Intourist Babelsberg

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Druzhba, wir sind ein Babelsberger Groundhopping-Kollektiv und wollen euch auf dieser Seite mit Fußball und Kultur aus der ganzen Welt versorgen.

Photos from Intourist Babelsberg's post 05/06/2026

09.05.2026 SpVgg Finsterwalde – SV 1885 Golßen 3:0 (3:0) – Einheitssportplatz
- Südbrandenburgliga - 98 Zs.

Dynamoland-Doppler für Hulkhagen. Zu Fuß ging es die anderthalb Kilometer zum zweiten Spiel und auch diese Anlage wusste zu gefallen. Ein Vereinsheim mit schönen Terrasse Richtung Spielfeld, ein Grillstand mit einer Riesenwurst on top, lediglich die Bestuhlung der einen Sitzreihe war zu hoch, so dass die Beine etwas unangenehm in der Luft baumelten. Kulinarisch wusste der Grillstand auch absolut zu überzeugen. Sportlich war es ein umkämpftes Spiel trotz klarer Angelegenheit. Die Gastgeber machten im ersten Durchgang den Sack schon zu und spielten es in Hälfte zwei entspannt runter. Es wurde übrigens auch ein bekanntes BFC-Gesicht getroffen, dass einen bis zum BER mitnahm, denn der anvisierte Regio fiel mal wieder aus. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.

Photos from Intourist Babelsberg's post 04/06/2026

09.05.2026 FC Sängerstadt Finsterwalde II – SV Calau 2:2 (0:1) – Friedrich-Pielenz-Sportstätte - 1. Kreisklasse Südbrandenburg Nord - 15 Zs.

Dynamoland-Doppler für Hulkhagen. Dafür ging es entspannt mit dem Regio in den Süden Brandenburgs. Den Auftakt machte die Zweite vom FC Sängerstadt. Zuvor ging es aber zu Fuß durch die Stadt. Vorbei an einem kleinen Schloss mit Inklusionsschaukel im Schlosspark und allerhand lustiger Graffitis. Auf den letzten Metern ging es noch vorbei an ein paar Lauben, von denen man direkten Blick auf das sportliche Geschehen hatte. Jackpot würde man sagen. Zu gefallen wusste aber auch der liebevoll eingerichtete Catering-Bereich und die schönen Sitzbänke zum Spielfeld. Auch sportlich gab es was zu sehen. Die den favorisierten Gästen konnte ein Unentschieden abgetrotzt werden, ehe es dann zu Fuß zum nächsten Spiel in Finsterwalde ging.

Photos from Intourist Babelsberg's post 03/06/2026

09.05.2026 FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen – BSV Guben Nord 1:4 (1:2) – Sportanlage Zeesen - Landesklasse Ost - 67 Zs.

