Dr. Ulrich Georg Strauch

Dr. Ulrich Georg Strauch Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Dr. Ulrich Georg Strauch, Sport- und Fitnesstraining, Berlin.

04/10/2026

☝🏼Stürze sind kein Zufall, sie sind trainierbar.

❗️Ein vermeidbarer Sturz kann der Beginn einer fatalen Kaskade sein: Fraktur, Krankenhaus, Immobilität, rascher Muskelabbau, Verlust der Selbstständigkeit und bei einem relevanten Teil der älteren Betroffenen (bis zu 30 %) endet diese Entwicklung innerhalb eines Jahres tödlich.

👉🏼 Ein Sturz beginnt häufig lange vor dem eigentlichen Stolpern: mit nachlassender Muskelkraft, reduzierter Gleichgewichtsfähigkeit, verlangsamter Reaktionsgeschwindigkeit und einer eingeschränkten sensomotorischen Kontrolle.

👉🏼 Wirksame Sturzprophylaxe kombiniert deshalb Krafttraining, Balance-, Koordinations- und Reaktionstraining sowie funktionelle Alltagsbewegungen, denn Stabilität entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer physiologischer Systeme.

👉🏼 Besonders entscheidend ist die Muskulatur der unteren Extremitäten, da sie Brems-, Stütz- und Korrekturbewegungen in Sekundenbruchteilen ermöglicht. Gleichzeitig verbessert regelmäßiges Training die neuronale Ansteuerung und die propriozeptive Informationsverarbeitung.

🧠 Sportpsychologisch spielt zusätzlich die Sturzangst eine zentrale Rolle: Wer Angst vor dem Fallen entwickelt, bewegt sich oft unsicherer, reduziert seine Aktivität und verliert dadurch weitere körperliche Fähigkeiten – ein klassischer Teufelskreis.

👉🏼 Gezielt aufgebaute Selbstwirksamkeit, Bewegungserfahrung und dosierte Erfolgserlebnisse durchbrechen diese Spirale und stärken das Vertrauen in den eigenen Körper.
Sturzprophylaxe bedeutet deshalb weit mehr als Gleichgewichtsübungen. Sie ist ein evidenzbasierter Schutz von Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Wer nicht nur Stürze verhindern, sondern langfristig gesund altern möchte, sollte Sturzprophylaxe als festen Bestandteil eines modernen Kraft- und Gesundheitstrainings verstehen.

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Mein gestriger Rennrad - Everesting - Test am Brocken. Hier die Fakten.Hast Du Fragen oder Anmerkungen, dann kommentiere...
04/10/2026

Mein gestriger Rennrad - Everesting - Test am Brocken. Hier die Fakten.

Hast Du Fragen oder Anmerkungen, dann kommentiere gerne.

04/10/2026

☝🏼Ein simples Band mit Griffen oder eines der effizientesten Trainingsgeräte der letzten Jahrzehnte?

1️⃣ Sportphysiologie – Pro:Instabile Aufhängung → höhere Aktivierung der Rumpf- und Stabilisationsmuskulatur (EMG-Studien zeigen signifikant mehr Core-Recruitment als bei vielen Maschinenübungen).

2️⃣ Sportphysiologie – Contra:Hohe Stabilisationsanforderung kann die maximal mögliche Kraftproduktion limitieren → für reinen Hypertrophie- oder Maximalkraftreiz oft weniger optimal.

3️⃣ Trainingswissenschaft – Pro:Durch Körperwinkel frei skalierbare Belastung → gleiche Übung lässt sich vom Einsteiger bis zum Leistungssportler progressiv anpassen.

4️⃣ Trainingswissenschaft – Contra:Technikfehler entstehen schnell, weil Stabilität und Bewegung gleichzeitig kontrolliert werden müssen.

5️⃣ Sportpsychologie – Pro:Hohe wahrgenommene Autonomie und Übungsvielfalt steigern intrinsische Motivation und Trainingsadhärenz.

6️⃣ Sportpsychologie – Contra:Die hohe koordinative Komplexität kann bei Anfängern die Selbstwirksamkeit zunächst reduzieren.

