14/12/2019
Aufgrund der nur sehr beschränkten Möglichkeiten des Königin Luise Corps e. V (KLC) Versorgungsküchen u.ä bei vereinsinternen sogenannten Feldübungen und offiziellen Veranstaltungen für seine Mitglieder einzurichten, soll eine eigene Variante einer neuen LC-Notversorgung also einer "eisernen Ration" wenn andere Vorgehensweisen nicht möglich sind geschaffen werden, welche sowohl den verschiedenen historischen Überlieferungen deutscher Armeen als auch der verbesserten Auswahl und Techniken moderner derartiger Systeme entsprechen. Daher soll noch ein gesonderter Entwurf des KLC dazu erfolgen. Dieses neue, zusätzliche Packet aber sollte vorerst nicht Teil der "allgemeinen Zeugkostenpauschale" des Vereins sein, sondern gehört eher zur "zusätzlichen Ausrüstung", die auf besonderen Wunsch des Mitglieds über das offizielle KLC-Zeughaus dann zu erwerben sein soll. Der Erwerb dieser sich von der standardmäßig gestellten Ausrüstung der jeweiligen Dienstgrade unterscheidenen Ausstattung und die genaue Zusammenstellung und die Menge der Artikel muss je einzeln selbst von der LC-Soldatin formgerecht über ein vereinsinternes Fomular beantragt und von der dazu zuständigen höheren Dienststelle der örtlichen LC-Kommandantur genehmigt werden. Die durch diese Bestellung entstehenden Kosten sollen durch den Antragsteller/in beglichen werden, welche diesen durch einen Vorab-Rechnungsbogen mitgeteilt werden soll und eine Bestätigung der Lieferung durch seine/ihre nochmalige Unterschrift zuvor zustimmen und die Kosten begleichen muss. Wird den Antrag entsprochen wird den Antragsteller ein Lieferschein ausgehängt mit den dieser die geforderte Ausrüstung beim Zeughaus abholen kann. Bevor eine Herausgabe der zusätzlichen Ausrüstung erfolgt muss diese durch den diensthabenen Offizier, bzw. den LC-Zeugmeister der betreffenden Vergabestelle und den/der Begünstigten schriftlich bestätigt werden. Die Herausgabe erfolgt nur in vollständiger Form und nicht in den einzelnen verlangten Bestandteile dieser Ausrüstung.
Hier vorab aber schon einmal das gegenwärtige und historische Vorbild;
Die "eiserne Portion" als Notverpflegung des Soldaten im Felde, in WH und NVA im Vergleich zu den "Einmannpackungen" der Bundeswehr -
Das EPa (kurz für Einmannpackung) hat bei der Bundeswehr die Aufgabe, pro Packung für einen Tag den Nahrungsbedarf eines Soldaten zu sichern. Es gab bis heute mehrere Modelle und Varianten mit unterschiedlichen Produkten und Ausführungen, entsprechend ihrer jeweiligen Herstellungsverfahren, den Vertriebsweisen und den rechtlichen Bestimmungen ihrer geschichtlichen Änderungen. So gibt es in der Bundeswehr derzeit in der Zusammenstellung des EPa in Mengen und Anzahl stark reduzierte, somit leichtere Versionen die als "EPa Leicht" bezeichnet werden. Die für den zivilen Bedarf produzierten EPa sind aus Original Bundeswehr- oder artgleichen Artikeln zusammengestellt. Ein Beispiel:
(Durchschnittlicher Nährwert entspricht ca. 3000 Kcal.)
Inhalt:
1 Fertiggericht Typ1 oder Typ2 oder Typ3 oder Typ 4 (es existieren viele weitere)
4 Trinkwasserkonserven à 100 ml ( ~ 100 g)
1 Hartkekse (Panzerplatten) 125 g
1 BW Roggenschrotbrot 250 g
1 BW Schokolade 50 g
2 Konfitüre verschiedene Sorten à 20 g (Aprikose, Erdbeere)
2 Wurstkonsrven verschiedene Sorten à 25 g
1 Dextro Energy Fruit Mix 56 g
1 "Basismodul" :
Zucker, Salz, Kaffeeweißer, Brühwürfel,
Kaugummi Wrigelys (5 Streifen)
Teebeutel, 2 Kaffee Espresso
Streichhölzer, Papiertaschentücher
Die Haltbarkeitsdauer bei den meisten modernen Produkten der BW wird zwischen 3-5 Jahren angegeben, wobei dies oft rechtliche Gründe hat und die tatsächliche Dauer bei sachgemäßer Lagerung um ein vielfaches höher liegen dürfte. Eher konservative Schätzungen belaufen sich auf bis zu einer Dauer von ca 15 Jahren, so dass also eine realistische Haltbarkeit von mindestens 8-10 Jahren anzunehmen ist.
Historisches Vorbild in der großdeutschen Wehrmacht - die eiserne Portion
Die Überlebensration als Notverpflegung für deutsche Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde offiziell eiserne Portion genannt. Bei Ausfall der regulären Verpflegung sollte die besonders verpackte Notverpflegung nur auf ausdrücklichen Befehl des kommandierenden Offiziers geöffnet und verzehrt werden. (In der Preußischen Armee diente die Erbswurst als Reserveverpflegung.)
Pro Soldat wurden zwei eiserne Portionen auf der Feldküche oder einem Trossfahrzeug mitgeführt. Für die Wehrmacht bestand diese eiserne Portion standardmäßig aus:
300 g Brotration (einer Packung Hartkekse, Knäckebrot oder Zwieback),
einer 200-g-Fleischkonserve (Dose z. B. Schinkenwurst),
150 g Fertiggericht (z. B. eingedoster Gemüseeintopf oder Erbswurst)
und 20-g-Tütchen Kaffeepulver.
Halbeiserne Portion (ähnlich der eisernen Portion der NVA oder der BW-EPa leicht)
Die halbeiserne Portion oder gekürzte eiserne Portion bestand nur aus der verpackten Brotration und der Fleischkonserve und wurde von jedem Soldat in seinem Tornister mitgeführt. Auch sie durfte nur auf Befehl verzehrt werden. Die Zusammensetzung der eisernen und halbeisernen Portion veränderte sich im Laufe des Zweiten Weltkrieges mit der zunehmend schlechteren Versorgungslage. Auch waren die Rationen der einzelnen Truppengattungen verschieden.
Zuständig für die Versorgung und Verteilung der eisernen Portion war bei der Wehrmacht der Feldverpflegungsoffizier.
Eiserne Portion in der NVA
Die eiserne Portion (E-Portion) war in der Nationalen Volksarmee in der DDR eine Notverpflegung, die bei Ausfall der Verpflegungsversorgung in besonderen Situationen die Mindestversorgung der Soldaten garantieren sollte. Sie durfte nur auf Befehl der Kommandeure der Truppenteile bei Manövern und Übungen, im Gefecht der Verantwortlichen der Einheit geöffnet und verzehrt werden.
Eine E-Portion bestand aus
2 × 12 Stück Kekskomprimatriegeln.
Je 6 Riegel in Verbundfolie eingeschweißt befanden sich in einer Stülpschachtel aus Weißblech, welche wiederum in einem Polyäthylenbeutel eingeschrumpft wurde.
Der Energiewert betrug 8400 kJ bei einem Gesamtgewicht von 600 g.
(Die Mindesthaltbarkeit lag bei 36 Monaten.)
https://youtu.be/E8Vt5nrUcGY
14/12/2019
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06/11/2017
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