16/09/2026
Benckendorf Bauunternehmung präsentiert:
𝗕-𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱 𝗢𝗯𝗲𝗿𝗹𝗶𝗴𝗮
𝗠𝗧𝗩 𝗘𝘆𝗲𝗻𝗱𝗼𝗿𝗳 – 𝗣𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗦𝗚 𝟬𝟰
𝗘𝗻𝗱𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱: 𝟮𝟯:𝟮𝟮 | 𝗛𝗮𝗹𝗯𝘇𝗲𝗶𝘁: 𝟭𝟭:𝟭𝟭
𝗞𝗹𝗮𝘀𝘀𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗙𝗲𝗵𝗹𝘀𝘁𝗮𝗿𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝗶𝗻 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘂𝘀𝘀 𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗲𝗻 𝗕𝘂𝗴 …
Das hatten wir uns sicherlich anders vorgestellt. Zum ersten Oberliga-Spiel unserer neu formierten B-Jugend ging es am Sonntag nach Eyendorf – zurück an jenen Ort, an dem wir uns Ende Mai noch so souverän für diese Liga qualifiziert hatten.
Aber Vorbereitung ist Vorbereitung, Qualifikation ist Qualifikation – und wenn die Saison erst einmal begonnen hat, werden die Karten neu gemischt.
Und genau diese Erfahrung mussten wir am Sonntag machen.
Eyendorf trat mit lediglich sechs Feldspielerinnen an, ließ sich davon aber überhaupt nichts anmerken. Im Gegenteil: Die Gastgeberinnen waren von der ersten Sekunde an präsent, motiviert und offensichtlich fest davon überzeugt, dieses Spiel gewinnen zu können. Diesen Flow und diesen Glauben konnten sie bemerkenswerterweise über die gesamte Spielzeit konservieren.
Wir dagegen brauchten viel zu lange, um wirklich im Wettkampf anzukommen.
𝗩𝗼𝗻 𝗕𝗲𝗴𝗶𝗻𝗻 𝗮𝗻 𝗵𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗵𝗲𝗿 …
Nach gerade einmal 55 Sekunden lagen wir bereits 0:2 zurück. Zwar erzielten Evi und Lena anschließend unsere ersten Treffer, doch Eyendorf blieb zunächst tonangebend. Über 5:2 und 6:3 wuchs unser Rückstand nach knapp elf Minuten erstmals auf vier Tore an – 7:3.
Wir taten uns insbesondere gegen die Abwehr der Gastgeberinnen schwer, fanden offensiv zunächst nicht die richtigen Lösungen und bekamen gleichzeitig in unserer eigenen Deckung viel zu wenig Zugriff.
Nach unserer ersten Auszeit arbeiteten wir uns dann zwar Stück für Stück in die Partie hinein, wirklich leicht wurde es aber nie. Über 7:5, 8:6 und 10:8 kämpften wir uns heran, Ajlina verkürzte schließlich auf 10:9 und unmittelbar vor der Pause sorgten Evin und Lena dafür, dass aus dem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand doch noch ein 11:11 zur Halbzeit wurde.
Damit war zunächst einmal alles wieder offen.
𝗠ü𝗵𝘀𝗮𝗺 𝗵𝗶𝗻𝗲𝗶𝗻𝗴𝗲𝗸ä𝗺𝗽𝗳𝘁 – 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗱𝗮𝘀 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹 𝗴𝗲𝗱𝗿𝗲𝗵𝘁
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eine zähe Angelegenheit. Das Heimteam ging wieder mit 12:11 und 13:12 in Führung, Ajlina stellte beim 13:13 erneut den Gleichstand her.
Und dann kam endlich unsere stärkste Phase.
Melissa erzielte das 14:14, Anna brachte uns nach einer schönen Kombination beim 14:15 erstmals in diesem Spiel in der 35. Minute in Führung und Ajlina legte unmittelbar danach das 14:16 nach. Nach dem zwischenzeitlichen 16:16 brachte uns Lena per Siebenmeter erneut mit 16:17 nach vorne. Die Gastgeberinnen glichen noch einmal zum 17:17 aus – anschließend schien die Partie endgültig in unsere Richtung zu kippen.
Ajlina traf zum 17:18, Lena per Siebenmeter (heute mit 6 von 6 mit makelloser Quote vom Strich) 18:19 und wenig später noch einmal aus dem Spiel heraus zum 18:20. Nach unserer Auszeit erhöhte Evin 6 Minuten vor Spiel auf 18:21.
Nach einem Spiel, in dem wir praktisch permanent einem Rückstand hinterhergelaufen waren, hatten wir uns also tatsächlich einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet.
Und das muss man den Mädelz hoch anrechnen: Auch wenn an diesem Tag vieles nicht richtig rund lief, haben sie sich nicht hängen lassen. Sie haben sich mühsam in dieses Spiel hineingearbeitet und sich selbst in eine Position gebracht, aus der heraus sie die Partie eigentlich hätten gewinnen können.
