Intourist Babelsberg

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Druzhba, wir sind ein Babelsberger Groundhopping-Kollektiv und wollen euch auf dieser Seite mit Fußball und Kultur aus der ganzen Welt versorgen.

Photos from Intourist Babelsberg's post 04/09/2026

Sonntag stand auch noch DFB-Pokal ins Haus. Der kleinste Pokalteilnehmer wurde im extra errichteten Stadio Comunale Kśišow besucht…

23.08.2026 VfB 1921 Krieschow – 1. FSV Mainz 05 0:9 (0:5) – Sportpark Krieschow – DFB-Pokal – 4.000 (1.000) Zs.

Ein ganzes Dorf fiebert mit und mit ihm ganz Fußballdeutschland. Was wurde nicht alles vorab über dieses Pokalspiel berichtet, so dass sich ein kleiner Hype um die erstmalige DFB-Pokal-Teilnahme des VfB Krieschow entwickelte. Der VfB Krieschow hatte mit dem 2:1-Sieg im Stadion der Freundschaft gegen Energie Geschichte geschrieben und erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Brandenburger Landespokal gewonnen.
Die Gemeinde Kolkwitz nennt für Krieschow aktuell 557 Einwohnende. Frühere Angaben schwanken zwischen gut 500 und rund 600 Menschen.
Mittlerweile ist es ja leider naheliegend den bequemen Weg zu gehen und auf größeres Spielstätten auszuweichen, aber bekanntlich nicht so in der Niederlausitz. Im letzten Jahr zum Beispiel wich der Pokalsieger RSV Stahnsdorf, der übrigens gegen Krieschow gewann, gegen die Roten Teufel vom Betze ins Karl-Liebknecht-Stadion aus. Wir berichteten.
Der Gegner Mainz 05 ein lässiges Los und ließ es auch machbar erscheinen zu Hause zu spielen. In wochenlanger Vorbereitung wurde mit viel Herzblut und Engagement ein Stahlrohrtempel errichtet, der alle kleine Clubs in Italien vor Neid erblassen lässt.
Das Stadio Comunale Kśišow für 4.000 Menschen, was mehr als siebenmal so viele Einwohner*innen beherbergt. Nicht ganz das zehnfache wie es Dwidswoch in Folge 253 – „1 Krieschower und 9 Freunde“ verlauten ließ.
Für Mainz nach dem Ausflug in den Europacup auch eine gelungene Abwechslung zum Bundesligaalltag und für den Atmosphärenbeauftragten und mich stand schnell fest, da müssen wir dabei sein. Online-Tickets im freien Verkauf für das Spiel aufm Dorf gab es klamm und heimlich erst zwei Wochen vorm Termin.
„Beim ersten Vorverkauf im Sportlerheim stand eine Schlange wie zu tiefsten DDR-Zeiten, in Doppelreihe", verriet Ortsvorsteherin Jeannine Mau der Lausitzer Rundschau vor dem Erstrundenspiel am Sonntag.
In der Zeit war Sky bereits zu Gast und der händische Aufbau der vielen Ehrenamtlichen lief bereits auf Hochtouren. Die Inszenierung als kultiger Ostdorfverein, in welchem alle anpacken und für das ursprüngliche Pokalfeeling sorgen, was leider lange abhandengekommen ist, gelang vollends. Versteht mich nicht falsch, finde das auch süß und bin mit Leidenschaft und Ehrenamt auch durchaus vertraut, aber ohne eine gewisse Finanzstärke die gegeben sein muss, wird es schwer dies so hochzuziehen. Und das haben sie in Krieschow, nicht in Unmengen, aber reicht um seit einigen Jahren in der NOFV Oberliga Süd oben mitzuspielen.
Nur um es mal einzuordnen, aber das geleistete soll nicht mit Neid Bedacht oder geschmälert werden, nur weil Nulldrei zu unfähig ist,hehe.
Auf dem Papier natürlich eine klare Sache, aber der Stürmer und Torjäger Andy Hebler (37 Jahre) gab dem kleinen Verein aus dem Landkreis Spree-Neiße Hoffnung:
"Erst einmal haben sie eine lange Trainingswoche, dann müssen sie 600 Kilometer in den tiefsten Osten fahren. Wir haben schon aus Spaß gesagt: Jetzt noch die Kabine auf 40 Grad aufdrehen und ein paar gammlige Bananen reinlegen, damit die richtig genervt sind".
Schauen wir mal und aufgrund der miesen ÖPNV-Verbindung, ist halt ein Ortsteil einer kleinen Gemeinde, konnte ich freundlicherweise ein Auto auftreiben. Karre abgeholt und in einen Schwung Turbinefans geraten, die Einlass ins KarLi zu ihrem Zweitligaspiel begehrten. Atmosphärenbeauftragter und ich hatten großzügig geplant, da wir schon ein kleines Chaos vermuteten, da sonst so um die 200 Leute den Sportplatz ohne Ausbau säumen. Die Fahrt durch die Dörfer der Niederlausitz hatten ihren Charme und an einer Kreuzung sahen wir die Gästebusse in einer Bullenkontrolle stehen. Skurril, denn auf der anderen Seite hieß die Jugend Krieschows, mittels eines selbstgemalten Bettlakens, alle Gäste willkommen. Wir drehten eine Ehrenrunde um dann an Heuballen und kreativen Wegweisern den Weg gen Sportplatz auf uns zu nehmen. Faszinierende Welt und schöner Vibe von großaufgezogenem Vereinsjubiläum oder eben 1. Hauptrunde des DFB-Pokals, wie sie sein sollte. Fantastisch. Dank des blickigen Beifahrers parkten wir auf der Stellfläche einer kleinen Wohnsiedlung vor dem offiziellen Parkplatz aka Feld. Linker Hand zwei Fußballtore ohne Netz und rechter Hand das charismatische Sonnenblumenfeld.
