07/11/2023
Rucken: Wie oft, wie lange und wie schwer solltest du trainieren?
Rucken ist eine großartige Möglichkeit, die körperliche Fitness zu steigern – gerade, wenn Du nicht auf klassiches Cardio-Training stehst und eine Alternative zum Joggen willst.
Aber wie oft, wie lange und wie schwer solltest du trainieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen? Lass uns einen Blick auf meine Erfahrungen werfen, um dir dabei zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Der Anfang: Wie viel Rucken ist genug?
Als ich mit dem GoRuck-Workout begann, habe ich mich strikt an den vorgegebenen Plan gehalten. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag waren für Workouts reserviert, während Mittwoch und Sonntag als "Active Recovery" Tage mit Rucken dienten. Zu Beginn verwendete ich ein Standardgewicht von 30 Pfund (für Männer) bzw. 20 Pfund (für Frauen). Aber ich lernte schnell, auf meinen Körper zu hören.
Ich passte meine Ruckdauer und das Gewicht je nach meinem Befinden an. Wenn ich müde war oder meine Workouts anstrengend waren, reduzierte ich die Ruckzeit auf etwa eine Stunde oder 90 Minuten und verwendete das Standardgewicht. Wenn meine Workouts jedoch leicht waren, ging ich vielleicht für zwei Stunden und erhöhte das Gewicht auf 40 oder 45 Pfund.
Übertraining: Ein Fehler, den du vermeiden solltest
Eines Tages kam ich zu dem Schluss, dass ich nach jedem Training eine zusätzliche Stunde Rucken gehen sollte. Anfangs war es spaßig und ich genoss es wirklich. Doch mit der Zeit spürte ich, dass ich erschöpft war und verschiedene Beschwerden auftraten. Ich ignorierte diese Warnsignale und überlastete mich weiter. Bald darauf folgte eine Schulterverletzung, die mich zwingend dazu brachte, meine Vorgehensweise zu überdenken.
Nach meiner Schulter-OP erkannte ich, wie wichtig die Erholung ist. Ich hatte eine lange Genesungszeit, in der sich meine Beschwerden besserten. Doch als ich wieder mit dem täglichen Rucken begann, fühlte es sich nicht mehr richtig an. Ich merkte, dass ich zu viel gemacht hatte.
Die Erkenntnis: Weniger ist manchmal mehr
Ich experimentierte mit verschiedenen Ansätzen und fand schließlich heraus, dass ich nur zweimal in der Woche Rucken gehen musste, um meine Ziele zu erreichen. An diesen Tagen passte ich die Dauer und das Gewicht an, abhängig von meiner aktuellen Verfassung. Manchmal waren es nur eine halbe Stunde mit leichtem Gewicht, manchmal 90 bis 120 Minuten mit mehr Gewicht.
Ich lernte, auf meinen Körper zu hören und mich nicht übermäßig zu belasten. Die Workouts, die ich absolvierte, boten bereits genügend Rucktraining, da ich oft einen Ruck als zusätzliches Gewicht verwendete. Ich erkannte, dass weniger manchmal mehr ist, und dass ich meine Erholungstage effektiver nutzen sollte.
Wie oft solltest du Rucken?
Die Frage nach der Häufigkeit des Ruckens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn Rucken dein Haupttraining ist, kannst du es anfangs alle zwei Tage machen, um Fortschritte zu erzielen. Du kannst Rucken in dein Training integrieren, während du gehst, indem du Übungen wie Ausfallschritte, Squats und Push-Ups durchführst. Dies bietet dir die Möglichkeit, effizient zu trainieren.
Wenn du jedoch das GoRuck-Training verfolgst, wirst du feststellen, dass die geplanten Rucktage bereits Teil des Programms sind. Diese Workouts sind so konzipiert, dass du dich auf die Ruckevents vorbereitest. Du musst nicht zwangsläufig zusätzliche Ruckeinheiten hinzufügen, es sei denn, es ist ausdrücklich im Plan vorgesehen, z.B. bei Go Heavy-Workouts mit schwererem Gewicht.
Individualität und Körpergefühl
Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Körper anders auf Belastung reagiert. Einige Menschen können mit weniger Rucken besser gedeihen, während andere von häufigerem Rucken profitieren. Dein Körperbau, deine mechanischen Eigenschaften und deine individuelle Verträglichkeit spielen eine wichtige Rolle. Du musst herausfinden, was für dich funktioniert und dich am besten unterstützt.
Schlussgedanken
Dein Training sollte sich an deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen orientieren. Höre auf deinen Körper, sei selbstkritisch und analysiere, ob deine derzeitige Herangehensweise effektiv ist. Fehler anderer zu vermeiden, kann dir helfen, Verletzungen und Überlastungen zu vermeiden. Denke daran, dass die langfristige Gesundheit deines Körpers oberste Priorität haben sollte.
Insgesamt zeigt meine Erfahrung, dass weniger manchmal mehr sein kann. Finde das richtige Gleichgewicht zwischen Training und Erholung, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Denke langfristig und setze realistische Ziele, die nachhaltige Ergebnisse liefern. Dein Körper wird es dir danken, wenn du auf ihn hörst und die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit gibst.
Das war's für diese Folge. Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn du Fragen oder Anregungen hast, lass es mich wissen. Bis zum nächsten Mal!
Coach Chris
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