LTTC "Rot-Weiß" e.V. Berlin

LTTC "Rot-Weiß" e.V. Berlin

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"Rot-Weiß" – Wir leben Tennis! Der LTTC „Rot-Weiß“ e.V.

ist einer der ältesten und traditionsreichsten Tennis-Clubs der Welt und genießt auch international eine hohe Reputation. Unser Steffi-Graf-Stadion ist als herausragende Anlage für hochklassige und international besetzte Tennisturniere bekannt. Die idyllische Lage am Hundekehlesee, zahlreiche Innen- und Außenplätze, ein vielfältiges Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten und eine gepflegte Ga

19/07/2026

𝗠𝗶𝘁 𝗥𝘂̈𝗰𝗸𝗲𝗻𝘄𝗶𝗻𝗱 𝗶𝗻𝘀 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻-𝗗𝗲𝗿𝗯𝘆 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗧𝗖 𝟭𝟴𝟵𝟵 𝗕𝗹𝗮𝘂-𝗪𝗲𝗶𝘀𝘀

cg - Wer am Sonntag pünktlich um 21:00 Uhr das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien sehen wollte, konnte sich bei den 1. Herren des LTTC „Rot-Weiß“ bedanken. Die Berliner machten beim dritten Spieltag der 2. Bundesliga Nord gegen den Marienburger SV kurzen Prozess. Keine drei Stunden nach dem ersten Aufschlag waren sämtliche Einzel entschieden. Alle sechs gingen an den LTTC. Vor rund 250 Zuschauern an der Hundekehle stand damit frühzeitig fest: Der Tagessieg war perfekt. Und was für einer.

Schon beim Training unter der Woche war zu erkennen gewesen, dass die Mannschaft den Schwung aus dem 9:0-Erfolg in Suchsdorf mitnehmen wollte. Die Intensität stimmte, die Stimmung ebenfalls. Nun galt es, genau dieses Gefühl auf den Platz zu bringen. Das gelang eindrucksvoll.

Den schnellsten Auftritt des Tages legte Nino Ehrenschneider hin. Nicht einmal eine Stunde benötigte er, um Yannic Nittmann mit 6:0, 6:1 zu bezwingen. Lange deutete sogar alles auf die berühmte “Brille” hin. Ehrenschneider spielte druckvoll, bewegte seinen Gegner über den gesamten Platz und profitierte gleichzeitig von dessen hoher Fehlerquote. Die hoch abspringenden Bälle auf Platz 5 bereiteten dem Marienburger sichtbar Probleme. Ehrenschneider dagegen wirkte vom ersten Ballwechsel an so, als hätte er genau auf diesen Platz gewartet.

Auch Robert Strombachs ließ kaum Zweifel aufkommen. Gegen den Polen Piotr Matuszewski überzeugte er mit einem souveränen 6:1, 6:4. Kraftvoll im Aufschlag, sicher von der Grundlinie und jederzeit konzentriert präsentierte sich Strombachs in einer Verfassung, die Lust auf die kommenden Wochen macht.

Timo Stodder, Oriol Roca-Batalla und Alvaro Lopez San Martin reihten sich nahtlos in den starken Auftritt der Berliner ein. Alle drei gewannen ihre Einzel glatt in zwei Sätzen und ließen ihren Gegnern nur wenige Möglichkeiten, selbst das Spiel zu gestalten. "Rot-Weiß" dominierte die Begegnung nahezu nach Belieben.

Den einzigen echten Krimi des Tages lieferte Spitzenmann Radu Mihai Papoe. Nach einem 6:4 im ersten Satz schien beim Stand von 4:1 im zweiten Durchgang bereits alles entschieden. Doch sein Gegner John Sperle fand plötzlich seinen Rhythmus, spielte mutiger und drehte den Satz tatsächlich noch zu seinen Gunsten. Match-Tie-Break.

Noch vor einer Woche hätten bei den Berliner Fans vermutlich einige Erinnerungen an Oldenburg aufgeblitzt. Dort waren es ausgerechnet die Match-Tie-Breaks gewesen, die den möglichen Auswärtssieg kosteten. Doch inzwischen scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Schon in Suchsdorf entschied "Rot-Weiß" die engen Momente für sich. Und auch diesmal behielt Papoe die Ruhe. Mit einem überzeugenden 10:5 machte er den sechsten Einzelpunkt perfekt.

Nach den Einzeln leuchtete somit ein beeindruckendes 6:0 von der Anzeigetafel.

Während der Pause sorgte plötzlich ein ganz anderes Ereignis für Gesprächsstoff. Tiefe Bässe rollten über den Grunewald bis hinüber zur Hundekehle. Für einen Moment blickten viele Zuschauer irritiert in Richtung Olympiastadion. Dort lief zeitgleich das Lollapalooza-Festival. Getragen vom Westwind erreichten die Klänge selbst die Tennisanlage und lieferten einen ungewöhnlichen Soundtrack für einen Bundesliga-Nachmittag.

