Geschichte/n des Dresdner Eishockey

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Geschichte und Geschichten rund um den Eishockeysport in Dresden

07/01/2023

Fight and win Jan 💪

Hannover Indians Goalie Jan Dalgic mit schwerer Tumor-Erkrankung
Club startet Spendenaktion „The SAVE of his Life“

Es war eine Schocknachricht, die Jan Dalgic, seine Familie, das Team und die Verantwortlichen der EC Hannover Indians am Donnerstag, erreichte.
Der Torhüter des Teams aus der Oberliga Nord wurde am Abend seines 25. Geburtstages als Notfall in ein Krankenhaus in Hannover eingeliefert.
Die anschließenden Untersuchungen brachten das erschütternde Ergebnis eines bösartigen Hirntumors zum Vorschein, der operativ entfernt werden muss und glücklicherweise entfernt werden kann.

Der Club steht mit Jan Dalgic und seiner Familie im engen Kontakt und Austausch über die bestmögliche ärztliche Versorgung.
Hierfür wird Jans Familie eine privatärztliche Klinik in Hannover in Anspruch nehmen, die über besondere Operationsmöglichkeiten verfügt und somit die größtmöglichen Heilungschancen für Jan Dalgic bestehen. Leider sind die Kosten für die schwierige Operation und die darauffolgende Nachsorge sehr kostenintensiv.

Daher bitten die Hannover Indians die Eishockeyfamilie Deutschlands um Unterstützung für die Familie von Jan Dalgic.
Jan Dalgic ist ein Kämpfer, der nun den schwersten Weg seines noch jungen Lebens gehen muss. Diesen Weg wird er nicht allein gehen.
Die Indians-Familie steht hinter ihm und auch ganz Eishockey-Deutschland wird ihm bei seinem Kampf den Rücken stärken.

Die Hannover Indians haben im ersten Schritt zwei Spendenmöglichkeiten eingerichtet und geben diese hiermit wie folgt bekannt:

Als Spende per Banküberweisung auf das folgende nur für den Spendenempfang genutzte Unterkonto:

Empfänger: EC Hannover Eishockey Spielbetriebs GmbH
Deutsche Bank
IBAN: DE61250700240031985501
Verwendungszweck: „Jan Dalgic – The SAVE of his Life“

Oder als Spende per Paypal-Zahlung mit der „Family and Friends Funktion“ an:
[email protected] mit dem Verwendungszweck „Jan Dalgic – The SAVE of his Life“

Weitere Aktionen zu Gunsten von Jan Dalgic und seiner Familie sind in Vorbereitung und werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Die Hannover Indians bedanken sich im Namen von Jan und seinen Eltern bereits jetzt für die großartige Unterstützung und die vielen aufmunternden Worte.

Fight and win, Jan!

27/07/2022

Danke, Danke, Dankeschön

Ruhe in Frieden, "HJG" 😔

Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass unser ehemaliger Stadionsprecher Hans-Jürgen Gansauge, besser bekannt als HJG gestorben ist.

Mach's gut HJG! 🕯

In Gedanken sind wir bei den Hinterblieben. 🙏

Einen Nachruf zu HJG findet ihr auf unserer Webseite.

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 25/07/2022

#25 Joachim Ziesche – ein Dresdner in Berlin

Joachim Ziesche wurde am 3.Juli 1939 in Dresden geboren. Seine Familie flüchtete während des 2.Weltkrieges aus dem tschechischen Brünn nach Dresden. Da sie in Dresden aber auf Dauer keine Bleibe fanden zogen sie weiter.
Mit dem Eishockeysport begann er 1952 bei der BSG Einheit Berliner Bär. 1957 wurde er zum SC Dynamo Berlin delegiert. Für die Berliner Dynamos spielte er bis 1970. In 179 Spielen gelangen ihm dabei 284 Tore und 370 Scorerpunkte. Zweimal gelangen ihm dabei gleich acht (!) Tore in einem Spiel. Besonders bemerkenswert auch seine 44 Hattricks im Karriereverlauf. 1963 erhielt Joachim Ziesche ein Vertragsangebot aus der National Hockey League. Ein Wechsel ins Ausland wurde jedoch durch den DDR-Eishockeyverband nicht genehmigt. Ziesche stand während seiner aktiven Zeit wie kaum ein anderer in der DDR für hochklassiges Eishockey.

