichenden Plattfuß. Das ging jetzt über fünf Runden. Wir haben gedacht, wir schaffen's noch bis zum Boxenstopp, aber es ging immer mehr Luft raus", erklärte Teamchef Torsten Schubert bei ran.de. Der körperlich leicht angeschlagene Wittmann setzte das Rennen daraufhin nicht fort.

Finn Wiebelhaus (HRT-Ford) konnte nicht an seine Galavorstellung vom Norisring anknüpfen. Nach einem schwachen Qualifying fuhr er außerhalb der Punkteränge. In Runde 18 funkte der Youngster dann: "Irgendwas brennt im Cockpit" und steuerte anschließend die Box an, wo er das Rennen beendete. Nach Runde 17 schied auch Nicolas Baert (Comtoyou-Aston-Martin) mutmaßlich mit einem technischen Defekt aus.

Nach Rennen 2 in Oschersleben ist der Vorsprung von Maro Engel , der nun 145 Punkte aufweist, gewachsen und beträgt neu 21 Punkte. Einen Punkt hinter dem Zweiten Nikki Thiim folgt Lucas Auer, also Spannung bleibt für die letzten drei Rennen. Ricardo Feller hat 64 Punkte auf seinem Konto und ist ausserhalb der 10.

27/07/2026

DTM: Grasser Pilot Mirko Bortolotti holt den ersten DTM-Sieg mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3: Wem er den Sieg widmet, warum der Erfolg besonders emotional ist

Vor gerade einmal drei Wochen herrschte bei Grasser nach dem Horrorunfall von Maximilian Paul auf dem Norisring noch Schock-starre. Nun gibt es wieder Grund zum Jubeln: Teamkollege Mirko Bortolotti gewinnt das zweite DTM-Rennen in Oschersleben, dank einer starken Mannschaftsleistung und einer perfekten Strategie.

In den anschliessenden Interviews zeigt sich der sonst so abge-klärte Italiener ungewohnt emotional, vor allem mit Blick auf sei-nen verletzten Teamkollegen. "Ich denke, wir haben eine starke Bindung zueinander. Wir sind ein grossartiges Team", sagt der Sieger des zweiten Oschersleben-Rennens. "Wir geniessen wirklich jede Minute."

Zwar fährt Paul erst seit dieser Saison als fester Teamkollege von Bortolotti bei Grasser, die Verbindung der beiden reicht jedoch deutlich weiter zurück. In der Saison 2023 unterstützte der DTM-Champion von 2024 den Deutschen sogar massgeblich auf dem Weg zu dessen erstem DTM-Sieg auf dem Nürburgring.

"Es ist wirklich schade, was Max passiert ist", blickt Bortolotti nach seinem Sieg in Oschersleben auf den schweren Norisring-Unfall vor drei Wochen zurück. "Ich möchte auch an ihn denken. Ich weiss, dass er sich auf dem Weg der Besserung befindet, und möchte ihm diesen Sieg ebenfalls widmen."

"Wir sind gute Freunde. Man kann wirklich kaum glauben, was dort passiert ist. Wie viel Pech man haben kann. Aber wie ich schon vor ein paar Wochen auf dem Norisring gesagt habe: Er ist wirklich stark", meint der Italiener. "Ich kann es kaum erwarten, ihn wieder auf der anderen Seite der Garage zu haben."

DTM-Sieg für Lamborghini eine Ausnahme in diesem Jahr

In der DTM-Gesamtwertung verbesserte sich Bortolotti mit seinem Erfolg am Sonntag auf den zehnten Rang. Der Rückstand auf Spitzenreiter Maro Engel im Winward-Mercedes beträgt allerdings 72 Punkte. Doch im Lamborghini-Lager spielt der Titelkampf in dieser Saison ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

Der Schweizer Ricardo Feller war im 2. Rennen in Oschersleben auf Rang 8 gefahren. Sein Teamkollege Thomas Preining auf die 3.

27/07/2026

Grosser Preis von Ungarn - Pole-Setter Norris feiert Sieg-Premiere als Weltmeister

Lando Norris im McLaren beendet beim GP Ungarn seine Sieg-Flaute. Er gewinnt vor Max Verstappen und Kimi Antonelli.