Langsam muss ich mal wieder mein ehrgeiziges Ziel die Komplettierung der DDR-Liga in Angriff nehmen, allerdings wie ihr seht nicht an diesem Wochenende.
Na immerhin wurde der ehemalige SC Eintracht Königs Wusterhausen im Jahre 1949 Zweiter in der Bezirksklasse Brandenburg verpasste aber den Aufstieg. Einige Jahre wurde gegen Berliner Vereine gespielt, während der Verein im Laufe der Jahre, aber wieder in den Bezirk Potsdam eingegliedert wurde. Die Fusion zur „Spielgemeinschaft Einheit/Dynamo Königs Wusterhausen“ sicherte den höherklassigen Spielbetrieb in der drittklassigen Bezirksliga im Bezirk Potsdam. Mitte der 70er Jahre erfolgte dann die völlige Eingliederung der Sportgemeinschaft Einheit in die SG Dynamo Königs Wusterhausen. Im Februar 1990 wurde der neue „Fußball-Sport-Verein Eintracht 1910 Königs Wusterhausen“ gegründet, der sich auf die alten Wurzeln des Vereins berief und zurück zum alten Namen kehrte.
Allerdings können die Gäste aus der Grenzstadt Guben/Gubin auf einen DDR-Ligisten zurückblicken. Auf drei Spielzeiten in der DDR-Liga brachte es die Wilhelm-Piek-Stadt mit der BSG/SV Chemie Guben. Nachfolgeverein ist aber nicht der heutige Gast, sondern der 2003 gegründete 1. FC Guben, der in der Südstaffel der Landesliga Brandenburg kickt.
Der BSV Guben Nord kommt aus dem Ortsteil Groß Breesen,was unmittelbar an der Grenze zu Polen liegt.
Zurück zum tagesaktuellen Geschehen. Nach KW düst ja im Stundentakt die Regionalbahn der Linie 22, die auch am Flughafen hält. Entspannter Weg und KW habe ich tatsächlich immer in guter Erinnerung. Grund dafür sind nicht die politisch fragwürdigen Sticker, sondern der Garten einer Bekannten mit witzigen Sommeraufenthalten. Der Weg zum Spielort in Zeesen führte mich am Stadion der Freundschaft vorbei, welches Hulk Hagen am 15.02.2023 besuchte.
Ich hatte von da noch ein paar Meter und war überrascht über den hohen Andrang am Sportpark mit dem großspurigen Sponsorennamen. Grund war aber nicht das Landesklassespiel sondern ein Duell zwischen dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium auf dem Kunstrasen. Ganz schön wat los mit Fanblöcken, Kuchenbasar und reichlich Getränken, wovon einige wohl zu viel konsumiert hatten.
Wildes Treiben der Jugend (puh, klingt das alt), aber der Rasenplatz hatte mein Interesse geweckt. Eintritt gab es gegen Spende bzw. kam ein Vereinsverantwortlicher mit Klingelbeutel rum. Die Gäste, die mit einigen polnisch sprachigen (geografische Nähe) Kickern, über das saftige Grün wirbelten gingen mit zwei Toren in Führung, wobei der Heimelf aber wenigstens vor der Pause noch der Anschluss erzielt werden konnte.
Hälfte zwei nahm ich auf einem Campingstuhl Platz und verfolgte den eher lahmen Kick mit einem Pils in der Hand. Die Anlage hat leider wirklich nicht viel zu bieten, aber das Sitzerlebnis auf dem klassischen weißen Plastestuhl (Engländer lieben diesen als Wurfgeschoss) wertete das ganze etwas auf. Der Tabellendreizehnte versuchte zu viel durch die Mitte, was den Vierten aus Guben nicht beeindruckte. Diese standen kompakt hinten drin und agierten blitzschnell mit ihren gefährlichen Stürmen, so dass die Partie mit 4zu1 gezogen wurde.
Amüsant fand ich die komplett schief gekreideten Linien des Sportplatzes, musst du auch erstmal so schaffen.
Teile der Schüler*innentruppen lungerten noch auf dem Sportgelände und setzen sich gemeinsam mit mir in Gang. Aus der Musikbox dröhnte die Darmstadthymne, was mich doch erheiterte. Ansonsten ehrlichgesagt kein Ausflug der groß im Gedächtnis bleibt und der Sportplatz schmucklos, aber immer schön etwas anderes zu sehen. Umso verrückter wurde der Folgetag mit dem völlig vogelwilden zehn Torespiel des SVB in Magdeburg. (snidi)

Photos from Intourist Babelsberg's post 02/06/2026

08.05.2026 SV Siedenbollentin 2000 - FC Anker Wismar 4:3 (2:3) - Fritz-Reuter-Sportpark - Oberliga Nordost Staffel Nord – 400 Zs.