Einlass schnell gemeistert und wir waren ehrlichgesagt etwas überrascht, ob der verdammt guten Orga. Das Stadion ein Traum und sah aus wie Eccellenza in der Toskana. Es gab Eis/Muffins/Kuchen für den süßen Zahn sowie eine Salat-Hähnchen-Geschichte im Becher und Weinschorle, da man dies in Mainz ja so gerne trinkt. Wartezeit etwas länger, aber sehe ich wirklich nach bei dem Trubel. Mit einer roten Brause und staunenden Augen, ob des Kolosses hinterm Tor, der auf Teilen des Nebenplatzes stand, nahmen wir unsere Plätze ein.
Heimbereich ein kleiner Mob formiert, der mit Blockfahne ins Spiel startete. Chapeau! Zu unserer rechten die Mainzer, die lediglich einen Minihügel hatten, aber den Zaun vorzüglich zu flaggten und mit einem halben Dutzend großer Schwenker ein ordentliches Bild kreierten. Unterstützung gab es von der Kohorte aus Duisburg.
Was die Rheinhessen aus dem Gästekäfig holten flashte uns. Das war Freaks! Am Zaun rütteln und sich ein Spaß drauß machen, mit einem Stehtisch posieren, poggen und teils komplett freidrehen. „ Ich bin verrückt nach dir, ich bin verliebt in dich, ich lass dich nie im Stich“ schepperte dermaßen zu Beginn.
Auf dem wirklich gut gepflegten Rasen, umgeben von den geforderten LED-Banden, spielte Krieschow mutig mit und erarbeitete sich kleine Chancen, die vom Stadionsprecher euphorisch gefeiert wurden. In der 19. Minute war es dann Phillip Tietz, der mit einem lupenreinen Hattrick binnen dreizehn Minuten alles klar machte. Der Gästeblock tobte zu ihrer Version von „Heart of Glass“, was den Zaun fast zum Einstürzen brachte und die Vorsänger zwang in den Innenraum zu hüpfen. Leute die mich kennen wissen um meine Musikaffinität und tatsächlich hatte ich bereits vor dem Tag einen Ohrwurm von diesem Song, der im Videorückblick der Määääänzer in der Punkrock-Version der Lunachicks gespielt wird. Auch im Heimbereich wurde etwas gesungen, wenn es auch kurze Aufregung gab, da der Vorsänger des VfB zum Verlassen der Bande aufgefordert wurde. Kurzes Sinnlosdiskutieren und umjubeltes Comeback mit Bierkiste gefolgt von knackigem „Fussballfans sind keine Verbrecher.
Der Gästeblock in rot-weiß glänzte mit einer Dauer pro Song von 15 bis 20min, und nach dem fünften Ding, gleichbedeutend mit dem Pausenstand, war etwas Zeit für Schabernack. 01,02,03,04 und Nullfünf, Nullfünf-Gesängen,haha.
Lief vor dem Match noch Kontra K und es war die Rede vom gallischen Dorf wechselte die Mucke zur Pause in Remixe von Ostrockklassikern. Das Wort kultig verließ nicht nur einmal meine Lippen, es wurde sich wirklich viel viel Mühe gegeben um allen einen coolen Pokaltag zu bereiten.
Diesen bereiteten uns weiterhin die Gäste des Q-Block Mainz. Ansage Vorsänger: „Sorgt dafür, dass die in diesem Scheisskaff davon träumen“ gefolgt von einem richtig geilen Medley, welches u.a. ein bekanntes Lied aus Züri und „Vamos Vamos Mainz 05“ enthielt. Richtig quittiert wurde dies mit der Ansage „das hat doch Spaß gemacht.“. Die Heimseite zeigte sich weiterhin als fairer Gastgeber, Ausnahme kleiner Disput mit Tietz nach Torjubel, aber offenbar nix schlimmes, da im Nachgang keinerlei Rede von Ausfällen. Weiterhin einfache Gesänge und die Oberligatröte vervollständigte das Flair im ausverkauften Dorfstadion, wie es der redselige Stadionsprecher betitelte. Neun Dinger, aber trotzdem eine ordentliche Leistung. Schön, noch das Spruchi zur Kampagne „Meister müssen aufsteigen“ und die Ultras des FSV grüßten noch ihre Amici der Fedayn Bronx aus Caserta. Ein „Dale Mainz“ verabschiedete uns nach draußen und wir begaben uns vorbei am Ortsausgangsschild fix zum Auto, während auch viele Drahtesel den Feldweg säumten.
Was bleibt ist ein wirklich geiler Ausflug aufs Land um tolle Gastgeber und erstaunlich wenig Pöbelassis oder unangenehme Leute – lediglich auffällig Migrationsanteil 0% und vereinzelt gescheitelte Label 23-Models- in dieser doch teils politisch fragwürdigen Gegend Nahe Cottbus. Dieser Tag hat Krieschow positiv auf die Karte gesetzt. Mainz wirklich wahnsinnig underrated und hat mir abermals (wie beim Europacup-Heimspiel am 18.12.2025) richtig gut gefallen. Fußball wie er sein sollte! (Bericht: snidi & Bilder: Atmosphärenbeauftragter)

