Natural Horsemanship in Berlin und Brandenburg

Natural Horsemanship in Berlin und Brandenburg

Teilen

Natural Horsemanship in Berlin und Brandenburg

11/08/2024

25 Jahre 🥰
25 Jahre Glück, Freude, Verbundenheit, Kraft,Demut und tiefe Dankbarkeit für diese wunderbare Zeit mit meinem Asmar, der heute 25 Jahre alt geworden ist. Ich habe mich in ihn verliebt, als er zwei Stunden alt war, wir sind durch dick und dünn gegangen, haben unendlich viel erlebt und ich feiere heute diesen wunderbaren Tag mit ihm🥰🥰🥰

18/04/2020

Hit the road….
Die Angst reitet mit.

Der Frühling ist da und trotz Corona-Virus und den damit einhergehenden Beschränkungen dürfen wir zu unseren Pferden. Das Wetter ist geradezu gemacht für Geländeritte. Ich reite sehr gerne aus, es entspannt mich, macht mich glücklich, mit Hund und Pferd alleine durch die Natur zu streifen.

Nach meinem ersten schweren Sturz ist die Angst jedoch lange mitgeritten. Ich habe sie zunächst nie wirklich überwinden können, das war auch der Grund, warum ich mein Pferd nach den Prinzipien von Natural Horsemanship ausgebildet habe.

Mein zuverlässiges Pferd im Gelände zu reiten war mein größter Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist. Selbst in brenzligen Situationen blieb er bei mir und nach und nach war es vorbei mit der Angst. Was ich völlig ausblendete war die Tatsache, dass nicht immer ein durchgehendes Pferd der Grund für einen Sturz ist. Das wurde mir schmerzhaft bewusst, als mein Pferd bei einem Ausritt stolperte und gemeinsam mit mir stürzte. Da war sie wieder, die Angst. Nur, dass ich mit klar wurde, dass eine solche Situation immer wieder passieren kann, eine Wurzel, ein kleines Loch, das ich übersehe….

Und wieder war sie da, die Angst. Ich bin dann über das Internet auf eine Airbag-Weste gestoßen. Im Gegensatz zu den starren, unflexiblen Protektoren bläst sich diese Weste bei einem Sturz wie ein Airbag auf und schützt den Brustkorb, den Rücken und die Halswirbelsäule. Sie gibt mir ein Gefühl der Sicherheit.

Vor zwei Tagen bin ich zum Hof gefahren, habe mein Pferd gesattelt und bin bei schönstem Wetter ins Gelände gegangen. Wir haben traumhafte Wege, bergauf, bergab, Wiesen, Wälder. Nach einer langen Aufwärmphase bin ich angaloppiert, ich habe gespürt, dass sich dieser Galopp nicht ganz so angefühlt hat, wie es sein sollte, wollte durchparieren, aber es war zu spät. Er stolperte und ich katapultierte über seinen Kopf. Mir ist außer einer leichten Gehirnerschütterung, einer geschwollenen Hand und ein paar blauen Flecken nichts weiter passiert, Dank der Weste, die sich sofort aufgeblasen hat und auch der Helm schützte mich vor einer möglichen Kopfverletzung.

Ich weiß, dass viele von Euch ähnliche Situationen hatten/haben. Wir reiten alle gerne, Pferde sind unsere Passion und Geländeritte sind für mich der Dank für eine solide Grundausbildung und für eine ausgewogene Gymnastizierung.

Aber insbesondere im Gelände gibt es Situationen, die unvorhersehbar sind und die mitunter schlimme Folgen haben können. Und darum: schützt Euch, so gut wie es geht. Die Airbag Westen von heute sind unauffällig und angenehm zu tragen und bei einem Sturz können sie Schlimmeres verhindern.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Zeit mit Euren Pferden. Gerne könnt Ihr mich hier auf Facebook kontaktieren, falls Ihr zu diesem Thema oder zu bestimmten Airbag-Westen Fragen habt.

Hat auch Angst, vor seinem Schatten...

22/07/2018

Anlässlich der aktuellen Bilder (mein Bild hier ist - wie immer- ein Beispielbild von istock photo) des "Dressurreitens" aus Aachen hier noch einmal:

§3 Absatz 1b Bundestierschutzgesetz :
Es ist verboten, an einem Tier im Training oder bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Maßnahmen, die mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind (...) anzuwenden.