𝗗𝗿𝗲𝗶 𝗧𝗼𝗿𝗲 𝘃𝗼𝗿𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲
Umso bitterer waren die letzten Minuten.
Denn statt das Spiel jetzt ruhig und konsequent nach Hause zu bringen, leisteten wir uns einige teilweise sehr einfache Fehler – und die rächten sich.
Eyendorf verkürzte zunächst auf 19:21 und 20:21. Lena brachte uns gut vier Minuten vor Schluss mit dem 20:22 noch einmal mit zwei Toren in Führung.
Aber auch das reichte nicht.
Eyendorf erzielte per Siebenmeter das 21:22, glich knapp zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 22:22 aus und traf schließlich 31 Sekunden vor dem Ende zum 23:22.
Aus einem 18:21 war damit ein 23:22 geworden – ein 5:1-Lauf der Gastgeberinnen, der uns am Ende beide Punkte kostete.
Und so ernüchternd das auch für uns ist: Dieser doppelte Punktgewinn für die Mannschaft aus der Lüneburger Heide war in dieser Form auch nicht unverdient. Wir haben keinen Grund, uns über irgendetwas anderes zu beklagen. Die Ursachen für diese Niederlage müssen wir bei uns selbst suchen.
𝗗𝗶𝗲 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲 𝗟𝗲𝗵𝗿𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗻 𝗦𝗮𝗶𝘀𝗼𝗻 …
Vor allem defensiv war das über weite Strecken einfach viel zu wenig. Egal, welche Lösungen wir ausprobierten: Wir bekamen keinen konstanten Zugriff und verteidigten zu selten wirklich gemeinsam im Verbund. Dadurch ließen wir Eyendorf immer wieder ins Spiel kommen und machten es einer Mannschaft, die ohne Wechselmöglichkeit im Feld auskommen musste, letztlich zu leicht.
Auch offensiv ist sicherlich noch reichlich Luft nach oben. Aber die deutlichste Erkenntnis dieses ersten Spieltages ist für uns die Arbeit gegen den Ball.
Vielleicht kam dieser Schuss vor den Bug sogar genau zum richtigen Zeitpunkt.
Denn die Saison hat jetzt begonnen. Es interessiert auf dem Spielfeld niemanden, wie viele Spielerinnen wir verloren haben, wie jung unsere Mannschaft inzwischen ist oder wie unglücklich manche Dinge für uns gelaufen sind. Wir spielen weiterhin auf Verbandsebene – und dort können alle Mannschaften Handball spielen.
Es wird nur sehr wenige Spiele (wenn denn überhaupt welche) geben, die man mal eben „im Vorbeigehen“ gewinnt. Jeder Gegner tritt an, um zu gewinnen. Der MTV hat uns das am Sonntag eindrucksvoll vor Augen geführt.
Jetzt gilt es, dieses Spiel schnell zu verarbeiten, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und weiter konzentriert unsere Inhalte abzuarbeiten. Bereits am kommenden Sonntag wartet mit dem Heimspiel gegen Stöckheim die nächste Aufgabe – und dort wollen wir dann möglichst auf die richtige Bahn abbiegen.
Coach Lutz Benckendorf :
„Das war ein klassischer Fehlstart. Gerade in der Abwehr agierten wir über weite Strecken zu nachlässig und haben nicht so im Verbund verteidigt, wie wir uns das vorstellen beziehungsweise wie es erforderlich gewesen wäre. Trotzdem muss ich den Mädelz hoch anrechnen, dass sie sich von diesem schwierigen Spiel nicht haben beirren lassen. Wir lagen fast permanent hinten und haben uns trotzdem bis zu einer 21:18-Führung zurückgekämpft. Wenn man sich in einem solchen Spiel diese Ausgangsposition erarbeitet, muss man es am Ende natürlich auch nach Hause bringen.
Das ist uns nicht gelungen, und dafür können wir die Gründe ausschließlich bei uns suchen. Eyendorf hat bis zur letzten Sekunde an seine Chance geglaubt und deshalb sind die beiden Punkte für den Gegner auch verdient.
Vielleicht war das genau zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor den Bug. Jetzt muss jedem klar sein: Die Saison läuft. Hier schenkt uns niemand etwas. Wir müssen insbesondere defensiv eine Schippe drauflegen und uns mit den Realitäten dieser Liga beschäftigen. Jetzt arbeiten wir weiter und wollen gegen Stöckheim die richtige Reaktion zeigen.“
𝗘𝘀 𝘀𝗽𝗶𝗲𝗹𝘁𝗲𝗻 / 𝗧𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵ü𝘁𝘇𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻:
Isabella Leinhos, Thessa Stuhr (beide TW) - Smilla Eggers, Milla Gehrke, Evin Dilek (2), Melissa Eberts (3), Lena Putilin (9/6), Luna Wichote, Anna Otto (1), Evi Hollenbach (1), Toni Kilka, Ajlina Bytyqi (6).
🖤💛