P.S.: Weiterer kurioser Funfact zu diesem Spiel. Die U23 des FSV spielte am selben Wochenende in der Regionalliga am Bieberer Berg in Offenbach vor mehr Zuschauenden als die Profimannschaft im DFB-Pokal.

Photos from Intourist Babelsberg's post 02/09/2026

22.08.2026 ETB SW Essen – SSVg Velbert 02 1:4 (1:0) – Stadion Uhlenkrug – Oberliga Niederrhein – 411 (40) Zs.

Der Soundtrack zum Frühstück im Regio war „Early“ von Joy Crookes. Passte und Gedanken versunken, rollte ich aus dem Pott raus in die Landeshauptstadt NRWs, in welcher die heimische Fortuna trotz oder auch gerade wegen Abstieg recht präsent daherkam. Es ging per Bus nach Flingern, in das Herz der Fortuna, da die Jugend im altehrwürdigen Paul-Janes-Stadion die Werkself aus Leverkusen empfangen sollte. Anstoß um 11:00 Uhr. Eine sympathische Veranstaltung, die mit einem leistungsgerechten 1:1 vor 200 Zuschauenden und leichtem Regen endete. Schöner Vormittag auf den roten Klappsitzen der Tribüne bei belegten Brötchen, nem Kaffee und ner Kippe. Uli berichtete am 23.02.2025 vom Gastspiel des MSV bei der Zweitvertretung der Fortuna, weshalb ich auf einen Extraartikel verzichte. Anderthalb Jahre später treffen die ersten beiden Herrenmannschaften im sogenannten Straßenbahnderby aufeinander. Zeiten ändern sich!
Da ich schon mal da war, wollte ich natürlich noch einige Schritte durch das traditionelle Arbeiter*innenviertel Flingern zurücklegen. Schöne Graffiti, die der Fortuna huldigen und lässiges Flair, wenn auch die Gentrifizierung keinen Halt vor dem schicken alten Baubestand nimmt.
In einer Dreiviertelstunde war ich wieder im Herzen des Potts und zwar in Essen. Zeit bis zum Kick Off um 17:30 Uhr war noch reichlich, weshalb ich mir die Burgruine Isenburg ausgeguckt hatte. Der Weg dahin wirkte teils recht hipp mit Cafés, die ebenso zahlreich meinen Weg säumten wie E-Autos oder Spielgelegenheiten. In dem Teil der Stadt wohnen keine Hools,hehe. Generell zeigte Essen an diesem Tag ein ganz anderes Gesicht als an meinem Klischeeausflug im Februar, der geprägt war von Schmuddelwetter, Industrieromantik und dem roughen Besuch der Hafenstraße. Sechs Monate später unternahm ich eine schöne Wanderung in einer grünen Oase, die wirklich wilder stockiger und steiniger daherkam als angenommen. Der Essener Stadtwald liegt auf den Ruhrhöhen südlich der Innenstadt und wird dominiert von Wald- und Grünflächen. Teils einige Höhenmeter entschädigten mit den spannenden Überresten der mittelalterlichen Ritterburg sowie dem tollen Ausblick auf das Ruhrtal. Industrieromantik durfte natürlich trotzdem nicht fehlen. Der Wegweiser „Zeche Carl Funke“ erregte trotz voranschreitender Zeit meine Aufmerksamkeit, weshalb das gesichtete Wirtshaus gestrichen wurde. Essen (haha) dann eben erst im Stadion und es war die richtige Entscheidung. Das Fördergerüst des ehemaligen Steinkohlebergwerks liegt direkt am Nordufer des Baldeneysees. Beeindruckend zumal sich wenige Meter weiter unten ein Zeltplatz befindet und Segelboote über den See schippern. Schöner Spaziergang, der fast einer Wanderung gleichkam, wobei ich spazieren im Gegensatz zum Wandern gut leiden kann. Wo ist da eigentlich die Grenze?
Es war bereits später als gedacht, weshalb vom Baldeneysee der Bus zum Stadion genommen wurde. Ganz schön (Kilo)meter gemacht, merkte ich bei der Fahrt, weshalb ich nach Entrichten des fairen Zehners für den Eintritt direkt weiteres Geld in Pommes-Currywurst investierte. Keine andere Möglichkeit als zum Fleisch, in Form der guten alten Mantaplatte, zu greifen, aber mit dem Stauder auch super lecker und charmant serviert.
Das Stadion Uhlenkrug stand auch schon länger auf meiner Liste (wie oft ich diesen Satz schon gebracht habe ;)) und der Essener Turnerbund Schwarz-Weiß e. V bewarb das Spiel zur Topzeit auch ordentlich. Der Saisonstart, in die fünftzehnte Oberligasaison in Folge, verlief für den Pokalsieger von 1959 recht dramatisch mit turbulenter Schlussphase und Flutlichtausfall. Am zweiten Spieltag der Oberliga Niederrhein war die Sport- und Spielvereinigung Velbert 1902 zu Gast. Den kurzen Weg nahmen um die 40 Anhänger*innen auf sich, wovon sich die Hälfte am Rand der Haupttribüne hinter drei Zaunfahnen (Junge Löwen, Szene Velbert, Blaue Löwen) versammelte. Joar, Mischung aus jungen Leuten und stabileren Kaliber mit gewisser Affinität zu Deutschland. Auf Heimseite formierte sich kein Mob, aber der Star heute auch ganz klar das Uhlenkrugstadion. Offiziell Platz für 9.950 Menschen, wobei 1.400 auf der überdachten Sitzplatztribüne unterkommen.
Der älteste Verein der Stadt, mit Gründungsjahr 1881, ließ das Stadion 1922 errichten. Damals konnten 35.000 Zuschauer*innen im Stadion untergebracht werden. Aber auch heute noch präsentiert sich ein richtig schönes Rund mit der großen Stehkurve, die sich bis zur Mitte der Gegengerade erstreckt. Hinter dem einen Tor steht eine alte Uhr und die Anzeigetafel ist auch alles andere als dezent. Das Herzstück, ohne Wenn und Aber, natürlich die wunderschöne Haupttribüne. Ein Ensemble in schwarz und weiß, was sich auch eine Reisegruppe aus den Niederlanden nicht entgehen lassen wollte.
Witzigerweise traf ich kurz nach Anpfiff der Partie einen alten Bekannten aus der Landeshauptstadt Sachsens, weshalb das gesamte Spiel gut verlabbert wurde. Ewig nicht gesehen und richtig schönes Gespräch auf den Stufen der Kurve (Liebe Grüße L.), während Schwarz-Weiß nach Halbzeitführung eine deutliche 4:1-Niederlage einstecken musste. Aua! Der Auswärtssieg und die damit verbundene Tabellenführung wurde mit einem „Sieg klatsch klatsch klatsch“ gefeiert. Zu vor gab es einige knackige Gesängen sowie das mittlerweile totgesungene L'estate sta finendo“ des italienischen Pop-Duos Righeira.
Schnellen Schrittes ging es zum Bus und zum Bahnhof um mit derselben Abendverbindung wie am 14.02. dieses Jahres um kurz nach 01:00 Uhr im Bett zu sein. Ruhrpott ich komme wieder. (snidi)