Mit der DDR-Nationalmannschaft nahm er als Spieler an insgesamt neun Weltmeisterschaften teil (achtmal A-WM und einmal B-WM). 1968 war Ziesche Teilnehmer bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble. Er gehörte als Spieler immer zu den erfolgreichsten Torschützen bei internationalen Turnieren. Insgesamt brachte es Joachim Ziesche auf 197 Länderspiele für die DDR mit 112 Toren. Bei der Eishockey-Europameisterschaft 1966 (im Rahmen der WM in Ljubljana) gewann er mit der DDR die, nachträglich verliehene, Bronzemedaille.

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere war er bis 1989 Cheftrainer des SC Dynamo Berlin. Als Spieler und Trainer des SC Dynamo Berlin wurde er insgesamt 15mal DDR-Meister. Außerdem betreute Ziesche von 1970 bis 1976 zusammen mit Klaus Hirche die DDR-Auswahl. Später übernahm er zusammen mit Hartmut Nickel von 1980 bis 1990 erneut diesen Trainerposten. Nach der politschen Wende folgten in der Saison 1992/1993 eine weitere Trainerstation beim SC Riessersee. Ab Dezember 1994 trat Joachim Ziesche die Nachfolge von Jaroslav Walter bei den Eisbären Berlin an. Das kurze Intermezzo hielt jedoch nur bis Saisonende.

Bereits im Juni 1970 erhielt Joachim Ziesche den Ehrentitel „Verdienter Meister des Sports“. Seit 2004 hängt seine Trikotnummer Sechs unter dem Dach des Berliner Wellblechpalastes. Für seine Verdiente im Sport wurde der ehemalige Weltklassestürmer 1990 mit der Aufnahme in die Hall of Fame Deutschlands und 1999 mit der Aufnahme in die IIHF Hall of Fame in Toronto geehrt.

Sein Sohn Steffen war später einst für die Dresdner Eislöwen verantwortlich. Mit Markus Ziesche gab es dazu noch einen weiteren Aktiven aus der Ziesche-Dynastie im blau-weißen Trikot.

Joachim Ziesche:
geboren am 3.Juli 1939 in Dresden
197 DDR-Länderspiele
112 Tore für die DDR-Auswahl
179 Spiele in der DDR-Oberliga
284 Tore
370 Punkte
1999 Aufnahme in die IIHF Hall of Fame
12mal DDR-Meister als Spieler und Trainer

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 04/06/2022

#24 Spieler, Trainer, Manager – Jan Tabor

Jan Tabor prägte das Dresdner Eishockey Anfang der 2000er Jahre als Spieler, Trainer und Manager.

Tabor begann seine Karriere als Spieler in seiner Heimatstadt Litvinov und spielte von 1979 bis 1984 beim HC Litvinov. 1984 reiste er nach Deutschland aus und bestritt wenig später seine erste Profisaison.....das ganze aber in Kanada bei den Nova Scotia Oilers, dem damaligen Farmteam der Edmonton Oilers.
Zur Saison 1985/86 wechselte er zum BSC Preussen Berlin in die 2.Liga Nord, für die er zwei Jahre aufs Eis ging. 1987 feierte er mit den Preussen den Aufstieg in die damalige Bundesliga.
Während der Saison 1988/89 wechselte er vom ESC Wolfsburg in die 2.Liga Süd zum EHC 80 Nürnberg, der in den folgenden Jahren sein Heimatverein werden sollte. In sechs Spielzeiten in Nürnberg absolvierte Jan Tabor mehr als 300 Spiele für den EHC (165 Tore, 189 Vorlagen).
1994 erfolgte dann sein Wechsel in die DEL zur Spielgemeinschaft Sachsen Weißwasser / Chemnitz. Nach Auflösung der Spielgemeinschaft blieb er zunächst in Weißwasser, um später sich dem EHC Neuwied in der 1.Liga Nord anzuschließen. Allerdings blieb er auch nicht lange in Neuwied, sondern ging bereits nach 21 Spielen zum EC Wilhelmshaven-Stickhausen. Auch dort hielt es ihm nicht lange, sodass nach weiteren 29 Spielen in der Saison 97/98 der Wechsel zum ERC Haßfurt erfolgte.

Seine letzte Station als aktiver Spieler war in der Saison 1999/2000 frisch in die Oberliga Nord eingegliederte ESC Dresden. Jan Tabor galt in dieser Mannschaft als einer der Führungsspieler. In 55 Spielen erzielte er 18 Tore und gab 35 Vorlagen.

Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport wurde Jan Tabor Manager der Eislöwen, der immer wieder tschechische Spieler verpflichtete und unter anderem mit Jiri Kochta das tschechisch geprägte Spiel in Dresden pflegte. Am Ende der Spielzeit 2007/08 übernahm er persönlich den Posten als Cheftrainer und erreichte den Wiederaufstieg in die 2.Bundesliga. Erst im Oktober 2008 gab er diesen Posten wieder komplett an Otto Keresztes ab, blieb aber weiterhin Manager der Eislöwen.
Erstmal konnte man in dieser Zeit einen Kooperationspartner aus der DEL gewinnen. Die Hamburg Freezers stellten u.a. Thomas Pielmeier und Marcus Sommerfeld zur Verfügung. Die allerdings in dieser Zeit keine Einsätze für die Blau Weißen absolvierten.

Ende Januar 2009 beendete er seine Managertätigkeit. Steffen Ziesche beerbte Tabor zu jener Zeit in diesem Amt.

Nach zehn Jahren endete somit die Ära Jan Tabor in Dresden. Trotz des Abstieges 2007 hat auch Jan Tabor einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des Eishockeysports in Dresden.

Jan Tabor:
geboren 2.Februar 1963
55 Spiele
18 Tore
35 Vorlagen
53 Punkte
Eislöwen Cheftrainer in der Saison 2007/08
Aufstieg in die 2.Bundesliga 2008 als Trainer

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 28/04/2022

#23 Trainerhistorie Teil 1 – Ivan Horak

Ivan Horak betreute die Eislöwen in ihrem ersten Oberliga-Jahr 1999/2000 und führte das Team als Aufsteiger mit Rang acht gleich direkt in die Play Offs, in denen im Viertelfinale Schluss war.

Horak wurde am 6.Januar 1957 im tschechoslowakischen Opava geboren. In seiner Jugend spielte er für den HC Slezan Opava. Von 1977 bis 1981 verteidigte Horak vier Jahre lang für den TJ Vitkovice in der ersten Liga der Tschechoslowakei. Danach wechselte er für ein Jahr zu TJ Gottwaldov. Ivan Horak verabschiedete sich danach vom Spitzeneishockey und spielte nur noch in unteren Ligen. So war er für CSA Banik Karvina und TJ TZ Trinec aktiv und sogar Spielertrainer bei TJ Slezan Frydek-Mistek.

Nach der Wende ging Horak 1990 nach Deutschland und spielte nach einem kurzen Gastspiel in Esslingen bis 1992 beim TEV Miesbach. Seine sportliche Karriere ließ es er erneut als Spielertrainer 1994 beim ESC Holzkirchen ausklingen.

Bereits bis 1994 arbeitete Horak nebenbei als Juniorentrainer des HC Vitkovice. In Deutschland sammelte er im Miesbacher Nachwuchs, sowie als Co-Trainer der ersten Mannschaft Trainererfahrung. Seine weiteren Stationen waren ebenfalls in bayrischen Gefilden. In Bayreuth (1994-1998) und Memmingen (1998-1999) arbeitete er als Nachwuchstrainer und jeweils später auch als Cheftrainer der ersten Mannschaft.

In Bayreuth war er mit 39 Jahren abermals als Spielertrainer aktiv und führte das Team aus der Landesliga in die Bayernliga und später gar in die Oberliga. Auch in Memmingen feierte Horak den Gewinn der bayrischen Meisterschaft.

Im Sommer 1999 übernahm Ivan Horak den gerade neu in die Oberliga Nord eingegliederten ESC Dresden. Nur ein Jahr später wurde er von Rudolf Sindelar als Cheftrainer abgelöst und arbeitet noch ein Jahr als Co-Trainer der Eislöwen weiter. Auch in Dresden kümmerte sich Horak nebenbei um den kompletten Nachwuchs, um dann bis 2002 als hauptamtlicher Nachwuchstrainer zu arbeiten. Ivan Horak hatte damit maßgeblichen Anteil an der Etablierung des Standortes Dresden in der Oberliga.

