25/06/2019
Liebe Freunde! Blut, Schweiß, Tränen, Wut! Wir wollen es nicht vergessen! Schuldig sind wir noch die zweite Halbzeit, die Fehde, den Kampf, nein, vielmehr: die Schlacht in der Connollystraße 32 vom 5. Juni 2019! Warum haben wir euch warten lassen so lange, um den zweiten Teil zu berichten? Wir alle sind Freunde einer vollumfänglichen Wahrheit. Es nützet nichts: Noch jede Falschinformation, noch jede Umschreibung oder Notlüge wurde und wird in der Kommune Biederstein, diesem Himmel auf Erden in München, freigelegt, aufgedeckt, durchgestochen, ja: beiseite gewischt vom amourösen Zauber, der dort bisher noch in jedes Zimmer eingekehrt ist. Die soziale Ächtung, den Bann gegen ein solches Vergehen, können und möchten wir nicht auf uns ziehen, daher im kurzen: Was also dauerte so lange? Die Wahrheit ist: Wie noch jede Großmutter und liebe Mama Mutter des sonntags ihre zartbesaiteten Söhne nach Hause bittet (wir kennen hier aus nahen Quellen die Beispiele des Jonathan Fuchs, Karim Meen, des schönen Marco, Rasmus Schamper und des Johannes C. Paetzold), so gilt für Adonis eine andere Wahrheit: Oft und zu oft wird er im Sommer dorthin gerufen, wo alle Gestaltung ihren Anfang findet: in den Olymp über den Wolken! Dort wo Grausamkeit mit der Schönheit intrigiert, dort wo das Welttheater seine innerste Entsprechung findet. Zu häufig wurde nun hier Adonis in letzter Zeit gerufen, im Wechsel angefleht von der schönen Helena, verzaubert von der anmutigen Aphrodite, herbeizitiert von der starken Athene. Zumeist des Mittwochs entlassen in weltliche Sphären, hat Adonis nun schon heute Reißaus genommen und seine Studien wieder aufnehmen.
Der Spieltag! Ich will zunächst beruhigen sehr schnell! Keine Schuld traf uns weltliche Menschen hierbei, ich weiß es gewiss: Die Götter hatten ihre Finger im Spiel! Gesteuert, bewegt, und gehoyzert das ganze Spiel! Von vorne bis hinten! Was war geschehen? Aus göttlichen Gefilden weiß ich es nun: Athene, die starke, hatte sich am Mittag des 5. Juni – gelangweilt ob der Rückkehr auf Erden des strahlenden Adonis – einen folgenreichen Scherze mit ihrem Bruder, dem Kriegesgotte Mars, erlaubt: Sie pfefferte seine bayerischen Dampfnudeln, sie zimtete sie nicht! Diese hatte ihm das Münchner Kindl, der Engel Aloisius, kurz zuvor empfohlen und per Express und Flugtaxi aus dem Hofbräu in den Himmel kommen lassen! Niesattacken und Wut, Schnauben und fliegende Tische – im Olymp blieb wenig beim Alten. Schnell hatte er seine Schwester Athene im Visier und so dann einen Plan! Warum sie nicht auf Erden ärgern und ihren ausdauernden Amor Adonis ins Visier nehmen, der mit dem BKB um die Münchner Hochschulmeisterschaften rang? Des Marsianers Plan teuflisch! Er zimmerte dem Spiel des BKB gegen Hangover 96 ein neues Spielfeld, zu kurz in der Länge, zu lang in den Grashalmen! Er verkehrte den Hangover des Gegners ins Gegenteil! Er blatterte den ZHS! Er hoyzerte den Unparteiischen und machte ihn taubstumm – vom Schiedsrichter, diesem Lauche von Mensch, ist uns keine Silbe des Wortes mehr in Erinnerung! An den Hebeln der Macht über dem Spiel und daher der Himmel so grau, schaltete und waltete Mars fürchterlich! Ja selbst den ohnehin absenten schönen Marco vergass er nicht: Er legte ihm durch Helfershelfer Brennessel in die Unterhosen und der litt in Costa Rica seine fürchterlichste Nacht der Nächte! Das Spiel entsetzlich: Ein Tor, zwei Tore für den Gegner, kein Erbarmen. Der Junior-Adonis Jonathan, dem die Mädchen ob seines jungenhaften Schalks schon langsam interessierte Blicke zuwerfen, stieß einen Schrei des Entsetzens aus – er ward gehört! Athene, gerade zu Besuch in Argentinien bei ihrem kleinen dicken Diego, sah, verstand und eilte. Im Handumgriff lieh sie dem Adonis kurzerhand des Diegos linken Fuße – das Tor und 1:2 aus Sicht des BKB folgte auf d(ies)em Fuße!
