Meibukan Goju Ryu - TSV Großhadern

Meibukan Goju Ryu - TSV Großhadern

Teilen

Meibukan Ikemiyagi Goju Ryu
Authentisches Okinawa Karate in München - TSV Großhadern

Traditional Okinawa Karate Seminar | Portugal 🇵🇹 | January 2019 | IKEMIYAGI MASAAKI #ikemiyagidojo 24/05/2026

Die grundlegenden Techniken und Formen einer Karate Schule sind u.a. genau das: Grundlage. Eine Sammlung von prinzipiellen äusseren Positionen und der Bewegungen, die uns zu diesen geometrischen Formen führen. Körperliche Positionen und Bewegungen, dazu Anweisungen, wann wo und wieviel Muskelspannung eingesetzt werden soll, wie der Atem genutzt werden kann, um all diese Dinge miteinander zu verbinden.

Da könnte man meinen, für jede Position könnten Winkelmesser angelegt werden: Wieviel Grad soll der Ellenbogen gebeugt werden, die Knie usw.

Aber das ist nur der (lang dauernde) Anfang. Meisterschaft im Karate (wie in jeder anderen Kunst) bedeutet, dieses äußere Skelett mit Bewusstsein, Leben, Atem und Energie zu erfüllen und durchdringen. Das hat mehr mit Fluss als mit definierter Statik und Mechanik zu tun.

Kancho Ikemiyagi Masaaki Sensei ist in meinen Augen einer der - selbst für okinawanische Verhältnisse - ganz wenigen Karatemeister, der so ein lebendiges Karate verkörpert. Vom Ergebnis sagen manche: "Das sieht 'sloppy' aus". "Unsauber". Aber das ist der Kern: Wenn die Form beginnt, zu leben, dann werden vormals fixe, statische und manchmal gar steif wirkende "Endpunkte" von Bewegungen zu dynamischen Durchgängen. Bei Sensei ist das so extrem, dass diese unglaubliche Bewegungsfähigkeit, Flexibilität und die enorme Energie, die dabei freigesetzt wird, sogar aus Videos sichtbar und spürbar wird.

Eines der von mir vermuteten "Geheimnisse" liegt sicher in der Art, wie er seinen Körper steuert und benutzt. Er transzendiert die ursprünglich "starren, fixen" Positionen indem er die "End"punkte als dynamischen Durchgang umsetzt. Das geht nicht mit zu steifen oder zu schlaffen Muskeln oder starren Endpositionen. Dafür braucht es ein fließendes Verbinden der Muskelspannung zwischen Ent- und Anspannung. Ich denke, das ist, was "MUCHIMI" im eigentlichen Sinne meint.

"Muchimi" ist ein Ausdruck, der im okinawanischen Karate gelegentlich zu hören ist. Er hat wohl was mit "Mochi" zu tun. Dem japanischen (sehr leckeren) Reiskuchen, der eine ganz eigenartige zäh-weiche, klebrig-bewegliche Konsistenz hat.

Nun lese ich zum Beispiel oft Sachen wie "Muchimi meint das Aneinanderkleben der Arme, vor allem bei den Kakie-Te Übungen" (die dem chinesischen Chi Sao recht ähnlich sind.
Ich denke, das ist nur eine äusserliche Sache, wo das Prinzip von Muchimi besonders sicht- und spürbar wird.
Aber eigentlich bin ich überzeugt, dass Muchimi etwas viel Zentraleres bedeutet: Eine Anweisung für die Erzeugung eines inneren, den ganzen Körper erfassenden Gefühls, die einzelnen Körperteile durch eine Art "entspannt-weicher Spannung" der Muskeln (und damit der Sehnen, Knochen, Gelenke) zu verbinden.

Ikemiyagi Senseis Karate ist nach meiner Ansicht unter anderem ein absolutes Meisterbeispiel für die tatsächliche Verinnerlichung und Umsetzung des Muchimi-Prinzips. Aus einem Körper bestehend aus mehr oder weniger starren Einzelsegmenten, und aus einem Karate, bestehend aus einem mehr oder weniger fest vorgeschriebenen Set an Bewegungen und "End"-Positionen -> ist eine lebendige, dynamische Peitsche mit einem geradezu unglaublichem Maß an Energie und Durchschlagskraft geworden.

Lasst uns das üben

Traditional Okinawa Karate Seminar | Portugal 🇵🇹 | January 2019 | IKEMIYAGI MASAAKI #ikemiyagidojo

08/05/2026

When i startet to study the Goju Ryu of Ikemiyagi Sensei, one of the first things Filippo Sensei pointed out was the importance of repetition. Not like "do a kata over and over again". More like "take one element out from kata - and do repetitions over and over and over again".

