Gima-Ha International Karate-Do Federation Deutschland

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Die Gima-ha International Karate Federation Deutschland, kurz GIKF ist die offizielle Repräsentanz der GIKF Japan.

18/08/2019

Die aufregende Reise ins Land des Karate

Im Sommer war eine 14-köpfige Gruppe der Karate-Abteilung des Walddörfer SV im fernen Japan, dem Mutterland des Karate. Die Stationen der Reise waren Tokio, Ojiya, Kyoto und wieder Tokio. Neben dem Sightseeing stand Karate im Mittelpunkt. Dazu gehörten zwei ausführliche Trainingseinheiten bei Großmeister Higuchi (9. Dan) in Tokio, eine Trainingseinheit im Dojo von Großmeister Kobayashi (9. Dan) in Ojiya mit anschließender bestandener Schwarzgurt-Prüfung zweier Hamburger Karateka sowie ein internationaler Wettkampf. Ebenso wurde anlässlich des 30-jährigen Todestages des Großmeisters Gima Makoto (10. Dan) im Rahmen einer buddhistischen Zeremonie gedacht.

Ein Reisebericht von Uwe Schmidt

Als wir nach rund 20-stündiger Reise in Tokio ankamen, wurde uns sofort klar: Japan ist anders. Die Japaner sind ein unglaublich diszipliniertes, rücksichtsvolles und hilfsbereites Volk. Wann immer wir uns auf unserer Reise zum Beispiel mit der Orientierung schwer taten - wie zum Beispiel in der Tokioter U-Bahn -, stand sofort jemand bereit, um uns zu helfen. Die Sprache spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Notfalls wurde mit Händen und Füßen die Richtung gewiesen. Auch in den Restaurants war es so. Da die Speisekarten für uns manchmal nur schwer zu entschlüsseln waren, kam immer sofort jemand und half. Außerdem gibt es in Japan Restaurants, in denen man am Eingang an Automaten zahlt, der dann wiederum einen Zettel auswirft, den man dem Personal überreicht. Aber auch da fanden wir stets Hilfe. Wir sind nie verhungert, man hat uns nie übervorteilt, alles lief wie am Schnürchen. Das gilt selbstverständlich auch für das Bahnnetz in Japan, von dem wir in Deutschland nur träumen dürfen. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, wie pünktlich alles ablief und wie die Japaner ohne zu drängeln ein- und ausstiegen. Auch bei hoher Menschendichte kommt nie Hektik auf. Rücksicht geht immer vor.

Eintauchen in den Buddhismus

Unsere ersten Nächte in Tokio verbrachten wir in einem buddhistischen Zentrum. Da unser Trainer Martin Kröckel, oder wie wir sagen „Sensei“ (japanisch für „Lehrer“) selbst buddhistisch konfirmiert ist und den Buddhismus in seinem alltäglichen Leben praktiziert, wurde auch uns die Tür geöffnet. Morgens nahmen wir an den Andachten teil, bei denen buddhistische Mönche einen leicht monotonen Gesang intonierten, der eine meditative Stimmung auslöste.

Danach galt es, Tokio zu erobern. Tokio ist eine tolle Stadt, in der man aus dem Staunen nicht herauskommt. Wer noch nie da war, aber den Film „Lost in Translation“ kennt, hat zumindest eine leise Ahnung vom Leben in dieser Stadt. Tokio bietet neben dem pulsierenden Großstadtleben viele Oasen mit Parks und Tempeln, die große Ruhe ausstrahlen. Hinzu kommt das tolle japanische Essen, das manchmal zwar rätselhaft, aber immer sehr gesund und bekömmlich ist. So sieht man bis heute in Japan deutlich weniger beleibte Menschen als in Deutschland.

Drei Stunden mit Großmeister Higuchi

Für Karateka ist es natürlich das Größte, in Japan von einem Großmeister unterrichtet zu werden. Higuchi ist solch einer. Inzwischen 75 Jahre alt war er in früheren Jahren trotz geringer Körpergröße und -masse ein gefürchteter Kämpfer auf internationalen Turnieren. Die Geschwindigkeit, Präzision und Geschmeidigkeit seiner Bewegungsabläufe auch noch in seinem Alter ließen uns staunen. Nach einer schweißtreibenden dreistündigen Trainingseinheit waren wir mehr als glücklich, mit dem Meister noch Fotos schießen und danach mit ihm essen gehen zu dürfen.

Von Tokio ging es mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen Richtung Ojiya, einer Kleinstadt in der Nähe von Nagaoka und bekannt für die berühmten Koi-Fische sowie seine heißen Quellen, dank derer im Winter die Straßen eisfrei gehalten werden. In Ojiya befindet sich auch das Zentrum des Shotokan Gima-Ha, der traditionellen Karaterichtung, die im Walddörfer SV unterrichtet wird. Hier nahmen wir an einer internationalen Trainingseinheit im Dojo von Großmeister Kobayashi teil. Danach wurde eine internationale Schwarzgurtprüfung abgenommen, an der zwei Mitglieder unserer Reisegruppe teilnahmen und bestanden: Andreas Tonnemacher und Christian Böttcher sind nun Träger des 1. Dans. Herzlichen Glückwunsch!

Nach der Prüfung kam der feierliche Moment im Tempel neben dem Dojo. Großmeister Kobayashi, selbst auch buddhistischer Mönch, hielt eine Zeremonie aus Anlass des 30. Todestages zu Ehren von Gima Makoto, dem Begründer unserer Karate-Stilrichtung, ab. Hieran nahmen Karateka aus sechs Ländern teil. Am Ende gab es ein großes Gruppenfoto mit allen Teilnehmern.