Kaum sollten die Doppel beginnen, meldete sich dann auch noch das Wetter. Ein kräftiger Regenschauer zog über die Anlage, deutlich früher als angekündigt. Die Plätze nahmen die dringend benötigte Abkühlung dankbar auf. Nach kurzer Unterbrechung zeigte sich wieder die Sonne und die Begegnung konnte fortgesetzt werden.

Im Doppel sicherten Robert Strombachs und Timo Stodder mit einer konzentrierten Leistung den siebten Berliner Punkt. Papoe und Ehrenschneider sowie Roca-Batalla und Lopez San Martin mussten sich dagegen ihren Gegnern geschlagen geben. Kurz bevor der nächste Regenschauer einsetzte, war der dritte Spieltag beendet.

Endstand: 7:2 für den LTTC „Rot-Weiß“.

Mit zwei Siegen aus den vergangenen beiden Begegnungen haben die Berliner nicht nur die Auftaktniederlage in Oldenburg eindrucksvoll verarbeitet. Vor allem die Art und Weise macht Mut. Das Team wirkt geschlossen, tritt selbstbewusst auf und entwickelt zunehmend den Zusammenhalt, der in einer langen Bundesligasaison oft den entscheidenden Unterschied ausmacht.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Freitag, dem 24. Juli 2026, wartet das erste Berliner Derby der Saison. Auswärts geht es zum TC 1899 Blau-Weiss. Mehr Derby geht kaum und erfahrungsgemäß entwickeln diese Begegnungen ihre ganz eigene Dynamik.

Wer sich davon überzeugen möchte, wie stark sich die 1. Herren derzeit präsentieren, sollte sich schon jetzt den nächsten Heimspieltermin vormerken. Die Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich Bundesliga-Tennis derzeit mehr denn je lohnt.

17/07/2026

𝗡𝗲𝘂𝗻 𝗠𝗮𝘁𝗰𝗵𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲 𝗮𝘂𝘀𝘄𝗮̈𝗿𝘁𝘀 𝗳𝘂̈𝗿 "𝗥𝗼𝘁-𝗪𝗲𝗶ß"

cg - Nach dem unglücklichen Saisonauftakt in Oldenburg war die Richtung klar. Nicht lange hadern, sondern nach vorne schauen. Genau diesen Eindruck vermittelte die Mannschaft der 1. Herren des LTTC „Rot-Weiß“ schon wenige Tage später beim Training an der Hundekehle. Wer am Mittwoch einen Blick auf die Plätze warf, konnte förmlich spüren, dass sich hier etwas aufgebaut hatte. Hohe Intensität, druckvolle Schläge, jede Menge Tempo und vor allem ein Team, das sichtbar Lust auf die nächste Aufgabe hatte. Es wirkte nicht wie eine Mannschaft, die gerade eine knappe Niederlage verdauen musste, sondern wie eine, die unbedingt die passende Antwort geben wollte.

Diese Antwort folgte am Freitag beim Suchsdorfer SV. Und wie.

Für die Fans in Berlin begann der Spieltag zunächst etwas ungewöhnlich. Im Livescore tauchten lediglich zwei laufende Begegnungen auf. Hatte der Regen wieder zugeschlagen? Musste in die Halle gewechselt werden? Die Auflösung kam wenig später von Mannschaftskapitän Timo Taplick. Vor Ort standen lediglich zwei Stuhlschiedsrichter zur Verfügung. Um den Zeitplan nicht völlig aus dem Ruder laufen zu lassen, verständigten sich beide Mannschaften darauf, jeweils ein drittes Match ohne Stuhlschiedsrichter und im Fair-Play-Modus auszutragen. Eine pragmatische Lösung, die dem sportlichen Niveau der Begegnung keinen Abbruch tat.

Auf dem Platz ließ "Rot-Weiß" anschließend kaum Zweifel daran, wer diesen Spieltag gewinnen wollte.

Radu Mihai Papoe, Robert Strombachs, Timo Stodder und Alvaro Lopez San Martin erledigten ihre Aufgaben souverän und brachten ihre Einzel jeweils in zwei Sätzen nach Hause. Besonders erfreulich war dabei die Sicherheit, mit der die Berliner auftraten. Nach der knappen Auftaktniederlage wirkte das Team gefestigt, konzentriert und jederzeit Herr der Lage.

Etwas mehr Spannung gönnten Oriol Roca-Batalla und Nino Ehrenschneider den Zuschauern. Beide mussten über den Match-Tie-Break gehen. Noch eine Woche zuvor hatte genau diese Disziplin den Berlinern mehrfach den Spieltag gekostet. Diesmal war alles anders. Beide behielten in den entscheidenden Momenten die Nerven und brachten ihre Matches nach Hause.

Damit stand bereits nach den Einzeln ein beeindruckendes 6:0 auf der Anzeigetafel.

