08/09/2026
Stell dir mal vor: Du hast ein mega Tool entdeckt, was die Prozesse im Team viel einfacher macht. KI-gestützt werden Aufgaben gebündelt, Fleißarbeit wird eingespart und du planst für dein Team spannende Aufgaben ein, weil sie endlich Zeit dafür hätten.
Die Betonung liegt auf „hätten“, denn im ersten Meeting, in dem du das Tool vorstellst, gibt es vom Team nur ein betrübtes Schweigen. Keine Freude wie von dir erwartet, sondern eher eine Abneigung.
Da kannst du das gar nicht verstehen. Endlich wäre mehr Zeit für die wirklich wichtigen und produktiven Aufgaben. Aber dein Team gibt dir nur eins: Ablehnung.
Jetzt könnte man denken: Gut, 3 Leute sind kurz vor der Rente, die wollen sich nicht damit auseinandersetzen, die machen das so, wie sie es die letzten 30 Jahre schon gemacht haben. Aber die jungen neuen Leute im Team wollen auch nicht?
Vielleicht brauchen sie noch ein paar Case Studies, damit sie Lust auf die neuen KI-Systeme bekommen? Oder etwas mehr Druck, weil die Geschäftsführung es sich wünscht?
Hast du schon mal überlegt, mit deinen Mitarbeitern ins Gespräch zu gehen und ganz ehrlich zu fragen, wo der Schuh drückt?
Denn wenn es darum geht, künstliche Intelligenz in Unternehmen einzuführen, reden wir eigentlich von ganz klassischem Change-Management.
Was ich in den Einzelgesprächen bei meinen Kunden immer wieder raushöre, ist eins: ANGST
➡️ Angst, den Job zu verlieren
➡️ Angst, nicht mehr gebraucht zu werden
➡️ Angst, von den Jungen abgehängt zu werden
Aber das sagt natürlich niemand im Meeting vor allen.
Ich habe in den letzten Jahren 3 Hebel rausgearbeitet, die diese Ängste im Team aufgelöst haben, und sie sind einfacher, als du denkst:
1️⃣ Gehe transparent damit um, wie die KI eingesetzt wird. Kein „Die KI übernimmt mal ein paar Aufgaben“, sondern benenne klar, was wegfällt und welche spannenden Tätigkeiten damit Kapazitäten bekommen.
2️⃣ Deine Vorbildfunktion: Nutze die neuen Tools aktiv selbst, das baut im Team Vertrauen auf.
3️⃣ Reverse Mentoring: Die jungen Kollegen sind in der digitalen Welt aufgewachsen. Gib ihnen die Möglichkeit, ihr Wissen an die älteren Kollegen weiterzugeben. So holst du alle ins Boot.
01/09/2026
Es gibt gerade gefühlt zwei Lager in der Arbeitswelt. Im einen setzen die Teams KI gezielt ein und wachsen dadurch wie nie zuvor. Im zweiten Lager ist es genau andersherum, hier herrscht eine Art Angst vor der KI.
„Die nimmt uns die Arbeitsplätze weg.“
„Am Ende brauchen wir nur die Hälfte vom Team.“
„Erst soll ich damit arbeiten, dann werde ich ersetzt.“
„Ich habe doch keine Ahnung davon.“
„Ich bin bald in Rente, das neue Zeug brauche ich nicht mehr.“
Sätze, die ganz viele motivierte Führungskräfte hören und versuchen, dagegen anzukämpfen, aber nicht wissen wie.
Genau zu diesem Thema habe ich am Sonntag ein neues Video veröffentlicht, in dem ich darauf eingehe, welche ganz einfachen Hebel Führungskräfte anwenden können, um KI-Systeme im Team einzuführen.
Wenn du wissen willst, welche Hebel das sind und wie du sie in deinem Team nutzen kannst, schau unbedingt rein!
24/08/2026
Die beste Antwort im Meeting verpufft, wenn du dabei den Falschen anschaust.
Ich bin mir fast sicher, du hast diesen Fehler auch schon gemacht, den ich erlebe aber immer wieder, dass Führungskräfte in meinen Trainings die passenden Worte finden und trotzdem den Raum verlieren.
Stell dir vor, jemand greift dich verbal an und du gibst deine Antwort, während du ihn dabei fest im Blick behältst. Dann bleibst du mit ihm in einem Zweikampf. Und weil er die Kontrolle behalten will, schmettert er sofort die nächste Frage hinterher. Ihr seid dann zwei Leute, die sich duellieren, und die anderen vier im Raum schauen zu.