Photos from Intourist Babelsberg's post 01/09/2026

257,98 km Luftlinie von der Erstundenpartie in der legendären Grotenburg bewegte sich zeitgleich der Atmosphärenbeauftragte auf heißem Terrain um die Freunde der Adler im Südwestderby zu sehen. Ein Spiel welches krasse Wellen schlug, aber lest selbst...

21.08.2026 SV Waldhof Mannheim 07– 1. FC Kaiserslautern 0:1 n.V. (0:0) – Carl-Benz-Stadion - DFB-Pokal - 23.513 (3.500) Zs.

Erste Runde DFB-Pokal...Gewaldhof gegen Lautern...beste Partie, nicht nur um den Ground zu machen!
"Haste 'ne Idee, wie wir an Tickets kommen?"
"Ich hab gesehen, mit einer Dauerkarte hätten wir Anrecht auf den Kauf von drei Tickets für das Derby! Zudem könnten wir die DK im Nachgang wieder günstig verscherbeln."
Und zack, waren wir im Besitz eines Saisontickets, dem zusätzlich ein Waldhof-Schal beigelegt war. Nachdem auch die Derbykarten in der entsprechenden Verkaufsphase klargemacht wurden, machte ich mich am Matchday freitagmorgens sehr zufrieden auf den Weg ins nördliche Südwestdeutschland. Während ich mit überraschend stabilem WLAN die Graffiti-Doku "Wie Hamburg bunt wurde" im ICE nach FFM schaute, passierte ich mittlerweile Hanau und erblickte Frankfurter S-Bahnen, die mit der motivierenden sowie doppeldeutigen Aufschrift "Jetzt ist die Zeit zum Surfen", im Abstelldepot standen. Nach entspanntem Check-In in der Casa Ragazzi, entschieden wir uns für eine frühere Bahn in den heutigen Spielort. Dafür sackten wir den dritten Kollegen aus LE kommend am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Die Treppenstufen im Regionalexpress nach Mannheim ermöglichten uns die erste entspannte Runde Äppler aus der Dose. Dabei erinnerte ich mich an meine aufgekommene Fußballpassion in den 90ern zurück, bei dem der Waldhof in meinem Kinderköpfchen lange Zeit einen Fantasiestandort besaß, der einen mit regionalen Tieren bewohnten Hof im Wald gleichkam. Nunja...mit der Ankunft in der zweitgrößten Stadt des Bundeslandes Baden-Württemberg, registrierte ich nicht nur das Autokennzeichen BWL in der Sammel-App, auch wurde mir anhand des Klientels deutlich, weshalb das heutige Spieltagsmotto nicht etwa "Alle im Trikot" hieß, sondern "Tod dem FCK". Den passenden Althools zum Einhalten dieses Leitspruchs begegneten wir auf dem Weg zum Stadion mehrfach. Aber auch der Normalofan schien völlig unbeschwert unter Kategorie B zu laufen. Als sich am Gästeparkplatz eine rote Fanscharr anhäufte, wurde auf Heimseite vorerst geflunkert, "Die wollen wohl nicht über rot laufen!". Erst infolge einer Straßensperre sowie dem Vorfahren eines Wasserwerfers durften die Lautrer:innen den Weg gen Gästeblock überqueren. Das wartende Heimpublikum reagierte neben schmälernden HuSo-Gesängen auch mit den Versuchen nach direkteren Unterhaltungsanfragen. Bereits beim vorangegangenen Schlendern über eine Allee zum Carl-Benz-Stadion überraschten uns wiederholt detonierende Böller, was breites Grinsen bei mir auslöste. Das leckere, lokale Eichbaum-Wegebier, was seit dieser Saison im Stadion durch Spaten ersetzt wurde, da die Mannheimer Brauerei Ende letzten Jahres insolvent gegangen ist, verstärkte die Vorfreude. Derweil mich ein uralter Opel Kadett mit Kofferraumdellen direkt vor dem Eingang der Gegengerade stehend erneut in meine Kindheit zurückversetzte, konnten wir die Einlasssituation sowie die lapidare Kontrolle zackig überwinden. Zeitgleich hörte ich bereits Böller sowie Raketen und erblickte durch eines der Mundlöcher aufsteigenden roten Rauch im Stadioninneren. Der flotte Gang zum Abscannen meines Tickets führte zum ernüchternen Verweis des Ordners, "Falscher Eingang! Einmal zur