02/09/2026
+++ Chemnitzer AMC startet ins 2. Halbjahr +++
Die Sommerpause hat endlich ein Ende und so ist der Chemnitzer AMC in die zweite Jahreshälfte gestartet. Die Rallye Bad Schmiedeberg bot den Teams im Rahmen des Schotter Cups eine nahezu perfekte Kulisse.
Wie im Schotter Cup üblich starteten die Histos vorneweg. Mit dabei Kay Rudolph zusammen mit Jana Zimmermann. Mit viel Motivation starteten die beiden in den Rallye Samstag, doch leider blieb das Ergebnis mit dem 5. Platz etwas hinter den Erwartungen des Teams. Jedoch gab es auch Positives zu berichten. Jana Zimmermann startete erstmals in Wertung auf dem heißen Sitz und fügte sich gut ins Rallyegeschehen ein. Die Freude über die Zielankunft bei der ersten Veranstaltung war natürlich groß und so gab es doch etwas zu feiern.
Vor dem Bestzeitenfeld startete das CAMC Duo Benjamin Derda und Tizian Stahl als schnelle 0 erstmals mit ihrem Evo auf Schotter. Sie nutzten die Rallye Bad Schmiedeberg, um einen Test auf losem Untergrund unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen durchzuführen, ehe zur Havelland Rallye der erstmalige Start im Wettbewerb auf Schotter ansteht. Die beiden haben somit wieder einiges an Erfahrung sammeln können und zeigen sich mit ihren Erkenntnissen sehr zufrieden. Da können wir gespannt auf den nächsten Schotter Cup Lauf sein, denn auch seine Frau Karina wird bei der Havelland Rallye in derselben Klasse an den Start gehen.
In der Klasse NC4 gab es ebenfalls eine kleine Premiere. Thomas Grimm ging erstmals seit 25 Jahren ohne seinen bekannten Trabant an den Start. Gemeinsam mit Alexander Meyer startete er im ausgeliehenen Mitsubishi C**t von Fahrerkollege Hubertus Schulze. Der Einstand gelang nach Maß, was für überaus gute Stimmung bei Ziesche Racing sorgte. Über die ganze Distanz fügten sich die beiden auf Platz 3 in der Klasse ein, doch die harten Strecken forderten ihren Tribut. Durch den Ausfall von Ian Hayn erbten sie den zweiten Platz in der Klasse und Platz 33 im gesamten Klassement.
Drei Klassen weiter gab es ebenso einen zweiten Platz zu verzeichnen. In der mit 15 Startern vollgepackten Klasse NC1 kämpften unsere Co Pilotin Karina Derda und Raphael Ramonat um die vorderen Plätze. „Die Strecke wurde im Laufe der Rallye immer mehr zur Herausforderung und auch unser EVO X musste wieder ordentlich leiden. Eine richtige Materialschlacht, bei der es vor allem darum ging, schnell zu sein, aber gleichzeitig das Auto und die Technik über die gesamte Rallye zu bringen“, beschreibt Karina die Charakteristik und die Anforderung der Rallye. Auf dem staubtrockenen Untergrund mussten sie sich nur ihren starken finnischen Gegner, **Tuominen Rasmus** geschlagen geben. Damit heimsen sie fleißig Punkte für die ADMV Meisterschaft ein und freuen sich über ihren gelungenen Start nach drei Monaten Pause und den 9. Gesamtrang.
Auch abseits von Rallye Events sind unsere Teams aktiv unterwegs. So auch unser Club Pilot Justin Nieselt, wie er uns berichtet: „Beim NR Action Day der NR Unternehmensgruppe am 22.08.2026 in Oelsnitz/Erz. hatten wir als Team JN Motorsport die Möglichkeit, den Opel Corsa D OPC auszustellen und den Besuchern zu präsentieren. Besonders schön war es zu sehen, wie groß das Interesse war. Viele Kinder und Erwachsene durften sich sogar ins Auto setzen und hatten dabei sichtlich Freude. Ein tolles Erlebnis, um die Begeisterung für den Rallyesport mit anderen zu teilen!“
Wir gratulieren wieder allen Platzierten und freuen uns schon auf die nächsten Berichte. Auch wenn wir schon im meteorologischen Herbst stecken, wird die nächste Zeit, sportlich gesehen, noch ziemlich heiß. ;)
📸Fotos Rallye Bad Schmiedeberg: Sascha Jahn S & S pictures
📸 Foto Justin Nieselt: Marcel Sänger (FULL Action MEDIA)
14/07/2026
+++Grabfeldrallye mit Clubbeteiligung auf und neben der Strecke+++
Im oberfränkischen Sulzdorf an der Lederhecke fand am 04.07.2026 erneut eine der spektakulärsten Rallye-Veranstaltungen des Jahres statt. Die 31. Janner Waagen Grabfeld Rallye des Rally Super Cups sorgte für reichlich Action und selbstverständlich für eine der besten Racepartys des Jahres. Nicht zuletzt sorgten weit über 200 Teilnehmer und rund 1.000 Helfer für diese gelungene Rallye und mittendrin natürlich auch wieder Mitglieder des Chemnitzer AMC.
