24/09/2026
🎼 Die richtige Balance zwischen Vertrauen und Kontrolle finden
Manchmal ist der Schritt von souveräner Führung hin zu Mikromanagement erstaunlich klein.
„Ich schaue nur kurz drüber.“
„Ich mache das kurz selbst, dann geht es schneller.“
„Schick mir die Mail bitte im CC, sodass ich Bescheid weiß.”
Kennst du das?
Ich kenne diese Impulse auch.
Gerade wenn viel auf dem Spiel steht,
wenn Termine drängen,
oder etwas beim letzten Mal nicht funktioniert hat.
Genau dann lohnt sich ein kurzer Stopp.
Ich frage mich reflexionsartig:
1️⃣ Wann neige ich dazu, zu viel zu kontrollieren?
Kontrolliere ich gerade, weil es wirklich notwendig ist oder weil ich unsicher bin?
Weil ich es selbst anders machen würde?
Oder weil mein eigener Perfektionismus mir sagt: So ist es noch nicht gut genug.
2️⃣ Vertraue ich meinem Team grundsätzlich?
Oder gehe ich innerlich schon davon aus, dass etwas schiefgehen wird?
Vertrauen bedeutet für mich nicht, Fehler auszuschließen.
Vertrauen bedeutet, Menschen Verantwortung zu geben und ihnen zuzutrauen, mit dieser Verantwortung umzugehen.
🎼 Auch im Orchester kann ich nicht jede einzelne Note selbst spielen.
Ich muss darauf vertrauen, dass alle Musiker:innen ihren eigenen Part beherrschen.
3️⃣ Was mache ich, wenn etwas schiefläuft?
Frage ich zuerst:
👉 Wer war das?
Oder:
👉 Was ist passiert und wie lösen wir es?
Natürlich müssen Fehler benannt werden.
Aber Schuldzuweisung schafft nie eine bessere Zusammenarbeit.
Als souveräne Führungskraft haben wir die Möglichkeit bei Fehlern den Fokus auf die Lösung zu legen, statt auf den Schuldigen.
Wir können uns fragen: Was kann ich und was kann mein Team aus diesem Fehler lernen? Wie können wir ihn beim nächsten Mal vermeiden?
Kontrolle ist zwar gut und in manchen Situationen wichtig.
Aber Vertrauen überträgt deinem Team Verantwortung.
Darin liegt für mich eine wichtige Führungsaufgabe:
Zu erkennen, wann ist Kontrolle wirklich notwendig und wann beginnt sie Verantwortung abzunehmen.
💬 Welche der drei Fragen probierst du aus?
🎶 Finde deinen Takt.