Ich rufe hiermit das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Bundesministerium der Justiz auf, diese im deutschen Tierschutzgesetz verankerten Vorgaben durchzusetzen!
Und das Wort „erheblich“ ersatzlos zu streichen, denn diese Formulierung beinhaltet die Aussage, dass es gesetzeskonform ist, dem Pferd Schmerzen, Leiden und Schäden zu zufügen, solange es nicht in „erheblichem“ Maße passiert. Dies wiederum lässt Spielraum für persönliche Auslegung.
Daher noch einmal für alle: Das ist KEINE Auslegungssache!
Nur, weil man solche Bilder wie aus Aachen inzwischen auf jedem Turnierplatz sieht und in fast jedem Reitstall, heisst das nicht, dass es nicht schlimm ist.
Die dort angewendeten Zwangsmaßnahmen sind tierschutzrelevant. Das Reiten in Rollkur/LDR und das ebenfalls sehr beliebte "Grellmachen" der Pferde bedeutet nichts anderes, als das Pferd durch das Zufügen von Schmerz = zustechen mit den Sporen, Kandare und Unterlegtrense auf dem sensiblen Unterkieferknochen, und dem gleichzeitigen gewaltsamen Herabziehen des Kopfes (was eine Flucht unmöglich macht und dem Pferd auch noch die Sicht nimmt- so ziemlich das fürchterlichste, was einem Fluchttier wie dem Pferd passieren kann) derart unter Stress zu setzen, dass es in den Fight or Flight Modus gerät.
Dieser Instinkt ist jedem Pferd angeboren, er lässt sich weder abschalten noch wegzüchten. Wenn man nun einem Pferd Schmerz zufügt und gleichzeitig dafür sorgt, dass es nicht fliehen kann, werden bei diesem Pferd ganz automatisch, instinktiv Abläufe in Gang gesetzt, bei denen es um Leben und Tod geht. Um das Überleben zu sichern ist eine erfolgreiche Flucht für ein Pferd die beste Möglichkeit. Hierfür werden (sehr kurz zusammengefasst) Stresshormone ausgeschüttet, die Muskulatur auf das Äusserste angespannt, besonders die der Hinterhand, denn dort sitzt der Motor des Pferdes, die Herzfrequenz erhöht und das Immunsystem unterdrückt.
So kann man dann auf einem bis zum äussersten angespannten Pferd in die Prüfung reiten und die Spannungstritte zeigen, die Richter und Publikum erwarten.
Auf Kosten der körperlichen und mentalen Gesundheit des Pferdes.
Es gibt etliche Tierärzte und Verbände, die behaupten, Rollkur/LDR, sowie die Verwendung scharfer Gebisse und Zäumungen würde dem Pferd keinen Schaden zu fügen. Da kann ich nur sagen: Das entspricht nicht meinen Erfahrungen. Nach über zwanzig Jahren Behandlung von internationalen Sportpferden kann ich eines mit Sicherheit sagen: Alle Pferde, die in dieser Weise „gearbeitet“ wurden, litten unter Magengeschwüren, erheblichem mentalen Stress, etliche hatten innerlich abgeschaltet und funktionierten nur noch. Es lagen teils erhebliche Verletzungen der Zunge, der Maulwinkel und des Zahnfleisches vor, teilweise mit dicken Vernarbungen in diesen Bereichen. Wie stark die Schmerzen gewesen sein müssen, die zu dieser Narbenbildung geführt haben, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Die Kiefergelenke waren blockiert, was die für das Pferd zum Fressen notwendige Mahlbewegung des Kiefers einschränkt, ebenso das Zungenbein, was die Atmung und den Schluckakt des Pferdes behindern kann. Äusserst schmerzhafte Entzündungen der Rückenmuskeln, der Kiefergelenke und des Genicks waren absolut keine Seltenheit - und das sind nur einige wenige der Folgen.
Sollte irgendeiner von den Menschen, die für die Durchsetzung des Tierschutzgesetzes zuständig sind, schon einmal eine Blockade gehabt haben, meinetwegen nur im Kreuzdarmbeingelenk, dann weiss er oder sie, was für ein brutaler Nervenschmerz das ist. Sollte einer von ihnen nur eine Magenschleimhautreizung gehabt haben, nicht einmal Geschwüre, so weiss er oder sie, was für Schmerzen das auslöst und was für ein extrem hohes Krankheitsgefühl und Schwäche damit einhergehen. Und nun müssen diese Pferde in dem Zustand auch noch Leistungssport betreiben. Was es bedeutet, jeden Tag unter Angst und Stress und Schmerzen zu stehen, kann sich wohl niemand vorstellen. Aber es wird Zeit, dass endlich alle begreifen, dass die Anwendung von Zwang und Gewalt im Reitsport aufhören muss.
Solche Bilder haben mit REITEN NICHTS ZU TUN.
Sie sind eine Schande für einen ehemals feinen und ehrenvollen Sport, in dem eine Kandare ebenso wie Sporen nur für den SEHR GUTEN Reiter zur Verfügung standen und lediglich zur VERFEINERUNG der Hilfen gedacht waren. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie irgendjemand, der vorgibt, sich mit der klassischen Reiterei auseinandergesetzt zu haben, Sporen und Kandare derart missbrauchen kann. Da wo ich (reiterlich) herkomme, wäre man SOFORT vom Pferd geholt worden und hätte disziplinarische Maßnahmen erfahren. Heute gilt dieser Kampf gegen das Pferd, diese rohe Gewalt als "höchste Reitkunst" und wird nicht einmal geahndet.
Eine solche Art der "Reiterei" ist ein klarer Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Die zuständigen Ministerien müssen dafür sorgen, dass sich auch Verbände wie die FEI und FN an geltendes deutsches Recht halten müssen und eine solche Art der Reiterei von ihren Turnieren und Trainingsplätzen verbannen. Offener Brief an die Minesterien folgt.