Der große Haken an der Rekomplettierung der NOFV-Oberliga Nord ist ja oft, dass einem genau diese kleinen, abgelegenen Dorfplätze ewig fehlen. Einer dieser Kandidaten war für mich der SV Siedenbollentin 2000. Lange scheiterte die Tour irgendwo zwischen zeitgleichen Spielen des SV Babelsberg 03, unpassenden Ansetzungen oder schlichter Faulheit auf der Landstraße Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Doch am 08.05.2026 war endlich der Tag der Befreiung gekommen – wobei mir beim Schreiben auffällt, dass ich ausgerechnet am „Tag der Befreiung“ schon einmal FC Anker Wismar gegen den glorreichen SVB gesehen hatte. Damals noch im altehrwürdigen Kurt-Bürger-Stadion, ebenfalls Oberliga und ebenfalls mit einer Niederlage für die Hansestädter. Manche Traditionen sterben eben nie.
Diesmal also endlich Siedenbollentin. Ein Ort, den außerhalb der Hopperszene vermutlich maximal der Paketbote kennt. Rund 600 Einwohner, irgendwo idyllisch zwischen Greifswald und Neustrelitz gelegen und trotzdem plötzlich Oberliga. Genau solche Geschichten lieben wir doch. Benannt wurde der Sportpark übrigens nach Fritz Reuter, dem berühmten niederdeutschen Schriftsteller aus Mecklenburg, der vermutlich niemals geahnt hätte, dass irgendwann mal ein paar völlig degenerierte Groundhopper wegen eines 4:3-Spektakels in seinen Sportpark pilgern würden.
Die Reisegruppe hatte dabei absoluten Kultcharakter. In dieser Konstellation vermutlich einmalig: Zas Tavka aus Branne aka Dresden und Bummelliese aus Parchim gemeinsam auf Dorftour. Kurz vor Anpfiff wurde noch schnell der Ort erkundet. Kirche, See, viel Ruhe und irgendwo dieses typische Gefühl von „hier passiert eigentlich nie etwas“. Außer eben freitagabends Oberliga gegen Wismar.
Pünktlich um 18:45 Uhr wurde angepfiffen – ganz ohne Flutlicht. Das braucht man in Bolle offenbar noch nicht. Der Fritz-Reuter-Sportpark präsentierte sich dabei überraschend geschniegelt. Musik, Grill, Getränkestand, gepflegte Sitzschalentribüne und sogar eine moderne Videowand. Dazu ein Gästeblock, der für die Anzahl mitgereister Wismarer ungefähr so überdimensioniert wirkte wie der BER für die Luftfahrt von Neubrandenburg.
Die 8 Euro Eintritt ohne Ermäßigung waren allerdings schon sportlich. Aber gut, an der Mecklenburgischen Seenplatte passieren in Sachen Preisgestaltung ohnehin wilde Dinge. Bestes Beispiel: Das 0,5-Liter-Carlsberg aus der Flasche kostete 2,50 Euro und war damit einen Euro günstiger als das 0,4er aus dem Fass. Vermutlich wirtschaftet man in Bolle nach eigenen Gesetzen. Laut Bummelliese soll die Bratwurst dafür stark gewesen sein, was auch die zwei frisch gezüchteten Fettschläuche am Spielfeldrand erklärte. Für mich blieb es beim Brötchen mit Ketchup und Senf – klassische Hopper-Diät.
Hinter einem Tor versuchten etwa fünf Grundschüler ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Klang teilweise wie der Thomanerchor auf Klassenfahrt, hatte aber Herz, Leidenschaft, Trommel und sogar Fahnen am Start. Vielleicht wachsen dort tatsächlich die „Suptras“ der Zukunft heran. Potential war vorhanden.
Sportlich entwickelte sich das Ding schneller zum Chaos als gedacht. Zas Tavka scherzte noch über ein mögliches 4:4, ich erhöhte direkt auf 5:5 – und plötzlich fiel hier wirklich ein Tor nach dem anderen. Besonders schön aus Babelsberger Sicht: Mit Likas Knechtel turnte bei Siedenbollentin sogar ein ehemaliger Nulldreier über den Platz und gehörte noch zu den Aktivsten. Unter langsam untergehender Sonne ging es mit einem völlig wilden 2:3 in die Pause.
Doch das eigentliche Highlight folgte neben dem Platz. Große Tombola im Dorfstil! Moderiert vom Stadionsprecher, Bürgermeister (CDU) und gleichzeitig Vater des Trainers Christoph Haker: Thorsten Haker. Allein diese Personalunion war schon Oberliga-Gold. Unter maximaler Spannung wechselten zwei Gläser Honig und ein Präsentkorb ihre Besitzer. Wobei ich weiterhin überzeugt bin, dass Nummern wie 24999 oder 24444 nicht zum ersten Mal gewonnen haben. Da roch einiges nach Dorfmafia und Rapshonig-Korruption. So ging es jedenfalls ohne Gewinn zurück nach Babelsberg.
Laut der Dorfältesten soll sich am Sportplatz künftig noch einiges tun. Tribünenüberdachung und Flutlicht seien geplant. Ich bin gespannt. Der ÖPNV kollabiert ja jetzt schon an Spieltagen, aber manchmal geschehen in Mecklenburg eben kleine Wunder.
Und auch auf dem Platz passierte noch eines: Der SVS drehte die Partie tatsächlich von 2:3 auf 4:3. Großer Jubel in Bolle, viel Freude beim Dorfanhang und wieder einmal der Beweis, dass diese erste Oberligasaison längst ein voller Erfolg ist. Platz 7, nichts mit Abstiegskampf und plötzlich pilgern Hopper aus allen Richtungen in dieses kleine Dorf.
Nach einigen netten Gesprächen mit Urbollentinern ging es schließlich wieder heimwärts. Zas Tavka wurde noch in Neustrelitz am Bahnhof ausgesetzt, von wo aus er über Branne Richtung Braunschweig wollte, um Dynamos vorzeitigen Klassenerhalt zu feiern. Wie wir inzwischen wissen: Hat eher mittelgut funktioniert. Und auch der SV Babelsberg 03 meinte es am Wochenende darauf nicht gut mit uns und verlor völlig absurd mit 6:4 bei der Reserve des 1. FC Magdeburg II.
Groundhopping eben. Mal gewinnt man Rapshonig, mal schießt man vier Tore und verliert trotzdem. (Renier)

