17/09/2026
Zwei Tage, zwölf motivierte Teilnehmer und zahlreiche Impulse für das eigene Training: Der Kutschlehrgang mit Thomas Schuppert auf dem Hof Balzer war für Pferde und Fahrer ein rundum gelungenes Trainingswochenende. Organisator Jörg Smits hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, bei dem neben dem Fahren vor allem Beobachtung, Kommunikation und präzise Hilfengebung im Mittelpunkt standen.
Der Samstag auf dem Grönings Hof in Marl war der Dressur gewidmet. Am Sonntag wechselte die Gruppe auf den großen Sandplatz des Hofes Balzer. Dort stand das stilistische und vorausschauende Kegelfahren auf dem Programm. Neben einem sicheren Gefühl für das Gespann waren dabei die Einschätzung von Distanzen, eine kluge Linienwahl und das Finden der Ideallinie entscheidend.
Thomas Schuppert überzeugte mit fachlicher Kompetenz, ruhiger Souveränität und Humor. Über Headsets konnte er seine Schüler unmittelbar anleiten und Korrekturen direkt geben. Dabei holte er jedes Gespann auf seinem individuellen Ausbildungsstand ab.
Seine Trainingsphilosophie erläuterte er gleich zu Beginn: „Ich laufe erst einmal ein paar Runden mit. Bevor die Pferde nicht ruhig und zufrieden kauen und durch den Körper in Anlehnung an das Gebiss schreiten, brauchen wir nicht anzutraben. Die Peitsche ersetzt den Schenkel des Reiters, und die Kommandos müssen mental auf Harmonie eingestellt sein."
Ruhe, Losgelassenheit und eine klare Kommunikation bildeten damit die Grundlage für die weitere Arbeit. Erst wenn die Pferde entspannt und aufmerksam waren, folgte die nächste Gangart oder Aufgabe. Diese konsequente, pferdegerechte Herangehensweise kam bei den Teilnehmern gut an. Einer fasste seine Eindrücke zusammen: „Thomas hat einen großen Willen, uns den Erfolg zu vermitteln – und das mit wirklich tollen Trainingsmethoden!"
Auch Thomas Schuppert zog ein positives Fazit. Die Arbeit von Jörg Smits mit den Teilnehmern und ihren Pferden überzeugte ihn: „Mit dem Grundstein, den Jörg hier gelegt hat, kann jeder der Teilnehmer auch auf den Turniersport hinarbeiten." Besonders angetan war er von den Friesen Nina und Nita: „Das sind toll ausgebildete Pferde mit großer Klasse, es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit ihnen zu arbeiten."
Jörg Smits freut sich über die positive Resonanz beim Lehrgang – auch für ihn ist das Erlernte eine wertvolle Bereicherung: „Ich konnte einige neue Impulse für meinen eigenen Unterricht mitnehmen – einfach klasse." Wie gut die Arbeit bei den Pferden angekommen war, zeigte sich am nächsten Morgen im Stall. „Ich konnte sehr zufriedene Pferde sehen, die sofort und wohlwollend an die Arbeit gingen", berichtete Smits.
Das Training machte deutlich: Gute Ausbildung braucht Zeit, Konsequenz und ein Gespür für den richtigen nächsten Schritt. Entsprechend groß ist der Wunsch bei allen nach einer Fortsetzung. Bis dahin wollen die Teilnehmer das Erlernte festigen und in den Trainingsalltag übertragen.
Für die nächste Veranstaltung ist bereits eine besondere Perspektive im Gespräch: Vierspänner mit Friesen und Lewitzer Ponys auf dem Hof Balzer.
Wer sich für das Kutschfahren interessiert, kann sich bei Jörg Smits unter Tel. 01517 5025194 oder per E-Mail an [email protected] melden.
Fotos Jutta Smits
Thomas Jörg.jpg: Auch für Organisator und Trainer Jörg Smits war die gemeinsame Zeit mit Thomas Schuppert auf dem Kutschbock eine Bereicherung und lehrreich für seine eigenen Trainings.
Thomas Julius.jpg: Wie hier mit Fahrschüler Julius Folz startete Thomas Schuppert mit jedem Teilnehmer, indem er zunächst neben der Kutsche herlief.
Jörg Thomas Heribert.jpg: Freuten sich gemeinsam über die erfolgreichen Kutschtage auf dem Hof Gröning und dem Hof Balzer: v.l. Jörg Smits, Thomas Schuppert und Heribert Gröning.