💪🏼 Ein extrem vielseitiges Tool, wenn man versteht, wann und warum man es einsetzt.

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03/10/2026

Der VLOG dazu demnächst in meinem YT Kanal

03/10/2026

☝🏼Klimmzüge sind weit mehr als eine Muskelübung, sie sind auch ein Test deiner Selbstwirksamkeit.

👉🏼 Kaum eine Übung verbindet sportpsychologische und sportphysiologische Effekte so eindrucksvoll wie der Klimmzug. Aus sportpsychologischer Sicht stärkt jeder eigenständig bewältigte Klimmzug die Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, auch zukünftige Herausforderungen aus eigener Kompetenz erfolgreich meistern zu können. Genau diese Erfahrung gilt als zentraler Prädiktor für Selbstvertrauen, Motivation und langfristige Trainingsadhärenz.

👉🏼 Sportphysiologisch zählen Klimmzüge zu den anspruchsvollsten Eigengewichtsübungen, da nahezu die gesamte Körpermasse gegen die Schwerkraft bewegt und gleichzeitig über Schultergürtel und Rumpf hochgradig stabilisiert werden muss. Die hohe neuromuskuläre Koordinationsanforderung erklärt, warum viele daran zunächst scheitern und warum die Übung gleichzeitig einen außergewöhnlich hohen Trainingsreiz für Kraft, intermuskuläre Koordination und funktionelle Belastbarkeit setzt.

💪🏼 Klimmzüge lernt man jedoch nicht durch Wiederholen des Scheiterns, sondern durch eine systematisch aufgebaute methodische Progression. Genau darin liegt der Schlüssel zum Erfolg.

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02/10/2026

Sport darf kein Termin sein. Sport muss Teil deiner Identität werden.

Langfristige Trainingsadhärenz (Trainingstreue) entsteht nicht nur durch Disziplin, sondern auch dadurch, dass Bewegung in das eigene Selbstkonzept integriert wird.

Sportpsychologisch sprechen wir von Identitätskongruenz: „Ich muss trainieren“ verändert sich zunehmend zu „Ich bin jemand, der trainiert“.
Damit wird Sport ähnlich selbstverständlich wie Körperpflege, nicht täglich neu verhandelbar, sondern Bestandteil des Lebensstils.

Diese Identität zeigt sich auch außerhalb des Trainings: in Tagesplanung, Kleidung, Equipment, Ernährung und Regeneration.
Auch Nahrungsergänzung, Schlaf und andere Routinen können zu sichtbaren „Ankern“ dieses sportlichen Selbstbildes werden.

Das soziale Umfeld wirkt zusätzlich: Normen, Vorbilder und gemeinsame Aktivitäten können sportbezogenes Verhalten stabilisieren oder erschweren.
Entscheidend ist außerdem die Wofür-Frage: Welche persönliche Bedeutung hat Training für Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Autonomie oder Lebensqualität?
Je stärker Verhalten mit persönlichen Werten verbunden ist, desto weniger hängt seine Umsetzung ausschließlich von momentaner Motivation ab.

Aus einzelnen Trainingseinheiten entsteht so ein kohärenter Lifestyle, der Entscheidungen im Alltag strukturiert.
Für Trainer:innen und Therapeut:innen bedeutet das: nicht nur Trainingspläne vermitteln, sondern Identifikationsprozesse und passende Routinen fördern.
Denn nachhaltiges Training beginnt nicht erst im Gym, auf dem Rad oder beim Laufen.
Es beginnt mit der Antwort auf die Frage: Welche Rolle spielt Sport in meinem Leben und wer möchte ich dadurch sein?

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01/10/2026

☝🏼Wenn du Muskelaufbau wirklich verstehen willst, musst du aufhören, nur über Wiederholungen zu sprechen.

💪🏼 Muskelhypertrophie beginnt nicht im Spiegel, sondern auf Sarkomerebene: Mechanische Spannung deformiert Zytoskelett und Costamere, aktiviert Integrine und triggert die mTORC1-Signalkaskade, den zentralen Regulator der Muskelproteinsynthese.

👉🏼 Entscheidend ist dabei nicht nur die Last, sondern die effektive Rekrutierung hochschwelliger motorischer Einheiten und die Dauer, über die sie mechanischer Spannung ausgesetzt sind.

