Intourist Babelsberg

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Druzhba, wir sind ein Babelsberger Groundhopping-Kollektiv und wollen euch auf dieser Seite mit Fußball und Kultur aus der ganzen Welt versorgen.

Photos from Intourist Babelsberg's post 22/07/2026

18.07.2026 SG LVB - Sportgemeinschaft Leipziger Verkehrsbetriebe – SV Schwalbe Schwiesau 17:1 (9:0) – Sportplatz Neue Linie - Testspiel - 30 Zs.

Nachdem der morgendliche Start aufgrund der anstrengenden Woche weniger geschmeidig verlief, überraschte mich der unübliche 11Uhr-Testspiel-Kick am Sportplatz Neue Linie im Auenwäldchen in LE. Bereits vor wenigen Wochen sollte der Nebenplatz fallen. Da jedoch das angesetzte Frauenspiel leider nur auf dem Halbfeld stattfand, verabschiedeten wir uns bereits nach anderthalb Minuten. Dass das Ambiente am Hauptplatz so einen Charme besitzt, unabhängig des austauschbaren Multifunktionsgebäudes inklusive Pinte sowie dem danebenliegenden Haus mit einer Containerverschalung, war Überraschung Nummero Zwo am heutigen Tage. Faßbier, Cocktails, diverse Erfrischungsgetränke, verschiedenste Wurstvarianten und etliche andere Gerichte, wie z.B auch Tapas, gehören in der selbstgezimmerten Strandbar zur Angebotsauswahl. Untermalt wurde diese Szenerie durch spanische Musik. Zudem hat die Außenbar auch an spieltagsfreien Tagen unregelmäßig geöffnet. Von der Haupttribüne schweift der Blick über den Rasenplatz hinweg direkt in das angrenzende Wäldchen. Die zwei Reihen an blauen und gelben Sitzplätzen haben anhand des Zustands schon einige Jahre auf dem Buckel. Während für mich nicht nur kein strukturiertes Farbmuster zu erkennen war, fehlten auch hin und wieder Sitzeinheiten und offenbarten den Rost an der etwaigen Metallkonstruktion. Zudem gefiel mir die unberührte Koexistenz zwischen der sich wohlfühlenden Flora und den Traversen. Die gesamte Sportanlange beherbergt neben drei Großfeldrasenplätzen ebenso viele Beachvolleyballflächen sowie ganze zehn Tennisaschefelder. Das gastgebende Team, die SG Leipziger Verkehrsbetriebe, 1990 ursprünglich als Betriebssportverein der Mitarbeitenden des Leipziger Verkehrsunternehmens gegründet, besitzt durch verschiedene Vorgängervereine eine zurückreichende Historie bis 1945. Mittlerweile entkoppelt vom Ursprungsgedanken, verfügt der Verein mit seiner Breitensportabteilung über ca. 1500 Mitglieder, wobei der Großteil Niederflurbahnen wohl eher nutzt, anstatt diese selbst zu steuern. Parallel zum stetig wechselhaften Sonne-Wolken-Sonne-Mix sorgten die anhaltinischen Gäste aus der Altmark für einen kontinuierlich einseitigen Spielverlauf. Nachdem es bereits nach neun Minuten im Gästetor klingelte, zeterte ein Falke über dem Platz, was die Schwalben aus Schwiesau wohl so verunsicherte, dass sich beide Mannschaften mit einem 8 zu 0 in die Pause verabschiedeten. Währenddessen der Gerstensaft langsam und gemütlich wie die angrenzende Pleiße floss, suchte der Linienrichter, verantwortlich für den Bereich der Heimelf in der ersten Hälfte, wiederkehrend den regen Austausch zum Haupttribünenpublikum. Dabei kann festgehalten werden, dass der Betätigungsradius beider Assistenten halbzeitabhängig variierte, da die Torflut auch im zweiten Durchgang nicht endete und das Spiel 17:1 ausging...trotz einiger Jugendspiele die mit Abstand torreichste Partie meiner Beobachterkarriere. Dass die Gäste unabhängig des Ergebnisses überfordert wirkten, lag wohl nicht nur daran, dass das Spielgerät noch fein säuberlich selbst aus den Büschen gekramt wurde. Zur persönlichen Erheiterung beobachtete ich, wie ein Schwalbespieler mit seinem Einwurf in Brennballmanier den Gegenspieler abwarf, obwohl sich weit und breit kein Mitspieler in der Nähe befand.
Zusammenfassend ist festzuhalten, ein sehr zu empfehlendes Schmuckstück im Leipziger Süden, welches nicht nur als sportliche Begegnungsstätte dient und mit existierendem Flutlicht sicherlich auch eine attraktive Abendbegegnungen bieten kann.
(Atmosphärenbeauftragter)