In der Saison 2003/2004 zog es ihn zurück nach Tschechien zum HC Vitkovice in die Junioren-Extraliga. Danach folgten erneut Trainerstationen in Deutschland, als er jeweils für eine Saison Höchstadt und Haßfurt übernahm. Ein längeres Engagement über vier Jahre (2006 bis 2010) folgte dann bei den Saale Bulls Halle. Hier traf er auch auf Angreifer Milan Kubis mit dem er einst in Dresden erfolgreich zusammen arbeitete.
Zur Saison 2010/11 wechselte der Tscheche zu den Trostberg Chiefs. Im Januar 2013 gab er seinen Einstand als Trainer beim Oberligateam ECC Preussen Berlin, für die er bis Saisonende 2015 tätig war. Ab 2015 war er für die EHF Passau Black Hawks an der Bande. In der Saison 2020/21 kehrte er erneut nach Miesbach zurück, blieb dort aber nach dem coronabedingte Saisonabbruch, trotz neun Siegen aus neuen Spielen, nicht weiter im Amt und wechselte erneut an die Donau nach Passau.

Bei allen seinen Stationen engagierte sich Ivan Horak sehr für die Nachwuchsmannschaften und deren Förderung.

Ivan Horak:
6.Januar 1957 in Opava

Eislöwen Cheftrainer in der Saison 1999/2000

Erreichen der Play Offs als Aufsteiger im ersten Oberligajahr mit Dresden
Bayrischer Meister mit Bayreuth und Memmingen
Aufstieg mit Bayreuth von der Landesliga in die Oberliga

Als Spieler aktiv in der Extraliga

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 22/04/2022

#22 Sachsenderby bei „100 Jahre Eishockey in Dresden“

Am 4.Januar 2009 empfingen die Eislöwen die Eispiraten Crimmitschau zum Sachsenderby. Anlässlich des Spiels wurde das 100-jährige Jubiläum des Eishockeysports in Dresden gefeiert.

Die Eislöwen gingen in der Saison 2008/2009 als Aufsteiger in der damaligen 2.Bundesliga ins Meisterschaftsrennen. Am Ende reichte es vor Crimmitschau zu Rang 12 in der Liga.

Vor der Partie gegen die Westsachsen unterlag man als Tabellenletzter trotz 2:0-Führung in Bad Tölz, Trainer Keresztes weilte kurzzeitig im Krankenhaus und Jerome Marois verabschiedete sich in seine kanadische Heimat. Mit einem Erfolg im Derby wollte man die rote Laterne an Crimmitschau weitergeben. Verzichten musste man auf David Cermak. 4.127 Zuschauer erlebte das Kellerduell, welches an die lange Eishockeytradition in Elbflorenz erinnern sollte.

Vor dem Spiel sorgten die Outlaws Dresden mit einer beeindruckende Choreografie für Gänsehaut.
Im ersten Drittel konnten die Eislöwen leider nicht an diese Begeisterung anknüpfen. Man vergab beste Chance und Crimmitschau ging durch Patrick Grandmaitre verdient in Führung. Besser startete man in die zweiten Spielabschnitt mit dem Ausgleichstreffer durch Jason Deleurme. Kurz danach bediente Jiri Mikesz mustergültig Michal Bartosch der zum 2:1 einnetzen konnte. In Unterzahl erhöhte Kevin Gardner sogar noch auf 3:1. Im Schlussabschnitt wurde das 4:1 der Dresdner leider von Schiri Neubert nicht anerkannt. Crimmitschau kam durch Torsten Heine erst in der 59.Spielminute zum Anschlusstreffer. Ein überragender Michal Marik im Eislöwentor sicherte die drei wichtigen Punkte im Abstiegskampf.

Wichtige Punkte geholte. Derbysieg. Auf die nächsten 100 Jahre Eishockey in Dresden.

Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Frühjahr 2009, standen die Tölzer Löwen als Hauptrundenzweiter plötzlich als Absteiger fest und die Eislöwen mussten nicht zusammen mit Crimmitschau die Abstiegsrunde bestreiten. Die entgangenen Einnahmen sollten zu gleichen Teilen aus der Tölzer Bürgschaft aufgeteilt werden, was jedoch mangels Masse nicht geschah. Den Meistertitel sicherten sich die Bietigheim Steelers. Trotz des Rückzugs der Füchse Duisburg aus der DEL, verzichteten die Schwaben auf den Aufstieg.

Dresdner Eislöwen – Eispiraten Crimmitschau 3:2 (0:1,3:0, 0:1)
0:1 Patrick Grandmaitre (6.), 1:1 Jason Deleurme (23.), 2:1 Michal Bartosch (26.), 3:1 Kevin Gardner (34.), 3:2 Torsten Heine (59.)