Das Podest

1. Lando Norris (GBR/McLaren) 1:39:56,180 Stunden
2. Max Verstappen (NED/Red Bull) +15,080 Sekunden
3. Kimi Antonelli (ITA/Mercedes) +18,728 Sekunden

Elf Rennen hat es gedauert, bis der amtierende Weltmeister in der laufenden Saison ein erstes Mal zuschlagen konnte. Lando Norris blieb bei der Hitzeschlacht auf dem Hungaroring ganz cool und bescherte McLaren den ersten Saisonsieg. Der britische Titelverteidiger behielt beim GP von Ungarn die Nerven, setzte sich bei Temperaturen um die 30 Grad vor Max Verstappen im Red Bull durch – und führte «Papaya» nach einer langen Durststrecke wieder an die Spitze der Königsklasse.

Während Teamkollege Oscar Piastri in der Schlussphase mit einem technischen Problem ausschied, jubelte Norris über seinen ersten Rennsieg seit Brasilien im vergangenen November. Hinter Verstappen, der sich überraschend über sein nächstes Podium freuen durfte, schaffte es WM-Leader Kimi Antonelli dank einer Aufholjagd von Startplatz 7 auf Rang 3.

Im Titelkampf baute der italienische Mercedes-Pilot damit seinen Vorsprung gegenüber Lewis Hamilton, der spät eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse kassierte und Fünfter wurde, auf 50 Punkte aus. Charles Leclerc wurde Vierter.

Norris profitiert von Piastri-Ausfall

Die Basis zu seinem insgesamt zwölften Karrieresieg legte Norris mit einem guten Auftakt. Während sein erster Verfolger Leclerc am Start weit zurückfiel, behauptete Pole-Setter Norris zunächst seine Position – bis er in Kurve zwei zu weit hinaus kam. Piastri nutzte die Gunst der Stunde und übernahm die Führung.

Für beide Ferraris verlief die Anfangsphase indes nicht wie geplant. Hamilton und Leclerc hatten auf die schnelleren weichen Reifen gesetzt, doch in den ersten Runden hingen sie auf den Plätzen vier und fünf hinter Verstappen auf den Mediums fest. Und so war es Hamilton, der in Runde 14 als Erster der Spitzengruppe an die Box ging und auf die harten Reifen wechselte. Verstappen folgte eine Runde später, konnte den Undercut aber nicht verhindern.

Mit einem starken Überholmanöver drückte sich der Nieder-länder aber wieder an Hamilton vorbei. Kurz darauf tauschten dann auch die beiden McLaren-Boliden ihre Reifen, nur Antonelli blieb deutlich länger draussen und fuhr erst in Runde 23 zum Pitstop. Damit war die alte Reihenfolge wiederhergestellt. Piastri und Norris zogen davon, doch der Brite drängelte.

In der 34. Runde wechselte dann der Australier zum zweiten Mal – und ärgerte sich kurz darauf, als es beim Überrunden zu einer Berührung mit Carlos Sainz im Williams kam. «Geh aus dem Weg, du Idiot!», fluchte Piastri. Und so lag Norris nach seinem zweiten Stopp vorn. Kurz darauf rollte Piastri dann mit Problemen aus.

Hülkenberg punktet für Audi

Eine Premiere schaffte Nico Hülkenberg. Der Deutsche sicherte sich dank Platz 9 die ersten zwei WM-Punkte in der laufenden Saison, in der das einstige Team Sauber zum ersten Mal unter dem Namen Audi firmiert. Hülkenbergs brasilianischer Team-kollege Gabriel Bortoleto, der zuletzt zweimal mit Rang 8 über-zeugt hatte, folgte auf Platz 11.

So geht's weiter

Die Formel 1 geht nun in eine vierwöchige Sommerpause. Der nächste GP steigt am 23. August in den Niederlanden. In Zandvoort steht neben dem klassischen Rennen tags zuvor auch ein Sprintrennen auf dem Programm.

27/07/2026

Formel 1: Malaysia zurück im F1-Kalender

Der Traditionskurs in Malaysia kehrt nach 9 Jahren in den Rennkalender der Formel 1 zurück. Wie der Automobil-Weltverband FIA am Sonntag bekannt gab, wird der Grosse Preis von Bahrain auf dem Sepang International Circuit bei Kuala Lumpur nachgeholt. Das Rennen soll am 4. Oktober ausgetragen werden. Der GP Bahrain war Mitte April aufgrund des Nahost-Krieges ausgefallen. Laut FIA-Mitteilung bleibt der restliche Saisonverlauf zunächst unverändert. Fragezeichen stehen aber noch hinter den Rennen in Katar (29. November) und dem Saisonfinale in Abu Dhabi (6. Dezember).

