20/08/2026
Rückruf – die Königsdisziplin im Hundetraining.
Und trotzdem halten wir Menschen uns dabei oft vor allem an Signalen fest: „Hier“, „Komm“, „Zu mir“, Pfeife.
Versteht mich nicht falsch: Signale sind wichtig. Sie geben Orientierung und helfen uns im Alltag immer wieder weiter.
Aber manchmal vergessen wir dabei das, was zwischen Hund und Mensch passiert.
Unsere Hunde sind hochsoziale Lebewesen. Sie nehmen unsere Stimmung wahr, unsere Körpersprache, unsere Stimme – und ziemlich wahrscheinlich auch, ob wir gerade wirklich Bock auf dieses gemeinsame Miteinander haben.
Und gerade beim Rückruf verlangen wir oft ziemlich viel.
Der Hund soll etwas stehen lassen, was er gerade spannend, wichtig oder richtig geil findet. Er soll Frust aushalten, sich lösen und sich auf den Weg zu uns machen.
Und dann rufen wir ihn genervt, angespannt oder völlig emotionslos zu uns?
Für mich gehört deshalb mehr zu einem guten Rückruf als ein sauber aufgebautes Signal.
Ich möchte meinen Hund so ansprechen, dass er gerne zu mir kommt. Ich passe meine Stimmung an, motiviere ihn auf dem Weg und freue mich ehrlich darüber, wenn er sich für mich entscheidet.
Und wenn er bei mir ankommt, ist für mich nicht einfach Schluss.
Diese gute Stimmung darf bei mir weitergehen.
Denn Rückruf ist für mich nicht nur Technik.
Rückruf ist auch soziales Miteinander.