03/10/2026
Wir haben das so oft gehört, dass wir aufgehört haben zu zählen.
Er läuft ständig drüber. Er legt sich genau da hin, wo ich stehen muss. Er will Aufmerksamkeit, sobald ich anfange. Ich kann mit ihm einfach nicht entspannen.
Und wir verstehen das vollkommen. Weil es sich genauso anfühlt, wenn man noch nicht weiß, was da eigentlich passiert.
Was wirklich passiert, ist folgendes. Dein Hund sucht nicht die Matte. Er sucht dich. Den Moment, in dem du aufhörst zu funktionieren und wirklich präsent wirst. Er spürt, dass da gerade etwas anders ist, dass du langsamer wirst, tiefer atmest, zur Ruhe kommst. Und er will genau da dabei sein.
Das ist kein schlechtes Benehmen. Das ist Bindung.
Und wenn man anfängt, ihn nicht mehr wegzuschicken, sondern bewusst einzuladen, verändert sich die ganze Einheit. Er wird ruhiger, weil du ruhiger wirst. Du wirst tiefer, weil er neben dir liegt. Irgendwann weißt du nicht mehr, wer von euch beiden die Entspannung eigentlich gestartet hat.
Der Hund auf der Matte ist das Beste, was deiner Yogapraxis passieren kann.
Habt ihr euren Hund beim Yoga schon mal dazugelassen? Wie war das? Erzählt es uns in den Kommentaren. ✍️