Photos from Intourist Babelsberg's post 20/07/2026

14.07.2026 BSV Eintracht Mahlsdorf– FSV 63 Luckenwalde 1:1 (0:0) – Sportplatz Am Rosenhag - Testspiel - 65 Zs.

Feierabendkick für Hulkhagen. Dafür ging’s dann ein Mal ans andere Ende von Berlin. Entlohnt wurde man mit der wahrscheinlich tschechischsten Tribüne Berlins. Auch hier wurden wieder altbekannte Gesichter erblickt und zusammen diniert. Es gab eine gute Bratwurst und sogar Eis wurde kredenzt. Sportlich gab es, wie beim letzten Mal mit Luckenwalde hingegen keinen Leckerbissen. Gelohnt hat es sich trotzdem.

Photos from Intourist Babelsberg's post 17/07/2026

12.07.2026 VfB 1906 Sangerhausen – BSV Eintracht Sondershausen 3:0 (0:0) – Friesenstadion - Testspiel - 158 Zs.

USA-Ausflug für Snidi, Ulli Versal und Hulkhagen. Vor Ort sollte sich dann noch ein gewisser Captain Klobasa hinzugesellen, aber der Reihe nach. Da es am Vortag für einiger der Reisegruppe etwas länger ging (Testspiel gegen St. Pauli), wurde die, wie sich bei der Rückfahrt herausstellte, maximal riskante Hinfahrt, mit Ankunft kurz vor Spielbeginn, gewählt. No risk, no fun. Es ging aber alles gut und es konnte sogar der neue Aldi im Magdeburger Bahnhof eingeweiht werden. Nach dem Passieren des schönen alten Stadioneingangs und der Versorgung mit hopfenlastigen Getränken wurde dann der Captain begrüßt und ein schattiges Plätzchen gesucht. Das Spiel der beiden ehemaligen DDR-Ligisten, deren Komplettierung Snidi & der Captain beide nachgehen, war eher unspektakulär und so gab eher viel zu erzählen und zu chillen. Schließlich musste man noch etwas Kraft tanken für die Rückfahrt, denn der Zug gen Magdeburg sollte ausfallen und der nächste dann zwei Stunden später fahren, welcher auch schon mit Verspätung angezeigt wurde. Hauptgewinn. Also wurde kurzerhand über Halle gefahren, inklusive 3 Umstiegen mit wenigen Minuten Zeit für diese. Hier sollte trotz voller Züge aber alles klappen und man war gegen halb Neun wieder im Kiez.

Photos from Intourist Babelsberg's post 15/07/2026

05.07.2026 Landesturnier Berlin bei den Spandauer Kickers – Sportanlage Staaken West – 158 Zs.

BFC Preussen 1894 – SV Tasmania Berlin (2:2) 4:6 n.E.
Lichtenberg 47 – FSV Spandauer Kickers 1975 4:0

BFC Preussen 1894 – FSV Spandauer Kickers 1975 2:0
SV Tasmania Berlin– Lichtenberg 47 1:0