Wer nun glaubte, Rot-Weiß würde einen Gang zurückschalten, sah sich getäuscht. Auch in den Doppeln blieb die Mannschaft hochkonzentriert. Roca-Batalla und Lopez San Martin, Papoe und Ehrenschneider sowie Strombach und Lyapshin ließen nichts mehr anbrennen. Zwar mussten Strombachs und Lyapshin im ersten Satz den Umweg über den Tie-Break nehmen, doch diesen entschieden sie mit einem souveränen 7:6(2) für sich. Die übrigen Sätze gingen jeweils mit 6:4 an den LTTC.

Am Ende stand ein Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit nur selten auf der Anzeigetafel erscheint.

9:0 für den LTTC „Rot-Weiß“.

Nach der bitteren 4:5-Niederlage zum Saisonauftakt war das genau die Reaktion, die sich Mannschaft und Trainerteam erhofft hatten. Noch wichtiger als das Ergebnis selbst war allerdings die Art und Weise, wie dieser Erfolg zustande kam. Geschlossen als Mannschaft, konzentriert bis zum letzten Ballwechsel und mit einer Spielfreude, die schon beim Training in Berlin zu erkennen gewesen war.

Mit diesem Rückenwind kehrt das Team nun an die Hundekehle zurück. Dort wartet am Sonntag, dem 19. Juli 2026, ab 11:00 Uhr das erste Heimspiel der Saison gegen den Marienburger SV. Die Gäste reisen nach zwei Niederlagen ebenfalls mit großem Erfolgsdruck nach Berlin. Alles spricht also für einen spannenden Bundesliga-Spieltag.

Deshalb gilt diesmal mehr denn je: Smartphone beiseitelegen, den Livescore schließen und Tennis dort erleben, wo er am meisten begeistert. Direkt am Spielfeldrand.

Unsere Mannschaft freut sich auf Ihre Unterstützung. Seien Sie dabei, wenn die Bundesliga zurück an die Hundekehle kommt.

13/07/2026

𝗗𝗶𝗲 𝗠𝗮𝘁𝗰𝗵-𝗧𝗶𝗲-𝗕𝗿𝗲𝗮𝗸𝘀 𝘄𝗼𝗹𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻

cg - Die neue Saison in der 2. Bundesliga Nord der Herren ist eröffnet. Für die 1. Herren des LTTC „Rot-Weiß“ führte die erste Reise des Jahres zum OX Tennis Oldenburg. Rund 500 Zuschauer sorgten dort für einen stimmungsvollen Rahmen und bekamen vom ersten Ballwechsel an genau das zu sehen, was Bundesliga-Tennis auszeichnet. Enge Matches, lange Ballwechsel und eine Begegnung, die bis in die letzten Entscheidungen offenblieb.

Schon früh zeigte sich, dass die Bedingungen den Gastgebern in die Karten spielten. Die Plätze entwickelten ein flaches Absprungverhalten, das den Gästen aus Berlin das Leben alles andere als leicht machte. Immer wieder mussten die Rot-Weißen tief in die Knie gehen, um Druck in ihre Schläge zu bringen. Es war Tennis, das viel Geduld und noch mehr Laufarbeit verlangte.

Oriol Roca-Batalla bekam es mit dem erfahrenen Stefan Seifert zu tun. Wer dachte, Erfahrung lasse sich mit Tempo einfach aushebeln, wurde schnell eines Besseren belehrt. Seifert spielte äußerst clever, variierte geschickt und zwang Roca-Batalla immer wieder zu schwierigen Schlägen. Der erste Satz ging mit 7:5 an den Oldenburger. Auch im zweiten Durchgang blieb das Match bis zum letzten Punkt offen. Erst der Tie-Break brachte die Entscheidung zugunsten des Gastgebers.

Nicht weniger dramatisch verlief die Begegnung von Nino Ehrenschneider gegen Alexander Meyer. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich der Berliner eindrucksvoll zurück, holte sich den zweiten Durchgang und erzwang den Match-Tie-Break. Genau dort zeigte sich an diesem Nachmittag jedoch das kleine Quäntchen Glück, das dem LTTC immer wieder fehlte. Ehrenschneider musste sich denkbar knapp geschlagen geben.

Ein ähnliches Drehbuch schrieb wenig später das Match von Robert Strombachs gegen Michel Dornbusch. Nach einem 4:6 im ersten Satz drehte Strombachs die Partie eindrucksvoll, glich mit einem 6:4 aus und brachte das Match ebenfalls in den entscheidenden Match-Tie-Break. Doch auch diesmal blieb der letzte Punkt in Oldenburg. Bereits zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass dieser Spieltag weniger durch große Unterschiede als vielmehr durch Kleinigkeiten entschieden werden würde.

Für die Berliner Gegenpunkte sorgten Hynek Barton, Alvaro Lopez San Martin und Timo Stodder. Besonders Stodder bestätigte einmal mehr seine Rolle als verlässliche Größe im Team. Ruhig, konzentriert und mit der nötigen Souveränität brachte er seinen Matchpunkt sicher nach Hause. Nach sechs Einzeln stand damit ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Alles war noch möglich.