18/05/2018

Krieg der Welten

Ja, der tobt teilweise auf Facebook & Co. Insbesondere die Fraktion Horsemanship vs. Dressurreiter.

All meine Schülerpferde unterrichte ich natürlich nach den Prinzipien von Natural Horsemanship. ABER: Das sollte und darf immer nur ein Teil der Ausbildung sein. Horsemanship bedeutet für mich, dass ich mein Gegenüber kennenlerne, seinen Charakter, seine Stärken, die es zu fördern gilt und seine Schwächen, die es zu kompensieren gilt. Darüber hinaus ist es ein wunderbarer Weg, Grundvertrauen aufzubauen. Vom Boden aus lernen die Pferde auf feine Hilfen zu reagieren, die jeweilige Gangart ohne ständiges Nachtreiben beizubehalten, auf kleine Signale zu achten. Ich möchte, dass sich die Pferde sicher fühlen, kooperativ und entspannt sind. Und das – so glaube ich – sollte immer am Boden beginnen. Später wird das in den Sattel übertragen – verschiedene Gangarten, abwenden, halten, rückwärts gehen etc. ohne den Einsatz von Zügeln. Denn wenn das Pferd ein Gebiss trägt, sollte es eine weiche, feine Verbindung sein und die Zügel sollten bestenfalls nicht zur Kontrolle, sondern lediglich zur Kommunikation eingesetzt werden.

Und warum sollte sich das mit Dressurreiten widersprechen? Ich denke, dass jedes Pferd, egal in welcher Disziplin es geritten wird, immer dressurmäßig ausgebildet werden sollte. Damit meine ich nicht sinnlose Kreise in der Halle, sondern, entsprechend der jeweiligen Veranlagung des Pferdes, eine schonende und vernünftige Gymnastizierung. Gutes Dressurreiten macht ein Pferd stark, geschmeidig, fördert sowohl die Schub- als auch die Tragkraft. Darüber hinaus wird der natürlichen Schiefe entgegengewirkt, Koordination und Balance trainiert und das Pferd kann das Reitergewicht problemlos tragen. Das sind jedoch nur einige Aspekte.

Ich ertrage die vielen Kommentare von „Horsemanship-Leuten“ gegen das Dressurreiten manchmal gar nicht mehr. Nein, liebe Leute, am Knotenhalfter könnt ihr in der Regel keine korrekte Stellung und Biegung erarbeiten (auch nicht am Stallhalfter). Wie oft sehe ich hier Fotos von Pferden, die am Knotenhalfter regelrecht umgebogen werden, komplett verworfen im Genik. Auch das ständige Penetrieren mit dem Stick ist ja ebenfalls sehr beliebt. Die „sieben Spiele“ werden bis zum Abwinken wiederholt, die „Gäule“ trotten nach einer gewissen Zeit dann einfach vor sich hin. Ein Gebiss kommt nicht ins Pferdemaul und Sporen tragen eh nur die Tierquäler. Ein Hoch auf die Dogmen.