Willkommen meinerseits zur neuen Saison 2026/27. Nach der hitzebedingten Zwangspause des letzten Wochenendes reichte es am letzten Juniwochenende „nur“ zu einem länger erwarteten Konzert der derzeitigen Queen of Rap aus New York. Ein sehr schöner Abend. Der Ball rollte am ersten Sonntag im oftmals belächelten Bezirk der Hauptstadt.
Genauer gesagt im Spandauer Ortsteil Staaken, tief im Westen Berlins. Staaken hat eine besondere Geschichte - nach dem 2. Weltkrieg lag Oststaaken im Britischen Sektor, Weststaaken wurde den Sowjets zugesprochen und gehörte später zur DDR. Erst seit dem 3. Oktober 1990 sind beide Teile Staakens wieder in Berlin-Spandau vereint.
Der Berlinligist Spandauer Kickers, kurz SpaKi lud auf seine gemütliche Anlange am Ende Berlins auf dem Brunsbütteler Damm (ehemals DDR) ein. Seit 1991 hat der Klub seinen Vereinssitz nach West-Staaken verlegt. Ursprünglich ließ sich der 1975 gegründete Verein am Fehrbelliner Tor in Westberlin nieder. Mittlerweile kann auf eine interessante 50jährige Geschichte voller Leidenschaft (so das Jubiläumsmotto) zurückgeblickt werden.
Nicht minder interessant die weiteren Teilnehmer der 9. Auflage des Vorbereitungsturniers einer Handwerks-Unternehmensgruppe.
Der ewige Tabellenletzte der Bundesliga und Aufsteiger in die ehemalige DDR-Oberliga aka Regionalliga Nordost Tasmania, Lichtenberg 47 aus der Oberliga Nord sowie der BFC Preußen aus Lankwitz, der seit 2025/26 in der Regio am Start ist. Ein starkes wie spannendes Teilnehmerfeld.
Das erste Halbfinale bestritten die beiden Regionalligisten, wobei sich Tasmania im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Fairerweise weilte ich währenddessen im Regio nach Staaken, so dass ich die Info am Einlass erhielt. Sieben Euro wurden für dieses doch hochklassige Turnier fällig, wo jede Partie 45 Minuten dauerte, sodass alle vier Teams auf 90 Minuten reine Spielzeit kamen. Ich stolzierte auf den Rasenplatz mit Laufbahn, süßen Vereinsheim „SpaKi‘s Inn“ und grünen Sitzschalen auf einer Seite im Laufe des zweiten Halbfinals, welches die Elf vom Zoschkestadion locker für sich entscheiden konnte.
Nette Atmosphäre und bei Anreden, wie „Mein Herz und „Mein Bester“ fühlte ich mich gut aufgehoben. Zumal ich mich in Mitten von einigen Ex-Nulldreiern (David Danko undÇakmak) sowie Mitgliedern der Brigade Lankwitz, Tas-Rentern sowie Lichtenberg-Supportern befand.
Der Zeitplan hinkte etwas hinterher, da sich ein Schiri verletzte und das anwesende Team natürlich auch mal eine kleine Pause benötigte.
Der BFC Preußen labte sich an seinem eigenen Kaffepott und bezwang in einem hitzigen Spiel um Platz 3 die Gastgeber. Natürlich schwer als Sechstligist gegen die Teams aus der Regional-und Oberliga, aber ganz gut geschlagen. Unnötig hitzig ging es kurz auf dem Platz zu, aber die involvierten Spieler sahen ein, dass dies in einem Vorbereitungsturnier keinen Platz hat. Gute Einsicht und während Disc Golf unterm Holzkabuff zur großen Attraktion avancierte, liefen die beiden Finalisten auf, die sich vor wenigen Wochen noch einen erbitterten Aufstiegskampf lieferten.
Den Vorbereitungsmodus merkt man beiden aber noch an, wie das Zitat "Oh Gott ist das schlecht" nach einem misslungenen Freistoß bei 47 erkennen ließ. Ein Traumtor an den rechten Pfosten und rein bewahrte Tas vor einem weiteren Elfmeterschießen. Verdientes Ergebnis und somit konnten die Neuköllner ihren Titel aus dem letzten Jahr verteidigen. Mit neugierigem Blick ging es am Sommerbad Staaken vorbei und durch die eher spießige Gegend zurück zum Bahnhof und in die Landeshauptstadt. (snidi)

Photos from Intourist Babelsberg's post 13/07/2026

05.07.2026 Berliner Athletik Klub 07 – SV Blau Weiß 90 Berlin 4:1 (0:1) – Hanne-Sobek-Sportanlage Platz 2- Testspiel - 140 Zs.