Im Rahmen der Slowly Sideways fuhr Mario Kretschmar mit Debütant Toni Langer. Mit dem ambitionierten Ziel, Marios 1. Platz zu verteidigen, gingen die beiden an den Start: „Erneut bin ich mit einem Beifahrer gefahren, der noch nie in einem Rallyeauto gesessen hat. Den Aufschrieb habe ich am Freitag mit Stefan geschrieben. Das Vorlesen hat erstaunlich gut geklappt, die Blindsektionen waren nicht so lang“, freute sich Mario über die „wie erwartet geile Veranstaltung“.
Einen vollen Erfolg bot die Grabfeldrallye 2026 für das Team Justin Nieselt und Oliver Thümmler. Während nach dem Recce feststand, dass es aufgrund der ständigen Belagwechsel, der Cuts sowie den Highspeed-Passagen eine sehr anspruchsvolle Rallye wird, gelang es der Fahrerpaarung in der ersten Sektion, eine Klassenbestzeit nach der anderen einzufahren. Trotz mehrerer kleiner Fahrfehler und Aha-Momente baute das Team einen soliden Vorsprung von 56 Sekunden auf den Zweitplatzierten in der Klasse aus. Damit konnte man in der zweiten Sektion einen Gang zurückschalten. Gesagt, getan und dennoch den Vorsprung auf 56,9 Sekunden ausgebaut. Damit stand dem Klassensieg in der S-PC 4.2 nichts im Wege.
Ebenso am Start waren unsere Club Brüder Arwed und Aaron Jungnickel, die ihren Corsa Rally6 ausführten. „Da im Junior Cup gerade eine größere Pause ist, wollten wir die Veranstaltung als Testlauf nutzen. Das geht hier besonders gut durch die vielen unterschiedlichen Beläge und die vielen Cuts. Außerdem macht es einen Heidenspaß hier zu fahren! Die aufgeschlossenen Menschen hier machen die Rallye zu einem echten Highlight im Jahr.“ Zudem errangen die beiden den 50. Gesamtrang. „Bisschen was wäre noch drin gewesen, aber mehr wollten wir nicht riskieren“, freuten sich die beiden Brüder über ihren Klassensieg.
Auf der Helferseite fanden wir ebenfalls Mitglieder von uns wieder, so Axel Bayer und Daniela Pötzsch. Als Streckenposten und an der Stop-Kontrolle versuchten wir die mega Veranstaltung zu unterstützen.
Wir bedanken uns bei den Veranstaltern und Helfern für die schönen Berichte und gratulieren allen Teilnehmern recht herzlich!
Vielen Dank für die Bilder: S & S pictures (Sascha Jahn) und Sascha Dörrenbächer
25/06/2026
+++Hitzeschlacht rund um die Osterburg+++
Heiß her ging es im wahrsten Sinne des Wortes zur 53. Osterburg Rallye Weida. Die Reifen auf Temperatur zu bringen sollte an diesem Wochenende kein Problem gewesen sein. Acht Teams trotzten den Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius und stellten sich den anspruchsvollen Wertungsprüfungen.
Ein Team startete im Sollzeiten Feld und hielt damit die Fahne des Chemnitzer AMC im Histofeld hoch. Dabei landeten Kay Rudolph und Mario Kretschmar mit ihrem BMW e46 auf Rang 4.
Bei den Bestzeitfahrern tummelten sich dafür gleich sieben weitere Teams. Am Start in der Klasse NC4 war auch Paul Stöckel zusammen mit Co Alexander Hiemann. „Auf der ersten WP kamen wir gleich gut ins Rennen“, berichtet der Pilot von Gelenau Motorsport. Leider verloren die zwei etwas Zeit auf den Highspeed-Abschnitten, da ihr Auto nahezu auf dem Serienstandard liegt und somit der Leistungsunterschied zur Konkurrenz deutlich sichtbar wird. „Der Stadtrundkurs hat uns richtig Spaß gemacht und auch insgesamt war es eine sehr schöne Rallye“, gibt sich Paul zufrieden mit ihrer Leistung, dem 57. Gesamtrang und Platz 11 in der Klasse.