Photos from Intourist Babelsberg's post 01/06/2026

05.05.2026 Ajax Eichwalde - SV Grün-Weiß Großbeeren III 1:4 (1:1)- Eichenparkstadion - 1. Kreisklasse Dahme/Fläming A - 35 Zs.

Feierabend-Kick für Hulkhagen. Beste Gelegenheit Sein Überstunden-Konto für zukünftige Ausflüge wieder aufzufüllen und dann entspannt mit der S-Bahn nach Eichwalde zu tuckeln. Noch schnell dem örtlichen Dönier einen Besuch abgestattet, was sich als weise Entscheidung herausstellen sollte, denn vor Ort gab es leider nichts. Sportlich gab es allerdings schon was, denn die vorletzten Gastgeber gingen überraschend in der ersten Minute in Führung, kassierten aber am Ende doch noch vier Gegentore. Da sich aber auch ein paar alte und neue Gesichter blicken ließen wurde schön geschnackt und die Zeit verging wie im Flug. Eichwalde dann also auch weggekreuzt, denn man munkelt hier immer wieder über eine Abmeldung. Schöner Feierabend.

Photos from Intourist Babelsberg's post 29/05/2026

03.05.2026 FC Stollberg - BSV 53 Irfersgrün 3:0 (3:0)- Glückauf-Stadion Stollberg - Sachseklasse West - 120 Zs.

Ein neuer Schreiberling ist in der Stadt, der Tankkarteninhaber.
120 Zuschauer im Glückauf-Stadion sahen eine erste Halbzeit, bei der der FC Stollberg offenbar dachte: „Warum bis zur zweiten Hälfte warten?“ Bereits vor der Pause war mit dem 3:0 gegen den BSV 53 Irfersgrün alles klar – schneller abgehakt als mancher Sonntagsbraten zuhause.
Die Gäste aus Irfersgrün wirkten dabei ungefähr so sattelfest wie ein Klappstuhl im Erzgebirgswind. Stollberg dagegen spielte munter nach vorn und ließ Ball und Gegner laufen. Nach dem dritten Treffer fragte sich mancher Zuschauer schon, ob die zweite Halbzeit überhaupt noch angepfiffen werden muss oder ob man direkt zum Bierstand übergehen kann.
Immerhin: Irfersgrün stabilisierte sich nach der Pause und verhinderte Schlimmeres. Oder anders gesagt – die Kabinenansprache funktionierte zumindest besser als die erste Halbzeit. Stollberg verwaltete souverän, die Fans genossen den Nachmittag und der Stadionsprecher hatte endlich mal keine Stressschicht.
Am Ende blieb ein verdienter 3:0-Heimsieg für den FC Stollberg, während der BSV 53 Irfersgrün wohl froh war, dass Fußballspiele nur 90 Minuten dauern. (Tankkarteninhaber)

Photos from Intourist Babelsberg's post 28/05/2026

03.05.2026 FC Borussia Belzig 1913 – United Teltow 1:3 (0:1) – Heinrich-Rau-Stadion – Kreisliga B Havelland - 50 Zs.

Zweiter Anlauf nach auch schon wieder vier Jahren. Zum Kreispokalspiel der Zwoten schaute ich schon mal auf der idyllischen Anlage vorbei, musste mich allerdings mit dem Nebenplatz begnügen. Am 14.08.22 ging noch eine Zweitvertretung der Borussia aus dem Kurort an den Start. Im Jahr 2026 existieren lediglich Jugendteams ab der B-Jugend. Bereits seit der Saison 2023/2024 gibt es keine 2.Männermannschaft. Trauriger Werdegang der Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark.
