Hoppetosse on Tour

Wegbeschreibung

Hoppetosse on Tour Mit der Hoppetosse durch Stadien nah und fern. Zwischen Betonstufen, Bahnwahnsinn und Fußballromantik. Kommentieren erwünscht!

Hier werden Menschen und Meinungen mit Respekt behandelt. Auslachen, Rassismus und Beleidigungen werden nicht geduldet.

Am Stadion angekommen, fragte man mich am Eingang, was ich denn hier wolle. Ich zeigte ihnen das Spiel in der App und si...
11/10/2026

Am Stadion angekommen, fragte man mich am Eingang, was ich denn hier wolle. Ich zeigte ihnen das Spiel in der App und sie sagten mir, dass dieses Spiel gar nicht stattfindet, sondern ein anderes und eine Stunde später. Mit der Antwort "nehme ich auch" hatten sie nicht gerechnet und wollten eine Erklärung.
Der nette Ordner war sehr interessiert, konnte die Leidenschaft für das Sammeln von Stadien allerdings nicht teilen.
Generell fiel mir die Unterhaltung in Uruguay leichter, da dort viele Menschen englisch sprechen.
Eintritt war eh frei, also bat man mich herein. Was für ein tolles, altes Stadion, in dem die halbe Stadt seine Heimspiele austrägt. Fotos sagen manchmal mehr als Worte.
Auch hier waren wieder Reporter vor Ort. Ich schätze aber mal eher der die Reportage via Internet.
So konnte ich immerhin doch noch ein Spiel der Boca Juniors sehen...
Ich genoss das Spiel sehr, die sportliche Qualität war natürlich überschaubar. Das Stadion war der Star. Mittlerweile war es aber noch kälter als vorher, was mich direkt nach Abpfiff das Uber zum Hotel bestellen ließ. Es stand eine kurze Nacht bevor...
🇺🇾 Division D, keine Ahnung welcher Spieltag
🏟 Parque Palermo, Montevideo
Anwesende: ca. 100, freier Eintritt
LIFFA Club vs Montevideo Boca Juniors 1:0 (1:0)

Langsam wird der Endspurt der Reise eingeläutet. Was noch fehlt sind zwei Länderpunkte. Ein bisschen billig vielleicht, ...
10/10/2026

Langsam wird der Endspurt der Reise eingeläutet. Was noch fehlt sind zwei Länderpunkte. Ein bisschen billig vielleicht, aber teuer genug sind sie. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel...
Nachdem mich die Natur daran erinnert hat, dass Schwitzen und eine auf arktische Kälte eingestellte Klimaanlage nicht unbedingt das Allerbeste für die Gesundheit ist, musste am Donnerstag ein Betttag eingelegt werden, um das Schlimmste zu verhindern.
Gestern ging es in aller Herrgottsfrühe zum Hafen, um die Überfahrt mit dem Schiff zurückzulegen. Zum Glück dauerte diese Fahrt nur etwas mehr als eine Stunde. Irgendwann wich das letzte bisschen Restfarbe aus meinem Gesicht und es begann mir übel zu werden. Gerade rechtzeitig kamen wir in Uruguay an und ich machte drei Kreuze, als das Geschaukel unter meinen Füßen aufhörte. Ein Platz im Bus ganz vorne im Bus weiter nach Montevideo war jedenfalls Gold wert. In den etwas über zwei Stunden Fahrt in die Hauptstadt konnte sich erholt werden. Am Busbahnhof angekommen, ging es direkt nach nebenan ins Hotel zum Einchecken und dann weiter zum Speedsightseeing.
Um kurz nach 16 Uhr versuchte ich dann, für den Anpfiff um 17 Uhr ein Uber zu bekommen. Unfassbare 52 Minuten!!! später bekam ich dann eins und somit wurden die ersten 6 Minuten tatsächlich verpasst. Zum Glück ploppte ein unverhoffter Doppler auf...
Unwissenderweise hatte ich mir ein Ticket für den Gästeblock geholt, aber ein Ordner mit Herz ließ mich einfach am Eingang der Haupttribüne rein, wo mich das Uber rausgelassen hat. Wie selbstverständlich nahm ich auf der Pressetribüne Platz und lauschte dem Fernsehkommentar direkt neben mir.
Stimmung kam nur von den Gästefans von Gegenüber. Bei diesen ganzen City-Vereinen, wie auch in Manchester, bleiben ja immer die Meisten Sitze frei und die Stimmung kommt von den Gästen. Das ist in Montevideo nicht anders.
Dieses Spiel hatte Jedenfalls das schlechteste Niveau von allen Spielen auf dieser Reise. Zum Glück eierten die Gastgeber einen Ball ins Netz, so dass es wenigstens nicht torlos blieb.
Habe ich eigentlich erwähnt wie kalt es war? So ganz ohne Jacke war es "A***h" auf der Kälteskala. Das Uber kam direkt nach Abpfiff und brachte mich in den 8 Kilometer enrfernten Ground im Parque Palermo. Das angesetzte Spiel dort fand aber gar nicht statt, sondern ein anderes und eine Stunde später. Dazu mehr im nächsten Bericht...
🇺🇾 Liga AUF Uruguaya, 10. Spieltag
🏟 Estadio Charrúa, Montevideo
Anwesende: ca. 800
Montevideo City Torque vs Danubio FC 1:0 (0:0)

