02/10/2026
Enola scheint defekt zu sein. In den letzten Tagen muss ich auf meinen pelzigen Wecker echt warten und bin meistens eher munter. Ist sie etwa nachsichtig mir gegenüber geworden und gönnt mir meinen Schlaf der Gerechten?
Während ich so da sitze und über den Unsinn des frühen Morgens und mein defektes Kleinteil nachsinne, hüpft selbiges zu mir, lässt sich gekonnt fallen und präsentiert den Bauch. Natürlich komme ich meiner ersten Aufgabe des Tages nach und krabbel ein wenig das Bäuchlein.
Dabei starre ich in die Dunkelheit und lausche, ob schon jemand wach ist. Ist es nicht. Nicht mal der Kauz möchte mit musikalischem Krächzen den Tag beginnen. Weit entfernt fährt ein Auto durch eine Pfütze und meine Ohren bekommen etwas zu tun.
Das ist eher selten, das das Dorf so still ist, oder mir fällt es jetzt erst so richtig auf. Enola unterbricht meine Welt aus Gedanken und setzt sich. Habe ich etwas aufgehört zu kraulen? Ist es dann doch soweit die nächsten Rituale in Angriff zu nehmen? Folgsam, wie ich um 5.30 Uhr nun mal bin, trottet ich ins Spa, in die Küche und bediene mein Fellvolk.
Zufrieden huscht Enola wieder ins Körbchen und Indy verschluckt sich am Futter. Hustet und prustet, wie ich es schon lange nicht gesehen habe. Einmal in den Garten und sich ablenken, atmen und den Brocken dahin befördern, wo der Bestimmungsort ist. Und wenn man dann schon in Buschnähe ist, eben noch eine Unterschrift leisten.
Nach dem Schütteln ist alles wieder in Ordnung und der Rest an Frühstück wird geknabbert. Vielleicht sollte ich das auch mal testen, wenn ich einen stressigen Tag habe, einfach Mal Schütteln und zufrieden an den...nein lassen wir das.
Ich kraule Indys Rücken während er noch einmal durch den Napf schleckt, danach begibt er sich auch zum Verdauen in sein Rückzugsort. Ich beginne mit dem Kaffeeritual und stehe allein in der Küche. So war der Start in den Tag nicht geplant.