Kleiner Ausflug nach Berlin für Hulkhagen. Dort wartete schließlich die Regionalversammlung der hoppenden Zunft. So ziemlich jeder Hopper aus Berlin, der nicht anderweitig unterwegs war, war hier zu Gast. Denn es gab mal einen selten bespielten Platz zu kreuzen. Die Gastgeber, die sonst um keine Einnahmemöglichkeit verlegen sind, haben hier zum Glück geschlafen und werden sich über den „Ansturm“ sicherlich geärgert haben. Aber auch der Platzwart hatte scheinbar etwas länger geschlafen, denn der Rasen war nicht einmal eingekreidet. Auch mal wieder ein Novum. Es ergaben sich natürlich nette Gespräche mit Hinz und Kunz, fühlt Euch alle gegrüßt und ein paar Tore gab es auch zu bestaunen, ehe am Ende wieder jeder seiner Wege ging.

Photos from Intourist Babelsberg's post 10/07/2026

27.06.2026 FSV 63 Luckenwalde – RSV Eintracht 1949 0:0 – Waldstadion - Testspiel - 100 Zs.

Radtour für Hulkhagen. So war jedenfalls der Plan, bis die Wetterprognose 40 Grad vorhergesagt hatte. Selbst bei der Vorverlegung auf 10 Uhr wären zwei Stunden Rückfahrt sicherlich die Hölle geworden. Daher wurden kurzerhand 7,50€ für ein 24h Fahrradticket im VBB-Gesamtnetz investiert und es ging bis kurz vor Luckenwalde per Zug, um dann nur die restlichen 10 Minuten in der Hitze zu radeln. Mit zwei Trinkflaschen, die man anders als im Vorjahr bei 35 Grad sogar mit reinnehmen durfte, wie gnädig, und einem Kühlhandtuch ausgerüstet, konnte es dann losgehen. Eine schöne Anlage wartete ebenfalls, inklusive einer Russlandversteher-Loge in Form einer Holzbude. Sportlich war das ganze bis zum Tor auch ganz schön anzusehen, aber im Abschluss waren dann beide zu harmlos. Luckenwalde war zwar besser, der Linksverteidiger vom RSV hat mir aber auch gut gefallen. Man darf gespannt sein, was die neue Saison so bringt.