Unfreiwillig lief ich den nahezu selben Weg wie damals, aber abermals streifte ich nicht den geografischen Mittelpunkt der DDR. Dieser soll sich nordwestlich der Kernstadt zwischen Weitzgrund und Verlorenwasser befinden. Kreuze ich definitiv noch.
Nun ja, alles kann mensch nun auch nicht haben. Das Wetter war wieder herrlich und den Wonnemonat Mai finde ich einfach top. Kannste sagen was du willst, immer gutes Wetter um den Tag der Arbeit. Generell eine richtig schöne Woche mit Flutlichtkick im KarLi, Konzert, Ausflug mit Yannis sowie Polterabend.
Besser kann es dir nur als Fan von S04 gehen. Der Aufstieg der Knappen war auch großes Thema an der Tränke und einige Glückwünsche gingen über den Tresen sowie einige Biere. Vor allem als ein zehner Trupp des TSV Wiesenburg, die vom Auswärtserfolg aus Geltow kamen, das Stadion betrat.
Bestes Wetter, guter Rasen und sogar einige Zaunfahnen fanden den Weg an den Rand der kleinen Haupttribüne.
Beim Nebenplatzbesuch gab ich folgendes über das Heinrich-Rau-Stadion zu Protokoll. „In der Pause inspizierte ich das Hauptstadion mit den blauen Sitzschalen, der kleinen Empore sowie den alten Stützen für die abgetragenen Bänke. Schmucke Anlage auf welchem der SVB 2009 in der ersten Runde des Landespokals antreten musste, aber auch locker mit 10:0 in die zweite Runde einzog.“
Leider sind solche Zeiten, in denen Borussia im Landespokal antritt, völlig utopisch. Bittere Realität lautet Tabellenletzter in der Kreisliga B. Der Abstieg auch nicht mehr zu verhindern, so dass es nächstes Jahr nur noch 1. Kreisklasse im Thermalsoleheilbad gibt.
Wenn dann noch der ambitionierte Tabellenzweite um die Ecke kommt, kann das nur oll werden. Tatsächlich dachte nicht nur ich so, aber lediglich ein Gegentor fingen sich die Grünschwarzen in den ersten 45 Minuten ein. Wirklich ein lahmes Spiel. Interessanter waren da schon die Gespräche. Messerstecherei in Crime BB oder das aufgeschnappte „kannste mal sehen, im Westen regnet es alles weg und wir kriegen mal wieder gar nix ab“.
Im Schatten mit Kaltgetränk ließ es sich dennoch vorzüglich aushalten. Während sich die Heimelf mit verzweifelten Chancelein so langsam in Richtung Tor rantastete fiel das zweite Ding. Aufstecken war nicht und der Anschluss, per Kopfball in schwieriger Rücklage, brachte einen kleinen Hoffnungsschimmer. Leider hielt dies nicht lange, da das 1:3 eine exakte Kopie des 0:2 darstellte. Viel zu einfaches Ding und so kommst du da unten auch nicht raus. Wirklich schade für so eine schöne Stadt. Ich stampfte zurück in die Fahrradhölle RE7 und beendete diese wirklich schöne Woche mit einem gepflegten Grillerchen in Babelsbergamo. La vie est belle. (snidi)