Ebenfalls in der NC4 starteten Christian Djoleff und Alexander Meyer, welche allerdings mit leichten Problemen in der Fahrdynamik ihres Suzukis zu kämpfen hatten. „Das Auto war wieder sehr unruhig auf der Hinterachse und machte ein spätes Bremsen unmöglich.“ Die beiden landen etwas weiter vorne als ihre Markenkollegen und können sich über Platz 44 gesamt und Platz 5 in der Klasse freuen. Weiter geht es für die beiden in zwei Wochen zur Grabfeld Rallye.
Zwei Klassen weiter oben gab es großen Grund zur Freude. Conrad Rüdiger und Stefan Schönheider fuhren einen fulminanten Klassensieg in der Klasse NC2 ein. „Es war zwar sau warm, aber im Großen und Ganzen hat einfach alles funktioniert. Die WPs liegen mir sehr gut“, freut sich Conrad über die satten 44,7 Sekunden Vorsprung im Ziel auf Platz 2. „Die WP 2 und 5 waren absolut schnell und einfach nur mega“, sind sich beide einig. Sie beenden die Rallye auf Gesamtrang 18.
In der Klasse NC1 gab es ein kleines Debüt. Benjamin Derda und Tizian Stahl starteten ihre erste Rallye im frisch revidierten Evo 6. Dabei mussten sie sich erst einmal an die Gegebenheiten des neuen Fahrzeugs gewöhnen. Spätere Bremspunkte und die ungewohnte Fahrdynamik machten es den beiden nicht einfach. Doch die Leistungskurve stieg stetig an. So konnten sie sich im zweiten Durchlauf um knapp 35 Sekunden steigern. „Wir nehmen viele positive Eindrücke, wertvolle Erfahrungen und jede Menge Motivation mit.“
Wir gratulieren wieder allen Startern und freuen uns schon auf die nächsten Berichte.
Bilder: Thomas Gorlt
13/06/2026
+++Rallye Sprint, Junior Cup und 660 Minuten Trabant-Rennen+++
Am vergangenen Wochenende war wieder Motorsport vom Feinsten geboten. Der „kleine“, aber feine Lößnitzer Rallye Sprint lockte erwartungsgemäß viele Teilnehmer aus der Region an und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Teams, was die hohe Teilnehmerzahl bestätigt. Im Norden Deutschlands wurde wieder um die Punkte im DRC Rallye Cup gekämpft, wobei im Rahmen des ADAC Rallye Junior Cup ebenfalls ein Chemnitzer Team mit am Start war. Zudem war noch ein Team beim 660 Minuten Trabantrennen am Lausitzring dabei.
Mit seiner Teilnahme am 2. Rallyesprint Lößnitz 2026 rollte auch Justin Nieselt an den Start seiner zweiten Heimveranstaltung in diesem Jahr. „Nachdem wir im letzten Jahr nicht dabei sein konnten, war diese für uns absolutes Neuland. In Wertungslauf 1 war die Strecke rutschiger als gedacht und wir nahmen den Speed entsprechend heraus. Hinzu kamen zwei Fußgänger auf der Strecke, weshalb uns ein Streckenposten kurz vor dem Ziel mittels eindeutiger Handzeichen auf das nochmalige Verringern der Geschwindigkeit hinwies. Die Wertungsläufe 2 und 3 liefen dafür umso besser und wir konnten die Zeiten des vorherigen Laufes jeweils um mehrere Sekunden verbessern.“ Durch die Disqualifikation eines Teilnehmers wurde das Team in die Klasse NC6 hochgestuft. Am Ende stehen Justin Nieselt und Danny Braun auf Platz 25 gesamt und Platz 2 in der Klasse.
Der Chemnitzer AMC e.V. im ADAC stellt den Klassensieger der NC6. Im pechschwarzen, bärenstarken, aber akustisch oft unterschätzten BMW 140iX fahren Reinhard Honke und Stefan Schönheider zum beachtlichen Gesamtrang 8 und Rang 1 in der NC6 und wiederholten damit ihren Klassensieg aus dem Vorjahr. „Wir werden versuchen auch nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen, denn dem Streckenverlauf, der perfekten Orga der Veranstaltung und den zahllosen Zuschauern an der Strecke muss und möchte man weiterhin Tribut zollen“, freut sich Stefan schon auf die 3. Ausgabe des Lößnitzer Rallye Sprints.