09/10/2026
Habt Ihr auch eine Löffelliste? Auf meiner stand mal ein Endspiel in Wembley. Steht immer noch ein Pokalfinale in Berlin...
09/10/2026

Habt Ihr auch eine Löffelliste? Auf meiner stand mal ein Endspiel in Wembley. Steht immer noch ein Pokalfinale in Berlin, was mit Darmstadt 98 Saison für Saison um Haaresbreite verpasst wird. Aber man bleibt ja optimistisch.
Den Tower in London sehen, ein Derby in England. Ein Spiel von Boca in La Bombonera, was das Erlebte dann leider umso enttäuschender machte. Und eine Tour mit meiner Herzensband durch Argentinien. Dies konnte man hervorragend mit Boca verbinden und so ging am 1. Oktober über Bogota nach Buenos Aires. Warum über Bogota? Auf dem Rückweg hat die Hoppetosse dort 12 Stunden Aufenthalt. Ratet mal, warum...
Diese Woche war aber erstmal, nach einem Wochenende voller Fußball, Musik und Subkultur angesagt. Eine Menge alter und enger Freunde sowie neue aus aller Welt zog es in die argentinische Hauptstadt, das letzte Hallo in diesem Land mit ihren Konzerten Nummer 48, 49 und 50 erleben wollten. Knapp ei Jahr Reisevorbereitung sollten damit in erlebbares umgesetzt werden und das Erlebbare begann mit der Busfahrt nach Tandil, was gleichzeitig das südlichste Bier und Konzert meines Lebens bedeuten sollte.
Aus geplanten 6 Stunden Busfahrt wurden dann 10, mit Pause und irgendwie typisch für Argentinien, plötzlich zu wenigen Tickets fürs Konzert. Die Siesta kurz vor Tandil verwandelte sich in eine Scheunenparty weil wegen Gewitter. Am danach ging es wieder in den Bus und die Ticketsituation wurde vor den Toren Tandils geklärt. Warum das nicht in Tandil oassierte, wo man hätte was Essen können, verstehe ich bis heute nicht. Der Einzige Kritikpunkt an 2 hervorragend organisierten Reisen!
Nach den ganzen Konzerten der Jungs von der Opel-Gang in den heomischen Stadien war die Angelegenheit hier eine ganze Nummer kleiner. Und heißer. 1500 Menschen passten in die Sporthalle, drin waren doch etwas mehr.
Aber alles, was in den Stadien erlebt wurde, stellten wir hier mal eben komplett in den Schatten! Es ist so schwer, das mit Worten zu beschreiben, aber was in Tandil und auch in Rosario 2 Tage später abging, werde ich mein Leben lang nicht vergessen!
Da ich aus menschenrechtlichen Gründen kein großer Freund der Vorband aus dem Rostocker Raum bin, wurden diese auch gerne verpasst. Die Locals danach wussten zu gefallen und pünktlich um 21 Uhr Ortszeit übernahm das Kommando Attacke aus Düsseldorf die Bühne, um den ohnehin schon heißen Saal aber mal sofort zum Überkochen zu bringen. Strom ist aber auch ein so verdammt geiles Intro! Mit vollem Tempo ging es dann weiter und im Gegensatz zu heimischen Konzerten, in denen immer mal langsamere Songs eingestreut werden, ging es hier 2 1/2 Stunden mit Vollgas zum Finale. Die Argentinier singen übrigens jeden Ton eines jeden Liedes mit, ob die Stelle einen Text hat oder nicht. Und wie sie die Band immer wieder mit Gesängen aus dem Stadion abfeiern. Man kennt es vielleicht von Videos oder DVD's, aber es ist live einfach unfassbar intensiv! Nach 2 1/2 Stunden war Konzert 1 von 3 leider auch schon vorbei und natürlich, wie sollte es auch anders sein, war nicht alles positiv.