Es gibt aber eine ganz einfache Lösung für dieses Problem.
➡️ Wenn der Angriff kommt, schau ihn kurz an und halte den Blick. Damit zeigst du, dass du den Einwand gehört hast und ihm nicht ausweichst.
➡️ Sobald du zu deinem Gegenargument ansetzt, nimm den Blick weg von ihm und öffne ihn für die anderen im Raum.
Dadurch, dass du ihm den Blick entziehst, nimmst du ihm die Spielfläche. Er kann nicht nachlegen, weil er dich gar nicht mehr erreicht. Deine Antwort gehört ab diesem Moment dem Raum und nicht mehr ihm.
Deine Technik ist also nur die Hälfte. Die andere Hälfte ist die Balance aus Körpersprache, Stimme und Inhalt. Ohne die verpufft selbst der klügste Konter.
Achtest du im Meeting darauf, wen du beim Antworten anschaust?
18/08/2026
„Dafür haben wir eh kein Budget.“
Du hörst diese fünf Wörter und schlagartig ist dein halbes Quartal erledigt.
Ich arbeite seit über zehn Jahren mit Führungskräften und erlebe diesen Moment jede Woche in meinen Coachings. Du hast wochenlang an einem Konzept gearbeitet, du kennst deine Zahlen, Daten und Fakten und du gehst vorbereitet und positiv in dieses Meeting.
Nach einigen Minuten kommt dann der Spruch vom Kollegen. Dein Magen krampft, das Adrenalin schießt hoch und du sagst nichts.
Nach dem Meeting fällt dir die richtige Antwort natürlich ein. „Hätte ich doch mal das gesagt.“ „Nächstes Mal zeige ich es ihm!“
Was ich aber auch häufig sehe, ist, dass in dieser Sekunde nicht nur deine Stimmung kippt, sondern es kippt die Stimmung im ganzen Raum. Es entsteht diese peinliche Sprachlosigkeit und dein Konzept, an dem du wochenlang gearbeitet hast, ist vom Tisch.
Viele würden jetzt sagen: „Ich bin einfach nicht schlagfertig genug.“
Aber das ist falsch! Und diese Erklärung kostet Unternehmen viel Geld, weil fundierte Entscheidungen selten an schlechten Argumenten scheitern. Meistens scheitert es an Menschen, die im entscheidenden Moment nicht antworten konnten.
Dir fehlen nämlich nicht die Worte, sondern du wurdest emotional überrumpelt und in diesem Tief kann dein Kopf gar nicht mehr kontern. Deshalb kommt die perfekte Antwort auch genau dann, wenn du wieder entspannt bist.
In meinem neuen Video zeige ich dir, warum dir die Worte fehlen und mit welchen drei Hebeln du jede dieser Situationen drehst.
13/08/2026
Viele Führungskräfte glauben, wenn sie ein Mitarbeitergespräch führen, dann hören sie auch zu...
Aber ist das wirklich so?
Ich erlebe das jede Woche in meinen Coachings. Eine Führungskraft sitzt im Gespräch, das Gegenüber sagt etwas Kritisches, und innerlich schnappt sofort die Abwehr zu. Der Gedanke dahinter ist fast immer derselbe. Wenn ich dem jetzt zu viel Raum gebe, verliere ich meine Position.
Lange dachte ich, das sei eine Frage von Technik. Bessere Fragen, mehr Blickkontakt, öfter nicken. Dann habe ich erkannt, dass es um etwas ganz anderes geht. mVerstehen ist nicht dasselbe wie Einverständnis.
Du kannst deinem Mitarbeiter maximal scharf und tief zuhören, um seine Position vollständig zu durchdringen. Und ihm danach in aller Entschiedenheit widersprechen. Der Unterschied ist nur, dass du dann nicht aus einem Vorurteil heraus widersprichst, sondern auf Basis echter Fakten. Und genau das macht deine Führung nicht weichgespült. Es macht sie durchsetzungsstärker.
Denn solange du nur zuhörst, um zu antworten, argumentierst du gegen ein Bild in deinem Kopf. Erst wenn du die echte Logik deines Gegenübers verstanden hast, triffst du eine Entscheidung, die wirklich trägt. Das kostet dich im Gespräch vielleicht fünf unbequeme Sekunden. Und es entscheidet darüber, ob dein Team dir die wichtigen Dinge noch sagt oder eben nicht mehr.
Hörst du zu, um zu verstehen? Oder um zu antworten?