17/09/2026
Quelle NW: Donnerstag, 17. September 2026
Ehrenamt besser sichtbar machen
Packen mit an: Ulrich Eickmeier (l.) und Volker Hahn engagieren sich beim Golfclub Herford.
Kreissportbund Herford rückt die Menschen hinter dem Sport in den Mittelpunkt.
Kreis Herford. Kein Training, kein Wettkampf und kein funktionierendes Vereinsleben ohne Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und ihr Engagement einzubringen. Unter dem Motto „Kein Sport ohne Ehrenamt“ greift der Kreissportbund Herford eine Kampagne des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen auf und möchte damit insbesondere den Ehrenamtlichen in den Sportvereinen des Kreises Herford eine Bühne geben. Denn während Sportlerinnen und Sportler auf dem Platz, in der Halle oder im Schwimmbad unmittelbar zu sehen sind, findet ein großer Teil der Arbeit im Verein abseits der Öffentlichkeit statt.
Veranstaltungen werden organisiert, Sportstätten gepflegt, Verwaltungsaufgaben übernommen und zahlreiche kleine und große Probleme gelöst. Vieles davon geschieht ehrenamtlich – und für viele Vereinsmitglieder ganz selbstverständlich.
Genau hier setzt der Kreissportbund Herford an. Die landesweite Kampagne soll genutzt werden, um die Geschichten hinter diesem Engagement vor Ort zu erzählen. Vereine aus dem Kreis Herford
erhalten die Möglichkeit, Menschen vorzustellen, die sich mit Zeit, Ideen und Tatkraft für ihren Verein einsetzen und dabei häufig nicht im Rampenlicht stehen. Einen ersten Einblick geben Ulrich Eickmeier und Volker Hahn. Beide engagieren sich seit vielen
Jahren im Golfclub Herford und übernehmen Aufgaben, die weit über das eigentliche Golfspielen hinausgehen.
Eickmeier ist seit rund zwölf Jahren Mitglied des Clubs, spielt bei den Senioren und gehört dem Verwaltungsrat an. Darüber hinaus hilft er bei organisatorischen und handwerklichen Aufgaben.
Wenn auf dem Gelände Arbeiten anfallen, packt er mit an – vom Entfernen umgestürzter Bäume bis zur regelmäßigen Pflege eines Teiches. Warum er dafür seine Freizeit investiert, beantwortet Eickmeier unkompliziert: Weil es ihm Spaß macht. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm eine gemeinsame Aktion nach einem Sturm. Früham Morgen mussten umgestürzte Bäume beseitigt werden, damit eine Straße rechtzeitig wieder frei
war. Trotz Stress und körperlicher Arbeit blieb am Ende vor allem ein Gefühl zurück: „Das haben wirgerockt.“
Auch Volker Hahn kümmert sich um viele Arbeiten, die für andere Vereinsmitglieder häufig erst dann auffallen würden, wenn sie niemand erledigt. Dazu gehören unter anderem die Pflege des
Eingangsbereichs sowie Arbeiten auf dem Gelände. Sein Engagement bedeutet dabei nicht nur Arbeit. Hahn berichtet auch von Anerkennung, neuen Kontakten und Freundschaften, die durch dasEhrenamt entstanden sind. Während der Sommersaison kommen für sein Engagement nach eigener Einschätzung rund zehn Stunden pro Woche zusammen – manchmal sogar mehr.
Die Beispiele von Eickmeier und Hahn stehen stellvertretend für zahlreiche Menschen in den Sportvereinen des Kreises. Dabei muss Ehrenamt nicht zwangsläufig bedeuten, ein offizielles Amt
oder einen Vorstandsposten zu übernehmen. Auch diejenigen, die bei Veranstaltungen helfen, Fahrten organisieren, Sportanlagen pflegen oder einfach einspringen, wenn Unterstützung benötigt
wird, tragen zum Vereinsleben bei.
Wie wichtig diese Arbeit ist, bringen beide Ehrenamtlichen deutlich zum Ausdruck. Auf die Frage, ob
sein Verein ohne die Ehrenamtlichen heute dort wäre, wo er ist, antwortet Hahn eindeutig: „Auf keinen Fall.“ Eickmeier fasst die Bedeutung des Engagements ähnlich zusammen: „Ohne Ehrenamt
funktioniert kein Verein.“ Weitere Vereine aus dem Kreis sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Ehrenamtlichen und deren
Geschichten sichtbar zu machen. Mehr Informationen rund um das Sportehrenamt und Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, sind unter sportehrenamt.nrw zu finden.