Dresdner Eislöwen: Michal Marik, David-Lee Paton – Marcel Linke, Andreas Maier, Jason Miller, Jason Beckett, Vitali Stähle, Lubos Velebny, Michal Bartosch, Kevin Gardner, Jason Deleurme, Jörg Wartenberg, Michael Schmerda, Markus Guggemos, Daniel Menge, Roman Weilert, Jiri Mikesz, Jakub Körner, Michal Schön
Trainer: Otto Keresztes

Eispiraten Crimmitschau: Marko Suvelo, Etienne Renkewitz – Daniel Willaschek, Christian Grosch, Brett Lutes, Markus Gleich, Philipp Gunkel, Jiri Lala, Sebastian Lehmann, Josh Liebenow, Chris Lyness, Alexander Janzen, Florian Vollmer, Hannes Albrecht, Torsten Heine, Michal Vasicek, Pierre Olivier Beaulieu, Christian Schönmoser, Patrik Grandmaitre, Marcus Löffler
Trainer: Wayne Hynes

Schiedsrichter: Christian Neubert

Zuschauer: 4.127

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 01/04/2022

>>> Zahlenspiele Update

Mit dem Ende der Saison 2021/2022 haben wir auch unsere All-Time-Spielerstatistiken aktualisiert.

Relevant sind dabei alle Punkt-, Playoff/Playdown- sowie DEB-Pokalspiele seit der Saison 1999/2000.

Neben den Top 5 in jeder Kategorie haben wir noch den nächsten Eislöwen aus dem aktuellen Kader erwähnt, der weiter fleißig Spiele, Tore oder Punkte sammeln kann.

Wie viele Spieler wurden offiziell in den genannten Wettbewerben seit Herbst 1999 eingesetzt ??? ;)

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 18/02/2022

>>> Zahlenspiele

Die aktuelle Hauptrunde neigt sich dem Ende und wir haben in unserem Archiv einmal die Spieler mit den meisten Spielen, Toren, Vorlagen, Punkten und Strafminuten für die Eislöwen gesichtet.
Relevant sind dabei alle Punkt-, Playoff/Playdown- sowie DEB-Pokalspiele seit 1999.

Leider sind viele Spielerstatistiken auf bekannten Internetseiten nicht ganz schlüssig und unvollständig, werden aber trotzdem so öffentlich verbreitet. Wir vertrauen daher auf unsere Aufzeichnungen, die weiterhin ständig geprüft werden.

Neben den Top 5 in jeder Kategorie haben wir noch den nächsten Eislöwen aus dem aktuellen Kader erwähnt, der weiter fleißig Spiele, Tore oder Punkte sammeln kann.

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 13/02/2022

#21 Deutsche Meisterschaft 1938 – Sieglos beim zweiten Auftritt

1938 qualifizierte sich Blau Weiß Dresden erneut für die Deutschen Meisterschaften. Jeder Gau bzw. Gaugruppe konnte dabei einen Vertreter melden. Das Fachamt für Eis- und Rollsport behielt es sich aber vor, die Mannschaften nach Spielstärke einzuschätzen und damit nicht alle Gaue zu berücksichtigen. Die Teilnehmerzahl wurde auf acht Mannschaften begrenzt.

Ein Ausscheidungsspiel der Gaumeister von 1937 wurde gegen den Schlesienmeister TSV Weißwasser am 1.Januar 1938 in Dresden mit 2:0 gewonnen.

Die Deutsche Meisterschaft 1938 fand vom 17. bis zum 19.Januar in München und Nürnberg statt. Das Finalturnier wurde in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen.
Die Vorrundengruppe A wurde im Prinzregentenstadion München ausgespielt. Die Düsseldorfer EG und der SC Riessersee erreichten dabei die nächste Runde. Der SC Brandenburg Berlin und der Altonaer SV schieden aus.
Im Linde-Stadion von Nürnberg spielte die Vorrundengruppe B. Das erste Spiel verloren die Dresdner gleich deutlich mit 0:9 gegen den Berliner Schlittschuhclub. Anschließend gab es ein 1:4 gegen den ESV Füssen. Zum Abschluss der Vorrunde unterlag man noch dem Rastenburger SV mit 0:2.
Damit war die zweite Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft für eine Dresdner Mannschaft bereits früh beendet.
Die Vorrundenpartie zwischen Berlin und Füssen (5:5) musste dabei abgebrochen werden, weil sich die 3000 Zuschauern betrogen fühlten es zu Ausschreitungen kam. Beide Teams schonten ihre Topspieler und setzten nur Reservespieler ein.....

