16/09/2026
+++ Zurück in der Spur: Sternstunde im Ausweichquartier +++
Nach zwei Spielen ohne Punktgewinn lief der Saisonstart ungefähr so gut wie ein Vorsatz im Januar. Hinzu kamen am vergangenen Wochenende noch die besonderen Umstände in unserer heimischen Spielstätte. Wo normalerweise knallharte Zweikämpfe und feinster Loklina-Fußball stattfinden, schwebten diesmal nur bunte Plastikscheiben durch die Luft. Die Frisbee-Fraktion hatte den Rasen blockiert. Also ging es kurzerhand in den Sportpark der SG Weißig (danke dafür), wo wir auf die Frauen des Serkowitzer SV trafen.
Wir starteten konzentriert und machten von Beginn an Druck. In der Offensive lief der Ball ordentlich und wir kombinierten uns immer wieder gut nach vorn. Bereits in der 9. Minute gelang uns der Führungstreffer. Nach einer Ecke von Lisa kam Verena frei zum Kopfball und wollte das Ding einköpfen. Serkowitz konnte zunächst noch klären, doch Vivi setzte nach und drückte die Kugel über die Linie.
Der Knoten war also gelöst, wie Dietmar nach seinem achten Bier auf der Familienfeier. Wir stattdessen legten direkt nach. Eine Hereingabe von außen landete bei Löffel an der Strafraumkante, die auf Lisa ablegte. Lisa nahm sich ein Herz und platzierte das Leder mit einem satten Schuss im linken unteren Eck. 2:0!
Wenig später flog der Ball erneut zu Lisa. Diesmal halblinks vor dem Strafraum. Und was dann folgte, war tatsächlich sehenswert. Lisa zog ab – mit rechts, wohlgemerkt ihrem eigentlich schwächeren Fuß! Der Ball segelte im hohen Bogen unhaltbar ins lange Eck zum 3:0. Man muss im Leben eben einfach mal an seine Schwächen glauben. Denn wie schon die ganz großen Denkerinnen unserer Zeit wussten: „Sky is the limit“.
Kurz vor der Halbzeit gab es nach einer Ecke sogar noch einen Handelfmeter. Die Chance auf das 4:0 blieb allerdings liegen und so ging es mit einer 3:0-Führung in die Pause. Nachdem wir die gefühlten 3 km zurück in die Kabine bewältigt hatten, gab es eine kurze Ansprache der Trainer. Die Devise: dranbleiben, nicht nachlässig werden und den Gegnerinnen bloß keinen Aufwind geben.
Das gelang uns leider nicht ganz. Die Lok ließ etwas nach, Serkowitz bekam mehr Raum und wir waren nicht wach genug. Nach einem Freistoß für die Gegnerinnen waren wir einen Moment zu spät und plötzlich konnte Serkowitz ziemlich ungestört zum 3:1 einschieben.
Kurz war also wieder Spannung in der Bude. Aber wir blieben dran…Nach einer Ecke wurde es im Strafraum schließlich so unübersichtlich, dass vermutlich selbst Google Maps kurz die Orientierung verloren hätte. Viel Gestochere, viele Beine, irgendwo dazwischen der Ball und mittendrin Phine. Sie behielt den Überblick und machte das 4:1. Deckel drauf.
Nach zwei Spielen ohne Punkte gab es damit endlich wieder einen Dreier. Die zweite Halbzeit war zwar nicht ganz das, was wir uns vorgestellt hatten, aber manchmal darf man sich nach zwei Niederlagen auch einfach mal über das Ergebnis freuen.
Rückblickend lässt sich die Wendung übrigens auch rein astrologisch glasklar erklären – ein kurzer Blick ins Wochenhoroskop hätte gereicht: Mars stand exakt im richtigen Winkel zum Fußballgott, der Mond befand sich in einer hochgradig günstigen Konstellation zu unserem Torabschluss und Saturn hatte offenbar beschlossen, ausnahmsweise mal niemandem im Weg zu stehen. Und das Beste daran: Merkur war endlich wieder direktläufig – und mit ihm zum Glück auch unsere Chancenverwertung!