Photos from Motorsport's post 20/07/2026

WRC Rallye Estland 2026: Sami Pajari gelingt erster Sieg in der Rallye-WM

Nach einer überzeugenden Vorstellung feiert Toyota-Pilot Sami Pajari bei der Rallye Estland 2026 seinen ersten WRC-Sieg - Elfyn Evans baut WM-Führung aus

Toyota-Pilot Sami Pajari hat sich bei der Rallye Estland seinen ersten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gesichert. Der Finne setzte sich in einem dominanten Auftritt gegen seinen Teamkollegen Oliver Solberg durch, der am Sonntag die maximale Punktzahl einfuhr. Dritter wurde Adrien Fourmaux (Hyundai).

Genau wie Solberg ein Jahr zuvor feierte Pajari zusammen mir Beifahrer Marko Salminen seinen ersten WRC-Erfolg auf den schnellen Schotterpisten in Estland, nachdem er die Veranstal-tung von Beginn an anführte. Der Finne ging mit einem soliden Vorsprung in den Sonntag und ließ sich von Solberg nicht mehr in Bedrängnis bringen, obwohl der Schwede bis zum Schluss voll auf Angriff setzte.

Pajari hatte bereits ab dem Start am Freitag das Tempo diktiert und gewann zwölf von 18 Wertungsprüfungen (WP). Nach und nach baute der Finne seinen Vorsprung so weit aus, dass er von der Konkurrenz nicht mehr gefährdet werden konnte. (zu den Ergebnissen)

Nun alle fünf Toyota-Fahrer mit Siegen in der WRC-Saison 2026

Für den 24-jährigen Pajari ist es der erste WRC-Sieg in seiner Debütsaison im Toyota. Er war der einzige der fünf Fahrer der Marke, der in diesem Jahr noch nicht gewonnen hatte. Dieser Erfolg belohnt eine starke erste Saisonhälfte: Nach seinem Ausfall in Monaco beendete er sieben der folgenden acht Rallyes unter den ersten vier und stand dabei sechsmal auf dem
Podium.

Solberg musste sich trotz aller Bemühungen mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Mit den zehn Punkten vom Sonntag sammelte er jedoch insgesamt 27 Zähler und damit nur einen weniger als Pajari, der am Sonntag lediglich drei Punkte und in der Powerstage keine Zähler verbuchen konnte.

Weiter geht es mit der Rallye Finnland

Platz sieben ging an Martins Sesks. Der M-Sport-Ford-Pilot hatte im Shakedown ein Rad verloren. Aufgrund der anschließenden Reparaturen stempelte er am Start der Rallye mit zwei Minuten Verspätung ein, was ihm eine Zeitstrafe von 20 Sekunden einbrachte. Diese hatte letztlich jedoch keinen Einfluss auf sein Endergebnis. Er platzierte sich vor Esapekka Lappi (Hyundai) und Jon Armstrong (M-Sport-Ford).

Der letzte verbliebene Weltmeisterschaftspunkt ging an den Lokalmatadoren Robert Virves (Skoda), der gleichzeitig die WRC2-Wertung gewann.

In der Fahrerwertung führt nach neun von 14 Läufen Evans mit 177 Punkten und hat nun 25 Punkte Vorsprung auf Katsuta (152). Pajari schob sich dank des Sieges in Estland auf WM-Rang drei (144).

20/07/2026

Kalle Rovanperä gibt nach Krankheit Update zu seiner Zukunft

Überraschend tauchte Kalle Rovanperä bei der Rallye Estland auf: Dort sprach der zweimalige Weltmeister erstmals über seine Genesung und seine Zukunftspläne

Der zweimalige Rallye-Weltmeister Kalle Rovanperä plant nach gesundheitlichen Problemen seine Rückkehr in den Rennsport für das Jahr 2027. Bei einem überraschenden Besuch der Rallye Estland, dem neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, gab der Finne erste Einblicke in seinen aktuellen Zustand.