Yeah i guess, this feels and looks just boring for most of karate students. Also for me.

When i was first time in okinawa, and also the next year, Ikemiyagi Sensei himself stressed two mainpoints: "RELAX, stay loose" and - same as Filippo - "REPETITION".

So i started more and more to take my time and just do this. After a while i started to notice something. Yes, this feels somehow "boring". But just the first minutes. If i go on, doing repetion of an "simple" movement over and over for not just 20 times, but 10, 15, 20 minutes ... something begins to change.

I realized: this is simply the same, as for example to "meditate"! What do we do, while meditating? Now of course, there are different types of meditation-exercises. Depending on the goal, the tradition behind and so on. You can do "vispasana", "zen", "pranayama", in old norse spirituality there is an method described, called "utiseta", and there is much more.
But in a real simple way everone can do: We just sit, dont allow to move for some time, and just breath. Starting with maybe 5 minutes, slowly doing more and more.
And what happens then? After 10 or 20 minutes of just sitting, thoughts become slower. They come, they take over of your consciousness, maybe trying distract you from your goal - what is "just sitt and dont move" - then they go.
The lesser thoughts come to mind, the more strong becomes something other: perceptions becomes more sharp, clear, consciousness starts to become somehow "wider".
Awareness of body starts to change. What initially is a somehow "fractured" sensation of different bodyparts - "there are my legs", "here i feel my hand" and so on - somehow "melts together". Slowly i feel my body, my posture, my breathing as somehow ... one connected unit. When putting in more time, this sensation of feel the body as one unit increases, i start to feel the space AROUND my body, the connection between the air in my lungs and the air around me. You can do more and see for yourself, but thats another story ;)

Back to the simple repetition exercise, what comes straight from Ikemiyagi Senseis teachings: Somehow its just the same! It teaches my brain, to calm down. The "boring" element is IMPORTANT! Because after a while -> all the OVERTHINKING starts to slow down. This causes more and more muscles to release, give away the unnecessary tension, but anyway, you move over and over, connected with your breath, the air and space around you. Awareness starts to shift, becomes more clear, centered and same time "wider" and fuller.

One of my goals in following Ikemiyagi Senseis teachings is, to understand his incredible "powerfull fluidity and grace" i would call it. It looks easy - but it is incredible hard to do 😆
Now, its part of my training routine, to take videos of myself. After i look at them, compare to videostudys from my senseis, so i have a chance to see myself all the failures, especially all the stiffness what i carry with me and so on. Its just a good way to learn a little more about karate and yourself.

Now here is a video snippet of one of my last pratice session, what i did for myself over two hours. Its done after some hours of regular classes. This time i decided to fokus most of the time on repetions of simple elements.
When i later was looking at the video i realized: While doing so something changed also in my technics and movement patterns. Somehow they looked more ... fluent? Somehow they started to remind me a little to my sensei! Of course, there is much more to do - but anyway, here and there i start to see a glimpse of Ikemiyagi and Filippo influence! Wow!
The key to this is indeed ... REPETITION. And this does something more than just "perfect a movement pattern". In my opinion now: first it relaxes the brain and its activity. From there the peripheral nervous system starts to balance. And there we go...body starts to relax, technics can move more fluent, and consciousness starts to become more aware of all this as a simple connected unit.

What is "repetition"? Now, i guess: just meditation. But for karate people ;) 🥰

Use this method to learn karate grappling #tegumi #martialarts #mma #karate #grappling 02/11/2025

Wenn Du das Kata-Combat-System Okinawas verstehen willst nehme ich stark an, es ist ein guter Rat, auf Ideen wie das hier zu achten: https://www.youtube.com/watch?v=nYlgEhnEHm8

Erklärungshinweise:
Als Karate von Okinawa nach Japan exportiert wurde - und von da weltweit - gab es eine drastische Fokus Änderung auf "Schlagen und Treten". Die Regelsysteme für Sportwettkämpfe zeigen das sehr deutlich. Egal ob Shotokan/JKA Pointfighting oder Kyokushin Vollkontakt, man sieht jeweils charakteristische, meist eher lange Distanzen, die halt benötigt werden, um effektiv Schlagen und Treten zu können. Zurecht fragt man sich, wie dafür seltsame Bewegungen aus den traditionellen Katas, mit runden Armbewegungen, Richtungswechseln und dergleichen, nützlich sein sollen. Die Antwort ist: praktisch gar nicht. Das verleitet viele dazu, Katas als reine Kunstform, die nicht viel mit Kampf zu tun zu haben scheint, misszuverstehen.

