29/08/2026
⚓ Große Suchaktion in der Eckernförder Bucht – beobachtet aus dem Hafen Damp
Vorestern Abend gegen 19 Uhr war ich im Hafen von Damp und habe zunächst beobachtet, wie das Seenotrettungsboot NIMANOA ausgelaufen ist. Kurz darauf war auch die BERLIN aus Laboe unterwegs, und im Funkverkehr war ein SAR-Hubschrauber der Marine zu hören.
Inzwischen ist bekannt, was der Hintergrund war:
Bei Karlsminde war ein herrenloser Kite gefunden worden. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der dazugehörige Kitesurfer noch irgendwo in der Eckernförder Bucht im Wasser trieb, wurde eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet.
Beteiligt waren unter anderem die NIMANOA aus Damp, die BERLIN aus Laboe, weitere Seenotrettungseinheiten, DLRG, Feuerwehren sowie ein SAR-Hubschrauber der Marine.
Zum Glück ging die Sache gut aus: Die gesuchte Person musste offenbar nicht aus dem Wasser gerettet werden, sondern wurde später in Surendorf gefunden. Daraufhin konnte die Suche abgebrochen werden.
Der Vorfall zeigt aber auch, wie schnell aus einem herrenlosen Kite eine große Rettungsaktion werden kann.
Die DGzRS empfiehlt deshalb ausdrücklich, Kite und Board mit Name und Mobilnummer zu kennzeichnen. Wer sein Material auf See verliert, selbst aber sicher an Land kommt, sollte zusätzlich sofort die Rettungsleitstelle See informieren. Eine kleine Telefonnummer auf dem Material kann im Zweifel verhindern, dass zahlreiche Rettungskräfte nach einer Person suchen, die längst sicher an Land ist.
Dabei darf man auch nicht vergessen: Die DGzRS-Seenotretter werden nicht aus Steuergeldern, sondern überwiegend aus freiwilligen Spenden finanziert. Bei Marine, Feuerwehr und anderen Behörden entstehen bei solchen Großeinsätzen natürlich trotzdem erhebliche Kosten.
Und noch ein Hinweis zu meinem Video aus Damp:
🔊 Das Alarmsignal, das im Hintergrund zu hören ist, stammt von meinem eigenen Funkgerät. Das Gerät hatte nach dem Einschalten zunächst noch kein GPS-Signal und hat deshalb Alarm ausgelöst. Es gehört also nicht zum Seenotfall.
Am Ende bleibt vor allem eines: beeindruckend, wie schnell und mit welchem Aufwand die Rettungskette funktioniert, wenn auch nur der Verdacht besteht, dass ein Mensch auf See in Gefahr sein könnte.
Respekt an alle beteiligten Einsatzkräfte und Seenotretter. ⚓🚁