👉🏼 Mikrotraumata sind kein Selbstzweck. Exzessive Muskelschäden korrelieren nicht zwangsläufig mit mehr Hypertrophie, sie erhöhen zunächst den Reparaturbedarf.

👉🏼 Metabolischer Stress verändert dagegen Zellvolumen, Metabolitenakkumulation und Rekrutierungsmuster, wodurch ebenfalls anabole Signalwege moduliert werden.

👉🏼 Die eigentliche Anpassung entsteht durch die sukzessive Addition kontraktiler Proteine, Aktin und Myosin und damit neuer Sarkomere parallel zur bestehenden Struktur.

👉🏼 Trainingsvolumen, Intensität, Nähe zum Muskelversagen und Frequenz sind deshalb keine Dogmen, sondern Stellgrößen derselben biologischen Gleichung.

💪🏼 Muskelaufbau ist nicht nur eine Frage von Motivation, sondern auch von Wissen bzw. der Fähigkeit, molekulare Signalwege über Monate intelligent zu manipulieren.

❗️Das ist hier alles sehr nerdig geschrieben und zwar absichtlich. Mit Abstand die meisten werden hier nicht zu dieser Textstelle gelangen, da Social Media meistens NUR Unterhaltungsfunktion hat ABER es könnte MEHR ! Es soll zeigen, welche inhaltliche Kraft und effektive Folge Wissen hat. Natürlich ist es mein Job, es runter zu brechen und zu vereinfachen ABER das habe ich hier absichtlich nicht getan. Stell mir gerne Fragen dazu.

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01/10/2026

Der Krafttraining Kurs beantwortet dir alle wesentlichen Fragen zum Thema Muskelaufbau, sicheres & gesundes Muskeltraining & Krafttraining, ob es zum Ziel hat, gegen Osteoporose zu wirken oder für einen schönen Körper oder als Longevity Tool (Muskeln das größte und stärkste Longevity Organ) ist.

Dieser Kurs ist genau das richtige für dich. Schau ihn dir unbedingt mal an, er bringt dich voran!

30/09/2026

Warum fühlen sich schwere Grundübungen wie ein völlig anderes Training an?

Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken oder Langhantelrudern erzeugen hohe mechanische Spannung bei gleichzeitig großer beteiligter Muskelmasse.

Muskulär: Hohe Lasten rekrutieren früh hochschwellige motorische Einheiten und setzen starke Kraft- und Hypertrophiereize.

Neuronal: Hohe Anforderungen an Rekrutierung, Koordination und Kraftentwicklung erhöhen die neuromuskuläre Beanspruchung.

Energetisch: Einzelne schwere Sätze nutzen primär ATP/Kreatinphosphat, dass Gesamttraining erzeugt dennoch erheblichen Energie- und Regenerationsbedarf.

Knochen & Sehnen: Hohe mechanische Kräfte stimulieren bei adäquater Progression Anpassungen passiver Strukturen und des Knochengewebes.

Hormonal: Katecholamine sowie teils Testosteron und Wachstumshormon steigen akut, entscheidend für Anpassung bleibt jedoch der mechanische Trainingsreiz.

Psychologisch: Schwere Gewichte verlangen Fokus, Aktivierung, Selbstwirksamkeit und eine hohe Toleranz gegenüber Anstrengung.

Ermüdung: Große Muskelmasse plus hohe Lasten erzeugen starke periphere und neuromuskuläre Ermüdung, dass erklärt das typische „komplett leer“-Gefühl.

Hunger: Energieverbrauch und Regenerationsbedarf können anschließend den Appetit erhöhen, allerdings mit großen individuellen Unterschieden.

Leichtes Geräte-, Kleingeräte- oder Mattentraining bleibt wertvoll – etwa für Hypertrophie, lokale Ausdauer, Technik, Rehabilitation und Belastungssteuerung.

Schwere Grundübungen bündeln jedoch mechanische Spannung, hohe Kräfte, Muskelmasse und neuronale Anforderungen, extrem effektiv, aber entsprechend intelligent zu dosieren.

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