Silbersee 2 Sythen Haltern am See

Silbersee 2 Sythen Haltern am See Der beliebteste Badesee des Ruhrgebiets liegt in Sythen bei Haltern am See ( Münsterland). Die mittlere Mächtigkeit der Ablagerungen beträgt 100 Meter.
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Die Geschichte Quarzsandabbaus oder die Entstehung der Silberseen bei Haltern am See -Sythen
Als „Halterner Quarzsande“ bezeichnet man eine Ablagerungsfolge der Kreidezeit (Santon),die durch ein kieseliges Bindemittel häufig schwach verfestigt ist. Sie haben eine Ausdehnung von annähernd 900 qkm und erstrecken sich halbmondförmig etwa von Lüdinghausen bis Borken. Die überwiegend unter dem Grundwasserspiegel anstehenden Quarzsande werden heute in den Gewinnungsteichen (Silberseen) mit Saugbaggern bis zu einer Tiefe von 40 m abgebaut. Die im Bereich Dülmen, Hausdülmen, Haltern - Flaesheim und Sythen abgelagerten Halterner Sande weisen einen besonders hohen Reinheitsgrad ( bis zu 99,9%) auf, der auf Bleichvorgänge durch huminsäure Wasser zurückzuführen ist. Die hiesigen Sande werden aufgrund der Zusammensetzung und Kornform für die Herstellung von Gussformen für die Gießereiindustrie geeignet. Halterner Gießereisand ist die Referenz, an der Gießereisande aus anderen Lagerstätten gemessen werden. Mit Halterner Sand werden Motorblöcke, Getriebeteile, Teile für Anlagenbau aber auch für Windkraftanlagen gegossen. Aufgrund der besonderen Reinheit der Halterner Sande eignen sich diese außerdem hervorragend für die Glasproduktion und für Anwendungen in der chemischen und bauchemischen Industrie. Weil die Halterner Sande „Alleskönner“ sind, lässt sich die Lagerstätte ohne Abbauverluste 100 %ig nutzen und besitzt dadurch eine maximale Ressourceneffizienz. Vergleichbare Sande gibt es in Deutschland nur sehr selten. In der Glasindustrie zur Herstellung von Flach- und Hohlglas, sowie von Wasserglas für die chemische Industrie und in der Gießereiindustrie zur Herstellung von Gussformen und – kernen eingesetzt. Auch in vermahlender Form als Quarzmehl finden sie ein weites Anwendungsfeld, so als Füllstoff in Gießharzen und anderen Kunststoffen, als Schleif - und Poliermittel sowie als Rohstoff in der keramischen Industrie. Die Lagerstätte ist heute in einen ( bis Ende der 1990er Jahren waren es 3 See) Gewinnungsteichen erschlossen, den Silberseen 1. Geschichtliche Entwicklung. 1883 errichteten die Unternehmer Hilfenberg und Miesem aus Dülmen in der Potthofs rund der Werningsheide bei Hausdülmen auf Grund der dortigen Lehmvorkommen eine Dampfziegelei, die 60 Arbeiter beschäftigte. Als der Lehmvorrat erschöpft war begann man mit dem Abbau der darunter liegenden Quarzsande. Am 7.Dezember 1886 wurden die ersten mit Sand beladenen Waggons aus der Mesemschen Sandgrube bei Hausdülmen, die mit der Eisenbahnstrecke Haltern-Münster durch ein Anschlussgleis verbundenen waren, nach Haltern befördert. Dabei hoffte die Sythener Bevölkerung auch, dass der lange gehegte Wunsch, eine Eisenbahnhaltestelle in Sythen einzurichten, sich bald erfüllen möge. Am 1.März 1896 kaufte die „Rheinische Sandwerke A.G.