Bemerkenswert war dabei eine Zahl, die den gesamten Spieltag treffend beschreibt. Insgesamt fünf Matches wurden erst im Match-Tie-Break entschieden. Nur eines davon ging an den LTTC „Rot-Weiß“. Genau darin lag letztlich der Unterschied zwischen einem gelungenen Saisonauftakt und einer knappen Niederlage.

Auch in den Doppeln blieb es spannend. Roca-Batalla und Strombachs zeigten eine starke Leistung und gewannen ihr Match mit 7:5, 6:4. Es war gleichzeitig die einzige Begegnung des gesamten Doppeldurchgangs, die nicht erst im Match-Tie-Break entschieden wurde. Die beiden anderen Berliner Doppel kämpften bis zum Schluss, mussten sich jedoch jeweils erst in der entscheidenden Verlängerung geschlagen geben.

So stand am Ende ein 4:5 auf dem Spielberichtsbogen. Ein Ergebnis, das sich zunächst etwas bitter anfühlt. Gleichzeitig war diese Begegnung aber auch ein Fingerzeig dafür, wie eng die 2. Bundesliga Nord in diesem Jahr wieder werden dürfte. Es fehlte nicht an Qualität, nicht an Einsatz und schon gar nicht am Teamgeist. Vielmehr waren es einige wenige Punkte in den entscheidenden Momenten, die den Ausschlag zugunsten der Gastgeber gaben.

Trotz der Auftaktniederlage rangiert der LTTC „Rot-Weiß“ aufgrund der gewonnenen Sätze und Spiele auf Tabellenplatz sechs. Nach einem einzigen Spieltag besitzt diese Momentaufnahme allerdings nur wenig Aussagekraft. Die Saison ist noch jung und wirkliche Tendenzen lassen sich daraus noch nicht ableiten.

Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Freitag. Dann geht es erneut auswärts zum Suchsdorfer SV. Anschließend kehrt die Bundesliga endlich wieder an die Hundekehle zurück. Am Sonntag, dem 19. Juli 2026, empfängt der LTTC „Rot-Weiß“ ab 11:00 Uhr den Marienburger SC zum ersten Heimspiel der Saison.

Spätestens dann heißt es wieder: Livescore schließen, auf den Tennisplatz kommen und Bundesliga-Tennis dort erleben, wo es am meisten Spaß macht. Direkt am Spielfeldrand.

22/06/2026

Zugabe auf Rasen - Linda Noskova macht das Berliner Tennis-Märchen perfekt

cg - Eigentlich war am Sonntag schon alles erzählt. Die Siegerin im Einzel stand fest, der Centre Court hatte seine letzte große Siegerehrung erlebt und viele Zuschauer waren bereits mit dem Gefühl nach Hause gefahren, eine außergewöhnliche Tenniswoche erlebt zu haben. Doch Berlin hatte noch einen kleinen Nachschlag parat. Weil das Wetter am Wochenende den Zeitplan gehörig durcheinandergewirbelt hatte, bekam die VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 einen ungeplanten Bonus-Tag. Am Montag öffneten sich die Tore des Steffi-Graf-Stadions noch einmal – bei freiem Eintritt und mit einer besonderen Geschichte, die auf ihre Vollendung wartete.

Im Mittelpunkt stand erneut Linda Noskova. Gerade einmal wenige Stunden zuvor hatte die 21-jährige Tschechin mit ihrem Finalsieg gegen Jessica Pegula den größten Einzelerfolg ihrer bisherigen Karriere gefeiert. Viel Zeit zum Genießen blieb allerdings nicht. Der Pokal war kaum abgestellt, da wartete bereits die nächste Aufgabe. Gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Ekaterina Alexandrova musste zunächst das am Samstag wegen Dunkelheit unterbrochene Halbfinale gegen Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason beendet werden.

Beim Stand von 6:3 und 3:3 war die Partie zwei Tage zuvor unterbrochen worden. Auch der verregnete Sonntag hatte keine Fortsetzung zugelassen. Nun ging es am Montagmorgen genau dort weiter, wo das Match geendet hatte – und beide Teams schenkten sich weiterhin keinen Zentimeter. Aufschlag um Aufschlag wanderte auf die Anzeigetafel, Alexandrova und Noskova mussten gleich drei Satzbälle abwehren, ehe schließlich der Tiebreak die Entscheidung brachte. Dort behielten die beiden die Nerven und machten mit einem 7:6(7) den Finaleinzug perfekt.

Viel Zeit zum Durchatmen blieb erneut nicht. Nur wenig später wartete bereits das Endspiel gegen Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez. Vor allem Sara Errani gehört seit Jahren zur Weltspitze im Doppel. Sie gewann sowohl im Damen- als auch im Mixed-Doppel Grand-Slam-Titel, vollendete den seltenen Karriere-Grand-Slam und holte 2024 gemeinsam mit Jasmine Paolini die olympische Goldmedaille in Paris. Bereits im vergangenen Jahr stand sie in Berlin im Doppel-Finale. Erfahrung und Routine trafen somit auf jugendliche Dynamik – eine reizvolle Konstellation für den Abschluss der Turnierwoche.

