15/09/2026
Wie gesund ist die Arbeitsorganisation in Ihrem Unternehmen?
Bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen geht es nicht darum, die psychische Gesundheit einzelner Beschäftigter zu beurteilen.
Vielmehr geht es um die Arbeitsbedingungen: Wo entstehen Belastungen und was kann im Arbeitsalltag dazu beitragen?
Dazu gehören hoher Zeitdruck, häufige Unterbrechungen, eine hohe Arbeitsdichte oder unklare Zuständigkeiten, die Beschäftigte auf Dauer belasten können.
Eine psychische Gefährdungsbeurteilung hilft dabei, solche Faktoren systematisch zu erfassen und gemeinsam genauer hinzuschauen. Die Ergebnisse können anschließend auch für das BGM-Controlling genutzt werden, um Entwicklungen und Handlungsfelder im Blick zu halten.
Und auch der gesetzliche Aspekt gehört dazu. Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz müssen Arbeitgeber Gefährdungen bei der Arbeit beurteilen. Diese beinhalten ausdrücklich auch psychische Belastungen.
So lassen sich psychische Belastungen im Arbeitsalltag erkennen, Verbesserungsmöglichkeiten ableiten und gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen im Arbeitsschutz erfüllen.
Wichtig ist dabei vor allem, dass aus den Ergebnissen auch konkrete Maßnahmen entstehen. Denn die beste Analyse bringt wenig, wenn sich anschließend im Arbeitsalltag nichts verändert.