Photos from Intourist Babelsberg's post 09/07/2026

Snidi beendete die Saison 2025/26, ohne WM, in USA…

21.06.2026 FC Stahl Aken – FC Victoria Wittenberg 6:0 (3:0) – Elbesportpark - Landesklasse Sachsen-Anhalt 4 - 99 Zs.

Geplant war an den Trip an die Elster und nicht Elbe, aber gut beides bringt Punkte bei Stadt-Land-Fluss, wobei die Elster wohl zehn statt fünf Punkte bringen würde. Haben wohl die wenigsten als Gewässer aufm Schirm ;)
Hektisch rief mich der Atmosphärenbeauftragte – mit dem ich ehrlich gesagt nicht an diesem Sonntag rechnete – an, wo ich den bleiben würde. Ich schlenderte entspannt durch den Hauptbahnhof und registrierte bereits, dass mit dem anvisierten Zug gen Dessau etwas nicht stimmen sollte.
Hmm…Begrüßung daher etwas unwirsch, da klar war der Anstoß bei Alemannia Jessen wird nicht pünktlich erreicht werden. Eine Zugverbindung des Grauens dahin. Nun jut, mal schauen was sonst so geht. Die Optionen in Brandenburg lahm, aber Stahl Aken im Elbesportpark hörte sich doch gut an.
Doch was tun bis dahin? Die Anzeige verkündete Borkheide, wo mir das Naturbad bekannt war. Handtuch war eh ein Begleiter, so dass wir uns einigten die gewonnene Zeit - Anstoß 15:00 Uhr statt 13:30 – sinnvoll zu nutzen. Eigentlich ein ausgesprochen geiler Vibe bereits kurz nach 10:00 Uhr aufm Sonntag in einem Bad aufzulaufen. Passenderweise zog sich der Himmel zu, aber wat willste machen und irgendwas ist ja bekanntlich immer.
Die Bahnen wurden geschwommen und es begann leicht zu regnen. Geiles Feeling, welches allerdings unterbrochen wurde als es donnerte. Zu Glück nur von kurzer Dauer, so dass es nach ein bisschen Schnacken wieder rein in die Brühe ging. Cooler Vormittag, der so nicht angedacht war. Schön, dass es doch noch genügend Überraschungen gibt.
Der Abschnitt Bad Belzig – Dessau war wieder im Einsatz – Personalmangel am morgen – so dass wir in Roßlau einige Überreste des Skafestivals sahen und in Dessau am Bahnhof einen Kaffee zu uns nehmen konnten.
Der kleine Bus nach Aken – mit internationaler Besetzung – brachte die Fahrgäste die paar Kilometer westlich der Doppelstadt Dessau-Roßlau in den Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Hier empfingen uns am schnieken Marktplatz zur Überraschung FCM-Sticker (Vermutung lag HFC nahe) wie 187 Tags,haha. Was witzig war im Gegensatz zum ordentlichen Gewitter. Donnerwetter war passend, aber der Spuk dauerte keine halbe Stunde, so dass wir entspannt runter zum Fluss meiner Jugend flanieren und den schönen Blick auf die Fähre genießen konnten-
1355 wurde in Aken erstmals eine Fähre urkundlich erwähnt. Von Anfang an diente sie nicht nur dem Personentransport über die Elbe, sondern wurde vorwiegend für den Lastentransport genutzt. Die derzeit genutzte Fähre bedient sich der natürlichen Strömung der Elbe und ist seit 1997 in Betrieb. Sie fungiert als eine Art „schwimmende Brücke“ über die Elbe, sichert die Verbindung zwischen Aken und Steutz und bringt bis zu zwölf PKW in fünf Minuten über die Elbe. Die Fähre ist nicht nur von Bedeutung für den gewerblichen Transportverkehr, sondern spielt auch touristisch eine wichtige Rolle, denn der Elberadweg führt von Aken mithilfe der Fähre in das Biosphärenreservat Steckby-Lödderitzer Forst. Gerne mal vormerken für eine stabile Radtour mit anschließendem Besuch des nahegelegenen Elbesportparks.
Auf besagtem wurde an diesem Sonntag zum „letzten Tanz“ in der Landesklasse Staffel 4 gebeten.
Dieses Jahr reichte es leider hinten und vorne nicht für die selbsternannte Macht an der Elbe für eine adäquate Saison. Tabellenletzter, die wenigsten geschossen und dafür meist bekommenen Tore. Gespannt waren wir, ob heute die letzten vier Buden fallen würden, damit Stahl die vorerst letzte Saison in Liga 8 mit einem dreistelligen Wert an Gegentoren beendet. Bittere Saison, aber Stahl nahm es sportlich und lud alle Fans und Interessierten bei kostenfreiem Eintritt und 30l Freibier auf den Elbesportpark ein. Mit 99 Zuschauer*innen ergab sich ein würdiger Rahmen für den Abschiedswalzer.