Von Beginn an gaben jedoch Alexandrova und Noskova den Ton an. Noskovas druckvolle Aufschläge sorgten immer wieder für freie Punkte, während Alexandrova von der Grundlinie nahezu fehlerlos agierte. Ein frühes Break brachte die Führung, ein weiteres wenig später die Vorentscheidung. Mit 6:2 ging der erste Satz verdient an das tschechisch-russische Duo.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Niveau hoch. Zwar mussten Alexandrova und Noskova früh einen Aufschlagverlust hinnehmen, antworteten jedoch sofort mit dem Re-Break. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, ehe sich die Favoritinnen im entscheidenden Moment erneut steigerten. Das Break zum 4:3 ebnete den Weg zum Titel. Wenig später verwandelten sie ihren ersten Matchball zum 6:2, 6:4 und machten damit das Berliner Double perfekt.

Für Linda Noskova endet damit eine Turnierwoche, wie sie sich wohl selbst kaum hätte schöner ausmalen können. Ohne Satzverlust marschierte sie durch das Einzelturnier, gewann anschließend auch noch den Doppelwettbewerb und verlässt Berlin mit gleich zwei Siegerpokalen. Spätestens nach dieser Woche dürfte ihr Name auf den Zetteln der Favoritinnen für Wimbledon noch ein gutes Stück weiter nach oben gerückt sein.

Mit dem letzten Ballwechsel endete zugleich eine intensive Turnierwoche am Hundekehlesee. Nun beginnt auf der Anlage des LTTC „Rot-Weiß“ die Arbeit hinter den Kulissen. Tribünen werden abgebaut, Kabel verschwinden, Werbebanden werden verladen und aus der großen Tennisarena entsteht Schritt für Schritt wieder die vertraute Clubanlage. Nach den heftigen Regenfällen vom Sonntag werden auch die Rasen- und Sandplätze umfangreich überprüft und aufbereitet. Erst danach können sie nach und nach wieder für den Spielbetrieb freigegeben werden.

Und so kehrt langsam wieder Ruhe ein am Hundekehlesee. Wo in den vergangenen Tagen Weltklassespielerinnen, Ballkinder, Volunteers und Tausende Tennisfans das Bild bestimmten, werden bald wieder Clubmitglieder ihre ersten Aufschläge schlagen. Das WTA-Turnier 2026 ist Geschichte. Die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Tenniswoche bleibt.

Und weil nach dem Turnier bekanntlich vor dem Turnier ist, läuft der Vorverkauf für die VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2027 bereits. Vom 12. bis 20. Juni 2027 wird Berlin erneut zum Treffpunkt der Tenniswelt. Bis dahin übernimmt auf der Anlage wieder der Alltag – zumindest bis zum nächsten ersten Aufschlag.

21/06/2026

𝗔𝗹𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗶𝗺𝗺𝗲𝗹 𝗱𝗮𝘀 𝗙𝗶𝗻𝗮𝗹𝗲 𝘀𝘁𝗼𝗽𝗽𝘁𝗲 - 𝗡𝗼𝘀𝗸𝗼𝘃𝗮 𝗸𝗿𝗼̈𝗻𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗱𝗲𝗻𝗸𝘄𝘂̈𝗿𝗱𝗶𝗴𝗲 𝗧𝘂𝗿𝗻𝗶𝗲𝗿𝘄𝗼𝗰𝗵𝗲

cg - Eigentlich hätte um Punkt 12:00 Uhr das Finale der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 beginnen sollen. Die Zuschauer strömten auf die Anlage des LTTC „Rot-Weiß“, die Kamerateams standen bereit und auf dem Centre Court warteten zwei Spielerinnen auf den Höhepunkt einer außergewöhnlichen Turnierwoche. Doch an diesem Sonntag schrieb zunächst nicht der Tennissport die Schlagzeilen – sondern das Wetter.

Binnen weniger Minuten verdunkelte sich der Himmel über dem Grunewald. Heftiger Starkregen setzte ein, begleitet von kräftigen Windböen. Rund 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Stunde gingen auf die Anlage nieder. Wege verwandelten sich in kleine Wasserläufe, der Centre Court verschwand unter seinen Planen und an Tennis war plötzlich nicht mehr zu denken.

Aus Sicherheitsgründen musste das gesamte Turniergelände geräumt werden. Gemeinsam mit der Berliner Polizei wurde der Auerbachtunnel kurzerhand zum sicheren Zufluchtsort für Hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, ob an diesem Tag überhaupt noch ein Finale stattfinden würde.

Während draußen der Regen auf die Planen trommelte, begann hinter den Kulissen ein Wettlauf gegen die Zeit. Greenkeeper, Technikteams, Volunteers und zahlreiche Helfer arbeiteten Hand in Hand, beseitigten Wassermassen, kontrollierten Wege und bereiteten die Anlage Stück für Stück wieder auf den Spielbetrieb vor.