Neben mir vermisste plötzlich eine junge Frau ihr Handy, welches ihr aus der Gürteltasche geklaut wurde. Man war gewarnt und passte auf wie nochwas, aber insgesamt wechselten über 20 Mobiltelefone unfreiwillig den Besitzer. Absolut null Verständnis habe ich dafür und erwische ich einen dabei, vergesse ich mich. Versprochen!
Ich bot der jungen Frau an, ihr mein Zweithandy zu geben. Sie lehnte aber ab. Sie befindet sich aktuell auf einer Weltreise und war fertig, weil auf diesem Telefon so viele Bilder waren, die ihr so unfassbar viel bedeuteten...
Klatschnass ging es zurück zum Bus und nachdem eine Stunde später auch endlich alle anderen da waren, ging es zurück nach Buenos Aires. Die Rückfahrt durch die Nacht dauerte ohne Pause nur etwa 4 Stunden und morgens um 6 war man wieder im Hotel. Selten war man über eine Dusche so froh. Den folgenden Tag verbrachte man mit Schlafen und am Abend das Abschiedsspiel von Messi im TV zusammen mit den Leuten aus Hamburg in einer tollen Sportsbar schauen. Wir versuchten natürlich Tickets dafür zu bekommen, aber hatten keine Chance. Mit Anpfiff leerten sich die Straßen des Landes schlagartig. Eine Einschaltquote von über 90% würde mich nicht wundern.
Dann ging es aber wieder ins Bett, weil am Mittwoch ging es direkt weiter nach Rosario. Dieses Mal war die Abfahrt zum Glück 2 Stunden später. Es regnete ziemlich stark, was die Dichtung des Busdaches an den Rand des Leistbaren und darüber hinaus brachte. Aber Busabteilung Regenrinne wusste sich mit einer Konstruktion aus Pappe und leeren Bierdosen eindrucksvoll zu helfen!
Auf dem Weg nach Rosario bekam ich eine WhatsApp der jungen Frau, der ich meine Hilfe anbot, weil ihr Handy gestohlen wurde. Sie ortete das Teil nämlich, fuhr ihm unfassbare 300 Kilometer hinterher und als klar war, wo es sein musste, wendete sie sich an die Polizei. Die holte ihr Handy und fand dort 21 weitere. Sie bedankte sich für meine Hilfe und ich gab die Info natürlich gerne weiter. Ab und zu raubt man halt eben die falsche Person aus. Hut ab vor dir, danke und bis hoffentlich bald auf ein Bier in Darmstadt liebe Natti 😉
Das hob natürlich die Laune immens und auch die Tatsache, dass man gerade so in Rosario ankam und sich ins dortige Einkaufszentrum neben dem Konzertsaal rettete, bevor die Welt einmal komplett unterging, erhellte die Laune. Gut gestärkt ging es also auf Konzert Nummer 2. Leider wieder mit blöden Support aus Deutschland, aber es wurde wieder gekonnt verpasst.
Dann heizten Zona 84 der Meute ordentlich ein. Fabsi kam dann auch noch auf die Bühne und gab den Klassiker der Mimmis "Dosenbier" zum Besten. Und dann kamen die Hosen mit einer doch etwas veränderten Setlist heraus. Auch wenn es am Ende nicht ganz an Tandil herankam, war auch Rosario ein Abriss, wie ich ihn bei den Hosen bisher nur im Gießener Wohnzimmer vor 15 Jahren erlebte. Wahnsinnig geil.
Wieder war man morgens um kurz nach 5 im Hotel, wieder war die Dusche Gold wert.
Am Samstag dann das große Finale. Die Show muss weiter gehn!

Sinnlose Straßensperren nach dem Spiel bedeuteten längere Wartezeit auf das Uber, was ziemlich doof war, da unsere Ticke...
07/10/2026

