21/05/2026
„Vertrauen erarbeiten“: Paul Meyer-Dunker mit 116:114 Stimmen zum DSB-Präsidenten gewählt | Perlen vom Bodensee
Paul Meyer-Dunker ist neuer Präsident des Deutschen Schachbunds. Der außerordentliche Bundeskongress in Frankfurt wählte ihn am Samstag mit 116:114 Stimmen gegen den anderen Präsidentschaftskandidaten…
17/05/2026
Herzlichen Glückwunsch, lieber Paul Meyer-Dunker, zu dieser überraschenden Entwicklung. Wir wünschen Dir eine glückliche Hand!
Hallo neues Präsidium – neuer Präsident + Vizepräsident für den DSB 👋
Beim außerordentlichen Bundeskongress des Deutschen Schachbundes in Frankfurt wurde nach der Abwahl von Ingrid Lauterbach ein neues Präsidium gewählt: Paul Meyer-Dunker übernimmt das Amt des Präsidenten, Jürgen Gersinska wurde zum Vizepräsidenten Finanzen gewählt. Gemeinsam mit Jürgen Klüners als Vizepräsident Sport und Jannik Kiesel als Vizepräsident Verbandsentwicklung bildet sich damit das neue Präsidium des Deutschen Schachbundes.
Der Deutsche Schachbund bedankt sich zudem ausdrücklich bei Ingrid Lauterbach für ihr engagiertes und tatkräftiges Wirken im Verband.
19/04/2026
„Er kann auf diesem Niveau von 2700 spielen“ – Matthias Blübaums Kandidatenturnier 2026
Konstanz auf höchstem Niveau, mentale Reife gegen die Weltelite – und ein Ergebnis, das mehr sagt als die Tabelle
Kein Sieg, aber ein starkes Zeichen: Matthias Blübaum beendet das Kandidatenturnier 2026 mit sechs aus 14 Punkten gegen die absolute Weltspitze und belegt damit Rang sechs. Nach intensiven 14 Runden geht der Turniersieg klar an Javokhir Sindarov, der ein herausragendes Turnier spielte und zehn aus 14 möglichen Punkten holte. Er landete vor Anish Giri und Fabiano Caruana.
Zwischen präziser Verteidigung, anspruchsvollen Duellen und großer Selbstkritik zeigt sich: Der deutsche Großmeister ist auf einem guten Weg zur erweiterten Weltklasse. Oder wie sein ehemaliger Trainer Matthias Krallmann es sagt: "Ich bin wirklich optimistisch. Er hat jetzt schon mehrere Turniere gespielt, das Grand Swiss und auch das Tata Steel, wo er gezeigt hat, er kann auf diesem Niveau von 2700 spielen - auch hier beim Kandidatenturnier hat er es bewiesen. Ich bin mir sicher, er wird weiter daran arbeiten und kämpfen, dass er über 2700 kommt."
Die Schlussetappe: Stabilität, Präzision – und ein letzter Kampf
Die letzten vier Runden verlangten Blübaum noch einmal alles ab. In Runde 11 gegen R Praggnanandhaa geriet er mit Schwarz zwischenzeitlich in Schwierigkeiten, verteidigte sich jedoch umsichtig und sicherte sich ein hart erkämpftes Remis. Es folgten zwei Partien gegen absolute Weltklassespieler: Gegen Fabiano Caruana (Runde 12) und Hikaru Nakamura (Runde 13) zeigte Blübaum mit Weiß und Schwarz zwei präzise, kontrollierte Leistungen. Fehler erlaubte er sich keine – beide Partien endeten verdient Remis. Gerade das Remis gegen Nakamura hatte dabei eine besondere Bedeutung. Wie sein ehemaliger Trainer Matthias Krallmann in der Analyse auf SchachdeutschlandTV betonte, ist der US-Amerikaner statistisch und psychologisch ein schwieriger Gegner für Blübaum. Über viele – vor allem bei Blitz – Partien hinweg spricht die Bilanz klar gegen den Deutschen. Umso wichtiger war es, ausgerechnet mit Schwarz eine stabile Partie zu spielen und den halben Punkt sicher einzufahren: ein Ergebnis, das auch mental Gewicht haben dürfte.
Vor der Schlussrunde eröffnete sich schließlich noch eine kleine rechnerische Chance auf einen Podestplatz. Gegen Anish Giri ging Blübaum mit Weiß ins Risiko, wählte eine komplexe Variante und investierte bereits früh viel Zeit – rund 40 Minuten für den 14. Zug. Doch Giri verteidigte präzise, übernahm im weiteren Verlauf die Kontrolle und entschied die Partie für sich.
Ein kämpferischer Abschluss – ganz im Sinne dieses Turniers.
Der ganze Abschlussbericht kann hier gelesen werden: https://www.schachbund.de/news/er-kann-auf-diesem-niveau-von-2700-spielen-matthias-bluebaums-kandidatenturnier-2026.html
Foto: Michal Walusza / FIDE - International Chess Federation
11/04/2026
Spannung pur in Runde 11 🔥
Matthias geriet mit Schwarz gegen R Praggnanandhaa zwischenzeitlich ins Wanken, behielt aber die Nerven und fand am Ende die souveräne Verteidigung- ein hart erkämpftes Remis.
Stark gekämpft: 5 aus 11 möglichen Punkten im Kandidatenturnier – noch 3 Runden zu spielen 💪
10/04/2026
„He let me escape" – Blübaum kämpft sich durch die Rückrunde
Nach zehn Runden: Neun Remis, Elo-Plus – und die Frage, wann der erste Sieg fällt.
Die zweite Turnierhälfte ist in vollem Gange, und Matthias Blübaum setzt seinen soliden Lauf fort. Nach zehn Runden steht er bei neun Remis und einer Niederlage – ein Score, der in diesem Weltklassefeld alles andere als selbstverständlich ist. Besonders bemerkenswert: Mit den weißen Steinen ist Blübaum nach wie vor ungeschlagen. Die Runden neun und zehn zeichneten dabei ein vielschichtiges Bild – zwischen mutigem Aufbäumen, einem glücklichen Wunder, aber auch gewohnt solider Präzision.
Zum kompletten Zwischenbericht: https://www.schachbund.de/news/he-let-me-escape-bluebaum-kaempft-sich-durch-die-rueckrunde.html+
Foto: Michal Walusza / FIDE
09/04/2026
Achterbahnfahrt in Runde 9 🎢
Matthias Blübaum startet stark gegen Tabellenführer Javokhir Sindarov, gerät zwischenzeitlich in Nachteil – doch am Ende steht ein umkämpftes Remis.
Damit steht er bei 4 aus 9 möglichen Punkten im Kandidatenturnier – noch 5 Runden zu spielen 🔥
08/04/2026
Kandidatenturnier (8): Sindarov baut die Führung aus, Blübaum wehrt alles ab | Perlen vom Bodensee
Zum Auftakt der zweiten Hälfte des Kandidatenturniers musste der bislang dominierenden Javokhir Sindarov nicht einmal gewinnen, um seinen Vorsprung auf zwei Punkte auszubauen.