Als sich gegen 17:57 Uhr schließlich die großen Planen vom Centre Court lösten, brandete im Steffi-Graf-Stadion zum ersten Mal an diesem Tag lauter Applaus auf. Diesmal galt er nicht den Finalistinnen, sondern den vielen Helferinnen und Helfern, die stundenlang dafür gearbeitet hatten, dass überhaupt noch Tennis gespielt werden konnte. Es war einer dieser seltenen Momente, in denen das Publikum den Menschen hinter den Kulissen die Bühne überließ.

Wenig später konnte das Finale endlich beginnen.

Jessica Pegula, Turniersiegerin von 2024 und erneut eine der konstantesten Spielerinnen der Woche, traf auf Linda Noskova. Die junge Tschechin hatte bis dahin keinen einzigen Satz abgegeben und sich mit druckvollem Grundlinientennis sowie einem starken Aufschlag in beeindruckender Form präsentiert. Beide hatten sich ihren Platz im Endspiel auf ganz unterschiedliche Weise verdient – Pegula mit Erfahrung und großer Konstanz, Noskova mit jugendlicher Unbekümmertheit und bemerkenswerter Konsequenz.

Den besseren Start erwischte die Tschechin. Mit ihrem kraftvollen Service und mutigen ersten Schlägen setzte sie Pegula sofort unter Druck und zog schnell auf 3:0 davon. Die Amerikanerin kämpfte sich zwar eindrucksvoll zurück, doch Noskova blieb ruhig, nahm Pegula im entscheidenden Moment erneut den Aufschlag ab und sicherte sich den ersten Satz mit 6:4.

Auch der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem hochklassigen Finale. Diesmal gelang Pegula das entscheidende Break zum 4:3. Die Amerikanerin spielte nun aggressiver, nutzte ihre Chancen konsequent und stellte mit einem 6:4 den Satzausgleich her. Das Finale war wieder völlig offen.

Im entscheidenden dritten Satz zeigte sich jedoch, warum Linda Noskova in dieser Woche als vielleicht kompletteste Spielerin des gesamten Turniers aufgetreten war. Früh gelang ihr erneut das Break, ihr Aufschlag funktionierte weiterhin nahezu fehlerfrei und immer wieder setzte sie Pegula mit druckvollen Schlägen von der Grundlinie unter Zugzwang. Zwar wehrte die Amerikanerin noch einen Matchball ab, doch wenig später verwandelte Noskova ihre zweite Chance zum 6:3 und ließ anschließend alle Emotionen heraus.

Mit gerade einmal 21 Jahren gewann Linda Noskova damit den bislang größten Titel ihrer Karriere. Eine Turnierwoche ohne Satzverlust fand ihren verdienten Höhepunkt. Wer Renata Zarazua, Diane Parry, Paula Badosa, Alexandra Eala und schließlich Jessica Pegula schlägt, darf sich vollkommen verdient Siegerin der Berlin Tennis Open nennen.

Doch für die Tschechin ist die Arbeit noch nicht beendet. Bereits am Montag kehrt sie auf den Centre Court zurück. Gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Ekaterina Alexandrova wird zunächst das am Samstag wegen Dunkelheit unterbrochene Halbfinale gegen Ulrikke Eikeri und Quinn Gleason fortgesetzt. Im Erfolgsfall wartet anschließend direkt das Doppel-Finale gegen Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez. Aus einem Einzeltitel könnte also innerhalb von nur 24 Stunden sogar noch ein Berliner Double werden.

Turnierdirektor Markus Zoecke fand nach diesem außergewöhnlichen Finaltag vor allem Worte des Dankes. Sein Dank galt den Zuschauerinnen und Zuschauern, die trotz der stundenlangen Unterbrechung zurückkehrten, ebenso wie den zahlreichen Volunteers, Ballkindern, Greenkeepern, Partnern, Sponsoren und allen Mitarbeitenden, die dieses Turnier überhaupt möglich gemacht haben. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für jene Besucher, die nach der zwischenzeitlichen Räumung enttäuscht den Heimweg antreten mussten. Sicherheit gehe immer vor, betonte Zoecke – und genau deshalb sei die Entscheidung alternativlos gewesen.

Wer den Finaltag am Sonntag verpasst hat, bekommt am Montag noch einmal die Gelegenheit, Weltklasse-Tennis am Hundekehlesee zu erleben. Ab 11:00 Uhr wird zunächst das unterbrochene Doppel-Halbfinale fortgesetzt. Anschließend folgt das Endspiel der Doppelkonkurrenz – bei freiem Eintritt für alle Tennisfans.

Vielleicht ist das sogar ein passender Abschluss für diese besondere Turnierwoche. Denn die Berlin Tennis Open 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, dass große Geschichten nicht immer nur auf der Anzeigetafel entstehen. Manchmal sind es der Regen, die Geduld eines Publikums, der Applaus für die Helfer oder der Mut einer 21-jährigen Tschechin, die ein Turnier unvergesslich machen.


𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮𝗻 𝗠𝗼𝗻𝘁𝗮𝗴 𝟮𝟮. 𝗝𝘂𝗻𝗶 𝟮𝟬𝟮𝟲

STEFFI GRAF STADION beginnt um 11:00 Uhr - EIntritt ist frei
[63 *33 TBF] E. Alexandrova / L. Noskova (CZE) vs U. Eikeri (NOR) / Q. Gleason (USA)
After suitable rest [3] S. Errani (ITA) / N. Melichar-Martinez (USA) vs E. Alexandrova / L. Noskova (CZE) OR U. Eikeri (NOR) / Q. Gleason (USA)

20/06/2026

𝗦𝗮𝗯𝗮𝗹𝗲𝗻𝗸𝗮 𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝘁 - 𝗘𝗮𝗹𝗮 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱𝗲𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵: 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻 𝗯𝗲𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁 𝘀𝗲𝗶𝗻 𝗧𝗿𝗮𝘂𝗺𝗳𝗶𝗻𝗮𝗹𝗲

cg - Als der letzte Ball des Tages gespielt war, hatte das Berliner Publikum gleich zwei Geschichten verabschiedet. Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka wird auch 2026 keinen Rasentitel in Berlin gewinnen. Und Alexandra Eala, die Überraschungsspielerin dieser Turnierwoche, musste ihren Traum vom Finale begraben. Übrig bleiben Jessica Pegula und Linda Noskova – zwei Spielerinnen, die sich ihren Platz im Endspiel der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 mit beeindruckender Konstanz und starken Leistungen verdient haben.

Schon das erste Halbfinale hielt, was die Paarung versprach. Jessica Pegula und Aryna Sabalenka lieferten sich über mehr als zwei Stunden einen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Sabalenka war als Weltranglistenerste erneut als Favoritin ins Match gegangen und wollte endlich ihren ersten Rasentitel feiern. Doch Pegula zeigte einmal mehr, warum sie seit Jahren zu den konstantesten Spielerinnen der Tour gehört.

Mit einem frühen Break setzte sich die Amerikanerin im ersten Satz entscheidend ab und brachte ihren Vorsprung zum 6:4 souverän ins Ziel. Sabalenka antwortete im zweiten Durchgang eindrucksvoll, erspielte sich eine deutliche Führung und schien das Match wieder unter Kontrolle zu bringen. Pegula kämpfte sich jedoch noch einmal zurück, glich zum 6:6 aus, ehe ausgerechnet eine Regenunterbrechung den Rhythmus des Spiels unterbrach. Nach der kurzen Pause behielt Sabalenka im Tiebreak die Nerven und erzwang den dritten Satz.

Was anschließend folgte, überraschte selbst viele Experten. Pegula spielte nahezu fehlerlos, traf ihre Grundschläge mit beeindruckender Präzision und ließ Sabalenka kaum noch Luft zum Atmen. Die Weltranglistenerste fand überhaupt nicht mehr zu ihrem Spiel, während Pegula Punkt um Punkt davonzog. Nach 2:16 Stunden verwandelte die Amerikanerin ihren dritten Matchball zum 6:4, 6:7, 6:0 und beendete damit erneut Sabalenkas Traum vom ersten Berliner Rasentitel.

Nach einer kurzen Verschnaufpause richteten sich alle Blicke auf das zweite Halbfinale. Alexandra Eala hatte sich in den vergangenen Tagen mit ihren Erfolgen über Donna Vekic, Elena Rybakina und Elina Svitolina in die Herzen der Berliner Tennisfans gespielt. Die junge Philippinin war längst mehr als nur eine Wildcard-Spielerin – sie war zur Entdeckung dieser Turnierwoche geworden.

Mit Linda Noskova wartete allerdings eine Gegnerin, die sich bislang ebenfalls nahezu fehlerfrei durch das Turnier gespielt hatte. Die Tschechin erwischte den besseren Start, setzte Eala mit druckvollen Grundschlägen sofort unter Druck und holte sich den ersten Satz nach nur 29 Minuten mit 6:2. Zwar kämpfte sich Eala im zweiten Durchgang nach einem frühen Rückstand eindrucksvoll zurück und drehte zwischenzeitlich den Satz zu einer 4:3-Führung, doch Noskova blieb bemerkenswert ruhig. Die 21-Jährige nutzte ihre Chancen konsequent, profitierte zudem davon, dass Eala mit einem bandagierten linken Arm sichtbar eingeschränkt war, und machte nach nur 69 Minuten mit 6:2, 6:4 den Finaleinzug perfekt.

Mit großem Applaus verabschiedete das Berliner Publikum seine neue Lieblingsspielerin. Auch wenn der Traum vom Titel an diesem Nachmittag endete, dürfte Alexandra Eala viele neue Fans gewonnen haben. Kaum eine Spielerin hat diese Turnierwoche so geprägt wie die junge Philippinin.