Originales Okinawa Karate wurzelt aber in viel älteren Ideen des RINGENS. Eine traditionelle Zweikampfform, die in Okinawa bis heute geübt wird, ist Tegumi. "Okinawanisches Sumo" gewissermaßen. Ich nehme persönlich stark an, dass die verschiedenen Karatetechniken, typischen Kata-Kombinationen etc. auf diese Idee des engen Nahkampfes - basierend auf Greifen, Ziehen und Drücken, Gelenkhebeln, Destabilisierung und Takedowns - "upgegradet" wurden.

Okinawa Karate ist NAHKAMPF. Arm- und Körperkontrolle durch Fassen, Ziehen, Reißen, Hebeln - nahtlos verbunden mit heftigen und teils bösartigen Tritten, Ellenbogen- und Kniestößen, "Bodychecks", gefährliche Angriffe gegen Gelenke und Vitalpunkte. All das spielt sich in einer nahen bis sehr nahe Distanz ab. Das ist Strassenkampf. Und der wird eben im richtigen Karate durch verschiedene Übungen abgebildet. Da gibt es nicht nur Schlagen und Treten, sondern zum Beispiel auch Kakie-te, das Armkontakttraining, Kitai (Impact-Training für Arme, Beine, Körperstrukturen), diverse Hojo Undo zur Stärkung der Greifkraft und natürlich verschiedene "Kampfübungen": Beginnend mit diversen Formen des Yakusoku Kumite (zum Beispiel Ippon Kumite: Ein Angriff, eine Verteidigung, ein Gegenangriff), freien Formen von Kakie Te, "Kakedameshi" (Testkampf, basierend auf dem grundlegenden Kakie-te) sieht man heutzutage schon seltener bis hin zum "Jissen" - dem realen Kampf (den es im Dojo nicht geben kann oder sollte, denn das ist eine ernsthafte Auseinandersetzung "auf der Straße", der tatsächliche Kampf ohne Regeln, ohne Punkte oder Kampfrichter, eine nackte und konsequent brutale Auseinandersetzung um Gesundheit und Leben).

Ein kleiner praktischer Hinweis: Wann immer in den Kata eine Bewegung langsam ausgeführt wird, ist damit höchstwahrscheinlich eine Grappling-Technik gemeint. Irgendetwas wird da gedrückt, gezogen, gehebelt. Andersrum bedeutet schnelle Bewegungen, also Schläge, Tritte, Stöße, nicht ZWINGEND, dass es sich um reine Schlagtechniken handeln muss.

Use this method to learn karate grappling #tegumi #martialarts #mma #karate #grappling Intro to tegumi or "karate grappling hands"

15/07/2025

Kata - nach was es aussieht und wofür es tatsächlich da ist (Analyse eines Strassenangriffs).

How I Survived A Self-Defense Championship 17/10/2024

Theese challenges allways has some nice teachable stuff inside: https://www.youtube.com/watch?v=SfXjU-2W5xw 👌

Starting with this: In Reality things starts to go wild, look nasty and chaotic. Critics of traditional martial arts often say stupid things like "ohhh, look at this, all the fancy stuff going right out the window".

But no, its there. The coremechanics and also the "fancy technics". But its not easy to spot in this chaos now.

What the old masters did over decades (or better hundreds of years): Analyzing fighting stuff, extracting the things what was working, putting them into clean formalized moves (single technics) for making them see-, teach- and practiceable (by start repeating them over and over again) and on top they composed this single technics to typical sequences, all of them providing some hidden combat principles and themes inside -> this did become our Katas.

Its just that simple 😎

I think as an supporting exercise (lastly jumbi/hojo undo, right) its a good idea, to practice some pressure testing sometime. Different sparring types, different Rule sets. With wearing some protection or without.

Try grappling/wrestling for instance, also without knowing anything about that stuff! Just try it a playfull way, like Kids do (or offsprings of wild animals).

What this does: It gives you experience about how things naturally may go and feel in "combat". Brain and body starts to adopt this.

If you also practice your traditional stuff, with time you will see, your "natural fighting skills" start to change (they grow). Also you have a chance now to start decode Katasequences yourself if you think and feel about, what you are doing. What they may mean in real. You start to extract the idealized forms, and with your natural experiences from "playing" fights, more and more the formal stuff becomes able for transitioning to reality situations. By the way: What the old masters did in one direction, when creating the martial arts, you do also this way. Taking the same path, but now in the other direction.