Fankurve bidde!". Wie ich im Nachgang beobachtet, waren wir jedoch nicht die Einzigen Dullies. Aus organisatorischer Sicht stellte sich trotzdem die Frage, inwiefern das Vorzeigen der Karten im zweiten Schritt sinnvoll ist. Egal! Angekommen am Bereich der Heimszene, staute es sich immens. Die Bullen hatten ein Nadelöhr eingerichtet, was sich bei der Menge an Menschen als sehr gefährlich und gleichermaßen als keineswegs deeskalativ herauskristallisierte. Ob dieser Maßnahme ein Blocksturm hervorging, keine Ahnung. Dass dieser Trichter letztlich darauf hinauslief, dass lediglich eine Person die Bullenkette durchschreiten durfte, gleichzeitig in den umgebenden Büschen und Bäumen zusätzlich behelmte Cops standen und jede:n Einzelne:n beobachten, sich aber auch Pferde inmitten der wartenden Masse befanden, löste nicht nur bei mir absolutes Unverständnis aus..."Was dauert da so lang? Der Dreck ist längst drin!". Hinter der Polizeikette verdeutlichte sich mir dann die bauliche Infrastruktur. Da der Eingang zur Otto-Siffling-Tribüne ein kurzer Tunnel ist, verleiht er der Szenerie noch mehr Abf**k-Charme. Darüber befindet sich der Weg von der Gegengeraden zur Haupttribüne. Direkt nach der Unterführung sowie der erneut sehr kulanten Sicherheitsüberprüfung am Einlass, begrüßte uns bereits das USK. Vorbei an den bayrischen Pfeiffen sowie mehreren gut besuchten Bierständen, verblüffte mich der nächste Oldschool-Reiz. Ein WC in der Nähe unseres Eckblocks konnte ich nicht ausmachen. Stattdessen diente der Stadionzaun unterhalb des Blocks für sämtliche Hinz & Kunzes zum Entleeren. Mit Betreten des Blocks wurde ganz schnell ziemlich deutlich, dass dieser völlig überfüllt war..."Die haben wohl mal wieder viel zu viele Tickets für viel zu wenige Plätze verkauft!". Der Bereich schien aus allen Nähten zu platzen, sodass sämtliche Treppen voll mit euphorisierten Heimfans besetzt waren. Ein viertes Bier wäre nötig gewesen, um die anderen Drei nach der Treppentortur wieder aufzufüllen. Mit dem Durchqueren unseres Mundlochs bekam jede:r eine Fahne in die Hand gedrückt. Und da standen wir nun...umgeben von einer mächtigen Derbykulisse und eingehüllt in einem Meer blauer Schwenker. Auch wenn die Heimchoreo nur bedingt zu erkennen war und die Blockfahne der Rot-Weißen nur erahnt werden konnte, das knisterte hier mächtig deftig. Infolge beider Kurvenbilder zündete Lautern eine Menge an Fackeln und Feuerwerk und nicht unbedingt weniger an Rauchtöpfen ab. Der blau-schwarze Tross warf hingegen vereinzelte Sitzschalen in Richtung des Strafraums, um einen einladenden Wohlfühlfaktor für den Gästekeeper zu schaffen...man mag sich halt nicht! ;)
Nachdem sich der Nebel verzogen hatte, pfiff nicht nur der Schiri die unterbrochene Partie wieder an, auch war nun das erhebliche Ausmaß an Sturmhauben von KL ersichtlich, was sich in den vorderen Reihen und mit Lücken über die gesamte untere Tribüne erstreckte. Trotzdem sich ein Großteil der Leutis im Nachgang unter Schwenkern wieder entmummte, sollte Rot-Weiß noch zwei ausgiebige und schicke Blockerhellungen in Durchgang eins fabrizieren. Abermals hatte ich Bilder aus der Kindheit vor Augen, als die Szene des 1. FCK in den 90ern bei einem zeitlich mir nicht mehr zuzuordnenden Jahresabschlussformats von RAN auf SAT.1, aufgrund der italienischen Stimmung, zu den besten Fans gewählt wurde. Angesichts der heutigen Entfernung waren Lautstärke und Liedgut der Gäste leider weniger gut zu vernehmen. Die Heimkurve verzichtete nach dem blau-schwarzen Fahnen-Intro für das gesamte Spiel auf dieses Tifoelement. Auch das Zaunbild beschränkte sich auf ein schwarzes, mittig