Rovanperä befindet sich nach einer medizinisch bedingten Zwangspause auf dem Weg der Besserung. Nachdem gesundheitliche Probleme seine ursprünglichen Pläne für den Wechsel auf die Rundstrecke in diesem Jahr durchkreuzt hatten, ist der Finne nun wieder für fahrtauglich erklärt worden. Im Rahmen eines Kurzbesuchs bei der Rallye Estland äußerte sich der zweimalige Champion optimistisch, dass er sich "langsam wieder an alles herantastet".

Der Besuch des Finnen kam spontan zustande. Rovanperä befand sich auf der Durchreise in Tartu. Er nutzte die Gelegenheit, um am Donnerstagabend dem feierlichen Start beizuwohnen und am Freitag den Shakedown zu verfolgen.

Spontaner Besuch bei der Rallye Estland

"Wir waren einfach auf der Durchreise und ich habe mich entschieden, mir den Shakedown anzusehen. Es war eigentlich nicht geplant, hierherzukommen, aber es ist schön, die Jungs zu sehen", erklärte Rovanperä gegenüber WRC.com.

Es war sein erster Auftritt im Servicepark der Rallye-Weltmeis-terschaft seit dem Saisonfinale im vergangenen Jahr bei der Rallye Saudi-Arabien. Dieses Rennen stellte den vorläufigen Endpunkt seiner WRC-Karriere dar, da er angekündigt hatte, ab 2026 im Rundstreckensport anzutreten.

Doch hier machte ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Eine Erkrankung im Innenohr, die zu einem Lagerungsschwindel führte, macht ihm seit dem vergangenen Winter zu schaffen. Im März 2026 musste er die geplante Saison in der japanischen Super Formula schliesslich absagen.

Comeback für 2027 fest im Blick

Mittlerweile geht es dem Finnen aber besser. Toyota hatte bereits im vergangenen Monat bekannt gegeben, dass Rovanperä das körperliche Training wieder aufgenommen hat und eine schrittweise Rückkehr ins Cockpit vorbereitet. Das erklärte Ziel bleibt ein Comeback im professionellen Rennsport für das Jahr 2027. Erste Schritte machte er bereits im Vormonat, als er sich hinter das Steuer seines Toyota GR Supra Drift-Autos setzte.

18/07/2026

WRC Rallye Estland 2026: Sami Pajari hat ersten WRC-Sieg in greifbarer Nähe
Toyota-Pilot Sami Pajari brennt bei der Rallye Estland ein Schotter-Feuerwerk ab und dominiert den Samstag, dahinter tobt ein packender Hyundai-Thriller um Platz drei.

Sami Pajari ist seinem Premieren-Sieg in der Rallye-WM (WRC) einen gewaltigen Schritt nähergekommen: Bei der Rallye Estland, dem neunten Lauf der Saison 2026, lieferte der Finne auch am Samstag auf den schnellen Schotterprüfungen eine fahrerische Meisterleistung ohne jegliche Fehler ab.

Der Toyota-Youngster nimmt deshalb ein komfortables Polster von 25 Sekunden auf seinen Stallgefährten Oliver Solberg mit in den finalen Sonntag. Zuvor krönte Pajari einen kräftezehrenden Mammut-Samstag mit neun Wertungsprüfungen (WP) durch eine beeindruckend souveräne Fahrt.

Bereits am Morgen war Pajari mit 14,7 Sekunden Vorsprung in den Tag gestartet - ein Erbe seiner makellosen Freitags-Vorstellung, bei der er alle sieben Prüfungen für sich entschied. Zunächst baute er diese Führung auf 17,6 Sekunden aus, ehe Solberg den finnischen Siegeszug kurzzeitig stoppen konnte.
Solberg schlägt zurück, doch Pajari kontert eiskalt

Solberg fühlte sich am Steuer seines GR Yaris spürbar wohler als noch am Vortag. Mit Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen 10 und 11 knabberte er Pajaris Vorsprung bis auf 14,1 Sekunden herunter.

Am Nachmittag stellte der Führende die alte Hackordnung jedoch gnadenlos wieder her: Mit drei Bestzeiten in Folge auf der Nachmittagsschleife zog Pajari seinem Verfolger endgültig den Zahn. Zwölf von 16 möglichen WP-Siegen gehen bislang auf das Konto des überragenden Finnen.