Coming saturday is the time for the 4th bavarian Kyokushin day, organzied by DKV Kyokushin Organization. Im happy to meet nice people and friends there again. The programm is hugh, including all types of teachings. Like Karate, ground fighting, grappling, takedowns, choketechnics, selfdefence with handys (! i like that idea!). I teach some kyokushinstyle Kumite there again, and also we chosed to have a deeper look at okinawan Kata Saifa -> its meaning as an selfdefensetool and therefore at last a powerfull compilation of "streetfightish" surviving technics, what may be hidden inside.

Lets have fun! See you

How I Survived A Self-Defense Championship 🖊️ Get 20% OFF The Atomic Bear Tactical Pen: http://www.theatomicbear.com/karatenerdI competed against 6 martial artists in the Ultimate Self Defense Champi...

Photos from Meibukan Goju Ryu - TSV Großhadern's post 04/10/2024

Sanchin study from my Notebook. Looking so easy, but when you dive in you notice, its by far the moooost difficult Kata of Goju (and Kyokushin also, Just saying...). And in my opinion: the most important (together with tensho).

Photos from Meibukan Goju Ryu - TSV Großhadern's post 30/08/2024

Karate in Okinawa is ... AMAZING. But first and formost its an Family-Thing 😍 Arigatou for giving me Home 😘

Der Moment des Einschlags - Okinawa-Karate, Chinkuchi & Selbstverteidigung 27/06/2024

FB zickt wiedermal wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen rum.
Daher das Video mit der Diskussion Chinkuchi, Power und Selbstverteidigung hier:

Der Moment des Einschlags - Okinawa-Karate, Chinkuchi & Selbstverteidigung Ein wesentlicher Hintergrund des alten Okinawa Karate ist das, was man heute gemeinhin als "Selbstverteidigung" bezeichnet. Die Mentalität der Karatemeister ...

Photos from Meibukan Goju Ryu - TSV Großhadern's post 25/06/2024

Kindertraining im Meibukan Ikemiyagi Goju Ryu München. Bestimmt kann ich auch einen Sack Flöhe bewachen und unterrichten 😜

19/06/2024

Hojo Undo: unterstüzende (Tool-)Übung. Das Prinzip der modernen Kettle Bells ist in Okinawa schon etwas länger bekannt 😁 Neben dem hier demonstrierten Chiishi gibt es noch eine Reihe mehr solcherner Gewichte, inklusive Steinhanteln.

In der heutigen Zeit können die Geräte mehr oder weniger leicht für wenig Geld gebaut werden. Es gibt im Internet einige gute Anleitungen. Meine sind aus Beton, gebaut nach den Tips von Paul Enfield Sensei (Goju Ryu Jundokan Linie).

Die Übungen sind übrigens gar nicht so leicht. Das ist nicht nur ein brauchbares Muskel- und Krafttraining - es geht auch hier vor allem um Technik. Atmung und Bewegung im Wechsel von Anspannung und Entspannung. Idealerweise arbeitet der ganze Körper bei allen Übungen als Einheit mit Fokus auf Einsatz des Körperkerns und des Energie- und Schwerpunktzentrums, knapp unter dem Nabel (Tandem, (Qihai-)Dantian). Wegen all diesen Anforderungen fällt schnell auf: Aufmerksamkeit in Wille und Wahrnehmung sind Schlüsselelemnte, ohne die es garnicht geht. Die Gewichte und die Natur der Übungen erzwingen das regelrecht. Wie immer im richtigen Karate ist das nicht nur ein körperliches, sondern eben auch mentales und spirituelles Training.

15/06/2024

Tonfa (or Tunkwa, Tuifa, ...) is one of the real ancient weapons in China and Okinawa. There the arts, what are specialiced in handling of traditional weapons, is nowaday called "kobudo".

Kobudo and Karate are traditionally strong linked to each other. They are like sister and brother, supporting each other. Therefore i loosley practice some basic kihon and some of the katas for myself. The Bo (a long and usually quiet heavy stick) and the Tonfa i like the most. Especially the last one can easyly be combined to basic Karate technics.

Of course there is much more to this ancient bujitsu arts. If you want to learn and practice more, you need a teacher. (Contact Werner Bachhuber Sensei in Munich for instance.)

Wollen Sie Ihr Service zum Top-Fitness-Studio in Munich machen?

Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.

Lage

Adresse


Heiglhofstraße 25
Munich
81377

Öffnungszeiten

09:00 - 17:00