Doch damit nicht genug, es stand noch die Verabschiedung des langjährigen Capitanos „Ghetto“ ins Haus, der mit Spalier, eigenem Transpi und der Fußballhymne überhaupt „you‘ll never walk alone“ sowie einem KI-Song „Danke Capitano Ghetto, unsere Nummer 9, du nammst jede Hürde im Dauerlauf“ eingerahmt wurde. Irgendwie auch süß und krasse Wertschätzung für eine langjährige Stütze des Vereins. Wir verzogen uns auf die unausgebaute Gegenseite und bestaunten die sich anbahnende Rauchshow, die sogar hinten raus noch Funken parat hatte.
Stadion ganz süß mit der Werbebande für das am Marktplatz gesehene Restaurant Türkische Riviera. Vor dem modernen Sozialtrakt erstreckt sich eine Überdachung für Stehplätze sowie eine Tränke mit selbstdesigntem Getränkeautomat und am Grill wurden die Roster rotiert. Auf der Hauptlängsseite zogen sich Stufen entlang sowie eine kleine dreireihige Tribüne aus Holzlatten, wobei die oberste Reihe mit weißen Sitzschalen überzogen ist.
1953 gründete das Magnesitwerk die Betriebssportgemeinschaft Stahl Aken. Mit den über 1.000 Mitgliedern und zwölf Sportsektionen wurde sie zur zweitgrößten BSG im Kreis Köthen. Für die Fußballer reichte es bis in die viertklassige Bezirksklasse in den 1960er und 1970ern.
Fußball wurde später unter dem Label TSV Elbe Aken, der Verein existiert bereits seit 1863, gespielt bevor 2017 die Ausgliederung in den dafür neugeschaffenen Verein FC Stahl Aken erfolgte. Seit dem wurde in der Landesklasse, wenn auch in verschiedenen Staffeln, gespielt.
Der vorläufige Abschied wurde groß zelebriert und verzögerte sich - offiziell aufgrund des Unwetters – um fünfzehn Minuten. Mit Anpfiff waren es auch wieder 10 Grad mehr, da das Unwetter der Sonne wich. Nach wenigen ging die Heimelf in Führung, indem überlegt von außen reingespielt und eingeschoben wurde. Die Gäste aus der Lutherstadt Wittenberg (siehe Spielbesuch vom 01.05.2023) hegten an dem Tag keine Ambitionen den Rotweißen den Tag zu verderben. Mit 3zu0 ging es in die Pause. In dieser suchten wir Herrn Kreideweiß (ohne Witz) auf, den Platzwart der die Herzen aller Fußballmänner frohlocken lässt. Er zauberte nämlich einen kleinen Schwung Eintrittskarten aus einem Kabuff, welche wir an die weiteren Stadionsammler verteilten. So hatten alle was davon.
Die Gästespieler hatten fast direkt vor uns einen spannenden wie unmotivierten Pausentalk, letzter Spieltag eben und es ging um nüscht mehr. Ein sehenswerter Fernschuss zum 5zu0 ließ uns nochmal aufschrecken und das zweite Bier war umsonst, nachdem wir für das erste als Fremde noch blechen mussten,hehe.
Wir fühlten uns gut aufgehoben und hatten nen süßen Schnack mit einem alten Stahler, der salopp meinte, so einen Fernschuss hat er auch schon mal hingelegt. Nur stand da die Mauer noch und dies noch nicht so lange,haha. Ein halbes Dutzend stand am Ende auf der Anzeige. Mit dem dritten Saisonsieg wurde der Toreschnitt von 1,19 pro Spiel auf 1,36 gehoben.
Guter Abschluss und wir wünschen viel Erfolg in der Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld. Stahl Aken - Ein Verein der ganz gute Bedingungen für die Sportler*innen schafft, wird ein Blick auf die Anlege geworfen. Bekannteste Sportlerin ist wohl Pia Metzker die beim FC Union und Viktoria Berlin in der Zweiten Liga ihre Schuhe schnürt bzw. im Falle der Eisernen schnürte.
Aufgrund des verspäteten Anpfiffs mussten wir leider etwas eher los, da der Bus nur aller zwei Stunden verkehrte. Am Marktplatz war im Gegensatz zur Ankunft Sommer, Sonne, Ostdeutschland statt Regen, Donner, Westen angesagt.
Witzig, dass im Bus gen Dessau dieselbe Großfamilie von der Hinfahrt im Akener Plattenbauviertel einstieg sowie der Skater-Jugendliche.
Die Zugfahrt über vergnügten wir uns mit Spielen aus dem Hause DWIDS. Ganz schön weit nach Beirut, liebe Leute ;)
Aufgrund der Hitzewelle war dieses Spiel das unfreiwillig letzte der Saison 2025/26, welche für mich vor allem viele große Stadien in Deutschland auf der Agenda hatte. Polen und Italien waren dabei und es führte mich sogar zweimal nach UK sowie zu einigen Besuchen von vermeintlichen Randsportarten. Persönlich nicht die einfachste Saison, aber abermals wurden schöne Erinnerungen im Kopf und auf der Festplatte abgelegt.
Der längste Tag des Jahres endete noch würdig auf der Fête de la Musique im Kiez. Mal gucken was die neue Saison so bringt. Einige Dinge habe ich bereits geplant und freue mich schon auf das langersehnte wie angekündigte Wiedersehen mit der Muttenzerkurve des FC Basel. (snidi)

