14/09/2026
https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2026-09/2026-09_DJV-Analyse_Bundeslagebild_Waffenkriminalitaet_0.pdf
Das aktuelle Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 zeigt deutlich, dass die
sicherheitsrelevanten Herausforderungen im Bereich der Waffenkriminalität vor allem von
illegalen Waffen, organisiertem Waffenhandel und kriminellen Täterstrukturen ausgehen. Aus
Sicht des Deutschen Jagdverbandes (DJV) bestätigt das Lagebild damit erneut, dass legale
Waffenbesitzer wie Jägerinnen und Jäger nicht das Problem darstellen. Vielmehr
verdeutlichen die Zahlen und beschriebenen Phänomene, dass sich wirksame Maßnahmen
auf die Bekämpfung des illegalen Waffenbesitzes und der organisierten Kriminalität
konzentrieren müssen. Straftaten mit legalen Waffen sind offensichtlich so unbedeutend, dass
sie im Bundeslagebild nicht einmal erwähnt werden.
Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang die Diskussion über die Anzahl von
Jagdwaffen. Der DJV stellt fest, dass keine Fälle bekannt sind, in denen eine hohe Anzahl
legal besessener Langwaffen die Gefahr der Begehung von Straftaten begünstigt hätte.
Gleichzeitig würde eine zusätzliche Bedürfnisprüfung für jede weitere Waffe einen erheblichen
Verwaltungsaufwand verursachen, ohne einen erkennbaren Sicherheitsgewinn zu schaffen.
Auch das Bundeslagebild liefert keine Hinweise darauf, dass die Anzahl rechtmäßig
besessener Jagdwaffen einen erkennbaren Einfluss auf die Waffenkriminalität hätte. Vielmehr
liegen die sicherheitsrelevanten Schwerpunkte bei illegalem Besitz, illegalem Handel und
organisierter Kriminalität.