Während auf dem Centre Court um den Einzug ins Finale gekämpft wurde, lief am Rand des Geschehens nahezu lautlos eine kleine Choreografie ab, die vielen Besucherinnen und Besuchern vermutlich erst auf den zweiten Blick auffiel. Acht Ballkinder bewegten sich über den Rasen, sprinteten zu den Bällen, rollten sie blitzschnell zur richtigen Seite oder reichten sie den Spielerinnen mit einer Selbstverständlichkeit, als würden sie dies schon seit Jahren gemeinsam machen. Tatsächlich steckt hinter dieser scheinbaren Leichtigkeit eine intensive Vorbereitung. Rund 60 Ballkinder wurden bereits Wochen vor Turnierbeginn gecastet und an mehreren Trainingstagen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Selbst der Wechsel nach jedem Satz folgt einer exakt einstudierten Choreografie und erinnert fast an ein kleines Ballett auf dem Rasen.

Und wenn die Kinder einmal Pause haben? Dann wird es hinter den Kulissen erstaunlich kreativ. In ihrem Aufenthaltsraum wird gemeinsam gegessen, getrunken oder einfach gespielt. Dauert eine Regenunterbrechung einmal länger, organisieren die Betreuerinnen kurzerhand eine Runde Stadt-Land-Fluss. Andere bauen mit einer Sitzbank ein improvisiertes Tennisnetz auf, greifen zu den Schuhkartons ihrer neuen Fila-Schuhe und spielen damit Tennis. Auch solche kleinen Geschichten gehören zu einer Turnierwoche dazu – und machen sie für viele der jungen Ballkinder zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Auch in der Doppelkonkurrenz fielen am Samstag die letzten Entscheidungen. Das erfahrene Duo Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez zog mit einem souveränen Zweisatzsieg gegen Asia Muhammad und F***y Stollar ins Endspiel ein. Das zweite Halbfinale zwischen Ekaterina Alexandrova/Linda Noskova und Ulrikke Eikeri/Quinn Gleason musste dagegen beim Stand von 6:3, 3:3 wegen der fortgeschrittenen Zeit unterbrochen werden und wird am Finaltag fortgesetzt.

Der Finalsonntag verspricht damit noch einmal Tennis auf höchstem Niveau. Um 12:00 Uhr eröffnen Jessica Pegula und Linda Noskova mit dem Einzel-Finale den letzten Turniertag. Direkt im Anschluss wird die Siegerin der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 geehrt, bevor nach einer angemessenen Pause zunächst das noch ausstehende Doppel-Halbfinale fortgesetzt wird. Sollte sich Linda Noskova gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova dort durchsetzen, würde sie wenig später sogar noch um den Doppeltitel spielen. Für die junge Tschechin könnte es damit ein außergewöhnlicher Finaltag mit gleich zwei Titelchancen werden.

Nicht nur bei den Profis wird am Sonntag um einen Titel gespielt. Bereits um 10:30 Uhr beginnt auf Court 2 das Finale der Berlin Tennis Open Juniors by FILA und TVBB. Acht talentierte Spielerinnen der Altersklassen U13 und U14 haben am Samstag ihre Halbfinalpartien bestritten und dabei ein Erlebnis genossen, das sie so schnell nicht vergessen werden. Einmal dort aufschlagen, wo wenige Meter weiter die Weltelite des Damentennis um den Turniersieg kämpft – und das auch noch auf Rasen. Für die meisten der Nachwuchsspielerinnen war dieser Belag völliges Neuland. Entsprechend groß war die Aufregung vor dem ersten Ballwechsel. Doch spätestens mit dem Betreten des Courts fühlte es sich fast wie bei den Profis an: Eine große Anzeigetafel mit den Namen der Spielerinnen, ein offizieller Stuhlschiedsrichter und die besondere Atmosphäre eines WTA-500-Turniers sorgten für Gänsehautmomente. Wer weiß – vielleicht schlägt hier gerade eine der Spielerinnen auf, die in einigen Jahren selbst im Steffi-Graf-Stadion um den Titel kämpfen wird. Einen schöneren Abschluss dieser Berliner Tenniswoche könnte es kaum geben.


𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝗽𝗹𝗮𝗻 𝗦𝗼𝗻𝗻𝘁𝗮𝗴 𝟮𝟭. 𝗝𝘂𝗻𝗶 𝟮𝟬𝟮𝟲

STEFFI GRAF STADION beginnt um 12:00 Uhr
[3] J. Pegula (USA) vs [8] L. Noskova (CZE)
SINGLES TROPHY PRESENTATION
After suitable rest[63 *33 TBF] E. Alexandrova / L. Noskova (CZE) vs U. Eikeri (NOR) / Q. Gleason (USA)
After suitable rest [3] S. Errani (ITA) / N. Melichar-Martinez (USA) vs E. Alexandrova / L. Noskova (CZE) OR U. Eikeri (NOR) / Q. Gleason (USA)

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