Wirkliches Horsemanship ist für mich die Basis, das wird auch so bleiben. Aber wenn der Grundstein gelegt ist, gilt es, das Pferd körperlich zu fordern und zu fördern und das geht meiner Meinung nach nur über eine dressurmäßige Ausbildung.

Und zu guter Letzt: Ich sehe wesentlich mehr gut gerittene, durchlässige, starke Dressurpferde als „Freizeitpferde“, die nach allen möglichen alternativen Horsemanship-Guru-Methoden ausgebildet sind und völlig schlaff und ohne jegliches Körpergefühl auf der Vorhand vor sich hin trotten.

Foto: Bin immer noch verliebt in ihn:)

14/05/2018

Aus einem ungestümen Jungburschen ist ein traumhaft tolles Pferd geworden. Ich kenne Tizian seit seinem dritten Lebensjahr und habe das große Glück, ihn immer noch begleiten zu dürfen. Wir hatten heute einen traumhaft schönen und langen Geländeritt und trotz einiger Schreckmonster ist er ruhig und gelassen geblieben und war für einen jungen Friesen, der erst das zweite Mal im Gelände war, ein toller Begleiter - und das in allen Gangarten.
Ich bin sehr dankbar!

06/05/2018

Da ich voraussichtlich ab Juli 2018 eine Woche im Monat im Ausland verbringen werde, suche ich für meinen Araber, der südlich von Berlin steht, eine Pflege- ggf. Reitbeteiligung. Du solltest natürlich volljährig und mobil sein. Alle weiteren Infos per PN. Anfragen bitte auch nur per PN.

02/04/2018

Die Ausreitsaison hat begonnen, nach ewigem Winter, Matsch und verletzungsbedingter Pause. Schritt, lange Trabsequenzen und ein traumhaft schöner Galopp. Ganz zum Schluss durfte natürlich das Klettern am Berg nicht fehlen. Pferd und Labbi sind jetzt müde.

27/03/2018

Was für ein schönes Wiedersehen. Gerade vom Ausritt zurück habe ich Katja von Garnier, die Regisseurin von Ostwind, nach langer Zeit wiedergesehen. Mit ihren beiden Pferden Pilgrim und Treah und ihrer liebenswerten Susanne. Gefehlt hast Du, Hanna😀

Photos 10/03/2018

In diesem Sinne Euch allen ein erstes schönes Frühlingswochenende :)

Man muss ja mit den neuen Entwicklungen mithalten.

17/02/2018

Schreckgespenst Pferdehänger – Verladen ist aber keine Zauberei

Das Verladen eines Pferdes stellt für viele Pferdebesitzer eine große Herausforderung dar. Schaut man dabei zu, weiß man oft nicht, ob man weinen oder lachen soll. Geht das vertrauensvolle, immer geliebte Seelenpferd nämlich nicht in den Hänger, gibt es diverse Hilfsmittel: Peitschen, Gerten, Longierleinen, Wedelinstrumente in verschiedenen Farben und Ausführungen, Stallbesen, Wasserpistolen und Bälle, die man auf die Hinterhand der Pferde wirft (ja, auch das habe ich schon gesehen) und das Verbinden der Augen scheint auch noch gang und gäbe zu sein. Und das, obwohl das Innere des Pferdehängers einer Feinschmeckerabteilung Konkurrenz machen könnte. Schüsseln mit Müsli, Hafer, Mash u.a. Möhren, Äpfel und Bananen werden auch gern aufgehangen bzw. von der Stallkollegin direkt vor die Pferdenase gehalten in der Hoffnung, das Pferd folgt diesen Versuchungen. Pferde werden auch sediert, aber selbst im Delirium bleiben manche wie angewurzelt stehen und fallen lieber um, statt den Hänger zu betreten.

Das vertrauensvolle Verladen eines Pferdes steht bei mir ganz oben auf der Tagesordnung. Ich habe weder Lust/Zeit/Nerven, in einer Situation, in der ich unter Druck stehe oder die für mein Pferd lebensbedrohlich sein kann, über den Hänger zu diskutieren. Never ever!