Photos from Intourist Babelsberg's post 27/05/2026

Über die Öresund ging es für Renier von Kopenhagen nach Malmö...

Sonntag: erstaunlich stabiler Start für mich, während FC Fussiti noch mit den Nachwirkungen kämpfte. Nach Stadtbummel und Frühstück stand ein kleines internationales Highlight an: Schweden.
Mit dem Zug über die Öresundbrücke nach Malmö – unkompliziert und schnell. Ziel: ein Fünftligaspiel mit überraschend großer Anziehungskraft.

26.04.2026 Bosna i Hercegovina SK - NK Croatia 1:1 (1:1) - Hyllie IP – Division 3 Södra Götaland (5. Liga SWE) - 600 (200) Zs.

Schon am Eingang wurde klar: Das hier wird kein gewöhnlicher Kick. Hinter dem unscheinbaren Sportplatz wartete eine Atmosphäre, die eher an ein aufgeladenes Derby erinnerte als an gepflegten schwedischen Unterbau. Nach kurzem Smalltalk mit einem deutschsprachigen Ordner – inklusive Verweis auf frische Balkan-Erfahrungen – öffneten sich für uns kostenlos die Tore. Läuft.
Was dann folgte, ließ vor allem bei mir ein kleines Déjà-vu aufkommen. Erst zwei Wochen zuvor noch mittendrin in Bosnien, irgendwo zwischen Mostar und Sarajevo, wo Pyrotechnik eher Grundausstattung als Stilmittel ist – und jetzt das Ganze im beschaulichen Malmö. Natürlich etwas… sagen wir… skandinavisch eingehegt.
Schon beim ersten Gang Richtung Toilette stand ich plötzlich vor einer Trommel, randvoll gefüllt mit Pyro – als hätte jemand den Balkan kurz bei IKEA einsortiert. Da zuckte es kurz in den Fingern, Erinnerungen wurden wach: fliegende Funken, dichter Rauch, ein bisschen „mal schauen, wo das Ding landet“. Aber nein – hier lief alles erstaunlich gesittet ab.
Zum Anpfiff dann tatsächlich eine ordentliche Pyroshow der Bosnia-Supporters. Mehrfach im Spiel wiederholt, schön anzusehen und vor allem: kontrolliert. Keine wilden Böller aus ominösen Eigenproduktionen, keine Fackeln auf dem Rasen – eher die Version „Balkan light“, aber mit Stil. Man hatte fast das Gefühl, jemand hätte gesagt: „Macht ruhig, aber benehmt euch dabei.“
Und genau das machte es irgendwie besonders. Die Intensität war da, die Leidenschaft sowieso – aber ohne das Gefühl, gleich den nächsten Fluchtweg planen zu müssen. Für jemanden mit frischen Bosnien-Erinnerungen war das fast schon entspannend. Pyro genießen ohne Puls bei 180 – auch mal eine neue Erfahrung.
Auf den Rängen herrschte dichtes Gedränge, Fahnen wehten, Trommeln gaben den Takt vor. Trotz der rund 200 kroatischen Anhänger blieb alles friedlich. Keine spürbare Aggression, eher sportlicher Wettstreit mit viel Emotion.
Das Spiel selbst blieb mit dem 1:1 eher im Hintergrund. Heute waren ganz klar die Ränge der Hauptdarsteller. Für Fussitis Schweden-Premiere definitiv ein Volltreffer – und für mich ein schönes Beispiel dafür, dass Balkan-Atmosphäre auch mit angezogener Handbremse beeindruckend sein kann.
Am Ende ging es entspannt zurück über den Öresund, direkt Richtung Flughafen – und später, mit leichter Verspätung und schweren Augen, zurück nach Babelsberg.
Großer Dank an den FC Bier Holn für die Organisation – und vor allem an die Freunde von Brønshøj BK, insbesondere Ytte und John. Ihr seid jederzeit willkommen.
(Renier)

