Pensionierung und Fitness

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28/02/2018

Alt werden. Jung bleiben. #3 Geistige Fitness - News, News, überall News
Irgendwann wird es Zeit, sich zu fragen, was zum Henker mit der Zeit los ist. Wo bleibt sie, wohin verschwindet sie? Etwas ist glasklar: sie wird weniger, sie geht. Wir stolpern Tag für Tag, die Nase ins Handy, in die Zeitung, in die bläuliche Mattscheibe des Laptops oder Fernsehers gedrückt, durch Gottes schöne Welt. Informationen ohne Ende, Informationen rund um die Uhr. Sie schlucken unsere Aufmerksamkeit, sie entziehen uns unsere Energie, sie rauben uns unsere Zeit.

Tun sie uns gut? Tun uns die xten Erdbebenopfer, der yte gebrochene Waffenstillstand, die Steuerreformen drüben und die Gruppenvergewaltigungen hüben gut? Hilft es, dass wir den Strom von Ereignissen, die sich weltweit ereignen, ständig zur Kenntnis nehmen? Wird die Welt dadurch ein besserer Ort? Nein. Nein. Nein. Wir begeben uns freiwillig auf die Verliererseite, stehen da mit unzähligen schrecklichen oder belanglosen Bildern, die unseren Fokus, unsere Aufmerksamkeit, unsere Tatkraft pulverisieren, ohne dass wir dadurch an dem Gegebenen das Geringste verändern. Wir lassen unzählige Dinge in unseren Kopf, die uns nichts angehen und die wir morgen wieder vergessen haben. Die andauernden News lenken uns derart ab, dass wir kaum genügend Zeit für unsere eigenen Angelegenheiten finden. Am Ende stehen wir dann da und fragen uns: war es das?

Wer die Dinge, zum Beispiel in seiner zweiten Lebenshälfte, anders angehen will, darf sich ein Zitat des amerikanischen Pastors und Leadership-Gurus John C. Maxwell zu Herzen nehmen: „Du wirst dein Leben niemals verändern, solange du nicht etwas veränderst, das du täglich tust. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in deiner täglichen Routine.“ Die Nachrichten am Morgen, am Mittag und am Abend gehören für viele von uns zur täglichen Routine. Dafür finden wir Zeit. Wie sieht es aus mit der täglichen Meditation? Dem täglichen Training? Der täglichen guten Pfadfindertat? Der täglichen gezielten Weiterbildung? Dem täglichen artgerechten, genussvollen Essen und Trinken? Dem täglichen Lachen, Musizieren, Tanzen? Sie, nicht die täglichen Nachrichten, verändern unser Leben zum Besseren.

20/02/2018

Alt werden. Jung bleiben. #2 Ernährung – Jungbrunnen oder Todesfalle: NO fürs Herz, ständig

Der kleinste Botenstoff im menschlichen Körper ist ein Gas: NO, mit vollem Namen Stickstoffmonoxid. Kennen wir alle. Ausgerechnet das Molekül, welches das Atmen im Feierabendverkehr so ungemütlich macht. Jahrzehntelang haben die Forscher vergeblich nach dem entscheidenden Signalstoff gesucht, der unsere Blutgefässe dazu bringt, sich zu entspannen. Es war schwierig auf die Idee zu kommen, dass es sich dabei um ein längst bekanntes Gas handeln könnte. Erst in den 80er Jahren kam man dem winzigen Molekül langsam auf die Spur. 1998 dann erhielten drei US-Forscher für ihre Entdeckung von „NO als Signalmolekül im Herz-Kreislaufsystem“ den Nobelpreis.

NO ist an verschiedenen physiologischen Vorgängen beteiligt. In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Leiden Todesursache Nummer eins sind, interessiert vor allem seine entspannende Wirkung auf den Tonus der Gefässmuskulatur. NO stellt unsere Gefässe weit, auch die Herzkranzgefässe und die dem Herzen Blut zuführenden Venen, so dass das Blut fliessen kann. NO steckt übrigens auch in der blauen Wunderpille Vi**ra...

Unser Körper würde unablässig NO bereitstellen. Dafür braucht er jedoch ausreichend L-Arginin, die Vorstufe von NO. Bei Krankheiten wie Arteriosklerose, Bluthochdruck oder anderen Gefässerkrankungen schnellt der Bedarf an L-Arginin in die Höhe. In solchen Situationen übersteigt der Bedarf die vom Körper produzierte Menge um ein Vielfaches. Fast alle Menschen 50plus (da gehöre ich inzwischen auch dazu, als Typ 1er Diabetikerin sowieso) befinden sich in einer Situation mit erhöhtem Bedarf. Gelingt es dem reiferen Körper infolge L-Arginin-Mangels nicht, genügend NO zu bilden, kann das zu schweren Herz-Kreislauf-Komplikationen führen.

L-Arginin ist eine Aminosäure, die wir einfach durch ausreichend eiweissreiche Nahrung zu uns nehmen können. Ausreichend heisst viel, ca. 1.5g pro Kilo Körpergewicht! That’s all. Wer in seiner zweiten Lebenshälfte nicht so viel Proteine essen mag (was schade ist), kann L-Arginin als günstige Nahrungsergänzung in jeder Drogerie kaufen. Entweder das eine und/oder das andere sollte man tun. Mit über 5'000 mg / 100 g sind Kürbiskerne übrigens die Spitzenreiter unter den L-Arginin-Lieferanten.

Photos 08/02/2018

Räkeln - wohlig plus

Wir sollten uns räkeln! Öfters, immer wieder, mehrmals am Tag. Frühmorgens im Bett: Glieder strecken, gähnen, ausgiebig räkeln und dehnen. Wenn's geht dazu seufzen. Tut so was von gut. Weiss unsere Katze. Weiss unser Hund. Weiss die Wissenschaft und hat ein mittelprächtiges Wort dafür gefunden: Faszien-Hygiene. Na ja, den Faszien wird es egal sein. Mit solchen Dingen kann man sie, unsere Faszien, unsere Muskelhäute (ein uns ganz und gar umschliessendes, umspinnendes, durchdringendes, superfeines Netz) nicht stressen. Mit anderem aber schon: mit Dauerhocken, geradeaus Starren, sich über den Laptop, das Steuer, den Teller beugen, kurz aufstehen, erneut Dauerhocken und das fünf, sechs und noch viel mehr Stunden am Tag. Das ist purer Stress für unsere Muskelhäute, die für Elastizität, für Druck und Zug, für maximale Spannung und Entspannung, für Drehungen, Schiebungen und ständige Lageveränderungen gemacht sind. Ihnen kommen grossartige Aufgaben zu. Sie ermöglichen einen grossen Teil unserer Selbstwahrnehmung, sind kolossal mit Rezeptoren und Nerven ausgestattet, lenken Kräfte um, dienen als Puffer, federn Schläge ab und verstärken Bewegungen. Verwöhnte Faszien sind beweglich und super gut mit Flüssigkeit versorgt. Sie machen uns geschmeidig, unseren Schritt elastisch. Vernachlässigte Faszien verkleben, verspröden und machen vor allem eins: Ärger. Sie tun weh. Und wenn sie sich entzünden, dann tun sie verdammt weh. Ein Schmerz, der immer wiederkehrt und unter Umständen Jahre andauert! Räkeln ist wohliges Faszientraining, das begleitet wird von einem winzigen Glücksrausch. Das Leben kann so einfach sein.

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