27/10/2026
📃 // Spielbericht
TSV Friedberg - TSV Simbach
Unglückliche Pleite in Friedberg – Harter Kampf wird nicht belohnt
Eine schmerzhafte Niederlage müssen Simbachs Handballer in Friedberg hinnehmen. 57 Minuten lang liegen die Innstädter dabei in Führung, am Ende stehen sie dennoch mit leeren Händen da.
Das Spiel beginnt vielversprechend. Nach 30 Sekunden liegen die Innstädter bereits mit 1:0 in Führung, zudem befinden sie sich jetzt schon in der ersten Überzahlsituation des Spiels. Diese wird ausgenutzt, Stefan Babisch trifft aufs leere Gästetor zum 3:1. Bis Mitte des ersten Abschnitts verläuft die Partie ausgeglichen weiter. Die Gastgeber gleichen in Minute 16 wieder aus, die Gäste sind daraufhin mit ihrer Defensivarbeit unzufrieden, da der endgültige Zugriff auf die schwäbischen Angreifer fehlt. Cheftrainer Chris Schrädobler stellt um, eine offensivere Deckungsvariante wird gewählt. Die Maßnahme fruchtet und erzwingt Fehler beim TSV Friedberg. Aus einem 8:8 wird ein 13:8 für die Innstädter. Bis zur Halbzeitpause gelingt es den Schwaben noch zu verkürzen, mit 16:13 für den TSV Simbach geht es in die Kabinen.
Der zweite Abschnitt beginnt sofort mit einer kritischen Situation für Schrädoblers Mannschaft. Tim Manthey hat mit seinem unglücklichem Fußspiel Pech, Fabian Plaza wird Opfer der undurchsichtigen Zweikampfbewertung der beiden Unparteiischen. Diese machen ohnehin den Eindruck, mehr Fokus auf eine gleichmäßige Verteilung der Strafen zu legen als auf eine klare Linie in der Zweikampfbewertung. So kommt es immer wieder zu vielen verständnislosen Blicken auf den Bänken beider Mannschaften. Die beiden Zeitstrafen binnen weniger Sekunden stecken die Innstädter hervorragend weg. Der Drei-Tore-Vorsprung bleibt bestehen. Es ist eine völlig ausgeglichene zweite Halbzeit, in der jeder Treffer des Gegners im nächsten Angriff gekontert wird. Großes Manko auf Simbacher Seite: Mehrfach wird verpasst die Führung auszubauen. Jedes Mal wenn die Chance besteht, sich auf vier Treffer abzusetzen bleibt diese auf der Strecke. Das bestärkt die Hausherren in ihren Gedanken das Spiel noch drehen zu können. In Minute 53 gelingt des TSV Friedberg tatsächlich der Anschlusstreffer zum 28:27. Spätestens jetzt ist es reiner Kampf, der auf dem Spielfeld abläuft, von schöner Handballkultur ist nicht mehr wirklich viel zu sehen. Die Innstädter haben den Kampf angenommen, behaupten weiter die Führung, doch spätestens jetzt macht sich die dünne Personaldecke bemerkbar. Erneut fehlen neben dem Langzeitverletzten Tobias Schimpf auch Jan Josef und Paul Borkowski, dazu konnte auch Bent Voll die Reise nach Friedberg nicht mit antreten. Pausenzeiten waren im Spielverlauf Mangelware, die Kräfte sind so für den Abnutzungskampf in der Schlussphase nahezu erschöpft. In Minute 58 gelingt den Gastgebern so der Ausgleich zum 31:31. Es folgen zwei Ballverluste in Simbachs Positionsangriff. Der TSV Friedberg nutzt das Momentum und gewinnt mit 33:31.
„Die Niederlage tut richtig weh,“ so Co-Trainer Tobias Deutsch im Nachgang. „Wenn du das ganze Spiel über in Führung bist, dann musst du das Ding auch holen.“ Seine Spieler nimmt er dabei in Schutz: „Wir wussten, dass es in Friedberg schwierig wird. Mit der dünnen Personaldecke ist es nur logisch, dass dir irgendwann die Kräfte ausgehen. Gerade in der Abwehr haben wir das gemerkt, da haben wir in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff mehr gefunden. Der Kampf war da, wurde aber leider nicht belohnt,“ so Deutsch, der nun ganz froh ist, dass kommendes Wochenende spielfrei ist: „Da soll sich jetzt jeder erholen, die vergangenen Wochen waren schon sehr intensiv.“
Für den TSV Simbach:
Stefan Babisch(T/1), Leon Lex(T), Marius Schchinger, Fabian Plaza(6), Matthias Schimpf(10/4), Mark Bäumler(1), Daniel Wimmer, Yannic Katzhuber(3), Jan Syrinek, Florian Staudhammer(6/2), Tobias Plaza, Tim Manthey(3), Fabian Schwibach, David Kopp(1)