28/09/2026
Dein Hund braucht keine❗️besseren Kekse, um zu hören.
Kekse bzw. Futter als positive Verstärkung sind ein wertvolles Werkzeug im Hundetraining. Wir können damit Verhalten aufbauen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Verhalten verläßlich gezeigt wird.
Problematisch wird es aber, wenn wir glauben, mangelnde Ansprechbarkeit liesse sich vor allem dadurch lösen, dass wir die Belohnung immer hochwertiger machen. Viele verschiedene Leckerchen mit immer besserem/anderem Geruch/ Geschmack.
Denn irgendwann ist die Umwelt spannender als das, was du deinem Hund anbietest. Der Geruch am Wegrand, der andere Hund, das Wild im Wald und plötzlich bietet das Leben den besseren Deal. Sprich, der Hund ignoriert dann das allerbeste Futter.
In diesen Momenten wird etwas ganz anderes relevant: Die soziale Ebene❗️
Dabei geht es darum, welche Bedeutung DU für deinen Hund im gemeinsamen Alltag hast.
🐾Nimmt er dich wahr?
🐾Reagiert er auf deine Ansprache?
🐾Orientiert er sich an deinen Bewegungen und Entscheidungen?
🐾Bleibt deine Kommunikation für ihn relevant, auch wenn du ihm dafür keine Belohnung in Aussicht stellst?
🐾Ist deine Kommunikation für ihn verständlich?
Diese Form von Orientierung entsteht niemals durch den einen besonders guten, hochwertigen Keks. Sie entwickelt sich über das tägliche Miteinander und unzählige gemeinsame Erfahrungen und Alltagssituationen.
Wenn du auf der sozialen Ebene Zugang zu deinem Hund bekommen möchtest, mach' deine Kommunikation für den Hund verständlich. Triff souveräne Entscheidungen, gib Orientierung und bleib verbindlich, wenn du etwas von deinem Hund möchtest. Rufst du ihn beispielsweise zu dir und er reagiert nicht, wiederhole dein Signal nicht fünfmal und hole auch nicht einfach den besseren Keks hervor. Bleib in der Situation dran und sorge dafür, dass seine Aufmerksamkeit wieder bei dir landet.
Generell gilt: Mach dich nicht erst dann bemerkbar, wenn du etwas von deinem Hund möchtest. Lass ihn auch auf dich achten. Wechsel beim Spaziergang beispielsweise mal die Richtung, nimm den Blick von deinem Hund, baue kleine Übungen ein und auch kleine Ruhepausen, in denen ihr gemeinsam die Umweltbeobachtet. . Gib ihm die Möglichkeit, wahrzunehmen, was du tust, und sich von sich aus daran zu orientieren.
Der wichtigste Punkt ist aber immer: Bleib mehr bei dir, statt ständig mit deiner Aufmerksamkeit beim Hund zu sein.
Gib durch dein eigenes Handeln Richtung, Tempo und Ruhe vor, anstatt permanent zu beobachten, zu kommentieren und zu korrigieren, was dein Hund gerade tut. Denn wenn deine Aufmerksamkeit ständig beim Hund ist, muss er kaum lernen, mit seiner Aufmerksamkeit bei dir zu sein.
Wenn du eine gute soziale Ebene mit deinem Hund aufbauen möchtest, zeige ich dir in meinem Intensiv-Erstcoaching, wie du das erreichen kannst.
Starte mit mir in ein gemeinsames Training www.hundeschule-rose.de
Wie gut hört dein Hund dir zu, wenn du nichts in der Hand hast?👇