"Es ist nicht einfach und das soll es auch gar nicht sein", bilan-ziere Pajari. "Trotzdem fühlen wir uns mit der Führung recht wohl. Morgen stehen aber noch etliche Kilometer an, es bleibt also ein hartes Stück Arbeit. Aber auf der Verbindungsetappe stand ein Fan mit einem genialen Plakat: 'Sami, hör nicht auf Marko [den Beifahrer], gib einfach Vollgas!' Genau das werde ich versuchen."

Auch Solberg zeigte sich versöhnlich. Sein Gefühl im Auto erinnere ihn stark an seine Fahrt zu seinem beeindruckenden ersten WRC-Sieg an gleicher Stelle im Vorjahr. Der Sieger der Rallye Monte-Carlo räumt jedoch ein, punktuell zu viel Vorsicht walten gelassen zu haben, um Reifenschäden zu vermeiden.

"Der Morgen lief definitiv besser als gestern, das Gefühl kommt zurück", so Solberg. "Was noch fehlt, ist die absolute Risikobe-reitschaft. Und genau die braucht man, um Sami zu knacken - er macht da draußen einen phänomenalen Job! Heute Nachmittag war unsere Reifenwahl vielleicht einen Tick zu optimistisch, das hat es schwer gemacht, permanent am absoluten Limit zu pushen."

Mitreissendes Stall-Duell bei Hyundai um Platz drei

Besondere Brisanz bot der Kampf um den verbleibenden Podestplatz: Die Hyundai-Teamkollegen Adrien Fourmaux und Thierry Neuville lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Aus Fourmaux' 7,5-Sekunden-Polster am Morgen wurden vor der letzten Tagesprüfung hauchdünne 1,9 Sekunden.

Vor allem auf der 15. WP blies ein stark aufzeigender Neuville zur Attacke: Er nahm Fourmaux satte 4,2 Sekunden ab und sicherte sich und Hyundai damit den ersehnten ersten WP-Sieg dieser Rallye. Auf der abschließenden Zuschauerprüfung schenkten sich beide keinen Millimeter - zeitgleich überquerten sie die Ziellinie. Damit rettet Fourmaux den dritten Gesamtrang denkbar knapp in den Sonntag.

"Ein guter Tag, auch wenn der Reifenverschleiß am Nachmittag enorm war", fasst Fourmaux zusammen. "Ich habe alles gegeben, die Prüfungen waren ein echter Genuss. Morgen möchte ich auf den letzten beiden großen WPs einfach noch einmal attackieren."

Neuville gibt sich angriffslustig: "Ich bin happy mit dem Nachmittag und unserem Reifen-Management. Adrien war verdammt schnell unterwegs. Lasst uns morgen zusammen etwas Spass haben und schauen, wer am Ende oben steht."

Ogier im Niemandsland, Evans bläst zur Aufholjagd

Während die Strecke mit jedem Fahrzeug griffiger wurde, fehlte dem amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier am Samstag das entscheidende Tempo, um in den Zweikampf der beiden Hyundai-Piloten einzugreifen. Der Franzose beendete den Tag auf einem isolierten fünften Rang (+1:32,8 Min.).

"Es war definitiv ein etwas langer, aber unauffälliger Tag", resümiert Ogier pragmatisch. "Es wäre ohnehin extrem schwer gewesen, heute noch Plätze gutzumachen. Wir haben unsere Position verteidigt, das war das Ziel. Morgen müssen wir definitiv noch eine Schippe drauflegen."

Trotz des massiven Handicaps, am Freitag als "Strassenfeger" den Schotter räumen zu müssen, startete der Meisterschafts-führende Elfyn Evans am Samstag eine wertvolle Aufholjagd. Von Platz neun stürmte der Waliser vor auf Rang sechs - ein Sprung, der im Titelkampf noch Gold wert sein könnte.

Dabei profitierte Evans auch vom Pech der Konkurrenz: Josh McErlean (M-Sport Ford) musste die Rallye wegen eines Defekts am Auspuffkrümmer vorzeitig beendet. Teamkollege Martins Sesks fing sich auf der neunten Prüfung einen Reifenschaden vorne rechts ein, rettete aber den siebten Platz in den Feierabend.

Sesks rangiert damit deutlich vor einem sichtlich frustrierten Esapekka Lappi (Hyundai), der das Tempo seiner Teamkollegen Neuville und Fourmaux zu keinem Zeitpunkt mitgehen konnte. Die Top 10 runden M-Sport-Pilot Jon Armstrong und der estnische Lokalmatador Robert Virves ab.