positioniertes Waldhof-Mannheim-Banner mit weißer Schrift. Dabei war der Zaun des gesamten Blocks in schwarz gekleidetet. Die Szene um UM setzte für den Spieltag auf einen brachialen Gesang, Klatsch- sowie Hüpfeinlagen. Zudem konnten auch die umliegenden Bereiche, bis hin zur Haupttribüne, immer wieder motiviert und eingebunden werden. In Halbzeit Zwo startete der Heimbereich mit einer Wand aus schwarzem Rauch, untermalt von Feuerwerk. Aus unserer Sicht erblickten wir bereits vor dem verzogenen Nebel die Wäscheleine mit Fankram des ungeliebten Teams aus Rheinland-Pfalz, dem eine Fanclubfahne dem Feuertod erlag. Als der Kapitän der Gäste, Marlon Ritter, erstmalig vor dem Heimblock eine Ecke treten wollte und mehrere Bierbecher auf den Rasen segelten, wurde selbst aus unserer neutralen Sichtweise deutlich, wie sehr dieser mit seiner Rolle und den Tribünenemotionen spielte...und das nicht zum letzten Mal an diesem Abend. Dies führte zwischenzeitlich dazu, dass die inflationär genutzten HuSo-Rufe gegen die Gästeszene individuell auf Nr. 7 der Rot-Weißen umschlugen. Als der selbe Akteur in der Nachspielzeit der regulären 90 Minuten erneut einen Eckball trat und es daraufhin zur Rudelbildung kam, schienen alle Sicherungen bei jedem Anwesenden durchzuknallen. Nachdem der Unparteiische intervenierend abpfiff, hagelte es vorerst von der Haupttribüne Bierbecher auf das vor seiner Bank stehende Gästeteam, weshalb Regenschirme aufgespannt werden mussten. Ein erster Clip flog daher aus dem Gästeblock in den Verursacher:innenbereich. Dem folgte eine zweite Leuchtspur. Auch die Otto-Siffling-Tribüne verließen mehrere Signalraketen und Böller in Richtung pausierendes Spielgeschehen. Während der Stadionsprecher zu meiner Überraschung mehrfach das Gewissen der Anwesenden auf der Haupttribüne ansprach, öffnete sich im Osten des Stadions ein gelbes Fluchttor, sodass ca. 25 schwarz-blaue Hassmasken auf dem Platz standen und weitere Clips auf die Lautrer:innen abfeuerten. Als wenn die Staatsmacht auf diesen Akt der Regelüberschreitung nur gewartet hätte, füllte sich der Rasen innerhalb weniger Sekunden mit gefühlt hunderten Robocops, vier berittenen Pferden sowie zwei angeleinten Hunden. Besonders zielstrebig bestand der Weg zum geöffneten Fluchttor, dem sich nicht nur genähert wurde. Ein massiver Pfeffereinsatz sowie das mehrfache Betreten des Heimbereichs standen Fackel- und Böllerwürfe auf die Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg gegenüber. Gleichzeitig sang der Gästeblock nicht etwa Schmählieder auf die motivierten Beamt:innen, sondern "Scheiße, Scheiße SVW!" oder "Waldhof verrecke!". Was war denn hier bitte los? Nach einer dreißigminütigen Unterbrechung und der Androhung eines sofortigen Spielabbruchs, starte der (Wieder-)Anpfiff der Verlängerung. Die FCK-Szene begann diese mit der Nachfrage "Warum seid ihr Huren so leise?". Ob dies die Intensität des Hasses über die Staatsmacht hinweg verdeutlicht? Die Waldhof-Szene entwarf zumindest eine kurzfristige Tapete, um die verschobenenen Linien gegenüber dem eigentlichen Feindbild Nr. 1 zu verdeutlichen..."ACAB dick auf die Fahne schreiben! Bei Polizeieinsatz die Hände reiben! Feinde der Kultur! ACAB! Scheiß FCK!". Die bisherige Atmosphäre war nachvollziehbar verschwunden wie die Luft aus einem löchrigen Ballon. Mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit der Verlängerung fand nicht nur das Rasenspiel ein zu frühes und irgendwie auch unverdientes Ende. Mein Gefühlskarussel war kurzzeitig arg gefordert gewesen, weshalb diese Partie wohl nicht nur deswegen lange in Erinnerung bleibt.
(Atmosphärenbeauftragter)

