19/09/2026
Deutliche Worte in schwierigen Zeiten!
20. September – Weltkindertag. Noch nie war er so wichtig wie heute!
Bereits 1954 empfahlen die Vereinten Nationen, einen Weltkindertag einzuführen. In Deutschland wird der 20. September seit 1990 als Weltkindertag begangen. Er erinnert uns daran, dass Kinder besondere Rechte haben: auf Schutz und Sicherheit, auf Bildung, auf Gesundheit und Versorgung, darauf, gehört und beteiligt zu werden und ohne Diskriminierung aufzuwachsen.
Doch zwischen Sonntagsreden und politischer Realität klafft eine große Lücke.
In Deutschland wird gerne über Familienfreundlichkeit gesprochen. Es werden Versprechen gemacht – und anschließend gebrochen. Wir erleben eine Politik, bei der die Interessen von Kindern, Familien und auch älteren Menschen zu oft hinter anderen politischen Prioritäten zurückstehen.
Wir als Familien-Partei klagen an:
3,382 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren waren 2025 in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. 2,309 Millionen galten als armutsgefährdet. (GENESIS-Online)
- Wir klagen an, dass Kinder und Familien einem erheblichen Armutsrisiko ausgesetzt sind und dass die gesellschaftliche Teilhabe vieler Kinder vom Einkommen ihrer Eltern abhängt.
- Wir klagen an, dass Eltern um Ihre Lebensleistungen betrogen werden und häufig durch Hungerrenten später in der Altersarmut leben.
- Wir klagen an, dass Eltern trotz ihrer Lebensleistung häufig schon in jungen Jahren vor erheblichen finanziellen Belastungen stehen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch immer nicht ausreichend gelingt.
- Wir klagen die Bildungsmisere in Deutschland an. Bildungschancen dürfen nicht davon abhängen, wie viel Geld Eltern haben.
- Wir klagen an, dass Kinder in Familien mit geringem Einkommen schon früh mit Einschränkungen leben müssen, die ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe beeinträchtigen können.
Und wir müssen auch über unsere christliche und gesellschaftliche Haltung sprechen.
Wir sehen die politische Gleichgültigkeit. Wir sehen das Wahlverhalten. Und wir sehen eine zunehmende mangelnde Empathie gegenüber den Bedürfnissen unserer Kinder.
Kinder können sich ihre Lebensumstände nicht aussuchen. Sie können nicht selbst entscheiden, in welche Familie sie geboren werden, wie hoch das Einkommen ihrer Eltern ist oder welche Bildungschancen ihnen offenstehen.
Deshalb muss eine Gesellschaft daran gemessen werden, wie sie mit ihren Kindern umgeht.
Der Weltkindertag darf deshalb nicht bei schönen Worten und Sonntagsreden stehen bleiben. Kinderrechte müssen im Alltag und in der Politik Konsequenzen haben.
20. September – Weltkindertag. Noch nie war er so wichtig wie heute!
Passend dazu ist das Lied „Kinder (Sind so kleine Hände)“ von Bettina Wegner. Sie schrieb das Lied bereits 1976. Es handelt von der Verletzlichkeit von Kindern, von Gewalt, Unterdrückung und der Verantwortung der Erwachsenen. Gerade deshalb wirkt es auch heute noch eindringlich.
Bettina Wegner – „Kinder (Sind so kleine Hände)“
https://youtu.be/-sGRuzrSpHw?is=GxSisoqhjO0Lkv_A
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