Beim Finalturnier in Garmisch-Partenkirchen konnte sich der SC Riessersee mit zwei knappen Siegen gegen Füssen und Berlin den Meistertitel sichern.

In der Gaumeisterschaft Sachsen / Mitte konnte sich Blau Weiß Dresden den Titel im Jahr 1938 holen. In der Vorrunde bezwang man Guts Muts Dresden mit 5:1. Mit einem 8:0 gegen den Chemnitzer ETV erreichte man die Finalrunde. Diese wurde am 19.Februar in Altenberg ausgetragen.
Mit einem Sieg gegen den VfB Annaberg und einem Remis gegen den EHC Crimmitschau belegte man Platz eins vor den Crimmitschauern.

Endrunde Deutsche Meisterschaft 1938
Vorrunde:
Blau Weiß Dresden – Berliner Schlittschuhclub 0:9
Blau Weiß Dresden – ESV Füssen 1:4
Blau Weiß Dresden – Rastenburger SV 0:2

Endstand:
1. SC Riessersee
2. Düsseldorfer EG
3. Berliner Schlittschuhclub
4. ESV Füssen

Photos from Geschichte/n des Dresdner Eishockey's post 08/02/2022

#20 Premiere bei der Deutschen Meisterschaft 1934

Ab den 1930er Jahren wurde Eishockey in Dresden beim Schlittschuh-, Tennis und Hockey-Club (STHC) 08 gespielt. Der SHTC entstand aus einer Fusion zwischen dem Dresdner HC 1908 und dem Dresdner STC. 1933 fusionierte der STHC erneut, diesmal mit dem HTC Blau Weiß Dresden zum SHTC Blau Weiß 08 Dresden. Später hieß der Verein dann nur STC Blau Weiß Dresden.

1934 gewann Blau Weiß das erste Mal die Sachsenmeisterschaft und nahm damit an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Schierke teil. Das Turnier im Harz war die 18.Austragung der Meisterschaft und fand im Rahmen der 4. Winterkampfspiele vom 28. bis 31.Januar statt. Gespielt wurde auf dem Eisplatz an der Kalten Bode. Titelverteidiger war der Berliner SC.

Die N***s hatten zu jener Zeit alle Sportverbände in den Reichsführerring für Leibesübungen eingenommen und daraus 16 Gaue gebildet. Trotz regional ausgespielter Meisterschaften verzichtete man auf eine Ausschreibung und somit traten 15 gemeldete Mannschaften zum Turnier an.

Bereits in der Vorrunde unterlagen die Blau Weißen dem VfL Rastenburg mit 0:3. Damit war man bereits beim Kampf um den Titel ausgeschieden und spielte weiterhin in der Trostrunde. Aus dem ostpreußischen Rastenburg flüchteten übrigens in den 1940er Jahren einige Spieler und gründeten in Hessen den VfL und heutigen EC Bad Nauheim.

In den ersten beiden Spielen der Trostrunde konnte man den Bobclub Erfurt (4:1) und den Berliner HC (2:1) besiegen. Im Finale dieser Runde unterlag man jedoch dem Berliner EC mit 1:2. Offiziell belegte man damit Rang zehn des Turniers.

Im späteren Halbfinale um die Meisterschaft kam es zum bayrischen Duell zwischen dem SC Riesser und dem ESV Füssen, welches die Garmischer 2:1 gewannen. Das zweite Halbfinale war in Berliner Hand zwischen dem SC Brandenburg und dem Berliner SC, welches überraschend 1:0 an den SC Brandenburg ging. Der Berliner SC verlor auch noch das kleine Finale gegen Füssen und war damit zum erstem Mal seit 1912 nicht unter den ersten drei Platzierten der Meisterschaft. Den Titel gewann der SC Brandenburg mit 1:0 gegen Riessersee.

Endrunde Deutsche Meisterschaft 1934 in Schierke

Vorrunde:
VfL Rastenburg – Blau Weiß Dresden 3:0
1.Trostrunde:
Blau Weiß Dresden – Bobclub Erfurt 4:1
2.Trostrunde:
Blau Weiß Dresden – Berliner HC 2:1
3.Trostrunde:
Berliner EC – Blau Weiß Dresden 2:1

Halbfinale:
Berliner SC – SC Brandenburg Berlin 0:1
SC Riessersee – ESV Füssen 2:0

Spiel um Platz 3: ESV Füssen – Berliner SC 3:1

Finale: SC Brandenburg Berlin – SC Riessersee 1:0

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