Sinnlose Straßensperren nach dem Spiel bedeuteten längere Wartezeit auf das Uber, was ziemlich doof war, da unsere Tickets nur bis 18 Uhr reserviert waren. Klappte dann aber gerade so, wie alles hier. Es klappt nichts wie geplant aber alles irgendwie.
Jetzt war endlich Zeit für die dringend Nahrungsaufnahme und durch den Fanshop gehen.
Generell muss man sagen, dass dieser Club mit Abstand der am Besten organisierte bisher war. Shop, einfache Abholung der Tickets mit Schmankerl nach dem Spiel. Aber dazu gleich mehr.
Ein gewisser Diego Armando Maradona begann hier seine Karriere und man kommt gar nicht umhin, dieses hier zu übersehen. Da er auch mein Lieblingsspieler aller Zeiten ist, war es mir eine besondere Ehre, in diesem Stadion bei diesem Verein ein Spiel zu sehen. Hier gefiel es mir bisher mit Abstand am Besten!
Da wir "besondere" Tickets hatten, zu denen bestimmte Armbändchen hatten, wurden wir von Mitarbeitern des Clubs, vorbei an den Polizeikontrollen, ins Stadion gelotst und nahmen dann seitlich auf der Tribüne Platz. Der Hopperblock und wir waren die einzigen mit ohne Klamotten von North Face...
Nunja, das Spiel begann und Maradonas Nachfolger gingen ziemlich sofort in Führung. Man sah von Anfang an, dass das sportliche Niveau beim Tabellenführer um Längen besser war als am Nachmittag bei Huracan. Das lag aber auch am Gast, der auch eine gute Qualität an den Tag legte. Die Juniors weiter überlegen, ohne zunächst aber mehr zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Gegen Ende der ersten Hälfte änderte sich das und man verdoppelte die Führung. Dann meldete sich der VAR und es gab Handelfmeter für die Gäste. Es folgte einer der schlechtesten Elfer, die ich je sah. Eine Rückgabe mittig aufs Tor. Der Torhüter holte sich in Ruhe einen Kaffee und hielt nebenbei den Ball. So ging es dann in die Pause.
Nach dieser konnten die Gäste, die den Druck erhöhten, den verdienten Anschlusstreffer erzielen. Danach gab es gute Chancen auf beiden Seiten, teilweise mit Pfostentreffern. Aber rein wollte der Ball nicht mehr. So ging das Spiel mit dem ersten Treffer eines Gästeteams und trotzdem dem 5. Heimsieg im 5. Spiel zu Ende. Das Stadion leerte sich und die "besonderen" Bändchen kamen zum Einsatz. Tour durchs Vereinsmuseum und Besichtigung der Trainerbank. Der Verein und der Capo bedankten sich für unseren Besuch und dann wurden wir nach draußen verabschiedet.
Meinen Verein in Argentinien habe ich damit gefunden, schön war es.
Danach ging es noch nach Palermo in die Strummer Bar. Der Hauptgrund der Reise sind ja tatsächlich die Konzerte der Toten Hosen und diese Bar ist so der angesagte Treffpunkt. Da man aber seit 3-4 Tagen dort täglich die Preise nahezu verdoppelte und man am Sonntag Abend bei umgerechnet 7,59€ pro Dose ankam, werde ich diesen Laden ab sofort meiden. Schade, war es eine tolle Anlaufstelle, um auch mit einheimischen in Kontakt zu kommen. Nebenan finden täglich kostenlose Konzerte statt. Manchmal ist weniger mehr und den Umsatz eures Lebens hättet ihr auch ohne unverschämte Preispolitik gemacht.
Nach der Enttäuschung ging es dann doch gleich ins Hotel. Am nächsten Morgen sollte es zum südlichsten Konzert meines Lebens gehen...
🇦🇷 Liga Profesional, 11. Spieltag
🏟 Estadio Diego Armando Maradona, Buenos Aires
Anwesende: ca. 22000
Argentinos Juniors vs Tigre CA 2:1 (2:0)

Seid Ihr soweit? Dann geht's jetzt los. Keine Panik und Gott mit uns...Nein, noch kommen keine Berichte über die Konzert...
06/10/2026

Seid Ihr soweit? Dann geht's jetzt los. Keine Panik und Gott mit uns...
Nein, noch kommen keine Berichte über die Konzerte der Hosen. Erstmal war am Sonntag der nächste Doppler angesagt. Dazu ging es ins Stadion zu Huracan. Auch hier musste die Pass-Situation erfolgreich gemanagt werden, da Huracan den gleichen Ticketanbieter wie Defensa y Justicia hat. Von einem Mitfahrer wurde der überaus gefährliche Labello abgenommen. Nicht auszudenken, hätte er diesen auf die Kinder geworfen, die sich am Zaun unter der Stacheldrahtrolle festhielten. Eine der Stacheldrahtrollen, die man aus Gefängnissen kennt. Man muss tatsächlich nicht alles verstehen...
Das letzte so steile Stadion in dem ich war, war der gute alte Bökelberg. Was für ein tolles Teil! Selbst die Toiletten sind Hansa-Rostock-tauglich.
Leider dieses Mal ohne Gästefans, obwohl diese durchaus hinein gepasst hätten. Sie hätten sich aber auch richtig geärgert, als Verlierer wieder nach Hause hätten fahren zu müssen. Ein Festival von kläglichst vergebenen Torchancen der Huracaneraner, wie ich es selten erlebt habe. Und jeder versuchte seinen Mitspieler beim nächsten Versuch noch einmal zu toppen. Und wenn man einmal durchkam, verhinderte das Aluminium ein höheres Ergebnis. Ein Geistesblitz in der 1. Halbzeit reichte zur Führung und zum goldenen Tor. Die Fans der Heimelf waren nicht sehr erbaut ob der Chancenwuchers, feierten den Sieg ihrer Mannschaft dennoch feierlich. Auch, wenn in der letzten Minute dem Gast in Unterzahl beinahe der Ausgleich gelungen wäre. Lange Zeit fürs Ansehen der Feierlichkeiten blieb uns nicht, da das nächste Spiel wartete und man dort mit dem Uber hin musste...
🇦🇷 Liga Profesional 11. Spieltag
🏟 Estadio Tomas Adolfo Duco
Anwesende: ca. 5000
CA Huracan vs CA Aldosivi 1:0 (1:0)