Photos from Intourist Babelsberg's post 06/07/2026

13.06.2026 Gryf Kamień Pomorski – MKS Dąb Dębno 2:4 (1:1) – Stadion Miejski w Kamieniu Pomorskim – IV liga Grupa: zachodniopomorska (5. Liga PL) – 100 Zs.

Ostseewochenende für Europapokal-Emil, Ulli Versal, Hulkhagen und Co. Hier durfte natürlich auch ein Besuch des letzten Spieltags in der polnischen Privinz nicht fehlen. Dafür hatte der Wettergott auch für besten Nieselregen gesorgt. Vorher wollte der Freund und Helfer aber noch einmal in die prall gefüllte Żabka-Tüte schauen, wahrscheinlich tropfte schon der Zahn. Ja, es wurde ordentlich aufgeboten, denn ein paar Jugendliche in schwarzen Klamotten wollten 90 Minuten im Regen auf einer Stahlrohrtribüne singen. Dies veranlasste Emil seinen neuen Länderpunkt zu feiern, in dem er sich in irgendwelchen Fischresten suhlte und danach entsprechend roch. Dackel müsste man sein. Anschließend wurde noch ein Stop beim Honigstand gemacht und dann ging es wieder an den Strand. Mal wieder ein schönes Wochenende.

Photos from Intourist Babelsberg's post 03/07/2026

11.06.2026 SG Bornim 1927 II U19 – SV Concordia Nowawes 06 U19 1:3 (1:3) – Sportplatz Nowawiese – Kreisliga Havelland – 50 Zs.

Neuer Ground im Kiez für Hulkhagen. Denn ein Vögelchen zwitscherte, dass hier nun doch das erste Pflichtspiel stattfinden sollte. Letztes Jahr gab es zwar schon einen Versuch, der aufgrund eines Gewitters dann aber wortwörtlich ins Wasser fiel. Die frohe Botschaft wurde vorher noch verbreitet, sodass sich auch das ein oder andere bekannte Gesicht einfand. Bei bestem Wetter wurde schön geschnackt während Cordi schon im ersten Durchgang den Sack zu machte. Schöner Feierabendkick mit kurzen Wegen.

Photos from Intourist Babelsberg's post 01/07/2026

07.06.2026 FSV 1950 Wachow / Tremmen – Sportverein Dallgow 47 II 1:1 (0:1) – Sportplatz an der Schmiedetrifft – Kreisliga Havelland A – 50 Zs.

Radtour ins Havelland für Hulkhagen. Dafür ging es entspannte 27 km nach Tremmen. Lediglich die letzten drei Kilometer schickte Google Maps einen über „Radwege“ für die man eher eine Machete als ein Rad gebraucht hätte. Gelohnt hat es sich trotzdem, denn es erwarteten einen eine Hüpfburg, Kuchen, Bocki und Co für faire Preise. Sportlich wurden sich die Punkte auch fair geteilt, ehe es dann wieder auf den Sattel ging.

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