Wie sieht ein Verladen aber oft in der Praxis aus? Es gibt fünf Standard-Szenarien:

1. Pferd steht in gebührlichem Abstand (2m-4m) vor dem Hänger und glotzt. Nach rechts, nach links, nach hinten oder einfach nur stumpf vor sich hin. Was es nicht tut: sich dem Hänger auch nur noch einen Schritt nähern.
2. Pferd wird an den Hänger herangeführt und ab einer magischen Grenze der Annäherung, die von Pferd von Pferd unterschiedlich ist, springt es weg.
3. Pferd geht auf die Rampe. Aber nur mit zwei Hufen. Das macht doofe Geräusche und schon wird sicherheitshalber der Rückwärtsgang eingelegt. In diesem Fall noch moderat, in den Komfort-Abstand.
4. Pferd geht auf die Rampe, mit allen vier Hufen. Aber der Kopf bleibt draußen, komme da, was wolle. Fragt man für einen weiteren Schritt in Richtung Hängerinneres, wird verweigert, konsequent.
5. Pferd geht in den Hänger. Alle freuen sich, es wird gelobt, gestreichelt, gefüttert (von der Stallkollegin, die mit dem Pferd im Hänger steht). Aber wehe, man versucht, die Stange oder gar die Klappe zu schließen. Dann nämlich dämmert es dem Seelenpferd, das hier was ganz Blödes vor sich geht. Es ist dann in 0,1 Sekunden im Renngalopp, rückwärts natürlich.

Dabei ist das Verladen eines Pferdes gar keine Zauberei. Allerdings braucht man Geduld, und zwar mehr als das Pferd. Ich übe das Verladen in ganz kleinen Schritten:

1. Pferd macht sich mit dem Hänger VON AUSSEN vertraut, Klappe ist geschlossen (um den Hänger laufen, auf eine Radkappe eine Möhre legen, in unmittelbarer Nähe des Hängers grasen lassen).
2. Klappe öffnen, gleiches Szenario wie 1, ggf. auch mal eine Möhre oder einen Apfel auf die Rampe legen und das Pferd heranführen.
3. Betreten der Rampe mit einem oder zwei Vorderbeinen. Pferd wieder weg führen.
4. Betreten der Rampe, so dass das Pferd mit allen vier Beinen auf dem Hänger steht. Pferd wieder weg führen.
5. Pferd soll nun in den Hänger gehen und ca. 3 Sekunden stehen bleiben. Wichtig ist hierbei, dass ICH den Impuls zum Rückwärtstreten gebe, damit das Pferd wieder herauskommt. Pause!
6. Statt die Stange dann zu schließen, benutze ich ein robustes Seil. Wenn das Pferd im Hänger steht halte ich das Seil quer, damit das Pferd, sollte der Rückwärtsimpuls kommen, einen Widerstand spürt. Wird dieser Widerstand zu heftig, kann ich jederzeit loslassen. Pferde, die gelernt haben, auf stetigen Druck zu weichen, akzeptieren das aber sehr schnell. Dann, und erst dann, schließe ich die Klappe.

Alle Schritte sollten ruhig und an möglichst verschiedenen Tagen geübt werden, je mehr Wiederholungen, desto besser. Wichtig: Niemals bestrafen, sondern ruhig und konsequent die Sequenzen einfordern.

Ich bevorzuge, mein Pferd alleine verladen zu können, es gab in unseren gemeinsamen Jahren schon einige Situationen, in denen das Verladen schnell gehen musste und niemand zur Stelle war. Versucht also, seitlich neben dem Pferd zu stehen, damit es ohne eine weitere Person einsteigt.

In diesem Sinne: der Frühling naht, auch die Turnier- und Kurssaison. Und mit einer entsprechend guten Vorbereitung wird Euer Pferd ohne Stress einsteigen. Allerdings: niemals wirklich gerne, denn der Hänger ist und bleibt für das Fluchttier Pferd keine Komfortzone, sondern ein kleiner, enger Raum.

Falls Ihr dann doch Probleme habt, könnt Ihr mir gerne Anfragen für ein Hängertraining senden.

Darf nicht mit in den Hänger😀

Wollen Sie Ihr Service zum Top-Fitness-Studio in Berlin machen?

Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.

Lage

Kategorie

Telefon

Adresse


Berlin