“aus Düsseldorf die Sandgruben der Dülmerner Unternehmer zu einem Preis von 150.000 Mark auf. Weiter verkauft wurde der Betrieb 1914 an die Firma Kükenhöher, die auch weiterhin den Abbau von Quarzsand betrieb. Der erste Verwalter dieses Sandwerke war Bernhard Mühlenbrock aus Sythen, dort besser unter dem Namen „Braombrinks Natz“ bekannt. Maschinen gab es bei der Sandgewinnung damals noch nicht. Der Sand wurde von Arbeitern mit der Schüppe auf Feldbahnloren geschaufelt, die von einer Dampflokomotive gezogen wurden. In den“ schwarzen Jahren“ nach dem verlorenen 1. Weltkrieg wurde das Sandgeschäft für kurze Zeit unrentabel. Der Altwerthändler Paul Klein pachtete 1920 das Gelände mit allen darauf stehenden Gebäuden und richtete in diesen ein Altpapier-Sortier-Werk ein, das er jedoch bereits 1924 wieder aufgab. 1950 -1956 In der Geisheide, auf dem Gelände des Herzogs von Croy, siedelte sich 1950 zwischen der WASAG und dem Vogelsberg (zwischen Silberseen 1 und 2 und der A 43) ein weiterer Quarzsandgewinnungsbetrieb an, die „Westfälischen Sand - und Tonwerke Dr.Müller GmbH“ mit Sitz in Dorsten, die ihren Firmennamen 1956 in „Westdeutsche Quarzwerke Dr.Müller GmbH“ änderte. Der Betrieb wurde 1983 von der „Quarzwerke GmbH“ übernommen: ebenso die Kunstharzumhüllungsanlage der„Chemo Quarz WQD Klüser GmbH &Co KGDorsten 1993“ wurde die alte Quarzsandaufbereitungsanlage des Werkes Sythen, ehemals "Westdeutsche Quarzwerke Dr.Müller GmbH“ abgebrochen. 1951erfolgt zudem die Gründung der„Westfälischen Sandsteinwerke Lindemann & Co“. Als weiteres Unternehmen siedelten sich 1952 die „Vestische Hartsteinwerke Schenking GmbH &Co KG.Sythen“ in Sythen an, die ihr Betriebsgelände durch einen Pachtvertrag mit dem Erbprinz von Croy erwarben und heute noch dort ansässig sind. Die bereits bestehenden „Rheinische Bau- u. Kristallsandwerke GmbH“ waren 1951 in „Rheinische Sandwerke GmbH" umbenannt worden, die ab 1956 unter „Quarzwerke GmbH-Werk Haltern“ firmierten. Im gleichen Jahr nahmen sie auch ihre Anlagen zur Trocknung von Quarzsand und zur Vermahlung von Quarzsand zu Quarzmehl im Betrieb. 1924 war das Jahr, in dem die „Quarzwerke GmbH“ in Sythen. Durch Übernahme der Firma Kükenhöher in die Gewinnung von Quarzsand im Raum Dülmen einstiegen. Die Betriebsführung wurde der Tochtergesellschaft, der „Rheinische Bau -u. Kristallsandwerke GmbH“, übertragen. 1927 erhielten das Werke auch in Sythen einen eigenen Bahnanschluss. Aber auch für Andere schien der Abbau von Quarzsand wieder Erfolg versprechend gewesen zu sein. Die Firma „Heinrich Jung KG“ begann 1922 in Fohrmanns Heide mit der Sandgewinnung, stellte aber den Betrieb dort schon nach zwei Jahren wieder ein. 1927 nahm sie in der Geisheide die Sandgewinnung ( heute Silbersee 1 und 2 ) wieder auf und arbeitete auch noch nach dem 2. Weltkrieg. 1966 wurde die Firma von der „ Quarzwerke GmbH übernommen und als „Tagebau Werk Haltern West“ bezeichnet. Der Silbersee 1 wurde von der Ziegelei- und Baugesellschaft GmbH, Dorsten (Unternehmen der Westdeutsche Quarzwerke Dr. Müller) seit 1950 betrieben. 