10/12/2025
Es ist der Morgen des 01.10.2023, etwa 7 Uhr Ortszeit, irgendwo in Baden-Württemberg. Mein Kollege und ich haben jeweils einen Rucksack gepackt. Damals wussten wir noch nicht, dass wir nie wieder so leichtgewichtig zum Ai***ft fahren würden.
Auf dem Weg nach Koblenz machten wir einen Halt, um einen dritten Kollegen abzuholen. Er war zu dieser Zeit bereits ein „alter Hase“ im Ai***ft. In unserer Heimat gehörte er sogar zu den Gründungsmitgliedern der ersten Ai***ft-Vereine und später auch des Landesverbands.
Aber zurück nach Baden-Württemberg. Wir hatten noch etwa eine Stunde Zeit, um uns besser kennenzulernen, bevor wir unser Ziel erreichten. Gegen 9 Uhr, an einem frischen herbstlichen Morgen, standen wir zum ersten Mal vor den Toren der Area-M. Von Anfang an waren wir beeindruckt von der Größe und dem besonderen Flair des Geländes.
Nachdem wir geparkt hatten, liefen wir – mit unseren fast peinlich kleinen Rucksäcken – an Zelten, Tischen und Bänken vorbei, auf denen komplette Ai***ft-Arsenale in Koffern und Taschen ausgebreitet waren. Überall wimmelte es von Spielern in voller Tarnmontur. In meinem Rucksack lag dagegen nur eine Tarnhose für 19,99 € aus dem KiK, und an meinen Füßen trug ich günstige Boots aus dem Lidl.
Nachdem wir einen Platz gefunden hatten, ging es zur Sicherheitsunterweisung und zur Leihwaffenausgabe. Danach nahmen wir an unserem ersten Briefing teil.
Die Menge: „Guten Morgen!“
Der Orga-Leiter: „Was? Ich kann euch nicht hören!“
Die Menge, lauter: „GUTEN MORGEN!“
Orga-Leiter: „Schon besser – fast so laut wie die Sonntags-Seniorengruppe meiner Oma.“
Das erste Mal war klasse… ja, ja, ich weiß, was manche jetzt denken – aber ihr wisst, wie ich es meine. Dank unseres völligen Unwissens und unserer Unvoreingenommenheit hatten wir ein richtig tolles erstes Erlebnis. Ich rede immer noch von Ai***ft… egal.
Wir waren mittendrin: auf 20, auf 15 Metern, manchmal auch auf 40–50 Metern (mit zwei Bunkern dazwischen). Doch schnell merkten wir, dass mit den Leihwaffen nicht allzu viel auszurichten war. Wir rannten von Deckung zu Deckung und gaben Feuerschutz. Wir wurden oft getroffen, trafen aber auch selbst – und waren darauf richtig stolz.
Ich weiß nicht mehr, wie viele T-Shirts ich gewechselt habe. Aber ich weiß noch genau, dass ich am Abend keinen Finger mehr rühren konnte. Und am Montag hatte ich den schlimmsten Ganzkörpermuskelkater meines Lebens.
Alles in allem war es ein großartiger erster Ai***ft-Spieltag auf einem weitläufigen und abwechslungsreichen Gelände wie der Area-M. Ein bisschen schade ist nur, dass ich 37 Jahre alt werden musste, bevor ich dieses Hobby für mich entdeckt habe.
Wann und wo habt ihr euer erstes Mal Ai***ft gespielt?