Paul Stöckel stand nach einem Jahr Pause das erste Mal wieder am Start: „Ich bin mit meiner ersten Rallye nach einem Jahr sehr zufrieden. Wir konnten uns bei jedem Durchgang steigern und hatten riesigen Spaß. Leider ist die Terratrip-Gegensprechanlage ausgefallen und wir mussten ab der zweiten Prüfung schreien. Wir haben das Auto unbeschadet ins Ziel gebracht und freuen uns schon auf die nächste Rallye.“ Am Ende steht ein 28. Gesamtrang und Platz 8 in der Klasse NC4.
Beim Rallyesprint Lößnitz feierte Caro Meisel ihre Premiere auf dem Beifahrersitz neben Andreas Suchan im Opel Adam Cup. Trotz der fehlenden gemeinsamen Rennerfahrung gelang dem Duo ein starker Auftakt. Auf der ersten Wertungsprüfung konnten sie die drittschnellste Zeit in der NC4 Klasse erzielen. „Unsere Clubfreunde Stefan Weigel und Freddy Sandberg zeigten jedoch über die gesamte Veranstaltung hinweg eine starke Leistung, an der wir zwei nichts mehr ausrichten konnten“, gibt sich Andreas geschlagen. Mit einem knappen Rückstand von 4,4 Sekunden verpassen sie das Podium. Trotzdem freuen sich die beiden über den 21. Gesamtrang und Platz 4 in der Klasse.
Stefan Weigel und Frederike Sandberg freuten sich natürlich ebenfalls auf die Veranstaltung vor ihrer Haustür: „Eine Heimrallye ist immer etwas Besonderes und natürlich wollten wir den 2. Lößnitzer Rallyesprint nicht auslassen.“ Durch die gute Vorbereitung bei der Pfingst Rallye konnten sie sofort zur Attacke blasen, mit Erfolg: „Wir konnten von Beginn an voll attackieren. Fehlerfrei und mit mächtig Spaß absolvierten wir die drei Durchgänge dieser genialen WP.“ Am Ende landet das dynamische Duo auf Podestplatz 3 von 11 Startern in der NC4 und Platz 19 gesamt.
Dominik Romainczyk gab dazu sein Debüt im Opel Corsa Rally4. Und das mit Erfolg. „Nach einer entsprechend vorsichtigen WP1 hatten wir allerdings bereits ein sehr gutes Gefühl im Auto und fanden unseren Rhythmus nach einem Dreivierteljahr Pause sofort wieder.“ Das zeigte sich auch in den Zeiten. Am Ende darf er sich gemeinsam mit Andre Sommer über Rang 5 im Gesamtklassement und Platz 2 in der Klasse RC4 freuen.
An ganz anderer Stelle kämpfen die Gebrüder Jungnickel weiter um die Krone im ADAC Rallye Junior Cup. Ziemlich erfolgreich erringen sich die beiden bei der ADAC Vissel Rallye 7 von 7 Klassenbestzeiten in ihrem Corsa Rally6. „Der Ausfall unseres engsten Konkurrenten hat uns natürlich in die Karten gespielt, das dürfen wir nicht vergessen“, merkt Arwed an und betont dabei, dass er jedoch nicht das Gas rausgenommen hat: „Wir sind weiter Attacke gefahren, denn wir brauchen jeden Kilometer im vollen Tempo, um weiter zu lernen. Ohnehin hätten wir alles geben müssen, wenn Kurt Escher nicht ausgefallen wäre.“ Am Ende freuen sich die beiden über Platz 16 gesamt und Platz 1 in der Klasse.
Für den etwas anderen Weg im Motorsport ist Axel Bayer ja bekannt und da liegt es eigentlich nicht weit, dass wir ihn gemeinsam mit unseren Clubkameraden Christian Djoleff und Ronny Hamperl zum 660 Minuten Trabantrennen am Lausitzring schicken. „Es ging schon spannend los, denn die Startplätze zum Rennen werden ausgelost und unser Los schickte uns auf den 40. Startrang“, erzählt uns Axel über die Startmisere seines Teams. Jedoch konnte das Team in den ersten beiden Stunden auf Platz 7 nach vorne fahren und sich in den Top 10 festbeißen. Kurz vor Schluss fuhren sie sogar bis auf Platz 3. „Leider ging unsere Taktik mit den Tankstopps nicht ganz auf und wir mussten eine halbe Stunde vor Schluss noch einmal anhalten zum Tanken, was uns dummerweise zwei Plätze gekostet hat“, ärgerte sich Axel. In Summe freut sich das Trio jedoch sehr über den 5. Platz.
