11/12/2016
Desert Dash 2016 im Rückblick 1,5 Tage später aus meiner Sicht.
Ein fantastisches Rennen liegt hinter uns. Wir hatten wunderbares Wetter, nur selten kleine weiße Wolken am blauen Himmel. Am Start in Windhoek war es angenehm warm und in Swakopmund hat uns bei strahlendem Sonnenschein eine angenehme, erfrischende Brise empfangen.
Auf dem Weg hatten wir eigentlich immer leichten Wind so dass es zum radeln angenehm kühl war. Die Straßen waren in recht gutem Zustand, wir kamen immer gut voran und es lief von Start weg super gut.
Ähm, Moment. Da war noch etwas an das ich mich vage erinnere:
20 Meter nach dem Start wäre das Rennen für mich fast schon vorbei gewesen weil mein Nebenmann sein Gleichgewicht verlor und schon halb auf meinem Oberrohr lag. Nur mit viel Glück und etwas Körperbeherrschung (Danke Baxter, Ronny und Stefan für das super Training auf den Trails) konnte ich einen Sturz vermeiden. Keine 5 Minuten später ist mir ein weiterer Fahrer ans Hinterrad gefahren ... alles noch im neutralisierten Bereich vor dem eigentlichen Start. Dafür war ich dann auch richtig wach und hatte vermutlich schon eine gehörige Portion Adrenalin im Blut als es endlich losging. Und es ging los wie ein XC Rennen. Mit über 500 Watt bei 40 Grad ohne warm up... Nach wenigen Minuten schon musste ich die high speed Gruppe mit Thomas ziehen lassen. Aber kein Problem denn das Rennen ist lang und mit der 3. Gruppe zu fahren ist auch nicht langsam denn auf der Khomas Hochebene bis zum Us Pass ist es wichtig eine schnelle Gruppe zu haben. Bis zur Verpflegungsstelle nach Stage 1 ging die Rechnung auf, dann hat mir jemand den Stecker gezogen. Ich war total platt, meine Kraft war weg, meine Muskeln schmerzten, mein Bauch krampfte und ich konnte nichts mehr essen. Keine guten Voraussetzungen Stage 3 zu überstehen und ein Desert Dash zu finishen. Aber irgendwie ging es ohne essen und mit viel trinken bis zum ersten Treffen mit Dominic nach 175km. Essen ging immer noch nicht aber die Pause hat gut getan und ab da gings immer besser. Auf Stage 5 hatte ich über längere Zeit eine schnelle Gruppe und konnte Kräfte für Stage 6 sparen: das Finale in der Moon Landscape des Namib Naukluft. Diese wunderschöne Landschaft und mein Wille, unter 20 Stunden in Swakopmund anzukommen hat mir Flügel verliehen. Außerdem wollte ich diesmal unbedingt vermeiden, das Thomas mich geduscht und rasiert an der Ziellinie empfängt.
Alles in Allem war es wieder ein tolles Rennen und eine krasse Herausforderung. Sogar die gefürchteten Passagen waren länger und der Wind stärker und die Corrugations heftiger als befürchtet. Vielleicht war es aber auch nur genauso wie beim letzten Mal ...
Am schönsten jedoch war der Empfang an der Ziellinie von Thomas (im Race Outfit), Liz, Simoneta, Tembo, Dominic und Andrew und anschließend das schon traditionelle Crayfish Essen bei Jean und Richard.
Jetzt hat der Urlaub begonnen 😀 Los gehts am Montag um 8 mit Manni und Leander auf eine Wüsten Tour mit Fat Bikes 🏍 😊