Photos from Motorsport's post 18/07/2026

WRC Rallye Estland 2026: Sami Pajari dominiert den Freitag

Toyota-Pilot Sami Pajari gewinnt am Freitag bei der Rallye Estland alle sieben Wertungsprüfungen: Reifenschaden wirft Takamoto Katsuta zurück.

Toyota-Pilot Sami Pajari hat dem Freitag bei der Rallye Estland, dem neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026, seinen Stempel aufgedrückt. Der Finne sicherte sich alle Best-zeiten des Tages und führt das Klassement an. Dahinter lauern Oliver Solberg (Toyota, +14,7 Sekunden) und Adrien Fourmaux (Hyundai, +16,5)

Thierry Neuville hält trotz eines provisorisch reparierten Hyun-dais nach einem Kontakt mit einem Strohballen den vierten Rang mit 17,4 Sekunden Rückstand. Dahinter folgt Sebastien Ogier (Toyota) auf Platz fünf (+21,0). Das restliche Feld liegt bereits über 40 Sekunden zurück.

Martins Sesks, der am Morgen eine Zeitstrafe von 20 Sekunden erhalten hatte, ist als Sechser bester Fahrer von M-Sport-Ford. Esapekka Lappi (Hyundai) belegt Position sieben vor Josh McErlean (M-Sport-Ford). Evans (Toyota), der als erster Fahrer auf der Strecke spürbare Nachteile hatte, ist aktuell Neunter. Jon Armstrong im dritten M-Sport-Ford komplettiert die Top 10.
Reifenschaden bremst Takamoto Katsuta aus

Auf der kurvenreichen WP5 "Karaski" über 11,97 Kilometer war Pajari erneut der Schnellste. Seine direkten Verfolger blieben Solberg mit 2,1 Sekunden Rückstand und Fourmaux mit 2,3 Sekunden Rückstand. An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich nichts, allerdings wuchs der Vorsprung von Pajari auf Sol-berg und Fourmaux auf über zehn Sekunden an. Evans verbes-serte sich derweil auf Platz sieben, nur eine halbe Sekunde vor Lappi.

Die WP6 "Kanepi" über 17,43 Kilometer brachte die nächste Bestzeit für Pajari, der 3,0 Sekunden vor Solberg und 4,0 Sekun-den vor Fourmaux, Neuville sowie Sesks lag. Für das Drama der Prüfung sorgte Takamoto Katsuta (Toyota). Ein Reifenschaden vorne links auf einer geraden Passage kostete den Japaner fast eine Minute auf die Spitze. Katsuta steuerte im Anschluss direkt den Servicepark und ging bei der abschliessenden Zuschauer-prüfung nicht an den Start.

Grosser Profiteur dieses Abschnitts war Sesks, der sich im Gesamtklassement auf Platz sechs verbesserte. Er lag nun 0,1 Sekunden vor Lappi, 0,9 Sekunden vor McErlean und 3,9 Sekunden vor Evans. Evans wurde von Sesks und Lappi überholt und verlor aufgrund seiner Startposition weiter an Boden. "Wir haben getan, was wir konnten", erklärte der WM-Spitzenreiter im Ziel der Prüfung.

Den Abschluss des Freitags bildete die WP7 "Elva linn", eine kurze und schnelle Zuschauerprüfung über 1,72 Kilometer in den Strassen von Elva. Highlight für die Fans war ein grosser Kreisel vor dem Rathaus, den die Piloten zweimal umrunden mussten und der für eine inoffizielle Drift-Show genutzt wurde. Pajari krönte seinen perfekten Tag mit einer weiteren Bestzeit, eine Zehntelsekunde vor Sesks und zwei Zehntelsekunden vor Neuville.

17/07/2026

Formel 1: Norris wird für Austausch im Boliden bestraft

Für Weltmeister Lando Norris läuft die Saison in der Formel 1 weiter holprig. Für den Grossen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps erhält der Brite eine Startplatzstrafe. Im Rennen am Sonntag (live bei SRF) muss Norris zehn Positionen weiter hinten starten, weil in seinem Boliden bereits zum vierten Mal die Leistungselektronik ausgetauscht wird. Das teilte sein Rennstall McLaren am Donnerstag mit.

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