Wir gratulieren allen Sportlern und danken allen Teams wieder sehr für ihre spannenden Berichte sowie die starken Teilnahmen und Leistungen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Erfahrungen von euch.
09/06/2026
+++Von regional bis international: Clubbeteiligung über 3 Wochenenden+++
Teil 2
Eine Woche später war schon wieder unser Club-Co Aaron Jungnickel gefragt. Zur Rallye Plzeň, welche zur tschechischen Sprintserie gehört, navigierte er Volker Piepmeyer über die typischen tschechischen Wertungsprüfungen. „Die Atmosphäre in Tschechien ist schon echt etwas Besonderes, aber die Strecken sind einfach nur einzigartig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin Volker und dem Team sehr dankbar für das schöne Wochenende.“ Am Ende steht ein 24. Gesamtrang und der 6. Platz im Masters Cup zu Buche. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Wir alle wissen ja, wie stark die tschechische Konkurrenz ist. Umso cooler ist es, dass Volker als ‚Gentleman Driver‘ noch so mithalten kann.“
Zudem gab es eine starke Beteiligung bei der Traditionsveranstaltung in Thüringen zur Wartburg Rallye, welche dieses Jahr das erste Mal unter dem Rally Super Cup stattfand. Drei Teams des Chemnitzer AMC waren am Start und rollten sehr erfolgreich über die Ziellinie. Sechs WPs, zwei am Freitagabend und vier am Samstag, galt es dabei zu absolvieren.
Im Opel Corsa D OPC startete Justin Nieselt gemeinsam mit Susann Gebauer in der Klasse S-PC 4.2. Mit seinem erstmaligen Start ging der 24-Jährige noch mit Respekt ins Rennen: „Die Streckenführungen der mittlerweile traditionellen Wertungsprüfungen waren wie zuvor erwartet schnell und anspruchsvoll, sodass wir mit großem Respekt an den Start rollten.“ Aber die zwei ließen ihre Konkurrenten schon am Freitagabend mit 37,3 Sekunden hinter sich. Trotz des selbst eingeschätzten fehlenden Rhythmus und wenig Vertrauen zwischen Fahrer, Auto und Aufschrieb konnten sie ihren Vorsprung verteidigen und sogar deutlich ausbauen. Ab WP 5 kam zudem noch das Gefühl für ihr Auto zurück und die beiden profitierten noch etwas von den technischen Gebrechen ihres Konkurrenten: „Respekt an dieser Stelle an unsere Mitstreiter Thomas Spiegler und Patrick Hartmann, die trotz eines defekten Dom- und Radlagers sowie dem daraus folgenden Zeitverlust nicht aufgegeben haben und am Ende mit uns im Ziel standen!“, freut sich der faire Sportsmann über Platz 1 in der Klasse.