Halbzeit. Zwei Götter über dem Spiel. Das Spiel nimmt seinen Verlauf, ein Hin und Her ist das, der Gegner minderbemittelt an Brasilianern, aber reich an Nowotnys und Jeremiesen! Athene hält Rücksprache mit ihrer Beraterin Posh – wäre es möglich…? Es ist möglich! Dem Adonis kommt nun neben dem Linken des Diego noch die rechte Klebe des großen David Beckham - Living Legend zu! Zack! Hineingeschlenzt in die rechte Ecke! Der Gegner tobt: Er schreit und jammert, er plärrt zu Mars wie ein kleines Kinde! Der stellt sich kurzerhand und unerlaubterweise selbst auf das Spielfeld – welch Verstoß gegen die Regeln des Olymp! Er verzaubert den Philipp Kutscheraund gibt sich als 90-60-90 aus! Der singelnde Kutschera eilt schnell, mit Schirm, Charme, Melone und dem Spielball kämpft sich der spielende Torwart des BKB auf die weiblichen Kurven zu in die gegnerische Hälfte! Bleib‘ doch stehen und lass‘ dich nicht! Zu spät! Zu spät merkt der Kutschera, vor sich entsetzt sehend und verwandelnd der Traum großer Brüste in ein wildbärtiges Rhinozerus von Mann! Einen einzigen Moment der Göttlichkeit in seinem Leben erlebet nun der gegnerische Eber im Geiste des Mars: Aus 60 Metern zimmert er den Ball wie einen auf Mittwoch vorgeholten Sonntagsschuss in Richtung BKB-Tor. Er touchiert die Latte und schlägt ein im Kreuzeck – ein Schuss nicht von dieser Erde. Im Spiel steigt die Kampeslust. Der Gegner grätscht nun im Zweiunddreißigstel-Takte – er flippert die Grätschen sozusagen.
Die Antwort des BKB nicht weniger martialisch! Der Teilzeit-Adonis Karim flipperte hart aber herzlich zurück...Man entschied sich den 2 Meter langen Sturm Tanker Johannes C. Paetzold in die Schlacht zu schicken – ein voller Erfolg! Bereits die erste Kopfnuss saß und der Gegenspieler verließ tropfend das Spielfeld. Ja, auch Johannes C. Paetzold die Zweite passte - eine herrliche Aktion: Kontersituation. Gezuckerter Pass aus der Tiefe des Feldes vor das gegnerische Tor durch den Moritz Bala – schieß‘ Johannes, so schieß‘ doch! Johannes setzt den rechten Hammer an und holt aus und….zack! Lässt den Ball aus und lässt stattdessen den Hammer in das Unterbein des angrätschenden Gegners fallen! Schmerzen, Wehklagen! Das Spiel verkommt zu einer Feldschlacht, es wird nun gesenst, gesichelt und gemartert! Im gegnerischen Strafraum fällt unters Fallbeil gebracht der letzte buffende Mo-hikaner! Schiri, Schiri! Ja ist der denn blind, oder hat der Tomaten auf den Augen? Wahrscheinlich beides!
Aus! Aus! Das Spiel ist aus. Mars eilt von dannen, die Athene weint. Eine so bittere Nacht für den BKB, seine Spieler nun in schwerster Stunde. Alles liegt in Trauer…
Und selbst in der Lerche – der wahrscheinlich unangepasstesten Bar Münchens – spielt mit einem Mal Celine Dion :The Diva wie als Begleitmusik zur allgemeinen Stimmung. Auch die Spieler des BKB ergriffen: Noch manch ein Spieler und moustache-tragender Leitwolf jaulte bis spät in die Nacht das Lied des einsamen Wolfes hoch über den nächtlichen Gefilden der Biedersteiner Kommune...