13/09/2026
Trainerfazit – Matthias Riedel
Die erste Halbzeit war richtig stark. Wir waren klar überlegen, haben uns sauber durchkombiniert und immer wieder gute Abschlüsse gefunden. Genau so wollen wir Fußball spielen: mutig, zielstrebig und mit Vertrauen in unsere eigenen Stärken.
In der zweiten Halbzeit kam dann allerdings der totale Einbruch. Und das lag nicht an einem einzelnen Spieler, sondern an der gesamten Mannschaft.
Wir wurden mit der Führung im Rücken zu leichtsinnig und teilweise auch arrogant. Statt uns weiter auf unser Spiel zu konzentrieren, haben wir begonnen, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren oder auf Zuschauer zu reagieren. Dadurch haben wir unseren Rhythmus verloren.
Eilsleben hat das genutzt, den Druck erhöht und sich immer wieder konsequent durchgesetzt. Gleichzeitig haben wir den Gegner selbst immer stärker gemacht, weil wir zu viel klein-klein gespielt haben. Hinten kamen keine klaren Bälle mehr heraus und nach vorne fehlte die Konsequenz. Wir haben es schlicht nicht geschafft, den Sack zuzumachen und die drei Punkte mitzunehmen.
Besonders bitter ist das, weil wir in der ersten Halbzeit gesehen haben, wie gut wir Fußball spielen können. Aber ein Spiel besteht eben nicht nur aus 35 Minuten. Wir müssen lernen, unsere Leistung über die gesamte Spielzeit abzurufen.
Dazu gehört für mich auch das Thema Respekt. Wir müssen uns selbst, dem Gegner und dem Schiedsrichter gegenüber respektvoll bleiben – auch dann, wenn sich eine Entscheidung aus unserer Sicht unfair anfühlt. Eine Entscheidung wird nicht zurückgenommen, einen Videobeweis gibt es bei uns nicht. Also müssen wir lernen, sie zu akzeptieren und den Fokus sofort wieder auf unser Spiel zu richten.
Der Schiedsrichter hatte heute sicher keine Glanzleistung. In der ersten Halbzeit hatte er das Spiel noch gut im Griff, in der zweiten wurde es auf beiden Seiten zunehmend unruhiger. Spielentscheidend war er für mich aber nicht – wir haben das Spiel selbst aus der Hand gegeben.
Glückwunsch an Eilsleben zu einer starken zweiten Halbzeit und zu diesem Comeback in einer hitzigen Partie.
Für uns heißt es jetzt: ehrlich analysieren, daraus lernen und weiterarbeiten. Solche Niederlagen tun weh, können uns aber