Photos from Intourist Babelsberg's post 28/08/2026

21.08.2026 SC St. Tönis 1911/20 – Eintracht Frankfurt 0:11 (0:10) – Grotenburg-Stadion – DFB-Pokal –10.893 (5.700) Zs.

„Frankfurt, wir holen uns den Coupe des Coupes - Und du Schmock guckst nur dumm aus der Wäsche, sus - Mit uns hat man net gerechnet“
Warum dieser Einstieg? Zum einen, weil ich Celo und Abdi, die eng mit der Eintracht verbunden sind, einfach feiere und der Song vorhin aufm Fahrrad lief und zum anderen, weil ich am Tag der freien Ticketvergabe des SC St. Tönis, aber so was von dumm ins Leere starrte. „1.634 warten vor ihnen“, danke dafür.
Puh, ein Zug war bereits auf Verdacht gebucht, aber am Ende zahlte sich Beharrlichkeit und etwas Fortune doch aus, sodass ich eine Karte über das Kontingent der Eintracht erhielt. Der Fünftligist aus der Oberliga Niederrhein meinte es nämlich wirklich gut, indem er dem Cupsieger von 2018 die gesamte Nordtribüne und Teile der Westkurve zusprach.
Der SC St. Tönis hat sich zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte für den DFB-Pokal qualifiziert. Der Klub aus der Apfelstadt unterlag zwar dem MSV Duisburg im Finale profitierte allerdings davon, dass sich der MSV über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert hat, sodass sie auch ein Pokal-Ticket sicher hatten.
Meins war auch sicher und wenige Tage vor der Partie im Briefkasten. Etwas Skrupel hatte ich schon im Bereich der Frankfurter Platz zu nehmen, aber notfalls schlage ich mich mit Celo und Abdi Zitaten durch den Tag. „Power Ranger kenn'n kein'n Rückwärtsgang“ dachte ich und weiß mich ja auch zu benehmen.
Der Vortag auf Arbeit gestaltete sich dinotastisch und Freitagmorgen entlockte mir die erste Herbstdeko ein heftiges Stirnrunzeln. Sommer Leute, aber die Vorfreude war groß auf diesen Trip gen Westen. Daran änderte auch der übervolle Zug nix sowie der Geräuschpegel der Schulkassen. Egal! Nach Ankunft nutzte ich die Zeit um mal etwas durch Duisburg zu tappern. Hatte ich Bock und der Bereich um den Innenhafen gefiel mir richtig gut. Einige Adlerträger liefen mir auch bereits über den Weg und als ich den Regio gen Krefeld bestieg, potenzierte sich das Ganze auf eine recht stabile Gruppe um Männer mittleren Alters mit „Duisburg und Frankfurt Hooligan Connection“- Shirts. Wilde Geschichten taten sich da neben mir auf und finde so was ja immer spannend: „Früher konntest du im Osten noch die Trabis umschubsen, aber heute“ Gut Kirschen Essen mit den Jungs net unbedingt, aber musste ich ja auch nicht.
Der kleine Tross entstieg, neben mir, am Krefeld-Oppum. Ein kurzzeitiger Schauer setzte ein, aber es ließ sich aushalten unter einem fetten Baum im Stadtpark Uerdingen.
Lange hielt ich es aber nicht aus, da ich dieses Ungetüm von Stadion natürlich betreten wollte. Uli Versal beschrieb es bereits in seinem Besuch des KFC vom 22.02.2025:
„Und dann erstmal Wow, der Aufgang Richtung Tribüne mit den großen alten Flutlichtmasten, die riesigen Stehwälle, einfach Wow und absoluter Gänsehaut Moment. Auch die beiden sanierten Tribünen auf den Längsseiten fügen sich harmonisch in das Ensemble ein.“
Muss ich nicht groß beschreiben, da ein klares Must See der deutschen Stadionlandschaft. Unbestritten eine Wucht, die historische Spiele auch auf europäischen Niveau gesehen hat.
Europäisch ist die Eintracht dieses Saison nicht. Schon überraschend wurde eine Berechtigung für die Spielzeit 2026/27 nicht erlangt, aber die Vorfreude schien trotzdem groß bei den Adlern zu sein.