Aus dem Vorort wieder zurück in Buenos Aires City wurde erstmal die ausgefallene, dringend benötigte Dusche vom Vormitta...
05/10/2026

Aus dem Vorort wieder zurück in Buenos Aires City wurde erstmal die ausgefallene, dringend benötigte Dusche vom Vormittag nachgeholt, ehe es ins zweite große Ziel ging. Dieses Mal mit der Gewissheit, das Spiel ganz normal sehen zu können. Die offiziellen Tickets sind so unverschämt teuer wie die bei Agenturen oder zweifelhaften Menschen bei River, aber so hatte man wenigstens alles selbst in der Hand. Der Gegner versprach ein fast spannendes Spiel. Offensichtlich rechneten die Behörden mit tausenden berüchtigten Hools aus Burkina Faso. Anders jedenfalls kann ich mir das Aufgebot nicht erklären. Generell habe ich den Eindruck, dass Fußballspiele in Argentinien als ABM-Maßnahme für Polizisten dankend angenommen werden. Und was da nicht alles spontan verboten und vom nächsten wieder zugelassen wird. Hallo Willkür...

Am Vortag durfte ich direkt nach Ankunft in der Stadt jedenfalls schon mal zum Stadion, um die online gekauften Tickets auch wirklich zu bekommen. Zwei Stunden anstehen bedeutete der Spaß, der ebenfalls von Polizei und Securities gemanagt wurde.
Nach dem 3. Spiel kann ich bereits sagen, dass mir dieser Sicherheitswahn, wäre ich hier einheimisch, den Spaß am Fußball nehmen würde.
Offenbar hatten wir bessere Plätze ergattert, denn ein Ordner begleitete uns zu unseren und machte diese noch extra für uns sauber. Gut, sie waren es davor auch, aber der Wille zählt. So waren wir sicher, das Stadion mit sauberem A***h wieder zu verlassen...
Der Gästeblock rechts von uns ließ vermuten, dass die Polizei die ca. 5000 Hools aus Burkina Faso erfolgreich am Spielbesuch hinderte. Sie wären auch sicher nicht erbaut darüber gewesen, dass Argentinien mit dem 1. Angriff direkt einen Elfmeter bekam. Der wurde zwar noch gehalten, aber der Nachschuss war drin. Damit war das Spiel im Prinzip entschieden, denn Burkina Faso ist als Sparringspartner eingeladen worden und das Spiel nahm seinen erwarteten Lauf. Ich erspare mir eine intensive Zusammenfassung der sportlichen Verprügelungsaktion.
Apropos: nach dem Spiel ging es über eine Pizzeria in der Nähe ins Strummer, dem Treffpunkt der Leute, die eigentlich für die Toten Hosen hier sind. Natürlich immer noch wachsam, da die Leute aus Burkina Faso ja sicher noch irgendwo in der Stadt unterwegs waren. Wir konnten ihnen aber zum Glück aus dem Weg gehen...
Da die Hosen auch für die Hoppetosse der Hauptgrund der Reise sind, konnten auch dort endlich bekannte Gesichter begrüßt werden.
Wir genossen dort den letzten Abend mit bezahbarem Bier in dieser Kneipe und kostenlosen Konzerten argentinischer Bands, bevor es morgens um 5 Uhr zurück ins dringend benötigte Bett ging...
🇦🇷 Testspiel
🏟 Estadio Monumental River Plate, Buenos Aires
Anwesende: ca. 50000
Argentinien vs Burkina Faso 7:0 (5:0)

Adresse

Heiabububachstraße
Hamburg
64289

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