Richtig spannend wurde es am nächsten Tag. In Ojiya gab es das große internationales Turnier an dem auch sechs Teilnehmer unserer Gruppe teilnahmen und sich mit sehr flinken Japanern messen durften. Hier haben wir erwartungsgemäß unser Lehrgeld entrichten dürfen, aber nichtsdestotrotz wollte niemand von uns dieses einmalige Erlebnis im Heimatland des Karate missen. Am Abend des Turniers gab es schließlich noch einen feierlichen Empfang.

Kyoto – das kulturelle Zentrum

Von Ojiya führte uns die Reise weiter nach Kyoto, dem kulturellen Zentrum von Japan. Dort verbrachten wir die Nächte in einem traditionellen Ryokan. Das sind kleine traditionell eingerichtete japanische Hotels, wo man auf Tatami-Matten aus Reisstroh schläft. Man war aber so nett, uns auch weiche Unterlagen ins Zimmer zu legen. Das Ryokan war in der Nähe des Higashi Honganji gelegen, dem Haupttempel des Jodo Shinshu-Buddhismus (Schule des reinen Landes). Auch dort nahmen wir zusammen mit unserem Sensei Martin an den morgendlichen Andachten teil.

Darüber hinaus bietet Kyoto viele weitere Sehenswürdigkeiten, für die drei Tage eigentlich zu kurz sind. Dazu gehört zum Beispiel der Fushimi Inari-Taisha, ein Schrein des Shintoismus, neben dem Buddhismus in Japan die zweite Religion. Der Shintoismus geht von der Beseeltheit der Dinge aus und verehrt besonders die Ahnen. Eine ebenfalls sehr schöne Parkanlage beherbergt den buddhistischen Kinkaku-ji, den Goldenen-Pavillon-Tempel.

Etwa eine Fahrstunde mit dem Zug von Kyoto entfernt liegt Nara, von 710 bis 784 unter dem Namen Heijo-kyo die Hauptstadt Japans. Dort gibt es ebenfalls große Tempelanlagen zu besichtigen. Besonders beliebt ist der Ort auch dank des Nara-Parks mit seinen Sikahirschen, die zutraulich den öffentlichen Raum mit den Menschen teilen und sich streicheln und füttern lassen.

Japan: Eine Erfahrung, die niemand von uns missen möchte

Am Ende unserer spannenden Reise ging es zurück nach Tokio. Natürlich mit dem Shinkansen, dem tollsten Zug der Welt. Alle waren wir wieder mit einer Bento-Box ausgerüstet - gefüllt mit leckerem japanischen Essen statt Fast Food. Die praktischen Boxen gibt es an jedem japanischen Bahnhof. Die letzten beiden Tage unserer Reise nutzten wir in Tokio zu einer weiteren ausgiebigen Trainingseinheit mit Großmeister Higuchi sowie Sightseeing, bevor wir schließlich die Rückreise nach Hamburg antreten mussten.

Angereichert mit herrlichen Erlebnissen und Erfahrungen im Land der aufgehenden Sonne kamen wir wieder in Hamburg an. Wir waren uns alle einig, dass diese Gruppenreise ein großartiges Ereignis war. Wir haben es genossen, sowohl als Reisende in einem schönen, oftmals rätselhaften, aber immer liebenswerten Land mit den hilfsbereitesten Menschen, die man sich nur vorstellen kann, als auch als leidenschaftliche Karateka im Mutterland unserer Kampfkunst gewesen zu sein.

02/05/2019
Workshop - April 2019 11/04/2019

Am 5. und 6. April 2019 durften wir Gäste aus Japan und Polen bei uns willkommen heißen. Zu besuch in Hamburg waren Masaya Kohama 9. Dan und Atur Kryzanowski 7. Dan. An diesen beiden Tagen konnten wir einmal mehr die Vorzüge einer soliden Grundschularbeit erfahren. Wir hatten auch einige Gäste aus anderen Dojo bei uns zu Gast und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Kangeiko - Januar 2019 16/01/2019

Auch wenn wir in diesem Jahr leider wieder kein Glück mit dem gewünschten Schnee hatten, war unser Wintertraining dennoch wieder ein voller Erfolg. So können wir laut japanischer Tradition, frisch und mit klarem Geist in ein neues Jahr starten.

13/01/2019

Kangeiko 2019 - Ein frischer Auftakt

Auch wenn wir in diesem Jahr leider wieder kein Glück mit dem gewünschten Schnee hatten, war unser Wintertraining dennoch wieder ein voller Erfolg. So können wir laut japanischer Tradition, frisch und mit klarem Geist in ein neues Jahr starten.

22/12/2018

Unser Sensei und Trainer Martin.

Er rief 2008 die GIMA-HA SHOTOKAN-RYU Deutschland e.V. ins Leben. Diese ist die erste offizielle Repräsentanz der GIMA-HA SHOTOKAN-RYU Karatedo Association Japan.
Anfang 2018 wurde diese in Gima-ha International Karate-do Federation umbenannt.

Workshop - June 2018 07/11/2018

Ein Lehrgang mit André Busche aus Deutschland und Alessandro Azzenari aus Italien.

Karate Hamburg 07/11/2018

www.gima-ha.de
Ab sofort ist unsere neue Webseite erreichbar.
Auf ihr könnt Ihr alle wichtigen Infos zu unserem Verband finden. Unter anderem findet Ihr dort auch die Geschichte zur Gima-ha.

Karate Hamburg Die GIMA-HA SHOTOKAN-RYU Karatedo Association ist nach Makoto Gima benannt, einem Schüler und engem Vertrauten von Gichin Funakoshi.

Kangeiko Januar 2018 21/01/2018

Es ist wieder einmal soweit, das Jahr hat einen erfolgreichen Wechsel vollzogen und mit ihm kam auch das "heiß" ersehnte Wintertraining.

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