Ebenso erfolgreich lief es bei einem weiteren Fronttriebler-Duo. Christian Djoleff und Alexander Meyer waren nach fast drei Monaten Pause endlich wieder am Start. Mit ihrem Suzuki traten sie in der Klasse PC 3.4 mit sechs weiteren Konkurrenten an. Am Freitagabend fanden sie sofort zurück zu alter Form und lagen mit 7,6 Sekunden auf Platz 3. Die richtige Reifenwahl für den zweiten Tag sollte dann die positive Wendung bringen. Gleich am Morgen schoben sich die beiden auf Platz 2, allerdings war gegen den Tschechen Ondřej Rada kein Kraut gewachsen, bis auf WP 5: „Da waren wir mit Bestzeit unterwegs, das war ein sensationelles Gefühl. Schon während der Fahrt war klar, dass das nicht wirklich schneller gehen kann.“ Jedoch war der Abstand beinahe zu groß, um mit einer weiteren Bestzeit noch den Tschechen zu schlagen, also versuchten sich die beiden etwas einzubremsen. Die Elektrikprobleme am Felicia sorgten allerdings am Ende dazu, dass die zwei noch den ersten Platz erbten und so ihr Comeback perfekt machten, worüber sich die beiden sehr freuten: „So kann's weitergehen. Für uns ein sensationelles Wochenende!“
Ebenfalls am Start waren wieder unsere Club-Co-Piilotin Karina Derda und Raphael Ramonat, welcher förmlich vor seiner Haustür an den Start ging. „Nach einem nahezu perfekten ersten Tag konnten wir den Freitag auf einem sensationellen 4. Gesamtrang beenden – ein Ergebnis, mit dem wir in diesem hochkarätig besetzten Starterfeld mehr als zufrieden waren“, freute sich Karina über ihren erfolgreichen Start der Etappe 1. Wer die beiden kennt, der weiß, dass sie sich nicht darauf ausruhen werden und so war es auch. Mit vollem Fokus und der nötigen Konzentration ging es am Samstag weiter: „Das Team arbeitete perfekt zusammen, das Auto funktionierte tadellos und Raphael konnte auf jeder Prüfung ein hohes und konstantes Tempo fahren.“ Am Nachmittag stehen die beiden unter dem Zielbogen mit einem hervorragenden 5. Platz in der Gesamtwertung, hinter drei Porsche und einem Skoda Fabia R5, welche technisch auf einem deutlich stärkeren Stand sind. „Genau so darf die Heimveranstaltung enden!“, freuten sich die beiden, welche ebenfalls mit einem Klassensieg belohnt wurden.
Allenthalben kommt von jeder Seite ein großes Lob für den Veranstalter und die gesamten Helfer, die mit viel Engagement für eine hervorragend organisierte Veranstaltung gesorgt haben.
Wir gratulieren wieder an dieser Stelle und freuen uns schon auf das nächste Wochenende, welches bereits seine Schatten mit dem Rallyesprint Lößnitz und der Visselrallye vorauswirft. Vielen Dank für die zahlreichen und spannenden Berichte!
02/06/2026
+++Von regional bis international: Clubbeteiligung über 3 Wochenenden+++
Teil 1
Eins kann man vorwegsagen: Die Mitglieder des Chemnitzer AMC decken beinahe die komplette Bandbreite des Rallyesports ab. Von den „kleineren“ regionalen Veranstaltungen über Junioren-Meisterschaften bis hin zur internationalen Histo-EM und sogar Einsätzen im Rally Raid ist mittlerweile alles vertreten. Das alles spiegeln im Folgenden die Berichte unserer Clubmitglieder wieder.
So startete zum Beispiel unser Club Vorsitzender Axel Bayer erstmals in einem offiziellen Rally Raid Wettbewerb zur Baja Polen. In seinem Can-Am startete er das Rennen mit seinem Co-Piloten Ivan Stocker aus der Schweiz. Im Prolog der Rallye setzten die beiden die fünfte Zeit in ihrer Klasse hinter der Dakar-Prominenz Lukas Lauda und sogar noch vor Matthias Walkner.
„Am Freitagmittag kostete uns ein Elektronikproblem 6 bis 7 Minuten und am Nachmittag übersah ich einen extrem tiefen Graben und wir rissen uns die vordere Antriebswelle ab, wodurch wir uns mit Heckantrieb weiter quälten“, berichtet Axel über die Freitagsprobleme. Der 2WD kostete den beiden viel Zeit und das endgültige Aus sollte am Samstag nach einer Schlammlochdurchfahrt folgen, nachdem der Motor überhitzte: „Wir haben alles Mögliche versucht, doch trotz Freispülen und mehreren Säuberungsversuchen wurde der Motor immer heißer und wir entschieden uns, den Side-by-Side abzustellen.“
Besser lief es für unser Ascona-Gespann Walter Gromöller und Club-Co Rene Meier. „So etwas bin ich wirklich noch nie in meinem Leben gefahren“, freut sich Rene über den historischen EM-Lauf der 31. Rallye d'Antibes - Côte d'Azur Historic 2026. „Es ist absolut nichts am Auto und alles lief nach Plan.“ Dabei galt es ca. 170 WP-Kilometer und ca. 690 Gesamtkilometer verteilt zu absolvieren. Mit dabei waren sogar einige WRC-Prüfungen wie der Col de Turini. Eine Besonderheit waren die Remote Service Zonen, welche sich am offenen Straßenrand befanden. „Unsere Service-Crew musste ihre eigene Rallye bestreiten, aber sie haben einen unglaublichen Job gemacht!“ Am Ende steht für die zwei ein sauberer 9. Gesamtrang, Platz 3 in der Klasse 3, Platz 2 in der Klasse 3C und der Sieg in der Klasse 4-5/C7 zu Buche.