Photos from Intourist Babelsberg's post 26/05/2026

Renier auf sogenannter Bildungsfahrt in der dänischen Hauptstadt, die auch zwei Spielberichte und allerlei Schabernack bereit hielt.

Der Plan klang von Anfang an solide: Bildungsfahrt. Kopenhagen. Fußball. Bier. Also quasi ein pädagogisch wertvoller Pflichttermin. Über 40 Sympathisantinnen und Sympathisanten des FC Bier Holn machten sich auf verschiedensten Wegen in die dänische Hauptstadt – per Rad (Respekt!), Auto, Fähre oder Zug. Der harte Kern hob jedoch geschniegelt und mit Flugzeug ab.
Start also am Freitagmorgen – und „Morgen“ ist hier sehr großzügig definiert. 6:10 Uhr Abflug ab BER bedeutet: 3:10 Uhr Flughafenbus ab Potsdam. Überraschenderweise funktionierte das alles reibungslos. Der Bus entpuppte sich sogar als erstaunlich angenehme Alternative zur Bahn.
Und weil wir ja bekanntlich nicht zum Spaß unterwegs sind, wurde direkt nach der Sicherheitskontrolle – also irgendwann kurz nach 4:00 Uhr – die „ständige Vertretung“ am BER aufgesucht. Zwei bis drei Suppen später (flüssig, versteht sich) wurde es dann doch etwas hektisch. Die Wege am BER sind länger als gedacht, vor allem mit leichtem Wellengang im Körper. Aber: alle an Bord, der Kurzflug hob ab – und ich hatte sogar das seltene Privileg, mich auf drei Sitzen auszustrecken. Bildungsreise deluxe.
In Kopenhagen angekommen: Kaiserwetter. Also erstmal die Zeit bis zum Hotel-Check-in sinnvoll nutzen. Nach einer leicht nervigen Ticket-Odyssee für die Metro wurde die Markthalle am Israels Plads zum Sammelpunkt erklärt. Dort traf nach und nach der Rest der Reisegruppe ein – perfektes Setting: Aperol in der Hand, Fußball spielende Schüler im Blick und kulinarische Vielfalt auf dem Teller. Aber gut, wir sind hier nicht beim Gastro-Guide.

24.04.2026 BK Union - Rødovre 3:1 (1:1)- Vanløse Idraetspark – Kobenhavnsserie (6. Liga DNK) - 100 Zs.

Vier Unerschrockene fanden sich schließlich für das erste Spiel des Wochenendes zusammen. Die Anreise gestaltete sich… nennen wir es „kreativ erschwert“ – eine Mischung aus vorheriger Flüssignahrung und leicht überfordernder Ticketbeschaffung.
Im sehr gepflegten Vanløse Stadion angekommen, wurde improvisiert: Dänische Kronen, Euro und ein bisschen Charme führten schließlich doch zu einigen Starkbier-Einheiten. Kulinarisch blieb es klassisch – Bratwurst ja, vegetarisch eher schwierig.
In der Abendsonne sitzend wurde das Leben besprochen: Politik, Fußball, Weltgeschehen – alles dabei. Vom Spiel selbst blieb hängen: Die Heimmannschaft war deutlich überlegen und spielte ansehnlich.
Für den Autor hingegen wurde der Tag langsam kritisch. Der sonst zuverlässige Orientierungssinn verabschiedete sich in den Feierabend. Ergebnis: Ein ungeplanter, aber intensiver Zusatzbesuch in der Kopenhagener Altstadt. Konsequenz: Der nächste Morgen wurde… sportlich.