1981 wurde der Betrieb von den Quarzwerken übernommen. Die Arbeiten der „ Quarzwerke GmbH-Werk Haltern“ waren bereits 1960 unter Bergaufsicht gestellt worden. Damit sollten auch solche Schäden vermieden werden wie 1966, als die Werkstraße von der B51 zum Betriebsgelände durch Unterspülung einstürzte. Der Schaden wurde jedoch in wenigen Tagen behoben. Danach folgten 1975 Neubau u. Inbetriebnahme einer Nutschbunkeranlage für hydroklassierten Quarzsand Förderteich Ost oder Blauer See / Silbersee 3, 1951 begann der Aufschluss des später als Silbersee 3 bezeichneten Abbaufeldes wo zunächst bis 1969 abgebaut wurde. Um die Aussandungen im vorgesehenen Umfang durchführen zu können, war 1963 die Verlegung des Russenfriedhofs, der im geplanten Abbaufeld lag, nach Hausdülmen beantragt worden. Am 19.11.1967 (Volkstrauertag), fand die feierliche Neueinweihung des Ehrenfriedhofes durch einen Geistlichen nach orthodoxem Ritus in russischer Sprache statt. Auch ca. 12 Familien mussten den Silbersee III weichen. Die letzten zogen 1975 aus „Karnickelhausen-Ost“ fort. Von 1969 bis 1976 ruhte am Silbersee 3 der Abbau und wurde dann mit Unterbrechungen bis zur endgültigen Einstellung 1992 weiter fortgesetzt. Die Tagesbaufläche von 127 ha mit dem circa 25 m tiefen Silbersee 3 wurde 1994 abschließend rekultiviert und 1995 mit Zulassung des Abschlussbetriebsplanes durch das Bauamt Marl aus der Bergaufsicht entlassen. Der Landschaftssee ging im Januar 1980 in den Besitz des KVR über und wurde damit der Öffentlichkeit für die stille Naherholung zur Verfügung gestellt. Die heutige Seefläche hat eine Größe von rund 72 ha. Der„Quarzwerke GmbH – Werk Haltern Haltern“ wurde 1982 im Wettbewerb „Industrie und Landschaft“ die Silberplakette für beispielhafte Rekultivierung im Raum Sythen verliehen. Silbersee 1. Wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in den „Baggerlöchern“ nur von Werksangehörigen und die Karnickelhausenern und einigen wenigen Sythener und Hausdülmenern gebadet, so nahm der Druck „Auswärtiger“ in den 1960er und 70er Jahren immer zu. 1980er Jahren nahmen die Verhältnisse im Aussandungsgebiet durch „Wildbadende“ nahezu chaotische Ausmaße an. Insbesondere die Anwohner das Sythener Ortsteils Lehmbraken hatten die Hauptlast zu tragen. Selbst Hof- und Garageneinfahrten wurden rücksichtslos zugeparkt. Die B 51 wurde oft derart zugestellt, dass nur noch die Straßenmitte einspurig befahren werden konnte. Erschwerend hinzu kamen noch die zahlreich mit dem Auto anreisenden Besucher des nahe gelegenen Prickinghofes. Auch Vandalismus rund um die Silberseen mit Beeinträchtigung der Natur (Müllberge, Feuergefahr u.a.) und auch Beschädigungen von Technikeinrichtungen nahmen besorgniserregende Ausmaße an. Die „Quarzwerke GmbH“ und das Ordnungsamt der Stadt Haltern waren überfordert. Der Einsatz der Polizeireiterstaffel Recklinghausen war nicht einmal der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Fünfstellige Besucherzahlen an den heißen Sommerwochenenden erforderten dringenden Handlungsbedarf auch überörtlicher Behörden

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23/09/2026

Viktorkirmes Dülmen 09 Okt — 12 Okt 2026
Münsterländer Herbstkirmes mit Krammarkt, Familientag und verkaufsoffenem Sonntag in der Dülmener Innenstadt Weltkarten Erkunden

Münsterländer Herbstkirmes vom 9. bis 12. Oktober 2026 in Dülmen mit Krammarkt, verkaufsoffenem Sonntag (11.10.) und Familientag am Montag. Eintritt frei.

23/09/2026

Eure Silbersee 2 Fotos! Nach der Corona Sperrung.

19/09/2026

Adresse

Zum Vogelsberg
Haltern In Westfalen
45721

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