Eine Woche später standen erneut zwei Teams bei verschiedenen Veranstaltungen am Start. Dabei feierten Stefan Weigel und Frederike Sandberg ihren „etwas verspäteten Saisonstart“ zur ADAC Pfingst-Rallye 2026. „Unglaublich anspruchsvolle 63 WP-Kilometer, eine Klasse mit 12 Startern und eine absolut entspannte Atmosphäre zeigten, dass es trotz der längeren Anreise die richtige Entscheidung war.“ Und das sympathische Paar konnte mit der starken einheimischen Konkurrenz Schritt halten. Stetig konnten sie sich in der Rallye steigern und die Rallye mit einem 35. Gesamtrang und Platz 4 in der Klasse NC4 beenden. „Es wird sicher nicht unsere letzte Rallye in dieser Region gewesen sein“, teilen uns beide erfreut mit.
Im Hunsrück ging es wieder weiter für unser Geschwister-Duo Arwed und Aaron Jungnickel zur Hunsrück Junior Rallye und dem zweiten Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup. Die beiden reisten als Tabellenführer an und hatten starke Ambitionen diese auch zu halten. „Die Taktik war denkbar einfach: Von Anfang an volle Attacke.“ Das gelang mit einer Bestzeit auf WP1 auch direkt, doch die restlichen WPs mussten sich die beiden ihrem Konkurrenten Kurt Escher geschlagen geben. „Wir waren an vielen Stellen einfach zu zaghaft, gerade in den engen Ausfahrten der Rundkurse. Dazu kamen noch einige kleine Patzer, die uns zu sehr aus dem Rhythmus gebracht haben“, gibt sich unser Juniorpilot kritisch. Trotzdem zeigen sich die beiden mit dem zweiten Platz erstmals zufrieden und freuen sich auf die kommenden Veranstaltungen.
Wir freuen uns wie immer sehr über jeden Start und die sportlichen Ziele sowie Erfolge unserer Teams und gratulieren recht herzlich allen Platzierten. Doch damit nicht genug, denn auch die Wartburg-Rallye und Rally Plzeň haben noch einiges zu erzählen.
Also bleibt dran und seid gespannt!
15/05/2026
+++ 5 Teams zur Jubiläums Fontane Rallye Neuruppin +++
Am vergangenen Wochenende reisten 5 Chemnitzer AMC-Teams nach Neuruppin zur 25. ADAC Fontane Rallye. Der extra gebuchte Sonnenschein zeigte sich ebenfalls und so präsentierten sich die knappen 50 WP-Kilometer durchweg auf trockenem Asphalt und staubigem Schotter.
Traditionell startete das Sollzeit-Feld vor dem Bestzeiten-Feld. Mit dabei unsere Sportfreunde Kay Rudolph und Mario Kretschmar, dieses Mal unterwegs im blauen BMW 325ti E46. Offensichtlich mit einem Problem auf WP3 fangen sich die beiden eine Abweichung von 17,4 Sekunden von der Sollzeit ein. Wenn auch ungewöhnlich für unseren Clubfahrer Kay, müssen sich die beiden mit Platz 6 von 14 Teilnehmern begnügen.
Freud und Leid liegen tatsächlich auch bei den Bestzeitlern nah beisammen. Mit einer Kampfansage wollten Axel Bayer und Rico Wächtler mit ihrem Fiesta R2T Boden in der ADMV-Meisterschaft gutmachen, doch ein Ausritt ins Gemüse auf WP1 sorgt für ein abruptes Ende, bevor es überhaupt richtig losgehen konnte.
Ebenso ärgerlich endete die Rallye für unsere Club Co-Pilotin Karina Derda gemeinsam mit Raphael Ramonat. Nach der Halbzeit wollten die beiden die Attacke auf Ken Milde und Aaron Jungnickel starten, was auf dem Zeitentableau auch gelang. Sie konnten auf WP4 über 6 Sekunden gutmachen, jedoch hatte die wilde Hatz ihre Folgen, wie Karina berichtet: „Leider forderten die harten Bedingungen dann ihren Tribut: Ein aufgerissener Tank sowie Schäden am Differenzial und Hinterachsrahmen bedeuteten das vorzeitige Aus.“
Zwei Teams konnten jedoch auf das Treppchen steigen. Eins davon war Benjamin Derda gemeinsam mit Titzian Stahl. Die beiden siegen souverän im Suzuki Swift GTI in der NC5 mit 2:20 min Vorsprung. „Der Suzuki lief zuverlässig durch die gesamte Rallye und am Ende stand eine rundum starke Teamleistung mit einem verdienten Erfolg für Fahrer, Beifahrer und das gesamte Team“, freuten sich die beiden Wittenberger über ihr tolles Ergebnis.
