15/09/2026
Nach seinen pro-palästinensischen Äußerungen bei Konzerten von Popstar Ed Sheeran ist US-Rapper Macklemore aus dem weiteren Vorprogramm der Tour des britischen Sängers gestrichen worden. „Ed Sheeran und sein Team haben entschieden, mich von der The Loop Tour auszuschließen“, teilte Macklemore am Montag in einem Post auf der Plattform Instagram mit. Mehrere Veranstaltungsorte hätten mitgeteilt, dass sie kein Konzert mit Macklemore im Line-up zulassen würden, zitierten US-Medien den Tourveranstalter Messina Touring Group.
Laut Medienberichten hatte der 43-Jährige auf Konzerten etwa gesagt: „Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine.“ In einem Clip auf Instagram sagt er etwa: „An alle meine jüdischen Brüder und Schwestern: Kritik an Israel, Kritik an der Apartheid, die Ablehnung von Völkermord – das ist in keiner Weise eine Kritik an euch. Meine Botschaft gilt dem Frieden, der Liebe dafür, dass alle Menschen mit Würde, Respekt und Gleichberechtigung behandelt werden.“
Die Organisation Israeli-American Council (IAC) hatte laut Medien daraufhin eine Petition gestartet, in der sie Sheeran dazu aufrief, den Rapper auf seiner Tour nicht weiter auftreten zu lassen.
In seiner ausführlichen Stellungnahme zu der Entscheidung von Sheeran schrieb Macklemore, dass der Milliardär und Eigentümer des NFL-Teams New England Patriots, Robert Kraft, Sheeran angerufen und ihm mitgeteilt habe, dass dieser nicht mit Macklemore im Vorprogramm im Gilette Stadium auftreten dürfe. Das Stadion gehört zur Unternehmensgruppe „The Kraft Group“ von Robert Kraft.
Macklemore schrieb: „Ich bin kein Opfer. Ed Sheeran ist kein Opfer. (...) Die Opfer sind die Palästinenser. Die Männer, Frauen und Kinder, die getötet, ausgehungert, vertrieben und dazu gezwungen wurden, mit unvorstellbarer Gewalt zu leben.“
Von Sheeran und Kraft gab es zunächst keine Reaktion auf Macklemores Darstellung.