Beim Betreten der Tribüne wechselte ich recht rasch nach Staunen in die Kurve, da die aktive Szene die Tribüne in Beschlag nahm und eine Choreo aufbaute.
Diese huldigte der Diva am Main generell sowie speziell der Vereinslegende Alfred Pfaff. Der Weltmeister von 1954 absolvierte 301 Ligaspiele und erzielte 103 Tore für die Eintracht. Mit ihm holte Eintracht Frankfurt 1959 den Meistertitel.
Schönes Motiv und lange Umsetzung, für dessen die Vorsänger auch die Leute aus der Kurve zum mitmachen akquirierten. Untermalt wurde das schöne Bild mit „Allez allez allez Eintracht Frankfurt allez“, was gut schepperte in dieser Oldschoolhütte und die Leute um mich herum nostalgisch in Erinnerung schwelgen ließ. Wehmütig erinnerte sich ein älterer Herr an Pokalschlachten im alten Waldstadion. „Fußball wie er sein soll“ proklamierten viele Fanszenen in den Partien der Ersten Runde, die ja ohne den VAR auskommt. Das passte heute.
Die Nordwestkurve optisch mit vielen großen Schwenkern präsent, setzte eher auf einfach gestricktes Liedgut mit teils guten Abgehmomenten. Die Version von Scooters „Always Hardcore“ erheiterte mich sehr. Im Laufe der ersten Halbzeit wurden auch die Zaunfahnen angebracht, während sich die Equipe auf dem Feld keinerlei Blöße gab und nach vier Minuten in Führung ging. Neun weitere Dinger folgten und zweistellig ging es in die Pause. Das gab es übrigens noch nie in der langen Pokalhistorie. Keine Zweifel auf dem Platz und auf den Rängen.
Von der riesigen Südtribüne, auf welcher die Gastgeber Platz nahem, kamen vereinzelte Gesänge, was völlig okay war.
In der Pause die Frankfurter bester Laune und gut am bechern und babbeln, aber bestens gelaunt - ohne sinnlose toilet wars - ob der souveränen Leistung, der Sonne und des Stadions. Da kann schon mal die fette Zigarre angeschmissen werden.
In Hälfte zwo die Stimmung etwas gelockerter und nicht mehr so durchschlagend, aber der Song „Willst du die Nordwest beben sehn, musst du ins Waldstadion gehn.Wenn dann alles tobt und fahnen wehn',und die Fans in ihrer Kurve stehn, dann singt ein jeder für seine Liebe, für Frankfurt am Main,“ auf die Melodie von „Sound of silence“ holte mich im Gegensatz zu vielen Standardliedern richtig ab. Auf dem Rasen wurden die Zügel ebenfalls etwas lockerer gelassen und es folgte lediglich noch ein Tor zum 0:11 Endstand.
Schöner Pokalabend vor stattlicher Kulisse, wenn sich St. Tönis meiner Meinung nach auch etwas Geld durch die Lappen gehen lassen hat. Ohne um den Orgaaufwand und die Beschaffenheit des Stadions zu wissen, aber ein zusätzlicher Block in der Stehkurve im Norden wäre doch noch möglich gewesen, oder? Stecke ich natürlich nicht drin. Das altehrwürdige Rund machte an dem Tag aber eine gute Figur und der Sportclub St. Tönis fungierte als guter Gastgeber.
Nach Abpfiff ertönte noch ein eingeharktes Pippi Langstrumpf gefolgt von einem „Berlin Berlin wir fahren nach Berlin“ Darf nicht fehlen! Schauen wir mal, wie weit es für die Frankfurter Eintracht geht und ob der „Coup der Coupes“ gelingt. In der Bahn gen Duisburg nicht wenige Reisende am Handy um den Waldhof zu verfolgen. Zum Weiterkommen der Quadratstädter reichte es ebenso wenig wie für meinen Umstieg in Duisburg, da eine halbe Stunde Verspätung angehäuft wurde – wie im Carl-Benz-Stadion – nur das im Zug keiner wusste warum.
Dennoch erreichte mich mein Ziel für den Abend und wurde standesgemäß mit einem DAB im Glas von J. abgeholt. Wir verlebten noch einen schönen Abend in der Dortmunder Nordstadt, so dass dieser Pokaltag zünftig zu Ende geführt wurde. (snidi)‚

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