Mindestens genauso groß sollte die Freude bei Ken Milde und Club-Co Aaron Jungnickel ausgefallen sein. Das Citroen Duo erringt den Gesamtsieg der Veranstaltung. Sie mussten sich jedoch ziemlich stark strecken, um die Nase vor den schnellen Mitsubishi und Subaru der Konkurrenz zu halten: „Unser Auto ist nur auf 175 übersetzt, uns fehlt also gegenüber der Konkurrenz immer der Top-Speed. Auf den langen Geraden hier ist das ein deutlicher Nachteil“, betont der Berliner. „Für Karina und Raphael tut es uns natürlich leid, aber der Ausfall der beiden hat uns dann logischerweise in die Karten gespielt und so konnten wir etwas Risiko rausnehmen“, freut sich auch unser Club-Co Aaron über die gelungene Veranstaltung.
Wir gratulieren allen recht herzlich und freuen uns schon auf die nächsten Berichte, bei denen es wieder international wird.
Bilder: S & S Pictures (Sascha Jahn)
07/05/2026
+++ Clubbeteiligung bei DRM sowie Rallye Super Cup +++
In den vergangenen zwei Wochenenden wurde wieder um Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen gekämpft. Dabei waren unsere Teams vom Chemnitzer AMC, welche sich zur ADAC ACTRONICS Rallye Sulingen im berühmten IVG-Gelände und zum Rallye Super Cup zur RSC-Rallye Coburger Land behauptet haben.
Pech dabei hatte unser DRM-Gespann Walter Gromöller mit Club Co René Meier, die dieses Jahr ihren ersten Ausfall verzeichnen mussten. „Viel zu erzählen, gibt es dieses Mal leider nicht“, gibt René preis. Auf WP4 riss unverhofft die Kardanwelle des Asconas und so mussten sie das Auto abstellen. Schade, denn die beiden lagen bis zur Halbzeit am Freitag auf dem 12. Gesamtrang.
Sehr viel besser lief es für unsere Teams eine Woche später in Coburg. Mit am Start war das junge Club-Team Justin Nieselt und Josephine Finger. „Die Streckenbedingungen waren aufgrund vieler Cuts sowie dem herausgefahrenen Kies auf der Asphaltdecke alles andere als einfach“, merkt Justin an, doch die beiden haben viel richtig gemacht. „Es gelang uns die Wertungsklasse S-PC 4.2 mit dem Opel Corsa D OPC von Anfang bis Ende anzuführen.“ Nicht nur der Klassensieg, sondern auch ein beachtlicher Rang 46 von 85 Startern steht zu Buche. Keine einfache Sache im seriennahen Corsa.
Ebenso erfolgreich lief es für unsere Club Co-Pilotin Karina Derda gemeinsam mit Raphael Ramonat. Die beiden steuern ihren 10er Evo auf Gesamtrang 4 nach vorne. „Die Wertungsprüfungen waren absolut anspruchsvoll: schnelle, flüssige Passagen mit viel Rhythmus, dazu diese ‚rolligen‘ Abschnitte, bei denen Vertrauen und eine saubere Linie entscheidend sind. Gerade dort konnte man Zeit gutmachen oder eben liegen lassen. Umso wichtiger war es, konstant zu bleiben und genau das ist uns über das gesamte Wochenende gelungen“, berichtet unsere Copilotin. Dieses Mal sorgte aber noch eine menschliche Komponente für Sorgen im Auto: „Ab WP 2 plagte sich Raphael mit starken Rückenschmerzen im Auto und hat trotzdem durchgezogen“, lobt Karina ihren Fahrer. Auch wenn sich beide sehr zufrieden mit dem 2. Klassenrang zeigten, schmerzt der Rückstand von 0,7 Sekunden auf Platz 3 gesamt, doch ein wenig.
Wir freuen uns sehr über die Ergebnisse und wünschen für die nächsten Rallyes alles Gute und viel Erfolg.
Bilder: Thomas Gorlt; Sascha Dörrenbächer; privat