Samstag. Der Körper verlangt nach Mineralien, Spurenelementen und Erlösung. Glücklicherweise bot das Frühstück im Wakeup Hotel genau das. Weniger Glück hatte ich mit dem Aufzug – ob Bedienfehler oder Technikversagen bleibt ungeklärt. Fakt ist: Ich sah vom Testspiel nur die zweite Halbzeit.
Der FC Bier Holn lieferte sich ein engagiertes, stellenweise überraschend hart geführtes Spiel gegen die Fanauswahl von Brønshøj BK. Bei Wind und Kälte setzte es eine knappe 0:1-Niederlage. Danach aber: Freundschaftsbiere – und alles war wieder gut.
Das Vereinsheim von Brønshøj wurde zum Tages-Hauptquartier erklärt. Und was soll man sagen: ein Traum. Günstiges Bier, sogar Hauswein für 20 Kronen und ein vorbestelltes Buffet, das seinesgleichen suchte.

25.04.2026 Brønshøj Boldklub - Hørsholm-Usserød IK 3:1 (1:1)
- Tingbjerg Idraetspark - 3. Division (4. Liga DBK) – 800 Zs.

Das Spiel der Ersten stand an – und mit ihm ein weiteres Highlight. Schon vor Anpfiff zeigte sich, wie herzlich und offen man hier empfangen wird. Freier Eintritt für unsere Gruppe, Platz auf einer windgeschützten Tribüne direkt über der Heimkurve.
Die „Wespen“ hatten zwei aktive Stimmungskerne, dazu Konfetti, Fahnen und kreative Einlagen – inklusive einer bestens gekleideten Dame im Wespenkostüm, die sich um die optischen Highlights kümmerte.
Auf dem Platz zunächst ein zähes Spiel. Doch mit nachlassendem Wind drehte Brønshøj auf und gewann am Ende verdient mit 3:1. Gemeinsam mit den Heimfans wurde gefeiert – eine Selbstverständlichkeit, die man sich auch anderswo wünschen würde.
Was diesen Tag besonders machte: die Mischung aus Fußball, politischer Haltung, Nachbarschaftsgefühl und echter Gastfreundschaft. Nach Spielende ging es geschlossen weiter in die Fankneipe. Dort wurde nicht gepöbelt, sondern bei Kaffee mit Baileys und Tuborg über Gemeinsamkeiten gesprochen. Lieder wurden präsentiert – und statt Aggression gab es Applaus.
Ende vom Lied: Sonnenaufgang um 6:00 Uhr. Nebenbei noch zur Organspende angemeldet. Kann man so machen. (Renier)

Photos from Intourist Babelsberg's post 22/05/2026

03.05.2026 Lokomotive Kokswiese – Viktoria Punktelieferant 3:3 (0:0) – Poststadion George-Floyd-Platz - Uni-Liga Berlin Liga 2 – 15 Zs.

Fußballwochenende für Hopping-Hilde & Hulkhagen. Das kann nur bedeuten, dass die Mama das Wochenende auf Tour ist. Dann kann man sie ja am Bahnhof abholen, wo zufällig das Poststadion ums Eck ist. Also wurde noch schnell die Decke eingepackt und der Nebenplatz einkassiert, auch wenn ursprünglich Cono Sur auf dem Platz spielen sollten dies anvisiert war. Spontan wurden aber die Plätze getauscht und so gab es mit der Uni-Liga immerhin auch mal eine Premiere. Aber selbst ein Banner gab es hier zu bestaunen, neben einer torreichen zweiten Halbzeit, nachdem man sich im ersten Durchgang noch etwas einspielen musste.

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